Monatsarchiv: Oktober 2009

Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

DyStar zu 20 Prozent wieder in Betrieb

Gestern war die Rheinische Post online zwar deutlich schneller als der Leverkusener Anzeiger, heute im Blatt weiß der aber mehr über die wieder angelaufene Produktion bei DyStar in Leverkusen zu berichten: Die unterzeichneten Verträge mit Chempark-Betreiber Currenta zur Lieferung von Energie gelten laut Currenta-Sprecher Jürgen Gemke für die Zeit der vorläufigen Insolvenz, also bis Ende Dezember. Und produziert würden vorläufig nur Vorprodukte für die Nachbarn Bayer MaterialScience und Lanxess – denn die zahlen sofort. Zu 20 Prozent sei die Textilfarbenfabrik damit ausgelastet. Auch nähere Hintergründe kennt der Anzeiger: Bis unmittelbar vor dem Insolvenzantrag am 28. September habe man bei DyStar mit einem asiatischen Investor verhandelt, diese Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Außerdem gibt es laut Anzeiger Entwarnung für die DyStar-Rentner: Der Pensionssicherungsverein werde die Betriebsrenten im Insolvenzfall fortführen.

Die Leverkusener CDU schickt Rüdiger Scholz ins Rennen um die Landtagswahl. Das weiß nun wieder nur die RP, für den Anzeiger kam diese Entscheidung wohl zu spät. Scholz setzte sich gestern Abend gegen die Mitbewerber Albrecht Omankowsky und Rainer Ewig durch und folgt damit als Kandidat auf die derzeitige Landtagsabgeordnete Ursula Monheim. Auch leverkusen.com war schnell mit dieser Meldung.
Immerhin meldet der Anzeiger nun auch, dass für die SPD Eva Lux, frischgebackene Bürgermeisterin von Leverkusen, in den Landtag einziehen will. Die Genossen entscheiden am Freitag, 30. Oktober, über die Nominierung, bislang sei Lux die einzige Bewerberin in Reihen der Sozialdemokraten.

Den Austritt von Hans Erich Müller aus der Bürgerliste hievt die RP auf ihre erste Lokalseite. Sein Mandat in der Bezirksvertretung II nimmt Müller freilich mit. Erhard Schoofs erklärte laut RP, die Fraktion „ist über Müllers Abschied nicht sonderlich traurig“, allzu oft habe Müller sich nicht an Beschlüsse der Bürgerliste gehalten. Offenbar hatte Müller zuvor dem SPD-Kandidaten Heinz-Gerd Bast in der Bezirksvertretung seine Stimme für das Amt des Vorstehers verweigert, der daraufhin sein Mandat zurückgab. Der Stadt habe Müller mitgeteilt, er bliebe nun fraktionslos.

Beim Anzeiger ist in der Überschrift die „Schweinepest“ ausgebrochen, im Artikel geht es dann aber doch wieder um die Schweinegrippe, bzw. um das eher geringe Interesse an der Impfung gegen sie. Dabei hat sich nun auch der erste Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, pieksen lassen, wie die RP auf ihrer ersten Lokalseite fotografisch dokumentiert. Mit ihm nutzten 104 weitere Leverkusener die Chance am ersten Impftag. Amtsarzt Dr. Heinz Stammel hofft, dass sich 153.500 von den 162.000 Leverkusenern impfen lassen, das wäre „optimal“. Stammel selbst hat sich freilich noch nicht impfen lassen.

Zu vier Jahre Haft verurteilte das Landgericht Köln einen 31-jährigen Leverkusener, der im April 2007 eine Kraftfahrerin am Parkplatz Kurtekotten überfallen hatte, aber erst in diesem Jahr aufgrund von DNA-Spuren überführt werden konnte. Bei der Urteilsverkündung waren Anzeiger und RP dabei.

Außerdem: „Neues von der Bahnstadt Opladen verspricht der Anzeiger: Im einstigen Werkscasino an der Werkstättenstraße liegen die Pläne zum Baufortschritt aus. Über die „Maßgeblichen Veränderungen“ im Rahmen der Neuordnung der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum berichtet heute auch der Anzeiger. Bekim Hoxhai vom TuS Rheindorf ist Europameister im Thaiboxen, meldet der Anzeiger. Für ihren Einsatz nach dem Amoklauf von Winnenden ausgezeichnet wurde die Psychologin Kerstin Weidner, meldet der Anzeiger. Die Hauptschule Im Hederichsfeld in Oplaen muss ihren Sportunterricht nach Bürrig auslagern, berichtet die RP. Mit Pop-Art-Glamour schmückt sich Lanxess: Dass es im Warhol-Museum in Pittsburgh eine Kautschuk-Schau gibt, weiß auch die RP, allerdings nur im Print. Und Biofrontera gibt bekannt, dass sich die Zahl ihrer Aktionäre seit Jahresbeginn auf insgesamt rund 1200 vervierfacht hat.

Kultur: Den Fotografen Thomas Lüttgen und seine Bilder aus Afrika präsentiert heute die RP. Die Aufführung von „Les Arpenteurs“ auf Einladung der Bayer Kultur im Erholungshaus besuchte Monika Klein für die RP . In den „Jungen Zeiten“ im Anzeiger stellt Frank Weiffen heute den Leverkusener Musiker David Posor vor, der sich mit den Möglichkeiten des Internets bereits bestens arrangiert hat. Den Städtischen Chor Leverkusen unter der neuen Leitung von Michael Utz hat der Anzeiger vor seinem ersten Konzert (heute um 10 Uhr in der Friedenskirche an der Merziger Straße) besucht. Und die RP weiß auch von der neuen Ausstellung in der Kunststation im Klinikum Leverkusen sowie von einer Ausstellung mit Acrylbildern bei der Spedition Niesen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Trendwenden & „normale Fluktuation“

