Mehr Toleranz für Wupper-Flößer

Der Leverkusener Anzeiger erscheint in neuem Gewand: Ein neues Layout schmückt die Zeitung ab heute, Verleger Alfred Neven DuMont schreibt dazu auf Seite drei von einem „kleinen Sprung in die nächste Zukunft“. Und er weiß auch, wo die Zeitung auch in Zeiten des Internets „immer noch Meister ist“: Im Lokal- und Regionalbereich.

Und damit zur LevLog-Presseschau:

Der Vergangenheit von Marijn Dekkers, dem kommenden Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, als Tennistrainer bei Rot-Weiß Emmerich nachgespürt hat die Rheinische Post: Neben Dekkers Immatrikulationsfoto von der Universität Nimwegen berichten einstige Weggefährten von dem Tennisclub, bei dem sich Dekkers die eine oder andere Mark während seines Studiums als Trainer hinzuverdient habe. „Hart, aber gerecht“, sei er gewesen. „Er war ein richtig netter Kerl, der unglaublich angenehm im Umgang war“, wird ein einstiger Dekkers-Schützling zitiert. Ein Tennis-Crack als Bayer-Chef: Zieht da am Horizont ein Goldenes Zeitalter für den RTHC herauf?

Den Leverkusener CDU-Mann Bülent Arslan, der zweimal mit dem Versuch gescheitert war, sich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen zu lassen, stellt die taz in einem Porträt vor und fragt in der Überschrift: „Kann ein Muslim CDU-Politik?“

Bei dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht in Leverkusen am Mittwoch war neben dem Anzeiger auch der Spiegel dabei.

Ab dem 20. Oktober hat die Schweinegrippe keine Zukunft mehr in Leverkusen: Dann wird geimpft! Das meldet Leverkusens Amtsarzt Hans-Eckhard Linstaedt. Rund 40.000 bis 50.000 Leverkusener würden sich impfen lassen, schätzt Linstaedt für den Anzeiger. RP und Radio Leverkusen berichten (hier und hier) schon von Leverkusener Kassenärzten, denen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 4,09 Euro pro Impfung nicht hoch genug sei.

Thema in allen Medien ist die Grundsteinlegung für die Kinderklinik (inklusive einer „Komfortstation“) am Klinikum in Schlebusch. 23 Millionen kostet der Bau für 168 neue Betten, der 2012 bezugsfertig sein soll.

Mit dem Organisator der Wupper-Floßfahrt, Klaus Kirschey, hat die RP gesprochen. Nachdem Tierschützer sich beschwerten, dass die Fahrt bei einem Pegelstand unter 60 Zentimetern gestartet wurde, fordert Kirschey „mehr Toleranz“ für die „zufriedenen Teilnehmer“: Er habe „regelmäßig den Stand angefragt, und der lag bis Sonntagmorgen über 60 Zentimeter“. Auf dieser Seite sieht man, dass Kirschey seinen Schlaf an dem Tag (13.9.) offenbar recht früh aus hatte. In einem Leserbrief zwei RP-Seiten weiter klagt ein Mitglied des Sportanglervereins (SAV) Bayer Leverkusen: Die „Gaudiveranstaltung“ sei kontraproduktiv für die Bemühungen von Angelsportvereinen, Fischereiverbänden und Behörden in der Wupper Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder heimisch werden zu lassen.

Ein weiteres Thema im Problemfeld „Mensch und Natur“ beleuchtet die RP ausführlich und spricht mit Leverkusener Jägern über das Ende der Schonzeit für die Kanada-Gänse am Hitdorfer Badesee.

Viele ihrer eigenen Aktionen präsentiert die Anzeiger-Lokalredaktion heute den Lesern: Die Serie „Mangelhaft“ mit besonders unansehnlichen Orten in Leverkusen ist auf der ersten Lokalseite, auf Lokalseite zwei wird der Leverkusener Schilderwald durchforstet und auf der „Journal“-Seite lädt ein Rätsel zur 5. Leverkusener Kunstnacht zum Mitmachen ein, im Mittelpunkt der Diepentaler Künstler Winfried Gille. Wann die 5. Leverkusener Kunstnacht ist, erfährt man u.a. hier: Am Freitag, 30. Oktober 2009, von 18 bis 24 Uhr.

Die Nachricht von den 61 Millionen Euro für Leverkusen aus dem Landeshaushalt für 2010 meldet jetzt auch der Anzeiger.

Auch im Anzeiger-Hauptblatt ist Leverkusen heute vertreten: Für eine Story über den blühenden Handel mit immer jüngeren Nachwuchsspielern auf der Themenseite im neuen Layout besuchte der Stadt-Anzeiger den Leverkusener Nachwuchskicker Dennis Krol. Der 18-jährige Krol spielte rund fünf Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2009 wieder zu Bayer 04 nach Leverkusen zurückkehrte. (Dieses Porträt bestätigt immerhin die These, dass die Anzeiger-Sportredaktion sehr wohl weiß, welcher Verein im Einzugsgebiet die Referenzgröße zum Thema Fußball ist.) Hier noch ein Video mit Krol im Trikot des FC Barcelona, gefunden bei YouTube. Überschrift: Die große deutsche Hoffnung.

Ein wenig Politik gibt es heute auch in der RP (leider nicht online): Eine Woche vor der Bundestagswahl setzt die Redaktion ihre Kandidatenporträts mit Benedikt Vennemann von der FDP fort. Der Heilpädagoge und Immobilienkaufmann umreißt seine politischen Ziele, unter anderem will er, dass Leverkusen zukünftig eben nicht in Düsseldorf um Geld betteln muss: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen komplett von der Gewerbesteuer abhängig sind.“ Aber, aber: Es gibt doch auch noch die Hundesteuer.

Von einem geplanten Warnsystem vor Kindesmisshandlung, an dem Jugendamt und Leverkusener Schulen arbeiten, berichtet die RP. Vom Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Manfort vor dem Landgericht Köln berichten Anzeiger und RP.

Kultur: Der Anzeiger empfiehlt die neue Komödie am „matchboxtheater“ in Hitdorf: Die Inszenierung des Broadway-Stücks „Jakes Frauen“ besteche „mit feinsinnigem Humor“. (Nächste Aufführungen: heute, Samstag, 19. 9., und Samstag, 26. 9., jeweils um 20 Uhr im Theater in der Hitdorfer Str. 169). Über die Inszenierung von Helge Schneiders „Mendy – Das Wusical“ von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums berichtet die RP vom Schülertheaterfestival im Forum (die schräge Inszenierung stellte der Anzeiger schon vor zwei Wochen vor).

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