Im Stau der Nobelkarossen

Da ist sie, die angekündigte Fortsetzung in Sachen BayArena-Verkehrskonzept in der Rheinischen Post: Den Schwarzen Peter wieder zu Bayer 04 zurückschieben darf heute Friedhelm Laufs, städtischer Fachbereichsleiter Straßenverkehr: „Das Verkehrskonzept für die Bayer-04-Spiele steht, ich bin mit dem Verlauf am Samstag sehr zufrieden.“ Zusätzlich gesperrt werden sollen zukünftig noch die Siedlungen zwischen Rathenau- und Manforter Straße. Allerdings will Laufs laut RP beobachtet haben, dass Bayer 04 die Parkplätze unter der Stelzenautobahn nicht ordentlich in den Griff bekomme: Durch das langsame Abfertigen der Bayer-04-Parkplatzwächter werde ein Stau der Nobelkarossen auf dem Europaring vom Neuenhof bis zum Best-Western-Hotel verursacht. Bayer 04-Sprecher Meinolf Sprink deutet auf Nachfrage Verbesserungsansätze an. Eine Idee: Navigationsgeräte sollen Fans an Spieltagen nicht direkt zum Stadion, sondern zu den Pendelbus-Parkplätzen am Kurtekotten leiten. Ob das wohl die gewünschte Lösung für die Fahrer von Nobelkarossen ist?

Von der Reichweite und Leistungsfähigkeit von Anzeigen im Internet kündet der heutige Lokal-Aufmacher im Leverkusener Anzeiger: Denn „Irritationen um ein Inserat“ gab es offenbar bei der OWG-UWG-Ratsfraktion, als die eine Annonce der Inhaberin des „Café Irrlicht“ bei kalaydo.de entdeckte. Die nahe der Wupper idyllisch gelegenen Waldhäuser sind seit zwei Jahren ein Ausflugscafé unter Leitung von Martina Schulz und Hannsi Weber. Weil das Café für sie zuletzt „sowohl körperlich als auch finanziell sehr fordernd“ gewesen sei, habe sie diese Anzeige als „Versuchsballon“ geschaltet, erklärt Schulz dem Anzeiger auf Anfrage. Die OWG-UWG-Ratsfraktion aber gab sich tüchtig erschrocken und fragte sogleich beim Oberbürgermeister nach, was denn da wohl vor sich gehe. Ob und was der geantwortet hat, ist nicht überliefert, dafür weiß der Anzeiger, dass Schulz gar nicht mehr daran denke, das Café zu verkaufen: Inzwischen laufe das Geschäft besser und ein Verkauf komme nur in Frage, wenn jemand eine halbe Million hinblättere. Wessen Interesse geweckt sein sollte: Hier ist die Anzeige. Die Rheinische Post berichtet, wenngleich etwas kleiner, auch, nennt das Internetportal aber etwas verschämt nicht beim Namen: Hätten sie ruhig, schließlich ist kalaydo.de das „gemeinsame Internetanzeigen-Portal regionaler Tageszeitungen“ – auch der RP.

Gesichert sind die September-Gehälter der 383 DyStar-Beschäftigten in Leverkusen, meldet der Anzeiger: Die Bundesagentur für Arbeit zahle diese als „Insolvenz-Ausfallgeld“. Radio Leverkusen ergänzt, dass die Suche nach Käufern für den insolventen Farbenhersteller laufe.

Mit einer Wasserstandsmeldung aus Hitdorf macht die RP ihren Lokalteil auf und verkündet die baldige Fertigstellung der Hochwasserschutz-Mauer: „Weihnachten ist Hitdorf dicht“

Von Hochwasser ist der Rhein derzeit weit entfernt, Radio Leverkusen kennt die Probleme, die das aktuelle Niedrigwasser mit sich bringt: „Zur Zeit müssen einige Unternehmen einen Niedrigwasser-Zuschlag an die Reedereien zahlen.“

Einen fünfstelligen Betrag lässt die Bayer AG für engagierte Mitarbeiter springen: Anlässlich der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ unterstützt die „Bayer Cares Foundation“ ehrenamtliche Projekte von sieben Mitarbeitern mit insgesamt 20.400 Euro. Von der Urkundenübergabe im BayKomm berichten Anzeiger und RP, als Laudator fungierte kein Geringerer als der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn.

Günter Müller spricht für den Anzeiger mit Renate Wolf, Trainerin der Bayer 04-Handball-Damen (Erkennungsname: „Werkselfen“, hier im Internet vertreten), unter anderem über die schwierige Suche nach Sponsoren in Leverkusen. Dabei habe Handball unter dem Bayerkreuz nach wie vor Zugkraft, wie Wolf betont: „Auch überregional sind die Bayer-Handballfrauen ja eine Marke. Wenn wir in Leipzig spielen, kommen 6000 Zuschauer.“

Eine halbwegs gute Nachricht hat die RP aus Burscheid vernommen: Automobilzulieferer Federal Mogul will nur noch 45 und nicht mehr, wie usprünglich geplant, 100 Stellen im Rahmen einer geplanten Umstrukturierung streichen. Grund: „Temporäre Beschäftigungseffekte durch die Abwrackprämie.“

Einen Nachtrag zur letzten Ratssitzung am Montag und einen Ausblick auf die erste Sitzung des neuen Rats am 26. Oktober gibt die RP. Gute Nachricht für die gewählten Volksvertreter: Sie sollen dann eine leicht erhöhte Aufwandsentschädigung erhalten. Ratsvertreter monatlich 425,50 Euro, statt bisher 418 Euro.

Auf der Themenseite des Stadt-Anzeiger darf unter anderem der Leverkusener Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach seine Vorstellung zu den zentralen Themen der Sozialdemokratie erläutern: „Das zentrale Anliegen der SPD muss die Überwindung der Zwei-Klassen-Gesellschaft sein, die sich in fast allen Lebensbereichen ausgebildet hat.“

Sehr interessant sind heute die Leserbriefe in den Lokalzeitungen: In der RP schüttelt ein weiterer BayArena-Anwohner den Kopf, diesmal freilich über das Klagen eines (namenlosen) Nachbarn am Montag: „Ich bin als Küppersteger Urgestein richtig glücklich darüber, dass unser Stadion in meinem Stadtteil steht!“ Frank Jokisch wünscht seinem Ex-SPD-Parteigenossen Jürgen Scharf eine gute Reise: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich ihm keine Träne nachweine.“ Im Anzeiger prangert Guido Sattler, Leiter der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf, den „würdelosen Umgang“ mit den offenbar vergleichsweise umstandslos gekündigten Mitarbeitern bei Tanatex an: Sattler empfiehlt den Eignern, sie sollten der Geschäftsleitung „möglichst schnell mit ausführlicher Begründung kündigen“. Und auch der Leserbeitrag von Hauke Fürstenwerth zu Dystar und Tanatex, der am Montag bereits in der RP abgedruckt war, erscheint heute beim Anzeiger. Freilich fehlt dort diese hübsche Spitze, die wir bei der RP noch zitierten: „Imagekampagnen werden Leverkusen nicht helfen.“

Das Studienzentrum Leverkusen der FernUni Hagen freut sich über 640 neue Studierende im Wintersemester 2009/10, meldet die Stadtverwaltung.

Schließlich Kultur: Beim Besuch des Tanzchoreographen Eric Gauthier mit seiner Compagnie „Gauthier Dance“ in der Gesamtschule Schlebusch war der Anzeiger dabei. Der Kommentar einer Schülerin: „Eigentlich sieht Ballett ja immer komisch aus. Aber so, wie die das heute gemacht haben, war das einfach nur klasse.“

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s