Zustimmung ist der Bayer AG heute in den Zeitungen sicher für die Quartalszahlen, die der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning gestern unter dem Motto „Trendwende geschafft“ bekannt gab. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Postberichten jeweils regional (hier und hier) und überregional (hier und hier) – und allseits werden die guten Ergebnisse in der Pharmasparte und in der Kunststoffsparte Bayer MaterialScience gelobt, während die Pflanzenschutzsparte CropScience offenbar eher schwächelte. Den interessanten lokalen Aspekt, die Gespräche zu einer neuen Standortvereinbarung, nimmt die RP etwas genauer unter die Lupe: Die aktuelle „Standort- und Beschäftigungssicherung“ läuft zum 31. Dezember aus, danach könnte Bayer wieder „betriebsbedingt“ Mitarbeiter kündigen. Aber Wenning und Bayer-Gesamtbetriebsratschef Thomas de Win bestätigen gegenüber der RP „Sondierungsgespräche“ für eine neue Vereinbarung. Wenning: „Das, was wir an Jobanpassungen zu realisieren haben, werden wir über die normale Fluktuation hinbekommen.“

Eine Trendwende auch bei DyStar meldet soeben RP Online: Currenta liefere wieder Energie, die Produktion laufe derzeit an. Update: Auch der Anzeiger meldet das nun.

In der Leverkusener Lokalpolitik gibt es möglicherweise auch eine Art Trendwende: Erhard Schoofs, Big Boss der Bürgerliste, bastelt nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem bürgerlichen Lager CDU und FDP nun offenbar an einem linken Bündnis. Gemeinsam mit SPD, OP, Grünen und der Linken, die es exakt auf die notwendigen 35 Stimmen für eine absolute Mehrheit im Rat brächten, wolle man sich Sachfragen widmen, heißt bei Anzeiger und RP. Von einer verbindlicheren „Koalition“ ist freilich gar keine Rede, außerdem hegen Schoofs und Parteikollege und Ex-Bürgermeister Karl Schweiger bereits den Verdacht, dass mittelfristig doch wieder eine große Koalition zwischen CDU und SPD die Stadt regiere: Sie glauben, die beiden Parteien wollten nur die Landtagswahl im Mai abwarten.
Der Artikel im Anzeiger beleuchtet das bislang nur von der RP geschilderte Scheitern der Verhandlungen zuwischen Bürgerliste mit CDU und FDP übrigens neu: Schoofs zufolge seien die Gespräche gut verlaufen, solange die CDU-Vorsitzende Ursula Monheim diese geführt habe. Erst als die in Urlaub ging und man Klaus Hupperth gegenübersaß, seien die Gespräche ins Stocken geraten: „Erkennbar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“ habe Hupperth gehabt. Dabei ist der doch Katholik.

Die neuen Vorsitzenden für elf Fachausschüsse für den Stadtrat gibt der Anzeiger bekannt: Finanzausschuss – Thomas Eimermacher (CDU); Bau- und Planungsausschuss – Peter Ippolito (SPD); Bürger und Umwelt – Karl Schweiger (Bürgerliste); Betriebsausschuss KulturStadtLev – Roswitha Arnold (Grüne); Betriebsausschuss Sportpark – Christopher Krahforst (CDU); Rechnungsprüfungsausschuss – Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP); Wahlprüfungsausschuss – Hermann-Josef Kentrup (CDU); Personal- und Organisationsausschuss – Christine Richerzhagen (CDU); Schulausschuss – Hans Klose (SPD); Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren – Ingrid Geisel (SPD); Ausschuss für Anregungen und Beschwerden – Dieter März (SPD).

Die Kassen füllen sollen der klammen Stadt ungehorsame Autofahrer. So zumindest hofft das laut RP Stadtkämmerer Rainer Häusler, der die Strafzettel-Vorgaben für 2010 an die motorisierten Verkehrsteilnehmer schon formuliert: 950.000 Euro sollen Falschparker mittels Knöllchen zum Haushalt 2010 beitragen, weitere 750.000 Euro sollen stationäre Tempomessungen einbringen, immerhin noch mit 450.000 Euro kalkuliert Häusler aus Verwarnungen im „fließenden Verkehr“.

Leverkusen beteiligt sich an einer Verfassungsklage des Städtetags NRW, meldet der Anzeiger: Die Stadt will vom Land mehr Geld für die Umsetzung des vom Land beschlossenen Kinderförderungsgesetzes. Der Anzeiger übersetzt das Ansinnen der Stadt so: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Vom Kampf des Rheindorfer Frührentners Thomas Heusner gegen die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ, berichtet die RP. Trotz einer nur äußerst knappen EU-Rente wolle ihn die GEZ nicht von den Rundfunkgebühren befreien. Nun klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Große Hoffnung auf Erfolg hat er nicht, aber er handelt aus Überzeugung: „Ich sehe nicht ein, dass die Schwachen Thomas Gottschalk und hochbezahlte Fußballprofis bezahlen.“

Apropos Fußballprofis: Entwarnung gibt die RP in Sachen Bayer-04-Trikot: Das Shirt für Fans der Werkskicker sei laut Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink „gesundheitlich unbedenklich“. Bayer 04 hatte das Trikot bei der Analyseabteilung von Currenta untersuchen lassen, nachdem die Stiftung Warentest jüngst vor Giftstoffen in den Trikots namhafter Bundesligamannschaften warnte.

Bei der „User-Conference“ bei der Firma Lux Elements an der Schusterinsel in Opladen, zu der rund 100 Geschäftspartner aus aller Welt kamen, schaute der Anzeiger vorbei. Die Firma produziert Schaumplatten, mit denen Bäder und Badelandschaften gestaltet werden. „Uns ist es egal, wie wir unsere Platten schneiden oder wie dick die Säulen sind“, darf Geschäftsführer Rolf Longrée in dem Artikel erläutern.

