CDU Leverkusen ruft Rüttgers zu Hilfe

Nun soll es der Papa richten: Nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar Leverkusen die teure Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen versagen will, beabsichtigt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn laut Rheinischer Post nun einen Brief an die Staatskanzlei in Düsseldorf zu richten. Landesvater Jürgen Rüttgers solle sich der Sache annehmen und den Weg frei machen. Zumindest solle er einen zentralen Ansprechpartner für das Projekt beim Land einsetzen, fordert laut RP auch Markus Pott von „Opladen Plus“. Pott: „Das Projekt führt Opladen endlich aus der Rückständigkeit und bringt ganz Leverkusen auf Jahre hinaus neuen Schwung.“
Auf der überregionalen „Land & Region“-Seite des Leverkusener Anzeigers / Kölner Stadt-Anzeigers erläutert Rainer Schmidt das Bahnstadt-Projekt noch einmal von Grund auf. Im Lokalteil befragt der Anzeiger Leverkusener Politiker und stößt unter anderem auf Verständnis für Lindlars Vorgehen bei der Leverkusener Landtagsabgeordneten Ursula Monheim (CDU): Er habe „der Stadt ihre finanzielle Situation noch einmal ins Bewusstsein gerufen“, wird sie zitiert. (Leider finden wir keinen der Artikel online)
Radio Leverkusen meldet, dass die Bahn AG bereits erklärt habe, dass es einen neuen Bahnhof für Opladen nur mit der avisierten Gleisverlegung geben werde.

Einer Gerichtsverhandlung mit brisanter Vorgeschichte wohnte der Anzeiger in Opladen bei: Dort wurde vor dem Arbeitsgericht die fristlose Kündigung einer Betriebsratsangehörigen bei der Avea verhandelt. Sie soll einen Dienstwagen für private Einkäufe genutzt haben, habe der Vorwurf gelautet. „Wohl auch ein symbolischer Akt“ stecke hinter der ausgesprochenen Kündigung, habe das Gericht laut Anzeiger in Richtung Avea festgestellt, und einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Frau solle ihr Betriebsratsmandat niederlegen, sodann solle geprüft werden, zu welchen Konditionen eine Weiterbeschäftigung möglich sei.

„DyStar muss leben“, findet auch der Gesamtbetriebsrat von Lanxess. Im Interesse aller anderen Unternehmen im Chempark, zitiert der Anzeigerden Vorsitzenden Werner Czaplik, „müssen Lösungen für DyStar gefunden werden“.

Mit einer Marktmanagerin antworten die Händler in den Luminaden auf die Rathaus-Galerie von ECE, weiß die RP: Katrin Ecker sei von der Eventagentur Werner Nolden mit der Aufgabe betraut, das Management für die Luminaden GBR zu leiten. Sie solle die Außendarstellung der Shoppingzone koordinieren, und wolle dafür sorgen, dass „nicht alles bei ECE landet“, zitiert sie die RP. Ecker ist übrigens die Gattin von Hochspringer Danny Ecker.

Fußball spielt heute auch abseits des grünen Rasens eine Rolle: Die RP erinnert anlässlich der 20. Wiederkehr des Tags des Mauerfalls an die Shoppingtour von Reiner Calmund in der DDR, die Bayer 04 unter anderem die Stürmerlegenden Andreas Thom und Ulf Kirsten bescherte. Torhüter René Adler gehört zu den Anwärtern bei der Wahl zu Nordrhein-Westfalens Sportler des Jahres, meldet der Anzeiger. Und Günter Müller befragt Stefan Thomé vom Fanprojekt Leverkusen für den Anzeiger zum Thema Gewalt in Fußballstadien, nachdem der Bundesgerichtshof kürzlich entschied, dass Stadionverbote bereits erlassen werden können, wenn jemand nur unter dem Verdacht der Gewaltbereitschaft steht. Thomé findet, das Urteil „spiegelt Rat- und Hilflosigkeit wider. Aber, so traurig es klingen mag, es gibt wohl keine Alternative, um die Gewaltproblematik in den Griff zu bekommen.“

Die Schweinegrippe füllt der RP die Seiten häppchenweise: Der Leverkusener Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt schafft es mit seiner kühn klingenden Prognose, alleine in Leverkusen könne es derzeit bereits bis zu 3000 Fälle von Schweinegrippe geben, heute auch auf die überregionale „Wissen“-Seite. Im Lokalteil wird, nebst kurzem Kommentar, gemeldet, dass der Impfstoff Mangelware sei, ein Leserbriefschreiber sorgt sich um das Anfeuchten von Zeitschriften in Wartezimmern und obendrauf gibt es die Liste, die die impfenden Leverkusener Ärzte nennt und zu einem verlässlich wiederkehrenden Bestandteil der Printausgabe avanciert.

Im Streitfall Stadthalle Opladen lautet der Stand laut RP derzeit so: Ab Dezember solle Thomas Schmitz als Insolvenzverwalter von Eigentümer Uwe Fuhrmann die Rolle des Verpächters übernehmen, die Einnahmen direkt in die Insolvenzmasse fließen. „Wirklich schaaad“, findet Günter Loef, einstiger Pächter der Stadthalle, die Entwicklung rund um die Stadthalle laut RP.

Das „Komitee Opladener Karneval“ hat laut RP fünf Mitglieder in den Senatorenstand berufen: Stefan Ohlig, Armin Kotterheidt junior, Georg Opwis, Hans-Dieter Hennen und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Die angekündigte Fällung der rund 200 Jahre alten Rotbuche im Morsbroicher Schlosspark dokumentiert die RP als Lokalaufmacher. Im Wiesdorfer St.-Josef-Krankenhaus fühlen sich die Patienten offenbar wohl, wie die Umfrage einer Krankenkasse ergeben habe, weiß die RP: Zum Lohn gab es ein Qualitätssiegel für das „Juppes“. Unweit des Krankenhauses, an der Hauptstraße, Ecke Kleine Kirchstraße, steht noch das im Jugendstil erbaute Haus, das nun offenbar sehr bald abgerissen werden soll. Die Bürgerinitiative „Wohnliches Wiesdorf“ wolle vorher wenigstens die Engelsfigur retten, die die Fassade schmückt, weiß der Anzeiger.

Kultur: Den Beginn der 30. Leverkusener Jazztage (hier die Webseite) zelebrieren Anzeiger und RP jeweils mit großen Vorberichten, koeln.de zählt das Musikfestival immerhin zu den „Top Tipps zum Wochenende“.
Und in der Ausstellung „Hier stimmt die Chemie“ im Spektrum Leverkusen schaute sich Monika Klein für die RP um.

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