Agfa-Gebäude: Der Abriss im Zeitraffer

Mit dem Abriss des Agfa-Gebäudes Anfang März gehört ein Stück Leverkusener Industriegeschichte endgültig der Vergangenheit an. Ein sehr schönes Zeitraffer-Video vom Abriss im Chempark Leverkusen an der B8 am 7. und 8. März möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Werksintern handelte es sich um die Gebäude E 49 und E 52. Mit Großgeräten wurde der rund 100 Meter lange, etwa 34 Meter hohe und 16 Meter breite Gebäudekomplex abgerissen, die das Gebäude bis in etwa acht Metern Höhe in zwei Tagen zerkleinerten. Die B8 musste während der Abrissarbeiten halbseitig gesperrt werden. Aufgenommen hat das Video Philip Bechtle – vielen Dank für die Erlaubnis, es hier zu zeigen!

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26. März 2014 · 12:15

9. Kunstnacht: Rundgang im Regen

Die 9. Leverkusener Kunstnacht ist Geschichte, die Twitterwall hat noch ein paar Einträge hinzugewonnen. Vielen Dank allen, die mitgelesen haben, noch mehr Dank allen, die mitgetwittert haben. 2014 steht dem trending topic #KunstnachtLev, denke ich, nichts mehr im Wege. Wer noch keinen Twitter-Account hat, meldet sich am besten jetzt schon für die 10. Kunstnacht an.

Hier habe ich noch ein paar Fotos von meinem Rundgang durch den Regen und immerhin sechs der insgesamt 42 Stationen:

Hier ein Video von einer Restauration im Atelier Grass mit Jenny Oster während der Kunstnacht, aufgenommen von leverkusen.com:

Das Team aus der Witzheller Kornbrennerei hat ein paar Fotos bei einem bekannten großen sozialen Netzwerk online gestellt.

Und auch die Energieversorgung Leverkusen hat die Kunstnacht im City-Point mit einigen Fotos dokumentiert.

Abschließend ein paar meiner Lieblingstweets von dem Abend:

Und hier noch ein Screenshot von der Twitterwall – als Vorgeschmack für 2014:

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Auf zur 9. Leverkusener Kunstnacht

Am Freitag. 11. Oktober 2013, ist es wieder soweit: Die Leverkusener Kunstnacht bietet dann ab 18 Uhr bereits zum 9. Mal die Chance zu einem Orte übergreifenden Streifzug durch die lebendige Leverkusener Kunstszene. 42 Stationen im ganzen Stadtgebiet laden ein zum Besuch und zum Verweilen, Shuttle-Busse der Wupsi verbinden alle Stationen miteinander. In diesem Jahr möchte ich einen neuen Anlauf nehmen, das Geschehen vor und vor allem während der Kunstnacht via Soziale Netzwerke ein wenig zu bündeln.

Bei der 9. Leverkusener Kunstnacht nutzen wir das Twitter-Hashtag

#KunstnachtLev

Und hier geht’s zur Twitterwall für die 9. Kunstnacht: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/

Auf dieser Twitterwall erscheinen alle Eure Tweets mit dem Hashtag #KunstnachtLev. [Keine Ahnung, was ein "Häschtäg" ist? Einfach im Tweet die Raute "#" direkt vor ein Wort setzen - und schon ist's ein Hashtag, das man anklicken und so andere Tweets mit dem gleichen Hashtag sehen kann.] Ein paar Tweets gibt es bereits – schreibt, wo Ihr gerade seid, schickt Fotos von Kunstwerken oder aus dem Shuttle-Bus. Erst mit möglichst vielen Tweets wird die Twitterwall so richtig interessant. Viel Spaß beim Twittern von den & Lesen über die 42 Stationen!

Wer noch keinen Twitter-Account hat, der kann sich den in wenigen Augenblicken anlegen: Es kostet nichts, verpflichtet zu nichts, selbst die NSA erfährt dort nichts, was sie nicht eh längst über Euch weiß – und Ihr werdet sehen: es macht Spaß.