Karten für die Frauenfußball-WM 2011 sind ab morgen erhältlich, melden Anzeiger und RP unisono. Von Neugliederungen der Seelsorgebereiche in Leverkusen im Rahmen der Strukturreform im Erzbistum Köln berichtet die RP. Bei einer Rettungsübung der Polizei mit Hubschrauber am Rhein bei Hitdorf schaute der Anzeiger zu. Neue Lernprogramme für den Klimaschutz hat der Anzeiger auf dem NaturGut Ophoven kennen gelernt. Die Altstadtstraße in Opladen ist ab dem Wochenende wieder Einbahnstraße, meldet der Anzeiger. Die Leverkusener Ärzte, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen, von O bis Z hat die RP heute, wie versprochen, im Blatt. Die A3 wird im November zwischen Leverkusen und Köln wegen Brückenbauarbeiten gleich zweimal voll gesperrt, entdecken wir bei leverkusen.com: An den Wochenenden 6. bis 9. und 20. bis 23. November. Schon wieder Neues von der Stadthalle Opladen, wo es offenbar Streit gibt um 100.000 Euro Pacht, weiß die RP.

Kultur: Die RP stellt vor der Kunstnacht (aber nicht in ihrem Kunstnacht-Serienformat) den Leichlinger Künstler Winfried Gille vor, der Engel in der Wiesdorfer Herz-Jesu-Kirche ausstellt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Leverkusen: Bankrott in sechs Jahren?

Weniger um Politik als vielmehr um Geld geht es nach der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats in Leverkusen heute in Leverkusener Anzeiger und Rheinischer Post: „Nüchterner Blick in die Zukunft“ titelt der Anzeiger in Bezug auf die Antrittsrede des neuen Oberbürgermeisters Reinhard Buchhorn; „Stadtrat kostet 1,4 Millionen €“ rechnet die RP vor und wirft ihre Rechnung von voriger Woche damit über den Haufen.

Es stehe nun gar noch schlimmer um die Finanzlage Leverkusens, führte Stadtkämmerer Rainer Häusler den alten und den neuen Ratsmitgliedern in seinem Etatentwurf für den Haushalt 2010 vor. Anzeiger und RP fassen auch zusammen, wann Leverkusen laut Häuslers Rechnung nun endgültig pleite sei, wenn sich nicht grundlegendes ändere: Nämlich 2015, wenn das Eigenkapital der Stadt restlos aufgebraucht sein wird. Und in der RP erklärt Buchhorn, dass „Leverkusen ein neues Branding“ bekommen müsse. Ulrich Schütz von der RP merkt in seinem Kommentar an, dass in Leverkusen die Lasten wegen der Haushaltssituation weiter steigen, während Nachbarstädte Steuern und Gebühren senken; Rainer Schmidt vom Anzeiger setzt in seinem Kommentar in Sachen Haushaltskonsolidierung Hoffnungen auf das Duo Buchhorn/Häusler.

Wie Eva Lux (SPD) und Friedrich Busch (FDP) zu Leverkusens Bürgermeistern wurden, erläutern Anzeiger und RP auch: Nämlich über eine Liste, die CDU, SPD, FDP und Grüne vorab beschlossen hatten. Bei der RP stolpern wir allerdings über die Anmerkung, dass eine Kandidatenliste von Pro NRW vier Stimmen erhalten habe. Vier Stimmen dokumentiert offiziell auch die Stadt.

Auch die Wahl der Vorsteher der drei Bezirksvertretungen war spannend, wie bei Anzeiger und RP (nur im Print) nachzulesen ist: Rainer Gintrowski (Bürgerliste) setzte sich erst per Los zum Vorsteher des Bezirks I gegen Hermann-Josef Kentrup (CDU) durch. Im Bezirk II nahm der bisherige Vorsteher Heinz-Gerd Bast (SPD) sein Mandat erst gar nicht an. Damit war die Bahn frei für Rainer Schiefer (CDU) als neuen Vorsteher, für Bast rückt SPD-Kollegin Ingrid Geisel in das Gremium nach. Im Bezirk III hingegen recht unspektakulär: Alter und neuer Vorsteher ist Raimund Gietzen (CDU).
Wer lieber einfach nur Bildchen gucken will, für den hält der Anzeiger auch eine Bildergalerie von der Sitzung bereit. Durchaus interessant ist die Bildergalerie mit den Grafiken, die die angespannte Finanzsituation der Stadt illustrieren.

Hoffnung für DyStar in Leverkusen deutet die RP heute an: Zwar liefere Chempark-Betreiber Currenta noch immer keine Energie an DyStar, aber es gebe nun schriftliche Vereinbarungen, die „allerdings bislang nicht unterschrieben worden seien“. Der „Optimismus überwiege“, erläutert die RP mit Verweis auf Quellen bei Currenta vage, fügt aber freilich auch an, dass es auch möglich sei, dass die Einigung noch scheitere. Der Anzeiger weiß indes, dass nicht nur die Frührentner, sondern alle DyStar-Betriebsrentner nach der Insolvenz vorläufig kein Geld bekommen: „Die Firmenrente ist zunächst einmal ausgesetzt“, zitiert der Anzeiger die Mitteilung, die die Bayer Business Services (BBS) dem DyStar-Rentner Jürgen Henrich kürzlich zugestellt habe. Wann der Pensionssicherungsverein einspringe, sei unklar, ebenso, ob es dann weiter die volle Firmenrente gebe.

Die Bayer AG legte heute früh ihre die Zahlen für das dritte Quartal vor und analysiert selbst, man habe die Trendwende geschafft. Tatsächlich liegt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen mit 1,499 Milliarden Euro deutlich über dem Ergebnis im zweiten Quartal und sogar knapp über dem Vorjahreswert. Das Manager Magazin merkt aber auch kritisch an, dass Umsatz und Ebitda nach Sondereinflüssen bei Bayer weiterhin auf Talfahrt seien.

