Astrid Gehlhoff-Claes ist tot – „Fast zu schön, um aus Leverkusen zu stammen“

Astrid Gehlhoff-Claes

Astrid Gehlhoff-Claes †
(Bild: privat)

Die Leverkusener Autorin Astrid Gehlhoff-Claes ist, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 1. Dezember verstorben. Das bestätigte der Düsseldorfer Grupello-Verlag heute auf Anfrage. Die Tochter des ersten Bürgermeisters der Stadt Leverkusen, Dr. Heinrich Claes, wuchs bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in Leverkusen auf. Sie studierte an der Universität Köln Germanistik und Geschichte und promovierte 1953 mit einer Arbeit über die Lyrik Gottfried Benns, der ersten wissenschaftlichen Arbeit überhaupt über den Dichter. Sie hinterlässt unter anderem verschiedene Gedicht- und Erzählbände, Bühnenstücke und den Roman „Abschied von der Macht“ von 1987. Außerdem arbeitete sie als Herausgeberin und Übersetzerin aus dem Englischen und dem Italienischen, unter anderem übersetzte sie Texte von James Joyce und Henry James.

Mit ihrem „Forschungsobjekt“ Gottfried Benn trat sie auch in persönlichen Kontakt: Der Dichter fasste bald Interesse an der jungen Frau, das offenkundig auch über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Werk hinausging. Es entwickelte sich eine rege Korrespondenz, er schrieb an „meine liebste Astrid“, hofierte sie und monierte auch gerne: „Kühler Brief von Lady Astrid, wenig Honig drin!“ Ebenso lobte Benn ihre Lyrik, zum Beispiel das Gedicht „The Raven“ hatte es ihm angetan: „Es ist fast zu schön, um aus Leverkusen zu stammen“, schrieb er ihr im April 1954. Die für 1997 geplante Veröffentlichung der von dem Düsseldorfer Germanistikprofessor Bernd Witte herausgegebenen Briefkorrespondenz zwischen Claes und Benn verhinderte Benns Geliebte Ursula Ziebarth mit Verweis auf ihre Persönlichkeitsrechte, erst 2002 konnte der Band im Verlag Klett-Cotta erscheinen. (Hier eine Besprechung zu dem Band aus der FAZ.)

„Paradies meines frühen Lebens“

In dem im Düsseldorfer Grupello-Verlag 2002 erschienenen Buch „Inseln der Erinnerung“ beschreibt Gehlhoff-Claes ihre Kindheitserinnerungen an Wiesdorf und Leverkusen, die sie als „das Paradies meines frühen Lebens“ beschreibt. Zurückkehren mochte sie 1945, als ihr Vater Stadtdirektor wurde, gleichwohl nur ungern: „Das Paradies war zerstört.“ Mit dem Germanisten Rainer Gruenter hatte Claes eine Tochter, die 1952 in Köln geborene Undine Gruenter, die sich ebenfalls als Schriftstellerin einen Namen machte, sie verstarb bereits 2002. Claes heiratete später den Journalisten Joachim Gehlhoff, den sie 1956 in Harvard kennengelernt hatte, aus ihrer Ehe geht Tochter Rachel hervor.

1975 gründete Gehlhoff-Claes den Verein „Mit Worten unterwegs – Schriftsteller arbeiten mit Inhaftierten“, dessen Vorsitzende sie bis 1988 war. Sie wurde ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuletzt lebte sie zurückgezogen in einem Düsseldorfer Pflegeheim. Astrid Gehlhoff-Claes wäre am vergangenen Freitag 84 Jahre alt geworden.

Weblinks: NRW-Literatur im Netz / duesseldorf.de / leverkusen.com / wikipedia.org

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Die neue „Vielfalt“ ist da

Vielfalt 2 - Titel

Vielfalt 2

Die neue Ausgabe des Magazins des Integrationsrates der Stadt Leverkusen ist da: Die zweite Ausgabe der „Vielfalt“ präsentiert auf 16 Seiten unter anderem Berichte über einen Leverkusener Arzt in Libyen, ein Porträt des Vereins Nasch Dwor – Unser Hof sowie einen Artikel über den „elektronischen Aufenthaltstitel“, dem neuen Ausweisdokument für Nicht-EU-Ausländer. Außerdem gibt es Nachrichten über die Aktivitäten des Integrationsrates und in einem Gastbeitrag antwortet die Göttinger Autorin und Verlegerin Sineb El Masrar auf die Thesen Thilo Sarrazins.

Die erste Ausgabe der „Vielfalt“ war im Januar 2011 erschienen, Ausgabe 3 ist bereits in Planung und soll noch 2012 erscheinen. Die Ausgaben werden an Ausgabestellen im Stadtgebiet verteilt und sind auch im Internet als ePaper abrufbar.

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Produktoptimierung

LevLog - Logbuch für Leverkusen

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Leverkusener Anzeiger 2011 unter neuer Leitung

Beim Leverkusener Anzeiger wird es zum neuen Jahr eine Veränderung geben, wie das LevLog erfahren hat: Redaktionsleiter Rainer Schmidt wird mit einer neuen Aufgabe im Verlag DuMont-Schauberg in Köln betraut.
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Wiesdorfs Mitternachtsshopping

Wer spät shoppen schön findet, der durfte sich jetzt in Wiesdorf austoben: Die City-Werbegemeinschaft hatte für Samstag zum „Mitternachtsshopping“ eingeladen – und trotz nur mäßig erfreulichen Wetters sah man die City zu später Stunde recht belebt.
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Bayer: Dekkers verstehen … mit Schumpeter

Marijn Dekkers möchte die Bayer AG innovationsfähiger machen und in wachsenden Märkten im Ausland wettbewerbsfähig positionieren. Im Gegenzug sollen 1700 Stellen in Deutschland wegfallen. Das kann man finden, wie man möchte – der Niederländer folgt damit konsequent dem Modell der „schöpferischen Zerstörung“ des Ökonomen Joseph Alois Schumpeter.
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Frauenfußball: Tatort BayArena

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2011 wirft ihre Schatten voraus: Morgen wird die Frauen-Nationalmannschaft in der Leverkusener BayArena auf Afrika-Meister Nigeria treffen. Zu Marketingzwecken ermittelt sogar eine TV-Kommissarin in Leverkusen.
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Doppelter Düffel

Gleich zwei von John von Düffel bearbeitete Bühnenfassungen beschert diese Woche den Leverkusener Theaterbesuchern. In beiden Fällen handelt es sich um Stücke nach Romanen aus der Jahrhundertwende um 1900, die längst unumstößlich Klassiker-Status genießen: Heute Abend Thomas Manns „Buddenbrooks“ und am Sonntag Joseph Conrads „Herz der Finsternis“.
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Lederhosen im Angebot

Die Kicker von Bayer 04 Leverkusen empfangen heute mit dem FC Bayern München den amtierenden Deutschen Meister in der BayArena zum Bundesliga-“Top-Spiel“ (Anpfiff: 18.30 Uhr). YouTube weiß: In den vergangenen 30 Jahren gab es bei diesen Partien schon einige Highlights. Zum Beispiel in der Saison 1980/81.
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Endlich: Bayer wächst bald wieder

Nach weniger als zwei Monaten bekennt sich der neue Vorstandschef Dr. Marijn Dekkers zu seinem großen Plan: Bayer soll wieder wachsen! Leider geht das freilich nur, wenn man zunächst etwas Ballast abwirft. Und Ballast, das sind nunmal die teuren Angestellten: 4500 von ihnen sollen den Konzern verlassen.
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