Nächste Woche kein Kakao!!!

Der Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium – eine überaus dämliche Lappalie, die geschockte Schüler zurücklässt und heute natürlich Thema in den Zeitungen ist: Der Leverkusener Anzeiger berichtet gar ausführlich auf seiner Themenseite zwei. Der Satz, der das Chaos erst auslöste, ist aber in der Rheinischen Post dokumentiert: “Nächste Woche fällt der Milch- und Kakaodienst aus.” Man darf sich die verblüfften Schüler vorstellen, deren Lehrer ob dieser Nachricht kreidebleich die Türen verriegeln und hastig die Fenster schließen lassen. Nach rund einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Und mitten im Chaos steht eine Mutter und klagt gegenüber der RP-Reporterin: “Ich finde, hier herrscht eine schlechte Informationspolitik.”
Das “Amok-Alarmsystem” war erst im April installiert worden, so wie an 47 weiteren Schulen in Leverkusen. Gert Geiger von der städtischen Gebäudewirtschaft hat die zuständige Firma nun beauftragt, das System an allen Schulen zu prüfen. (Was sind das eigentlich für Zustände, in denen flächendeckend “Amoklauf-Alarmsysteme” in Schulen installiert werden? Die sich dann auch noch als defektanfällig herausstellen? Da weiß man gar nicht, was schlimmer ist.)

Zu erfreulicheren Themen: Einen Sieg gab es für die Bayer 04-Fans nach dem Spiel gegen Werder Bremen zwar nicht zu feiern, aber Freibier gab es trotzdem. Sogar schon vor Spielbeginn: Das Bezahlsystem mit der “BayArena-Card” hat versagt, da entschlossen sich die Verantwortlichen, lieber freigiebig zu sein statt Aufruhr zu riskieren. Ein restlos begeisterter Fan berichtet bei werkself.de:

Habe selten soviel bei einem 0-0 gelacht wie heute. Scharenweise sind die Leute von den Ständen hochgekommen, soviel Bier gebunkert wie nur ging.
War wie zu den Zeiten der Schlußverkäufe. Und dann war es besonders lustig zu beobachten, wie es sich durch die Reihen durchgesprochen hat und alle freudestrahlend wieder hoch kamen.

So schön kann Fußball sein! Alles das, was bei der Premiere in der neuen BayArena funktionierte, hakt jetzt irgendwie doch: Das Bezahlsystem knickt ein, im Fanshop müffelt es, Fans bemängeln Parkplatzsituation und die neuen Pendelbusrouten, müssen sich auf zu eng geratenen neuen Oberrängen drängeln (siehe hier) und Anwohner beklagen sich über die Sperrungen.

Was Guido Westerwelle für die Bundes-SPD, das ist Roswitha Arnold für die Leverkusener CDU: Die Fraktionsvorsitzende der Leverkusener Grünen hatte einer “Jamaika-Koalition” bereits vor der Mitgliederversammlung am Montag eine Absage erteilt. Die Mitglieder gaben ihrer Fraktion nun den Auftrag, den Kontakt mit der SPD für ein Bündnis ohne die CDU und ihren OB Reinhard Buchhorn zu “intensivieren”, melden RP und Radio Leverkusen.

“Wir liegen voll im Zeitplan!”, betont Vera Rottes, Geschäftsführerin des Projekts “Neue Bahnstadt Opladen”, umgeben von Baustaub und riesigen Baggern, zum Fortschritt der Abrissarbeiten im nördlichen Bereich des alten Bahnausbesserungswerkes. Wolfgang Müller-Schlesinger vom Förderverein des Kulturausbesserungswerkes hofft derweil darauf, dass die Gestaltung des neu enstehenden Platzes vor dem KAW in der Hand derer bleibt, die sich dort später auch aufhalten werden – und nicht von einem Planungsbüro jenseits der Stadtgrenzen oktroyiert wird. Dazu sollen bei einer “Klausurtagung” am Mittwoch Ideen gesammelt und diskutiert werden. Er ist sich sicher: “Das kann ein ganz abenteuerlicher Platz werden!”

Kultur: Von der Komödie “Jakes Frauen” am “matchboxtheater” sowie vom ersten “KlassikSonntag” der KulturStadtLev in der neuen Spielzeit am vergangenen Sonntag mit Dirigent Dirk Joeres und Klarinettist Wolfgang Esch berichtet die RP, leider nicht online. Beim Konzert der Folk-Bands der Musikschule Leverkusen in der Christuskirche war der Anzeiger.

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