Die Twitterwall ist übrigens auch für iPhone optimiert abrufbar, und zwar hier: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/iphone

Und diese Optimierung können all jene nutzen, die die Twitterwall z.B. für die Gäste in ihrer Kunstnacht-Station mit einem Projektor an die Wand werfen möchten: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/projection

Natürlich kann sich jeder auch seine ganz eigene Twitterwall für die Projektion in der eigenen Station anlegen. Empfehlen möchte ich zum Beispiel twitterwall.me, wo man außer Twitter- auch Facebook-Postings mit dem Hashtag #KunstnachtLev einbinden kann.

Hier geht’s zum Kunstnacht-Programm 2013 als PDF:
http://kunstnacht-lev.de/fileadmin/flyer2013.pdf

Alle 42 Stationen im Schnelldurchlauf:

Schlebusch
1) Altes Bürgermeisteramt Schlebusch Bergische Landstr. 28
2) Atelier Richard Bausewein Metzer Str. 18
3) Villa Wuppermann Mülheimer Str. 14
4) Atelier Kunstraum von Ulrike Harter Grüner Weg 96 (Hinterhaus)
5) Schmuckwerkstatt Böhme Mülheimer Str. 27
6) Atelier Ploenes Hammerweg 26
7) Friedenskirche Merziger Straße (Waldsiedlung)
8) Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer Freudenthal 68
9) Spektrum Leverkusen Virchowstr. 43
10) Villa Rhodius Bergische Landstr. 82a-84

Lützenkirchen
11) Ehemalige Witzheller Kornbrennerei FB Visuelle Kommunikation Altenberger Str. 147

Alkenrath
12) Museum Morsbroich & Kunstverein Leverkusen Schloss Morsbroich e.V. Gustav-Heinemann-Str. 80

Bergisch Neukirchen
13) Atelier Engelbert Engel Burscheider Str. 400
14) Restaurant Fachwerk Burscheider Str. 106a
15) Imbacher Weinladen Wuppertalstr. 96a
16) Grunder Mühle Grunder Mühle 1
17) Atelier-Gemeinschaft C.A.P.R.A. Albert-Zarthe-Weg 9

Wiesdorf, Manfort & Bürrig
18) Lindenhof Weiherstr. 49
19) Galerie im Forum Am Büchelter Hof 9
20) Christuskirche Dönhoffstr. 2
21) CityKirche Herz Jesu Wiesdorfer Platz 55
22) Energieversorgung Leverkusen City Point, Friedrich-Ebert-Platz 11
23) Bayer Kulturhaus Nobelstr. 37
24) Koloniemuseum Nobelstr. 78
25) Sparkasse Leverkusen Hauptfiliale Friedrich-Ebert-Str. 39
26) topos Hauptstr. 134
27) Reuschenberger Mühle Alte Garten 61

Hitdorf
28) Atelier Martina Auweiler-Gewaltig Hitdorfer Str. 130
29) Atelier Helga Santel Hohestr. 15

Opladen, Quettingen & Fixheide
30) Galerie am Markt Peter-Neuenheuser-Str. 3
31) Atelier Grass Restaurierung Birkenbergstr. 84
32) CBT-Wohnhaus Upladin Opladener Platz 8
33) St. Remigius-Kirche An St. Remigius
34) Tanzstelle Düsseldorfer Str. 119
35) Künstlerverein Begegnungsstätte Bunker Karlstr. e.V. Karlstr. 9
36) Junges Theater Leverkusen Karlstr. 9a
37) NaturGut Ophoven Burg Ophoven, Talstr. 4
38) AWO-Familienseminar Berliner Platz
39) Café Galerie Zettel’s Traum Altstadtstr. 20
40) Kulturausbesserungswerk (KAW) Kolberger Str. 95a
41) Alter Wasserturm Neue Bahnstadt Opladen, Bahnstadtchaussee 8
42) Ateliergemeinschaft etage3 Benzstr. 1a

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Mietspiegel 2013: Die Welt in Ordnung

Der „Arbeitskreis Mietspiegel Leverkusen“ legt den Mietspiegel 2013 für die Stadt vor. Die Tabelle ist ab dem 1. September verbindlich.

