Kein Ein-Mann-Torpedo

Bevor sich der neue Stadtrat überhaupt konstituiert, hat die SPD schon einen Sitz weniger: Ratsherr Jürgen Scharf teilte gestern mit, dass er nach 21 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD austrete, und zwar ebenso aus der Partei wie aus der Fraktion. Sein soeben neuerlich erworbenes Ratsmandat freilich wolle er behalten, teilte er zugleich mit. Gegenüber dem Leverkusener Anzeiger deutete der 60-Jährige als Begründung für diesen überraschenden Schritt Kritik am örtlichen Vorstand an. Die Rheinische Post nennt Namen: Das Verhältnis zu Fraktionschef Walter Mende sei zuletzt angespannt gewesen, heißt es dort. Er bleibe zwar ein Sozialdemokrat im Herzen, im Rat wolle er sich künftig andere politische Partner suchen: „Ich habe jedenfalls nicht vor, im Rat als Ein-Mann-Torpedo herumzugeistern“, zitiert ihn die RP. Da die Mehrheitsverhältnisse im Rat äußerst knapp sind, dürfte Scharfs Stimme recht begehrt sein. Und SPD und Grüne müssen für ihre Koalitionspläne ohne die CDU nun noch einmal neu nachrechnen.

In Opladen riss gestern Mittag eine Gasleitung, Marienschule und Ärztehaus mussten vorübergehend geräumt werden, melden Anzeiger und RP.

Über die energetische Sanierung der Löwenzahnschule in Rheindorf mit Geld aus dem Konjunkturpaket II berichtet der Anzeiger als Aufmacher. Heute meldet der Anzeiger auch, dass es für die Comeniusschule nichts wird mit einer Videoüberwachung für das Schulgebäude.

Vom Rückbau der Wupperbegrenzung an der Rehbockanlage, die wir gestern schon meldeten, hat sich die RP persönlich überzeugt.

Die RP meldet, dass der Landschaftsverband Rheinland die Leverkusenerin Mechthild Höller mit dem Rheinlandtaler auszeichnet. Zur Begründung erklärt die Jury, Höller mache sich seit Jahren für den Naturschutz und die landschaftliche Kulturpflege in und um Leverkusen verdient.

Keine Gefahr bestehe für die Wasserqualität im Hitdorfer Hafen durch den Hochwasserschutz, glaubt die Bezirksregierung, meldet der Anzeiger.

Der Bolzplatz an der Wiembachallee soll für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, aber Probleme sind absehbar, wie der Anzeiger erläutert.

Dem Kunststoff auf der Spur waren gemeinsam mit dem Chempark Kinder der vierten Klasse der Don-Bosco-Schule bei einem Schulprojekt, bei dem der Anzeiger dabei war.

Der Wahlkampf geht auf die Zielgerade, heute stellt die RP die Kandidatin der Grünen, Ulrike Kessing, vor: Die kündigt an, sich im Falle ihres Sieges „gezielt um soziale Brennpunkte in der Stadt“ zu kümmern, außerdem will sie dafür sorgen, dass der ICE zukünftig auch in Leverkusen hält: „Der muss einfach her.“
Auf ihrer siebten Lokalseite hält die RP auch noch eine große Übersichtsseite für unentschlossene Wähler bereit: Dort sind die „Kandidaten auf dem Prüfstand“ mit fünf Fragen, es antworten: Karl Lauterbach (SPD), Thomas Portz (CDU), Benedikt Vennemann (FDP) und Ulrike Kessing (Grüne).

Der Dependance des chinesischen Kettenherstellers Donghua in der Fixheide hat Roman Zilles für die RP einen Besuch abgestattet. Deren klares Ziel: Expansion.

Kultur: Die RP lobt die neue Biographie der Leverkusener Autorin Maren Gottschalk: Diese widmet sich der Malerin Frida Kahlo. Der Anzeiger kündigt ein Konzert der Essener Philharmoniker mit Dirigent Stefan Soltesz heute Abend, 20 Uhr, im Erholungshaus an.

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