Buchhorn vor vollendeten Tatsachen

Das wurde Zeit: Im Leverkusener Anzeiger ist dokumentiert, wie der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn daran erinnert wird, dass vielleicht nicht die Frage nach den Mehrheiten im Stadtrat die drängendste in Leverkusen ist. Auf „Vorwürfe aus der Bürgerschaft“, er bleibe nach der DyStar-Pleite tatenlos, antwortet Buchhorn (Wahlslogan: „Arbeit schafft Sicherheit“) ähnlich schulterzuckend wie schon Amtsvorgänger Ernst Küchler sowie viele andere Politiker bei vergleichbaren Anlässen: „Die Politik ist vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“ Aber „um Schadensbegrenzung“ werde er sich bemühen, versichert Buchhorn laut Anzeiger. Radio Leverkusen hat das ganz ähnlich verstanden.

Um sich selbst drehen darf sich die Politik vor der konstituierenden Ratssitzung noch ein bisschen in der Rheinischen Post (nicht online): Eine gemeinsame Liste für die verschiedenen zu vergebenden Posten am Montag sei zwar „noch nicht durch“, aber die Fraktionschefs von CDU und SPD, Klaus Hupperth und Walter Mende, äußern sich optimistisch, dass das bis Montag klappe.

Ein positives Fazit für den privaten Ordnungsdienst „Wisag“, dem von der Politik auf Probezeit beschlossenen Nachfolger für die „Citystreife“, zieht Klaus Eitner im Anzeiger. Der zuständige Abteilungsleiter im Rechts- und Ordnungsamt glaubt, nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger habe sich verbessert, auch objektiv könne man zählbaren Erfolg vorweisen. Als Beleg zählt Eitner eine Anzahl von Anzeigen auf, die der Ordnungsdienst erstattet habe: Darunter 42 Anzeigen wegen verbotenen Schwimmens im Stöckenbergsee in Hitdorf, sowie 14 gegen Wildpinkler. Die Probezeit für „Wisag“ endet am 31. Dezember 2009.

Apropos Sicherheit, das haben wir erst gestern entdeckt: Der Sicherheitsexperte, der Mitte vergangener Woche mit der Empfehlung erst deutschlandweit und längst auch weltweit Schlagzeilen machte, die Deutsche Fußballnationalelf sollte bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2010 in Südafrika besser schusssichere Westen tragen und viele Leibwächter dabei haben, ist aus Leverkusen: Günter Schnelle von der Sicherheitsfirma BaySecur hatte dieses Bewerbungsschreiben gegenüber der Sport Bild abgegeben, mit dem er sich wohl auch für die Teilnahme an der WM qualifizieren wollte.

Bei TMD Friction, ehemals Textar, gibt es schon wieder etwas zu holen: Diebe, die offenbar kistenweise Bremsbeläge aus der Fixheide abtransportiert hatten, hat die Polizei laut RP auf frischer Tat ertappt.

Und ansonsten gibt es viel Kultur: Eine „begeisternde“ Inszenierung des Musicals „The Sound Of Music“ durch die Volksbühne Bergisch Neukirchen haben die Kritiker von RP und Anzeiger in der Festhalle Opladen gesehen. (Die Premiere heute ist bereits ausverkauft, nächste Aufführungen sind morgen, Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, Samstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 1. November, 18 Uhr.)
Die RP meldet, dass der von der Bayer Kulturabteilung mit dem „stART“-Programm geförderte Musiker Hardy Rittner für seine Brahms-Einspielung „Early Piano Works“ geehrt wurde: In Berlin erhielt er den Echo-Klassik-Preis als „Nachwuchskünstler 2009“.
Außerdem werden heute wieder zwei Leverkusener Künstler vorgestellt: Alfred Prenzlow im Anzeiger und Rolf Wetter in der RP (nicht online).

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