Man ist das kaum noch gewohnt: Neuigkeiten künden von Unbilden, Katastrophen, zuallermindest von nahendem Unheil. Insbesondere dann, wenn es um Geld und Prozentzahlen geht. Und dann treten Donnerstagnachmittag im Rathaus sieben dunkel gekleidete Herren und eine dunkel gekleidete Dame der lokalen Presse gegenüber und fassen ihre Neuigkeit so zusammen: „Man kann sagen, dass die Welt hier noch weitgehend in Ordnung ist.“ So formulierte es Dr. Thomas Gutknecht, Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Vereins Leverkusen und Umgebung. Was Gutknecht, Birgit Maaß von der städtischen Statistikstelle und die übrigen sechs Herren so froh vorstellten, war der neue Mietspiegel für Leverkusen. Die letzte tabellarische Auflistung über die ortsüblichen Wohnungsmieten war 2011 erstellt worden, und da eine Kommune angehalten ist, mindestens alle zwei Jahre einen neuen Mietspiegel vorzulegen, war es nun wieder soweit. Der neue gilt ab dem Stichtag 1. September.

Spektakulär unspektakulär also die Steigerungen, die in der Diktion der Runde auch nur „Anpassungen“ hießen: Die „Anpassungen“ seien „sehr moderat ausgefallen“, noch unter der Inflationsrate. In gerade mal 23 der 60 Werte habe es überhaupt Veränderungen gegeben, erläuterte Maaß. Noch den größten Sprung um bis zu 25 Cent seien bei Wohnungen mit 90 Quadratmetern und mehr zu verzeichnen, und das weitgehend unabhängig von Baujahr oder Lage. Insgesamt lägen die Mittelwerte abhängig von der Baualtersklasse, der Lage und der Größe der Wohnung zwischen 5,10 Euro und 9,45 Euro, jeweils bezogen auf die Netto-Kalt-Miete, also ohne Betriebskosten.

Geordnete Mietpreise statt Exzesse

WGL-Chef Wolfgang Mues variierte die Heile-Welt-Metapher dann auch noch etwas poetischer: „Man kann sagen, dass sich die Welt hier noch in geordneten Mietpreisen darstellt.“ Mehr Ordnung braucht kein Mensch. Im landauf, landab wütenden Sturm explodierender Mietpreise ist Leverkusen also ein behaglicher Hort glückseliger Anpassungen im Prozentbereich einer durchschnittlichen Sparbuchverzinsung. Von den „Exzessen“ in Metropolen wie Köln oder Düsseldorf, wo binnen nur eines Jahres zum Teil „Steigerungen“ (nicht „Anpassungen“) um 8 oder gar 9 Prozent zu verzeichnen seien, sei man weit entfernt.

Und zu was so ein Mietspiegel eigentlich zunutze ist? Es sei „ein Friedensinstrument“, erläuterte André Juffern vom Mieterverein Leverkusen, für zerstrittene Mieter und Vermieter sowie Arbeitsgerät für vereidigte Sachverständige. Jürgen Späker vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leverkusen erklärte, wer sich außerdem am Mietspiegel zu orientieren pflege: „Es gibt verschiedene Akteure auf dem Immobilienmarkt“, außer Käufern und Verkäufern seien das auch Makler „oder Investoren, die darüber entscheiden, wie sie ihr Geld möglichst gewinnbringend aufwenden wollen.“ Und nebenbei stünden auch die Kommunen im Wettbewerb untereinander, erinnerte Gutknecht mahnend: denn wenn so ein Mietspiegel möglicherweise gar einen negativen Trend aufweise, könne das einen Domino-Effekt nach sich ziehen.