Außerdem: Die RP listet heute in einer Fortsetzungsgeschichte die Ärzte in Leverkusen von A bis M auf, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen. Die Ärzte von O bis Z gibt es dann morgen. Philipp Diewald ist das 1000. Baby, das in diesem Jahr im Klinikum Leverkusen zur Welt kommt, und wird deshalb auch von der RP begrüßt. Die Opladener Stadthalle hat einen neuen Pächter, meldet die RP (nur im Print): Michael Lamm und dessen Agnus Hotel Betriebs- und Beratungs-GmbH Leopoldshöhe haben die Stadthalle von Eigentümer Uwe Fuhrmann gepachtet. Bei einer wilden Knutscherei im Kinopolis aus Anlass des Weltkinotags am Sonntag war der Anzeiger dabei.

Kultur: Den Buchbinder Günter Fiedler stellt die RP in ihrer Kunstnacht-Serie vor.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

OB Buchhorn: So wahr ihm Gott helfe

Nicht so sehr weltbewegende Themen heute in den Leverkusener Lokalzeitungen: Der Leverkusener Anzeiger macht lokal auf mit einer kleinen Reportage über Alkohol in Bussen und Bahnen, nachdem die Polizeigewerkschaft ein Trinkverbot in Zügen anregt. Die Rheinische Post war dabei, als eine Abordnung aus Indien in Opladen an das Unglück in einer Pesitizidfabrik in Bhopal vor 25 Jahren erinnerte.

Bei der achten Leverkusener Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur, kurz „LIKK“, waren Anzeiger und RP live dabei. Ebenfalls mitgefeiert haben Anzeiger und RP beim Fest im Erholungshaus anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Roten Funken in Leverkusen. Bei einer Informationsveranstaltung für Hautkrankheiten am Psoriasis-Welttag in Schloss Eicherhof in Leichlingen war der Anzeiger vor Ort (dazu passt übrigens diese aktuelle Diskussion). Die Fällung einer 100-jährigen Esche an Haus Vorst ist dort ebenfalls festgehalten. Und die RP schaute sich die riesige Luftkarte von Leverkusen an, die seit kurzem den Boden der Grundschule Im Kirchfeld in Lützenkirchen schmückt.

Die RP hat heute auch das Schulterzucken vom neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn zum Fall DyStar im Blatt, von dem wir schon am Samstag im Anzeiger lasen. Dafür gibt es hier auch einen kurzen Kommentar, in dem „LH“ fordert, die Kontaktpflege zwischen Wirtschaft und Politik müsse verbessert werden. Bliebe die Frage, ob und wer sich überhaupt verantwortlich fühlt.

OB Buchhorn hat heute seinen großen Auftritt, gemeinsam mit 68 weiteren Volksvertretern bei der konstituierenden Sitzung des neuen Leverkusener Stadtrats: Die begann um 13 Uhr, und während ich diese Zeilen schreibe, bombardiert uns die RP online geradezu mit Neuigkeiten (dazu auch dies und das und jenes). „So wahr mir Gott helfe“, habe Buchhorn bei seiner Vereidigung geschworen, zum Wohle der Stadt und der Bürger zu arbeiten. Dann wollen wir ihm mal glauben. Die drei Bezirksvorsteher hören auf die Vorsilbe „Rai“: Rainer Gintrowski (Bürgerliste) im Bezirk I, Rainer Schiefer (CDU) im Bezirk II und Raimund Gietzen (CDU) im Bezirk III. Beim Anzeiger ruht still der See… Radio Leverkusen versucht zumindest, mit der RP mitzuhalten und leverkusen.com hat offenbar mit den Zugriffszahlen zu kämpfen.

Jetzt hat sich auch die RP zur Ruhe gelegt, und soeben lese ich bei leverkusen.com: Eva Lux (SPD) und Friedrich Busch (FDP) sind zu den Bürgermeistern der Stadt gewählt worden. So hatte es die RP am Freitag bereits vorhergesagt. Der Anzeiger hechelt online derweil mit Buchhorns Eröffnungsrede hinterher, die den Redaktionen mutmaßlich seit Stunden (mit Sperrfrist) vorliegt.

Zum Schluss noch ein Kultur-Highlight aus dem gedruckten Magazin der Süddeutschen. Dort wird „Fausts Neue“ vorgestellt, und die kommt aus Leverkusen: Ein Interview mit Katharina Lorenz, die an der Wiener Burg derzeit das Gretchen in Goethes Drama spielt – und glänzende Kritiken einheimst. Wie es ihr gelungen sei, das Gretchen „als moderne, selbstbewusste Frau“ zu spielen? Antwort Lorenz: „Ich habe mir erst einmal eine Ukulele gekauft und das Lied ‚Es war ein König in Thule‘ gelernt. Und meine Mutter hat mir das Stricken beigebracht.“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Buchhorn vor vollendeten Tatsachen

Das wurde Zeit: Im Leverkusener Anzeiger ist dokumentiert, wie der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn daran erinnert wird, dass vielleicht nicht die Frage nach den Mehrheiten im Stadtrat die drängendste in Leverkusen ist. Auf „Vorwürfe aus der Bürgerschaft“, er bleibe nach der DyStar-Pleite tatenlos, antwortet Buchhorn (Wahlslogan: „Arbeit schafft Sicherheit“) ähnlich schulterzuckend wie schon Amtsvorgänger Ernst Küchler sowie viele andere Politiker bei vergleichbaren Anlässen: „Die Politik ist vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“ Aber „um Schadensbegrenzung“ werde er sich bemühen, versichert Buchhorn laut Anzeiger. Radio Leverkusen hat das ganz ähnlich verstanden.

Um sich selbst drehen darf sich die Politik vor der konstituierenden Ratssitzung noch ein bisschen in der Rheinischen Post (nicht online): Eine gemeinsame Liste für die verschiedenen zu vergebenden Posten am Montag sei zwar „noch nicht durch“, aber die Fraktionschefs von CDU und SPD, Klaus Hupperth und Walter Mende, äußern sich optimistisch, dass das bis Montag klappe.

