Rossmann: Nicht nur Toilettenpapier

Currenta kündigt Rossmann, das Logistikzentrum in Hitdorf wird schließen. Als im „freien Fall“ bezeichnet Kämmerer Rainer Häusler die Finanzen der Stadt Leverkusen bei einem Vortrag in Rheindorf. Der Hauptfeuerwache könnte laut RP die Autobahn zu nahe rücken.

Alle Gespräche haben nichts genutzt: Die Drogeriekette Rossmann wird ihr „Verteilzentrum West“ in Hitdorf schließen. Die Verhandlungen mit Currenta seien gescheitert, melden Leverkusener Anzeiger (hier) und Rheinische Post (hier) heute, Currenta habe den Vertrag mit Rossmann gekündigt. 120 Mitarbeiter seien betroffen. Der Anzeiger dokumentiert eine Chronik, die die Entwicklung seit dem Verkauf des Grundstücks an Rossmann im März 2007 aus Sicht von Currenta darstellt, außerdem zitiert die Zeitung aus der Stellungnahme von Rossmann von Freitagabend. Dass Trinkwasserschutz vorgehe, daran hegt Thomas Esch in seinem Kommentar im Anzeiger keinen Zweifel, fragt aber, wieso der Drogerist überhaupt dort ein Lager einrichten durfte: „Hatte es viel Fantasie bedurft, was eine Drogeriekette in ihrem Verteilzentrum lagern würde? Sicher nicht nur Toilettenpapier und Mineralwasser.“ „US“ findet das im RP-Kommentar sogar einen „mittleren Skandal“.

Des Stadtkämmerers Vortrag zu den Stadtfinanzen im Saal Norhausen in Rheindorf vor illustrer Runde gelauscht haben Anzeiger und RP: „Ich fühl mich oft wie ein Hamster im Rad“, habe Rainer Häusler laut Anzeiger dort bekannt, denn: alles Sparen helfe nichts, die Finanzen der der Stadt seien „im freien Fall“. Die RP dreht die Geschichte gleich ein Stück weiter und macht sie mit der Schlagzeile auf, dass die Hauptfeuerwache in Manfort möglicherweise dem Ausbau der Autobahn 3 zum Opfer fallen könnte. Daher solle eine notwendige Sanierung der Wache verschoben werden, habe Häusler geraten, ebenso wie die Umgestaltung des Wiesdofer Busbahnhofs und die Rettung des Ophovener Weihers.

„Der Kredithahn bleibt offen“, macht dem entgegen der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Manfred Herpolsheimer in der RP Hoffnung: Im Oktober habe die Sparkasse Leverkusen rund eine Million Euro an Firmen und Selbständige geliehen, das sei gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von sechs Prozent.

Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning klagt heute in einem Interview in der Bild über Banker, die offenbar noch immer nicht aus der Krise gelernt hätten: „Die Finanzbranche muss aufpassen, dass sie sich von der Gesellschaft nicht noch weiter entfernt.“

Der Anzeiger hörte Salomon Perel zu, der Schülern vom Krieg und der Judenverfolgung im Dritten Reich berichtete.

Wie Orthopädiemechaniker Thomas Kipping die Bayer-Athleten fit macht, erzählt der Anzeiger.

Im „Magazin“ veröffentlicht der Stadt-Anzeiger einen „unverlangt eingesandten“ Beitrag des Informatikers Vadym Margolius aus Leverkusen, der von Boris erzählt, der alles tun würde für einen Job – was aber offenbar nicht ausreicht.

Auf seiner „Land/Region“-Seite berichtet der Stadt-Anzeiger, dass in der Leverkusener Nachbargemeinde Odenthal das Regionale 2010-Projekt „Perspektive Altenberg“ vor dem Aus stehe.

Kultur:
Die RP stellt heute den Werkkatalog vor, der in der Edition Künstlerbunker das Werk von Metallbildhauer Friedrich Engstenberg illustriert.
Monika Klein beschreibt für die RP ihr Vergnügen an dem Kalle Pohl, der sich im K1 von einer „ganz anderen Seite“ als im Fernsehen präsentierte.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s