Günstiger Wohnraum Sache der Politik

Was das derzeit oft beschworene Ringen um günstigen Wohnraum angeht, verwiesen die anwesenden Vertreter übrigens gleich vorbeugend auf die Politik: „Der freie Markt kann das nicht leisten“, betonte Gutknecht, „dieses Postulat aus der Politik ist nur mit Förderung möglich.“ Womit an diesem Nachmittag beiläufig die Grenzen des Marktliberalismus auch in einer geordneten Welt ausgemessen waren.

Der Mietspiegel ist gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro unter anderem per E-Mail als pdf-Dokument erhältlich, Bestellungen werden unter statistik@stadt.leverkusen.de erbeten.

Um den Mietspiegel zu ermitteln, treten in Leverkusen die fünf Mitglieder des „Arbeitskreises Mietspiegel Leverkusen“ zusammen:

  • Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Verein Leverkusen und Umgebung e.V.
  • Mieterverein Leverkusen und Umgebung e.V.
  • Leverkusener Immobilienbörse
  • Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leverkusen
  • Stadtverwaltung

sowie die Wohnungsgesellschaft Leverkusen GmbH und Vivawest Wohnen GmbH.

Der erste Mietspiegel vergleichbar der jetzigen Form, wurde übrigens 1975 von „Haus- und Grund“, „Mieterverein“ und Stadt Leverkusen 1975 unterschrieben.

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Verrückt in der Stadtbibliothek

Mit der Kampagne „BiblioFreak“ sollen die Bibliotheken im deutschsprachigen Raum kräftig entstaubt werden. In Leverkusen gehen die Mitarbeiter der Stadtbibliothek für die Kampagne mutig in Vorleistung.

Für eine Imagekampagne präsentieren sich die Mitarbeiter der Stadtbibliothek Leverkusen und Kulturdezernent Marc Adomat (Mitte, hinten) vor der Lokalpresse als "Freaks": Jeder mit seinem ganz eigenen "Spezialgebiet".

Für die Imagekampagne BiblioFreak präsentieren sich die Mitarbeiter der Stadtbibliothek Leverkusen und Kulturdezernent Marc Adomat (Mitte, hinten) vor der Lokalpresse als “Freaks”: Jeder mit seinem ganz eigenen Spezialgebiet.

Etwas Außergewöhnliches musste geschehen sein, denn während Lucia Werder die geladene Presseschar im Foyer ihrer Stadtbibliothek begrüßte, zierte ein Kochlöffel unübersehbar ihr Haar und ragte dabei mit der Löffelschale beinahe bedrohlich über sie selbst hinaus. Dass die anwesenden Bibliotheksnutzer denken könnten: „Was ist denn bloß in die Leiterin unserer ehrwürdigen Bibliothek gefahren?“, nahm Werder offenkundig nicht nur billigend in Kauf: sie legte es darauf an. Im Obergeschoss outeten sich, dem Vorbild ihrer Chefin folgend, dann auch gleich einige Mitarbeiter als Freaks, und zwar als: Golf-, Motorrad-, Kunst-, Katzen-, Hunde- oder Hockey-Freak. Sogar Marc Adomat, in Personalunion derzeit sowohl Kulturdezernent als auch kommissarischer KulturStadtLev-Leiter, erinnerte sich Frank Weiffens Lauschangriff und outete sich als Musik-Freak, mit gleich einem ganzen Schwung seiner Platten- und CD-Sammlung als anschaulicher Beglaubigung unterm Arm.

“Modernes Kommunikationszentrum”

Es sind also alle verrückt geworden im engeren Umfeld der Stadtbibliothek, könnte man nun zusammenfassen, den Kopf bedenkenvoll wiegen und die Geschichte dann zu den Akten legen. Doch die Freakshow mit Ansage hat einen Sinn und ein Ziel: Mit einer Aufmerksamkeitskampagne sollen Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz von ihrem angestaubten Image befreit werden und fortan wieder wahrgenommen werden als Orte, in denen außergewöhnliche Dinge geschehen, in denen vielfältige Quellen die unterschiedlichsten Interessen nähren, in denen man sich ganz seinen heimlichen und unheimlichen Leidenschaften widmen kann. Und zwar mittels aller zu Gebote stehenden Medien.

