Fünfjahresplan für Leverkusen

Der große Zentralrat hat getagt: Die Stadtverwaltung Leverkusen beschließt einen Fünfjahresplan. Bayer sucht eine “Demographieformel”. Und die CDU präsentiert mit Ina Tannenberger eine Fraktionsgeschäftsführerin mit Kristina-Köhler-Potenzial.

Ein Organisationskonzept kommunistischer Zentralwirtschaft erweckt die Leverkusener Stadtverwaltung – zumindest dem Namen nach – zu neuem Leben: Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn hat gemeinsam mit den Dezernenten Rainer Häusler, Frank Stein, Marc Adomat und Wolfgang Mues einen Fünfjahresplan verabschiedet, in dem die Stadtziele für die Jahre 2010 bis 2015 festgelegt sind: Von Haushaltskonsolidierung über Klimaschutz, Stadtentwicklung bis demographischem Wandel und zukunftsorientierter Verwaltung werden darin unterschiedliche Themen aufgeführt. Radio Leverkusen berichtet, hier die Pressemitteilung der Stadt.

Bei Bayer sucht man nach der richtigen Chemieformel zur neuen “Demographieabgabe”, schreibt der Anzeiger: Ab 2010 zahle das Unternehmen, dem neuen Chemie-Tarifverag folgend, pro Mitarbeiter und Jahr 300 Euro in den Demographie-Fonds (siehe hier) ein. Wie dieses Geld bei Bayer verwendet werden solle, darüber grübele der Bayer-Betriebsrat noch ein wenig.

Was die Bundes-CDU mit Kristina Köhler kann, das kann die CDU in Leverkusen schon lange: Zwar gibt es hier keine Ministerposten zu besetzen, aber nach Markus Märtens’ Beförderung zu OB Buchhorns persönlichem Referenten übernimmt ab sofort Ina Tannenberger die Geschäftsführung der Ratsfraktion, entnehmen wir heute beiden Lokalzeitungen. Die 26-jährige Geisteswissenschaftlerin kann es in Sachen Jugend, Frische und Charme so sehr ohne weiteres mit der Familienministerin aufnehmen, dass man bedauern möchte, dass es in Leverkusen keine Society-Presse, sondern nur Leverkusener Anzeiger (hier der Artikel) und Rheinische Post gibt. Immerhin schreibt Peter Korn in der RP, was wirklich interessant ist, in einem Halbsatz: Privat freue sich “die Leverkusenerin, die noch ledig, aber in festen Händen ist”, dass sie jetzt wieder mit dem Tennisspielen anfangen könne. Ihren Online-Lesern gönnt die RP übrigens leider nicht das Porträtfoto, das Tannenbergers Bewerbungsschreiben entnommen sein könnte und die Zeitungsseite in fraglos angemessener Größe schmückt.

Von den Plänen des Jobservice Leverkusen mit dem Hochseilgarten auf der Sportplatzanlage Birkenberg berichtet der Anzeiger. Eröffnung soll im März sein.

Der Anzeiger stellt Peter Tscharntke vor, der ab sofort als Regionalbotschafter zwischen Leverkusen, Leichlingen und Remscheid für die NRW-Stiftung fungiert.

Der Rest ist Schnee von gestern.

Kultur:
Ingeborg Schwenke-Runkel hat für den Anzeiger die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk im Erholungshaus in der Inszenierung des Theaters am Kurfürstendamm gesehen – und zeigt sich angetan davon, wie Schauspieler Walter Plathe in die Rolle des Schwejk schlüpft. Noch eine Spur begeisterter äußert sich Monika Klein in der RP.
Die RP berichtet heute über das “Lauter Lev”-Finale mit den Gewinnern im Forum.
Und die Konzerte der Männerchöre 1846 Hitdorf und Bruchhausen werden heute in den Zeitungen gewürdigt (hier und hier).

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