Stadtrat: “Jamaika plus” obsiegt – Kiri bereit für Mindestanforderungen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Dienstag, 9. Februar 2010:
“Jamaika plus” bewährt sich in der ersten Ratssitzung des Jahres. +++ Stadtrat fordert einstimmig das Polizeipräsidium zurück. +++ Kiri muss Verträge für DyStar-Mitarbeiter nacharbeiten. +++ Lokalsport: Clara Woltering ist Handballerin des Jahres.

Politik:

Gestern tagte der Leverkusener Stadtrat erstmals in diesem Jahr, die Rheinische Post berichtet heute über die wichtigsten Debatten. Das neue “Jamaika plus”-Bündnis habe seine erste Bewährungsprobe bestanden und die SPD “in allen wesenrtlichen kontroversen Punkten” überstimmt. Vertagt wurde auf Antrag des Bündnisses zwischen CDU, Grünen, FDP und OWG/UWG unter anderem die Debatte um den Etat für 2010. Entsprechend angriffslustig habe SPD-Fraktionschef Walter Mende in seinen Wortbeiträgen agiert, die RP berichtet von einer Wutrede.

In Sachen Bahnstadt Opladen resümierten Klaus Hupperth und Bernhard Marewski laut RP ihre Akteineinsicht. So hätten sie frühzeitige Warnungen des Regierungspräsidenten davor gefunden, die Gleisverlegung mit Aktienverkäufen zu finanzieren; die Verwunderung von Ex-Oberbürgermeister Ernst Küchler über die Absage des RP sei durch die Akten “nicht nachvollziehbar”.

Einigkeit bewiesen alle Politiker in ihrem Antrag, das Polizeipräsidium wieder zurückzuholen: Einstimmig habe der Rat die Landesregierung aufgefordert, in Leverkusen wieder ein eigenständiges Polizeipräsidium einzurichten. Online meldet das Radio Leverkusen.

Wirtschaft:

Die befristeten Vertragsangebote für die DyStar-Mitarbeiter wird Kiri Dyes nacharbeiten: Als “inakzeptabel” habe die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die vorgelegten Arbeitsverträge bezeichnet, berichten heute Leverkusener Anzeiger (hier) und RP (hier). “Das geht so nicht. Da müssen Tarife rein”, zitiert der Anzeiger Thomas Meiers von der IG BCE. Was jetzt auf dem Tisch liege, orientiere sich an den deutschen gesetzlichen Mindestanforderungen. Von den weiteren Verhandlungen am Abend in Frankfurt weiß Radio Leverkusen, dass Kiri eingewilligt habe, die Verträge zu überarbeiten.
Enttäuscht hätten viele DyStar-Leute die gestrige Betriebsversammlung im Chempark verlassen, einige sogar schon nach 15 Minuten. Man wolle sie wieder einmal betrügen, hörte die RP einige schimpfen.

Leverkusen gehört zu den Städten mit der größten Auto-Dichte in Deutschland: Im Vergleich aller Kfz-Anmeldungen pro 1000 Einwohner stehe Leverkusen mit 486 Anmeldungen auf Rang 5. Erster ist Bochum (508 Anmeldungen), in Berlin (Rang 50) hat nur knapp jeder dritte ein Auto. Das habe das Magazin Men’s Health recherchiert.

Den “ECE-Countdown” zählt die RP seit gestern herunter. 16 Tage vor Eröffnung der “Rathaus-Galerie” wird kurz gemeldet: Heute solle der große Kran abgebaut werden; außerdem wolle der Kaufhof nach dem Auszug von Saturn das Kellergeschoss ausbauen und auf 500 Quadratmetern weiter Kleinelektronik und Technikzubehör anbieten.

Die RP stellt zwei Bayer-Azubis vor, die eine Lehre zum Fachinformatiker absolvieren und parallel Wirtschaftsinformatik studieren.