Ein positives Fazit für den privaten Ordnungsdienst „Wisag“, dem von der Politik auf Probezeit beschlossenen Nachfolger für die „Citystreife“, zieht Klaus Eitner im Anzeiger. Der zuständige Abteilungsleiter im Rechts- und Ordnungsamt glaubt, nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger habe sich verbessert, auch objektiv könne man zählbaren Erfolg vorweisen. Als Beleg zählt Eitner eine Anzahl von Anzeigen auf, die der Ordnungsdienst erstattet habe: Darunter 42 Anzeigen wegen verbotenen Schwimmens im Stöckenbergsee in Hitdorf, sowie 14 gegen Wildpinkler. Die Probezeit für „Wisag“ endet am 31. Dezember 2009.

Apropos Sicherheit, das haben wir erst gestern entdeckt: Der Sicherheitsexperte, der Mitte vergangener Woche mit der Empfehlung erst deutschlandweit und längst auch weltweit Schlagzeilen machte, die Deutsche Fußballnationalelf sollte bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2010 in Südafrika besser schusssichere Westen tragen und viele Leibwächter dabei haben, ist aus Leverkusen: Günter Schnelle von der Sicherheitsfirma BaySecur hatte dieses Bewerbungsschreiben gegenüber der Sport Bild abgegeben, mit dem er sich wohl auch für die Teilnahme an der WM qualifizieren wollte.

Bei TMD Friction, ehemals Textar, gibt es schon wieder etwas zu holen: Diebe, die offenbar kistenweise Bremsbeläge aus der Fixheide abtransportiert hatten, hat die Polizei laut RP auf frischer Tat ertappt.

Und ansonsten gibt es viel Kultur: Eine „begeisternde“ Inszenierung des Musicals „The Sound Of Music“ durch die Volksbühne Bergisch Neukirchen haben die Kritiker von RP und Anzeiger in der Festhalle Opladen gesehen. (Die Premiere heute ist bereits ausverkauft, nächste Aufführungen sind morgen, Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, Samstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 1. November, 18 Uhr.)
Die RP meldet, dass der von der Bayer Kulturabteilung mit dem „stART“-Programm geförderte Musiker Hardy Rittner für seine Brahms-Einspielung „Early Piano Works“ geehrt wurde: In Berlin erhielt er den Echo-Klassik-Preis als „Nachwuchskünstler 2009“.
Außerdem werden heute wieder zwei Leverkusener Künstler vorgestellt: Alfred Prenzlow im Anzeiger und Rolf Wetter in der RP (nicht online).

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

DyStar: Mehr ergebnislose Gespräche

Die möglichen Auswirkungen der neuen Bayer-Medienfassade am Hochhaus W1 auf die Fauna beleuchtet heute der Leverkusener Anzeiger : Das Licht könne Vögel anlocken, die sich an der Fassade dann verletzen, mithin gar das Genick brechen. Ähnliche Erfahrungen hat bereits ein anderer Großkonzern aus dem Rheinland machen müssen: Der ebenfalls illuminierte Post-Tower in Bonn stellte sich für viele Vögel als Todesfalle heraus. Bayer könne die Konsequenzen daraus ziehen und die Fassade gemäß dem Vogelschutz beizeiten abschalten, so wie schon seit Jahren das Bayerkreuz. Der Anzeiger liefert dazu einen interessanten Link zum Thema „Lichtverschmutzung“. Neues zur offiziellen Inbetriebnahme der Medienfassade gibt es indes offenbar nicht.

Von der Reise von Harald Müller in Sachen DyStar nach Frankfurt am Main und ihrem unbefriedigenden Ausgang weiß der Anzeiger: Müller ist der Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag von DyStar eine Transfergesellschaft für die von der Firmeninsolvenz betroffenen 21 Mitarbeiter gründen sollte. Diese Gesellschaft bekommt nun kein Geld, weil die Insolvenz zwei Tage vor dem Stichtag am 30. September angemeldet wurde. 350.000 Euro wollte Müller nun von Insolvenzverwalter Stephan Laubereau, um die Gesellschaft zum Wohle der Betroffenen doch ans Laufen bringen zu können, allein: Die „Gespräche sind ergebnislos verlaufen“, zitiert der Anzeiger Müller.
Der Anzeiger widmet sich neuerdings mit auffälliger Hingabe seinen Lesern im Internet: Heute werden schon wieder einige Online-Kommentare in der Zeitung abgedruckt, „Perikles 0815“ ist auch wieder mit von der Partie.

Nachdem die Stiftung Warentest Fußballtrikots auf Schadstoffe untersucht hat, macht die Rheinische Post heute auf der Titelseite mit den Trikots aller Bundesliga-Vereine in ihrem Verbreitungsgebiet auf. Mit allen? Nicht ganz: Das Trikot von Bayer 04 Leverkusen (Testnote laut Anzeiger-Printausgabe: 3,4) fehlt. Bayer 04 hat derweil bereits auf das Testergebnis reagiert und kündigt an, die eigenen Trikots auf Schadstoffe prüfen lassen zu wollen.

Der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn kann auch dem Anzeiger keine Ratsmehrheit für seine CDU präsentieren. Immerhin soll es in den Personalfragen zu einer Übereinkunft zwischen den etablierten Parteien kommen: „Ich glaube, dass es gemeinsame Listen geben wird“, lässt sich der OB zitieren. Die konstituierende Ratssitzung am Montag ist derweil „ausverkauft“, teilt die Stadt mit – die wegen des erwartet großen Andrangs herausgegebenen Einlasskarten seien vergriffen, die Warteliste ist lang.

Eine Gründerwelle in der Stadt registriert Radio Leverkusen: Nach Zahlen der Industrie- und Handelskammer in Leverkusen habe es „allein im Sommer 25 Prozent mehr Unternehmensgründungen gegeben als im Vorjahr“. Triebfeder für die Gründer sei nach Angaben von Eva Babatz von der IHK die Wirtschaftskrise.

