Bahnstadt: „Bis die Hölle zufriert“

Wird Hitdorf zugunsten der Bahnstadt Opladen um sein Verkehrskonzept gebracht? Die Rheinische Post hört sich in dem Ortsteil um, wo der Ausbau von Hitdorfer- und Ringstraße wieder auf der Kippe stehe, nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar aus Kostengründen die Gütergleisverlegung für die Bahnstadt verweigert. Immerhin: 2,7 Millionen Euro würde der Verzicht des Ausbaus in Hitdorf sparen, habe Kämmerer Rainer Häusler ausgerechnet. CDU-Ratsherr und Ex-Oberbürgermeister Paul Hebbel beziehe laut RP in dieser Frage ganz eindeutig Stellung: Straßenbau könne man verschieben, die Gleisverlegung nicht. Entgegen den jüngsten Erwägungen seiner CDU-Kollegen wolle er für den Westteil der Bahnstadt kämpfen „bis die Hölle zufriert“. SPD-Fraktionschef Walter Mende hat derweil laut RP eine neue Theorie, wie sich die ablehnende Haltung des Regierungspräsidenten erkläre: Mende mutmaße, dass sich auch die Landesregierung bereits von der Gleisverlegung verabschiedet habe, für die das Land einen Anteil von mehr als 30 Millionen beitragen müsse. Nach der West-LB-Krise sammle die Landesregierung bereits gegebene Zusagen wieder ein, schließe Mende aus Gesprächen mit SPD-Landtagsabgeordneten. Und ein weiteres, interessantes Detail hat die RP in Erfahrung gebracht: Ein Bahnsprecher habe ihr bestätigt, dass es noch gar keinen Vertrag über den Abtritt des Bahndamms und damit über die geplante Gütergleisverlegung gebe. Im nebenstehenden Kommentar fordert Ulrich Schütz nachdrücklich die Umsetzung des Projekts Bahnstadt: „Kämpferherzen sind jetzt gefragt.“
Radio Leverkusen meldet, dass es mit Bürgerliste, SPD, Grünen, FDP und Opladen Plus eine Mehrheit im Rat gebe, die lieber andere Projekte kippen will, anstatt auf die Gleisverlegung zu verzichten. Keinesfalls aber wolle die Bürgerliste einen Verzicht auf alle übrigen Projekte: Die Sanierung der Hauptfeuerwehrwache sowie die Lösung der Verkehrsprobleme in Hitdorf seien ebenfalls sehr wichtig.

Eine andere Gleisverlegung, die Leverkusen ebenfalls zugute kommen soll, warf gestern im Ruhrgebiet ihre Schatten voraus: Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger berichtet auf seiner Land/Region-Seite und die RP online über die Vorstellung des neuen Rhein-Ruhr Expresses, kurz RRX, im Dortmunder Hauptbahnhof: In Anthrazit, Weiß und Orange solle der Zug mit bis zu 160 Stundenkilometern sausen und dann auch in Leverkusen-Mitte regelmäßig Halt machen. Anders als zum Beispiel in Köln-Mülheim, wie NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper laut Anzeiger gestern noch einmal bekräftigt habe. Vorher müsse das Schienennetz zwischen Köln und Dortmund für zwei Milliarden Euro erweitert werden, ab 2011 solle das Genehmigungsverfahren beginnen, die ersten Züge werden laut RP ab 2015, laut Anzeiger frühestens 2018 fahren.
Das ist noch Zukunftsmusik, anders als ein toller Fahrkartenautomat, der gestern am Bahnhof in Opladen feierlich präsentiert wurde.

Möglicherweise werde der Europaring auch in Richtung Wiesdorf bald zum Engpass, fürchtet der Anzeiger: Reinhard Gerlich, Leiter der Technischen Betriebe Leverkusen, habe auf Anfrage des Anzeigers nicht ausschließen wollen, dass auch die westliche Wand in der Unterführung unter dem Kreisel in Küppersteg bald abgestützt werden müsse – wie bereits seit längerem auf der Gegenseite. Ein Gutachten solle bis zur kommenden Woche Aufschluss darüber geben.

Bei den Gedenkfeiern an die Reichskristallnacht am 9. November 1938 am Platz der Synagoge in Opladen waren Anzeiger und RP vor Ort. Ein Stimmungsbild aus Leverkusen von den Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten im Erzbistum Köln zeichnet Barbara Schmickler für die RP. Die Altstadtfunken ziehen nun auch die Notbremse und verlegen ihre „Weihnachten em ahlen Dorp“ wegen der unsicheren Situation um die Stadthalle Opladen in die Schützenhalle nach Köln-Dünnwald, meldet die RP. Über Steffi Nerius’ Ehrung als „Sportlerin mit Herz“ beim 28. Deutschen Sportpresseball in Berlin freut sich der TSV Bayer 04. Ebenfalls in Berlin, bei der Bundestagung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, kurz MIT, wurde der Leverkusener MIT-Kreisvorsitzende Helmut Nowak erneut in den Bundesvorstand gewählt, erfahren wir bei leverkusen.com. Und der Verein „Leverkusen – Ein starkes Stück Rheinland“ hat Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn zum Ehrenmitglied ernannt.

Kultur: Die Leverkusener Jazztage finden lokal (Anzeiger, RP), regional (Anzeiger hier und hier mit einem Interview mit Bill Evans, RP, Kölnische Rundschau) und überregional (ZEIT Online) Resonanz.
Von den Wadokyo-Trommlern im Erholungshaus ließ sich die RP-Kritikerin in Schwingung versetzen.
Und vom Eröffnungskonzert der Reihe „Orgel Plus“ in St. Andreas mit Organist Hans-André Stamm und Saxophonist Martin Hilner berichtet auch die RP.

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