Vorbei die Zeiten, in denen verhärmte Bücherwürmer durch Regalreihen im Dämmerlicht schleichen, Bücher hervorziehen und mit bewegtem Gesichtsausdruck stumm deklamieren. In der modernen Bibliothek wird an der Playstation gezockt, werden Filme geschaut, Musik gehört, Fachzeitschriften ebenso wie Tageszeitungen gelesen, eMedien heruntergeladen, im Internet gesurft. Lucia Werder erklärt, den Kochlöffel beharrlich ins schwarze Haar geknotet, den ernsthaften Hintergrund: „Wir hoffen, mit dieser Kampagne die Wahrnehmung und die Sichtbarkeit der Bibliothek auf sympathische Weise zu erhöhen.“ Immerhin investiert die Leverkusener Stadtbibliothek Jahr für Jahr sechsstellige Summen in aktuelle Medien, für 2013 beträgt der Medienetat 118’900 Euro. Und das in Zeiten knapper Kassen, in denen das Angebot der Bibliotheken oft kommunalen Haushaltskürzungen ausgesetzt ist, auch in Leverkusen. Es lohnt sich für das Angebot zu werben, weiß Werder: „Wir sind ein modernes Kommunikationszentrum mit einem breiten Angebot”, erklärt sie, “was wir alles Tolles leisten ist vielen gar nicht bewusst.“ Das soll mit der “Freak”-Kampagne anders werden. Mitarbeiterin Eva-Marie Urban erklärt vorsichtshalber, wie das mit dem “Freak” gemeint sein soll: „Wir denken dabei an jemanden, der auf etwas abfährt, total auf etwas steht oder sich mit etwas einfach sehr gut auskennt.“

In den USA sponsert Bill Gates die Kampagne

Vorbild für die Kampagne ist die amerikanische „Geek the Library“-Kampagne, die mit Bill Gates immerhin auch einen wahrhaftigen Geek als potenten Sponsor vorweisen kann. Die deutschsprachige Kampagne wird gleichsam von der in den USA beheimateten Bibliotheksorganisation OCLC organisiert. Leverkusen ist, gemeinsam mit Sömmerda, Mettmann, Graz und Basel eine von fünf Pilottest-Bibliotheken, die sie antesten sollen: Stellt sich der gewünschte Erfolg ein, soll die Kampagne mit allen Erfahrungen, die gesammelt werden konnten, ab dem Frühjahr 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten. Für die Erprobungsphase darf Leverkusen sämtliche Materialien – Plakate, Flyer, Postkarten – kostenlos verwenden.

Seinen ganz persönlichen Freak eintragen kann man auf dieser Seite, auf der sich – obschon noch in der Erprobungsphase – schon so mancher Freak verewigt hat: www.bibliofreak.org. Auch bei Facebook ist die Kampagne vertreten, ebenso bei YouTube.

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150 Jahre: Bayer-Historie in Bildern

Vor 150 Jahren, am 1. August 1863, gründeten Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott in Barmen die Firma „Friedr. Bayer et comp.“. Wenige Jahre später zog die Firma ins nahegelegene Elberfeld um, bevor Carl Duisberg sie ab 1891 an den Rhein verlegte. Eine kleine Firmenhistorie in Bildern.