Drohen den Leverkusener Bürgern neue Steuern? Die neue Bundesregierung plant offenbar, städtische Betriebe (wie zum Beispiel die Energieversorgung Leverkusen) künftig nicht mehr von der Mehrwertsteuerpflicht zu entbinden. Das würde höhere Gebühren für die Bürger nach sich ziehen, beispielsweise für Müll oder Abwasser. Die RP berichtet lokal, Spiegel Online beleuchtet die Sachzusammenhänge detailliert.

Entwarnung in Sachen Antibabypille Yasmin von Bayer Schering Pharma gibt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic: Die Pille, die den Wirkstoff Drospirenon enthalte, liege „im Risikobereich der anderen auf dem Markt erhältlichen Präparate“. Bayer begrüßt diese Einschätzung und kündigt an, den „Dialog mit der Schweizer Arzneimittelbehörde zu diesem Thema fortsetzen“ zu wollen. Die „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) findet die Entscheidung der Schweizer Behörde „unverständlich“.

Dass ein hübscher Garten den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen kann, beweist ein Fall am Rheinufer in Hitdorf: Der Anzeiger besuchte drei emsige Hobbygärtner, die auf einem Stück der einstigen Bahntrasse an der Wiesenstraße ein hübsches Gärtchen zauberten. Die Bahntrasse ist allerdings Landschaftsschutzgebiet, den Hobbygärtnern droht nun ein Ordnungsgeld von bis zu 50.000 Euro.

Von einem sehr zurückhaltenden Andrang auf den Impfstoff gegen die Schweinegrippe selbst unter den Mitarbeitern am Klinikum Leverkusen weiß die RP: Von den rund 1800 Klinikum-Mitarbeitern hätten sich bislang nur gut zwei Dutzend in die ausliegenden Impflisten eingetragen.

Das Robert-Koch-Institut kündigt sich laut Anzeiger für Anfang Dezember in Leverkusen an: Für eine bundesweite Gesundheitsstudie werden dann rund 50 Freiwillige untersucht.

Zwei mutmaßliche Sparkassenräuber wurden in ihren Wohnungen in Leverkusen verhaftet, meldet die Polizei. Die Verhafteten sollen im vergangenen Dezember und im Februar Filialen in Rheindorf und Schlebusch ausgeraubt haben.

Kultur: Viele neue Bücher stellt die RP vor: Mit der Leverkusener Verlagschefin Barbara Budrich spricht Monika Klein über eine in ihrem Verlag erschienene Studie über das Rollenverständnis moderner und postmoderner Männer.
Das neue Kinderbuch von Hiltrud Meier-Engelen, Leverkusener FDP-Politikerin und Mathematiklehrerin im Ruhestand, stellt die RP vor: „Die Geschichte von der Eins und den Zahlzeichen“ (siehe hier), illustriert von Malchas Cickisvilli, ist die Fortsetzung von „Die Geschichte von der Eins und dem Unendlichen“ (siehe hier).
Den neuen Gedichtband „Hedera, die schöne Hexe“ des Leverkusener Biochemikers Ralf Tiemann (siehe hier) stellt ebenfalls die RP vor.
Den Leverkusener Künstler Rolf Wetter und seine „Witzfiguren“, die ab Sonntag bis 15. November im Künstlerbunker an der Karlstraße ausgestellt werden, hat sich der Anzeiger genauer angesehen.
In der RP-Kunstnacht-Serie wird die Hitdorfer Malerin Martina Auweiler-Gewaltig vorgestellt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Neues vom Prinzip Hoffnung

Showdown auf Seite C2: Die Rheinische Post ballert dort bevorstehende politische Personalentscheidungen in Leverkusen nur so raus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth verrät der RP: Grüne und SPD könnten sich den Posten des ersten Bürgermeisters teilen, Eva Lux (SPD) die ersten, Roswitha Arnold (Grüne) die zweiten 2,5 Jahre das Amt bekleiden. Das Vorschlagsrecht für den Posten des zweiten Bürgermeisters trete die CDU an Juniorpartner FDP ab, die habe bereits den Opladener Ratsherrn Friedhelm Busch nominiert.
Auch in den Stadtbezirken deuten sich laut RP Änderungen an: Raimund Gietzen (CDU) bleibe Vorsteher im Bezirk III, im Bezirk II solle Rainer Schiefer (CDU) Heinz-Gerd Bast (SPD)* als Vorsteher ablösen, Bezirk I scheine an die SPD zu gehen.
Im Stadtrat wolle das Bündnis von CDU, FDP und OWG-UWG, dem vier Stimmen zur Mehrheit fehlen, „weitgehend gemeinsam arbeiten und abstimmen“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende kommt zu Wort: Die SPD werde „keine Politik der verbrannten Erde betreiben“ – wenn CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vernünftig auftrete und versöhne „statt zu spalten“ (selig sei Johannes Rau). Heute wollen sich SPD und CDU auf gemeinsame Wahllisten einigen – um ein „Polit-Drama“ am Montag im Rat zu vermeiden, wie die RP schreibt.

Hupperth darf auch noch einmal betonen: „Unsere Verhandlungen mit der Bürgerliste sind an Schoofs gescheitert.“ Und Ulrich Schütz holt im Kommentar dazu die schwersten Geschütze hervor, die bei der RP bereit stehen: „Klaus Hupperth ist Katholik“, beginnt er und zeichnet einen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der wie ein milder Samariter noch einmal auf Bürgerliste und Erhard Schoofs zugegangen – und wieder enttäuscht worden sei: „Es hat einfach keinen Sinn mit ihm“, resümiert Hupperth, der laut Schütz doch „das Prinzip Hoffnung schon vom Glauben her im Herzen“ führe.