Lokalgeschehen:

Die Leverkusener Unfallstatistik für 2009 stellte die Polizei am Montag im Polizeipräsidium in Köln-Kalk vor: Leicht gesunken seien die Zahlen der Verkehrsunfälle sowie der Verunglückten, die Zahl der Verkehrstoten habe sich allerdings auf vier verdoppelt. Unfallbrennpunkt sei zudem die Autobahn 1 zwischen Leverkusen und Remscheid. Anzeiger und RP berichten.

Den Startschuss zur Kampagne “Studieren in Leverkusen” hat die Fachhochschule Köln gegeben, erfahren wir beim Informationsdienst Wissenschaft: Ab sofort fahre ein Linienbus mit dem Slogan “Science in the City – Studieren in Leverkusen – Hier stimmt die Chemie” durch die Stadt. Die FH wird in der Bahnstadt Opladen einen Campus einrichten.

Etwas versteckt auf der letzten Seite meldet der Anzeiger, dass der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Nordrhein-Westfalen, Bernhard von Grünberg, der Behauptung entgegentritt, der jüngst abgewählte Vorsitzende des Mieterbundes Leverkusen, Hans Klose, habe sich wohnungspolitisch nicht genügend engagiert. Das Gegenteil sei der Fall, eine andere Darstellung ehrenrührig. Sein Nachfolger Walter Goch soll Klose in dieser Form kritisiert haben, berichtete der Anzeiger Anfang Dezember.

Die RP macht ihren Lokalteil auf mit einem Bericht über den Clinch der Stadt mit einem Investor, der einen Supermarkt auf dem Gelände der “Sprungschanze Gottes”, der einstigen Pfarrkirche St. Maria Friedenskönigin in Wiesdorf, eröffnen will. Das Gelände gehöre nach wie vor dem Erzbistum Köln, die Stadt bevorzuge den Plan, im Bereich der Carl-Duisberg-Straße eine Automeile anzusiedeln.

Über den elfstündigen Ausfall der S-Bahn-Linie 6 gestern zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld berichtet die RP. Ursache sei eine Beschädigung der Oberleitung durch die Lok eines Privatunternehmens gewesen.

Martin Weidner, den neuen Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Opladen, stellt Monika Klein in der RP vor.

Als “Babyfreundliches Krankenhaus” möchte das Klinikum Leverkusen zertifiziert werden, melden Anzeiger und RP.

Kultur:

Heute leider Fehlanzeige

Sport:

Handball
Die Leser des Fachmagazins Handballwoche haben Bayer-04-Torhüterin Clara Woltering zur “Handballerin des Jahres” gekürt.

Basketball
Nicht nur die Handballer des TSV Bayer 04 müssen Etat-Einschnitte hinnehmen, auch die Basketballer. Der Anzeiger erkundigt sich, wie die Abteilung mit der Kürzung umgeht: “Es war doch allgemein bekannt, dass es zu weiteren Kürzungen der Etats seitens des Vereins kommen wird. Daher werden wir nicht jammern, sondern versuchen, das Beste aus der Situation zu machen”, wird Birgit Kunel, Leiterin für den Jugend- und Amateurbereich, zitiert. (Leider finden wir heute keinen der Lokalsport-Artikel im Anzeiger online.)

Leichtathletik
Robin Schemberas Glanzleistung bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Leverkusen vermelden heute auch Anzeiger und RP jeweils im Lokalsport ausführlich.

Fußball
Bayer 04 soll nach Angaben des italienischen Portals Tuttomercatoweb an dem nigerianischen Stürmer Peter Utaka (25, Odense BK) interessiert sein, melden heute verschiedene Zeitungen. Hier die Originalquelle.

Doreen Meier, Trainerin der Bayer-04-Fußballfrauen, hat vor dem Rückrundenauftakt “aus vielerlei Gründen” Anlass zu guter Laune, berichtet die RP – nicht zuletzt dank Junioren-Nationalspielerin Isabelle Linden, die in der Vorbereitung aufspiele, “als habe sich endlich eine Blockade bei ihr gelöst”, so Meier.

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