“Und dieser Carl Leverkusen war also ein Bayer-Mitarbeiter?” – Über Entstehung und Geschichte der Stadt Leverkusen existiert oft ein erstaunliches Halbwissen: innerhalb der Stadt, noch mehr – naturgemäß – außerhalb. Natürlich war Carl Leverkus, so sein richtiger Name, kein Bayer-Mitarbeiter, wie ein Bonner Bekannter von mir jüngst mutmaßte. Leverkus hatte mit Bayer rein gar nichts zu tun. Seine Söhne, immerhin, haben das Firmengelände, das sie vom Vater übernommen hatten, Ende des 19. Jahrhunderts an die Farbenfabriken Bayer verkauft. Ein gewisser Carl Duisberg – er sehr wohl ein Bayer-Mitarbeiter – hatte den kühnen Plan entworfen, am Rhein zwischen Wiesdorf und Mülheim eine riesige Bayer-Fabrik entstehen zu lassen, die ab 1891 Gestalt annahm: Das Bayer-Werk. Carl Leverkus hatte sich dort wenige Jahre zuvor angesiedelt: 1861, also vor 152 Jahren, hatte er bei der Bezirksregierung in Düsseldorf die Genehmigung erhalten, dort seine Ultramarinfabrik ansiedeln zu dürfen. So sparte er es sich fortan, die Rohstoffe, die meist mit den Schiff über den Rhein geliefert wurden, noch kilometerweit bis ins Bergische Land schaffen zu müssen. Den Ort, der unter den Wiesdorfern bis dato schlicht “Kahlberg” hieß, benannte er kurzerhand nach der Hofschaft bei Remscheid, von der er stammte: Leverkusen.

Erst 1912, mithin also vor 101 Jahren, verlegte Bayer seinen Hauptsitz hierher. Die Stadt “Leverkusen” entstand 1930 durch den Zusammenschluss von Wiesdorf und Bürrig mit Schlebusch, Rheindorf und Steinbüchel – nicht zuletzt durch das Bayer-Werk waren die Bevölkerungszahlen bemerkenswert angestiegen.

Heute, am 1. August 2013, jährt sich die Gründung der Firma, der die Stadt ihre Existenz verdankt, zum 150. Mal: Die Bayer AG begeht ihr Jubiläum mit verschiedenen Aktionen (z.B. dieser hier), das LevLog zeigt einige Bilder aus dem Bayer-Archiv, die die Historie des einst in Barmen gegründeten heutigen Weltkonzerns beleuchten – einfach durchklicken:

Alle Bilder: Bayer AG

Mit “Die Bayer-Story” zeigte die ARD am Montagabend eine bemerkenswerte Dokumentation, hier via YouTube abrufbar:

Auch der WDR-Hörfunk beschäftigt sich heute ausgiebig mit Bayer: Im “ZeitZeichen” auf WDR 5 um 9.05 Uhr, auf WDR 3 um 17.45 Uhr sowie im “Stichtag” auf WDR 2, um 9.40 Uhr sowie um 17.40 Uhr; außerdem “Aspirin, Giftgas und Makrolon – Die größten Segen und Flüche aus dem Hause Bayer” in der Sendung “Leonardo – Wissenschaft und mehr” um 16 Uhr auf WDR 5. Alle Sendungen hat die Leverkusener Journalistin Maren Gottschalk zusammengestellt.

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Piraten ohne Direktkandidat

Die Piratenpartei wird ohne Direktkandidaten im Wahlkreis 101 Leverkusen/Köln IV antreten müssen: Die Landeswahlleiterin habe die Kandidatur des Kölner Diplom-Informatikers Babak Tubis aufgrund eines Formfehlers abgelehnt, teilte die Leverkusener Piratenpartei am Donnerstagabend mit.

Tubis war am 14. April dieses Jahres in Leverkusen-Rheindorf in Abwesenheit zum Direktkandidaten gewählt worden. Da er zum Zeitpunkt der Wahl in den USA weilte, wohnte er der Wahlveranstaltung nur via Internet-Liveschaltung bei.

Nicht so geil: Babak Tubis darf nicht für die Piraten in Leverkusen und Köln kandidieren. Bild: Screenshot http://www.piratenpartei-leverkusen.de/2013/04/unser-direktkandidat-babak-tubis/

Nicht so geil: Babak Tubis darf nicht für die Piraten in Leverkusen und Köln kandidieren. Screenshot: http://www.piratenpartei-leverkusen.de/2013/04/unser-direktkandidat-babak-tubis/

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