Das Prinzip Hoffnung gilt auch weiterhin für die DyStar-Mitarbeiter. Weitere unerfreuliche Folgen der DyStar-Pleite erläutert der Leverkusener Anzeiger an einem prominenten Beispiel: SPD-Ratsherr Ferdinand Feller ist seit zwei Jahren DyStar-Vorruheständler und erhält nun nicht mehr seine im Auflösungsvertrag vereinbarte monatliche Ausgleichszahlung. So wie er seien sicher viele andere Frührentner betroffen, mutmaßt Feller. Was den Industriemeister besonders ärgert: „Vom Unternehmen gibt es bis heute keinerlei Information“, zitiert ihn der Anzeiger.

Stärker zur Kasse bitten will der Sportpark Leverkusen laut RP die Leverkusener Vereine: Weil von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) statt 6,5 nur 3,2 Millionen Euro geflossen seien und zudem die Zahl der Badbesucher hinter den Erwartungen geblieben sei, stehe beim Sportpark für das laufende Geschäftsjahr nun ein Minus von 364.000 Euro zu Buche.

Großes Thema bei Anzeiger und RP ist der Impfstoff für die Schweinegrippe, der morgen in Leverkusen ankomme und mit dem zunächst Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr versorgt werden sollen. Mitte November beginne dann die Impfung für die Bürger, teilte Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt auf einer Pressekonferenz mit. Die RP hat sogar gleich zwei Artikel zum Thema im Blatt, auf Seite C4 heißt die Schweinegrippe „neue Grippe“.

Zum 90. Geburtstag gratuliert der Anzeiger kurz Walter Bauer, der einst als Leverkusener Oberstadtdirektor von 1963 bis 1975 die Neugestaltung der Leverkusener City mitprägte.

Der einzige RP-Artikel, der es heute ins Internet geschafft hat, ist die Recherche nach Winterreifen in Leverkusen. Ergebnis: Fast keine mehr da, Bestellungen würden von den Händlern derzeit nur „ohne Termin“ angenommen. (Nachtrag: Ein paar mehr RP-Artikel sind jetzt auch online und auch hier verlinkt)

Der Anzeiger macht seinen Lokalteil heute mit einem Chemie-Workshop in den Ferien für Schüler bei Lanxess auf: „Gymnasiasten experimentieren mit Kautschuk.“

„Drastisch gesunken“ sei in Leverkusen in 2009 bislang die Zahl der Baugenehmigungen, berichtet Susanne Trösser vom Rheinischen Immobilienservice der RP. Ursache: Die Wirtschaftskrise. Klaus Seggewiss von der städtischen Bauaufsicht und Klaus Schuster von Bauunternehmen Paeschke sehen das hingegen nicht so dramatisch.

Zum Welt-Psoriasis-Tag richtet eine regionale Selbsthilfegruppe am Sonntag in Schloss Eicherhof in Leichlingen einen Informationstag zu Hautkrankheiten aus, kündigt der Anzeiger mit einem Porträt der Gründerin der Selbsthilfegruppe, Christine Schüller, an.

Bei einem Ausdauertest für Anwärter auf eine Ausbildung bei der Feuerwehr Leverkusen auf dem Sportplatz Birkenberg war die RP dabei. Feuerwehrausbildungsleiterin Bärbel Wiechert: „Der Ausdauerlauf ist der Knackpunkt.“

Von Opladen in die Fixheide in ehemalige Gaststätte Gaskessel zieht der Farbhandel „Rheinland Color“, meldet die RP.

Kultur: Die RP schaut auf die Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur (LIKK), die am Samstag mit 23 Bands in elf Kneipen und einem Bus Opladen und Wiesdorf beschallt.
Der Anzeiger wirft einen Blick auf die „Kunst in Schlebuscher Schaufenstern“.

*Korrektur: Natürlich gehört Heinz-Gerd Bast der SPD an, nicht der CDU – ich bitte, den Irrtum zu entschuldigen!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

CDU und FDP ohne Mehrheit

Die neue Legislaturperiode im Leverkusener Stadtrat wirft ihre Schatten voraus: Bildmächtig im Leverkusener Anzeiger, der die Amtsübergabe des alten Oberbürgermeisters, Ernst Küchler (SPD), an den neuen, Reinhard Buchhorn (CDU), im Büro des Stadtchefs heute groß auf seine Titelseite hebt. Im Lokalteil geht es dann auf Seite zwei weiter: Sämtliche 68 Bürgerinnen und Bürger, die im Idealfall in den nächsten fünf Jahren die Leverkusener Bürgerschaft im Rat der Stadt repräsentieren, hat der Anzeiger dort, nach Fraktionszugehörigkeit sowie alphabetisch geordnet, ins Bild gesetzt. Sogar in Farbe, also dran denken: Nicht dort an die Wand hängen, wo Sonneneinstrahlung die Ratsdamen und -herren allzu schnell verblassen lässt.
Auch das WDR-Fernsehen war bei dem Pressetermin dabei.
Die Rheinische Post hat das OB-Motiv ebenfalls auf ihrer Titelseite, wenn auch nur klein, dazu die Überschrift „Die Demokratie wird künftig teurer“ – dass damit nicht gemeint ist, dass dem neuem OB Buchhorn ein Ruf als Verschwender vorauseilt, erklärt die Geschichte auf der ersten Lokalseite: Dort rechnet Peter Korn vor, was Leverkusen die Demokratie wert sein muss: Nämlich „genau 772.000 Euro pro Jahr“, mithin 82.000 Euro mehr als bisher. Das erkläre sich mit den neu in den Rat gekommenen Gruppen und Fraktionen, erläutert die RP unter Bezugnahme auf Stadtkämmerer Rainer Häusler und den Paragrafen 56, Absatz 3 der Gemeindeordnung. Diese regelt die Höhe der Zuwendungen in Stadträten in Nordrhein-Westfalen. Daraus folge, dass die CDU-Fraktion als größte im neuen Rat jährlich 174.000 Euro für Personal, Büroräume etc. erhält, die SPD 138.000 Euro, die kleinsten Fraktionen mit drei Mitgliedern (OWG-UWG, Pro NRW und OP) jeweils 60.000 Euro und die einzige Gruppe ohne Fraktionsstatus (die Linke hat nur zwei Sitze) 40.000 Euro.
Im Kommentar zeigt die RP dann auf die Wähler, die mit ihrer Stimme zwei neue Gruppierungen in den Stadtrat gewählt und so „an der Kostenschraube gedreht“ hätten. Richtiger ist natürlich, was der Kommentator dann anfügt: Dass nämlich das Land mit geändertem Wahlrecht und Wegfall der Prozent-Hürden dieser Entwicklung den Weg ebnete. Mit einem rätselhaften Satz schließt der Kommentar: „Demokratie mag teuer sein, angesichts der Alternativen ist sie jedoch auch unbezahlbar.“

Dafür hält die RP aber auch wirklich interessante Neuigkeiten bereit: Sie meldet nämlich, dass die CDU nun offenbar definitiv keine Mehrheit im neuen Rat vor der ersten Sitzung am kommenden Montag zusammenbekommt. Die Gespräche mit der Bürgerliste am Dienstagabend seien gescheitert – nicht an Inhalten, sondern an Personalfragen: Hinsichtlich der Besetzung der Bürgermeisterposten habe die Bürgerliste Forderungen gestellt, „die CDU und FDP nicht akzeptieren konnten“, wird Buchhorn zitiert. Nun sei es wahrscheinlich, dass die SPD den ersten und FDP den zweiten Bürgermeisterposten besetzen. Und Buchhorn hofft laut RP im Rat nun auf „punktuelle und themenbezogene Mehrheiten“ für seine CDU.

Das Schicksal der 21 gekündigten DyStar-Mitarbeiter, die nach der Insolvenz nicht nur ohne Abfindung, sondern gar ohne alles dastehen, behält der Anzeiger aufmerksam im Auge. Thilo Engelbrecht, einer der Betroffenen, fasst die Situation so zusammen: „Ich glaube, wir haben alle gegen uns.“
In der RP keimt derweil wieder ein zartes Pflänzchen Hoffnung: Die Produktion des Farbstoffs Indigo sei wieder angelaufen – wenngleich nur in Ludwigshafen. Einer der Insolvenzverwalter werte dies aber als „erfreuliches Zeichen“.

Radio Leverkusen hat in den kürzlich vorgestellten Ausbildungsreport 2009 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) geschaut – und findet dort Kritik an der Ausbildungslage in Leverkusen: Es würden „zu wenige Ausbildungsplätze angeboten“ und „die Übernahmechancen nach einer erfolgreichen Ausbildung seien sehr gering“, heiße es dort zu Leverkusen.

Bei der Bayer Unternehmenskommunikation (UK) darf man sich ganz authentisch über Preise freuen: In New York wurden die „Galaxy-Awards“ vergeben und die Abteilung für die Öffentlichkeitsarbeit bei Bayer strich gleich sieben Auszeichnungen ein – unter anderem für verschiedene Imagefilme, für das Magazin „Report“ und für das Wissenschaftsmagazin „Research“. „UK“-Leiter Michael Schade freut sich über diese Auszeichnung der amerikanischen Organisation MerComm: „Es ist eine Anerkennung für unsere moderne und offene Kommunikation.“ Die RP freut sich für Bayer mit, allerdings nur im Print.

Ein Happy-End kann der Anzeiger von Lothar H. (siehe hier) vermelden: Der Hartz-IV-Empfänger kann seine neue, preiswertere Wohnung jetzt doch beziehen, nachdem Reinhard Buchhorn, letztmalig als AGL-Geschäftsführer, dem Vermieter erklärte, wie das mit der Mietzahlung funktioniert: Das Geld für die Miete erhält weiterhin der Mieter, werde die Miete aber einmal nicht vom Mieter an den Vermieter überwiesen, überweise die AGL das Geld fortan doch direkt dem Vermieter. So einfach ist das.

Ärger gibt es an der Mohlenstraße in Hitdorf, meldet die RP: Deren Anwohner sollen für eine Sanierung der Straße zahlen – und sind davon eher unbegeistert.

Soeben flattert ein Sondernewsletter der Wirtschaftförderung Leverkusen (WfL) herein, der auf eine „Informationsveranstaltung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement“ am Mittwoch, 28. Oktober, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Köln aufmerksam macht. Über die Initiative von IHK und Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) für Unternehmen informiert im Detail diese Seite: www.effizient-mobil.de.

Etwas Fußballsport schmuggelt die RP auch in ihren Lokalteil: Vom „Einstand nach Maß“ des VfL Leverkusen beim Spiel gegen Düren berichtet Tobias Krell – der 2:1-Pflichtspielsieg wurde nämlich auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Tannenbergstraße errungen. Der Sportpark Leverkusen hatte den alten, dringend sanierungsbedürftigen Kunstrasen aus dem Jahr 1996 für 335.000 Euro erneuern lassen.

Was die RP kann, können wir auch – also gleich noch einmal Fußball: Wirklich sehr interessant ist das Interview, das die FAZ mit Bayer-04-Idol und -Torwarttrainer Rüdiger Vollborn zu dessen „Ziehsohn“ René Adler geführt hat. Frage FAZ: „Ist Adler der vollkommene Vollborn?“ Antwort Vollborn: „René hat ganz andere Voraussetzungen. Ich hatte auch Talent, aber kann mich nicht mit ihm vergleichen. Da liegen Welten zwischen uns.“

Schließlich die Kultur: Durch das Atelier des im Februar verstorbenen Künstlers Paul Weigmann hat sich Frank Weiffen für den Anzeiger von Weigmanns Witwe Marga führen lassen. Die hat dort eine große Retrospektive der Werke ihres Mannes arrangiert, mit zahlreichen Zeichnungen sowie Entwürfen für Kirchenfenster. Für interessierte Besucher steht das Haus des Künstlers in der Küppersteger Straße 9 am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils von 11 bis 17 Uhr, offen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau