Keine Steuererhöhungen in Leverkusen

Der Finanzausschuss lehnt Steuererhöhungen ab, um Wohnen und Arbeiten in Leverkusen attraktiv zu halten; die Pleite drohe aber schon für 2014, rechnet die RP vor. In Sachen Rossmann setzt sich Baudezernent Wolfgang Mues zur Wehr. Und der Anzeiger stellt gleich einen ganzen Stoß Bücher aus und über Leverkusen vor.

Der Finanzausschuss hat getagt und die Rheinische Post hat herausgehört, dass Leverkusen noch früher pleite sein könnte, als gedacht: Bereits 2014 sei das städtische Vermögen aufgebraucht, ab 2011 drohe die Zwangsverwaltung, erläutert die RP unter Bezugnahme auf Stadtkämmerer Rainer Häusler. Der Leverkusener Anzeiger merkt an, dass der Ausschuss gegen die Empfehlung der Gemeindeprüfanstalt die Grund- und Gewerbesteuer nicht anheben und auch keine Zweitwohnsitzsteuer einführen wolle. So solle für Wohnen und Arbeiten attraktive Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dass ausgerechnet ein FDP-Mann (Jochen Ries) eine Erhöhung der Grundsteuer angeregt habe, habe SPD-Mann Walter Mende „überrascht“, berichten die Berichterstatter übereinstimmend. Der Antrag, das Bürgerbüro in die „City C“ zu verlegen, sei abgelehnt worden; Mehrheiten habe es gegeben für die Wirtschaftspläne von KulturStadtLev, Sportpark, Bahnstadt und Wirtschaftsförderung. Kämmerer Häusler rechne laut Anzeiger für 2010 mit 4,2 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer (2009: 55 Millionen) sowie mit 4,7 Millionen Euro weniger Einkommensteuer (2009: 59,1 Millionen). Die langfristige Verschuldung, immerhin, habe seit 2002 um rund 22 Millionen auf 130 Millionen Euro reduziert werden können.

Rossmann und kein Ende: Baudezernent und Wirtschaftsförderungs-Chef Wolfgang Mues weise alle Vorwürfe zurück, berichten heute Anzeiger und RP: Er sehe Versäumnisse bei der Drogeriekette, die wiederum habe sich veranlasst gesehen, die Darstellung der Stadtverwaltung richtig zu stellen. Im Bauantrag für das Verteilzentrum, dessen Lage in der Wasserschutzzone das Aus bedeutet, den Rossmann dem Anzeiger zur Verfügung gestellt habe, sei die entsprechende Rubrik für wasserrechtliche Genehmigungen nicht ausgefüllt. Aber die Stadt habe auch erklärt, so die Stellungnahme von Rossmann, dass eine solche Genehmigung „nicht erforderlich“ sei.
Bei leverkusen.com äußert sich Mues auch live und in Farbe zu dem Thema:

Die Ausschreibung für den alten Wasserturm und das Magazin auf dem Bahnstadt-Gelände in Opladen habe begonnen, berichtet die RP. Ein Interessent für den Turm seien die Altstadtfunken.

Auf einer übersichtlichen Doppelseite stellt der Anzeiger heute die weiterführenden Schulen in Leverkusen in Kurzporträts vor, als Handreichung für alle Viertklässler und deren Eltern, die sich demnächst die Frage stellen müssen: „Und wohin jetzt?“

Mit Grabklau auf dem Friedhof Birkenberg macht die RP heute den Lokalteil auf: Diebe sollen dort ein großes Kupfer-Kreuz entwendet haben.

Zur Handball-Weltmeisterschaft in Leverkusens chinesischer Partnerstadt Wuxi entsendet der Anzeiger die Nationalspielerinnen und Werkselfen Anna Loerper, Laura Steinbach und Clara Woltering als Berichterstatterinnen.

Für zwei Monate, nämlich ab dem 23. Dezember und bis zum 23. Februar, schließt die Stadtbibliothek in Wiesdorf ihre Tore. Danach werde vieles neu sein, unter anderem der Eingangsbereich, dann in der neuen ECE-Rathaus Galerie, sowie ein automatisiertes Leihsystem. Anzeiger und RP wissen Genaueres.

Um Bücher dreht sich heute alles auf der Journalseite im Anzeiger, dort werden Bücher mit regionalem Bezug vorgestellt. Und zwar:

  • Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo“ aus der Feder der Leverkusener Autorin Maren Gottschalk („Ein durch und durch bemerkenswertes Buch“)
  • Es war nicht alles schlecht von Kabarettist Wilfried Schmickler (eine „volle Breitseite von einem Buch“)
  • Okzitanien – Auf den Spuren einer bedrohtren Sprache“ von Kay Wagner („Dass jene Menschen, denen Wagner bei dieser Tour begegnet, irgendwie an Asterix und Obelix gemahnen, ist der Clou, der dieses Buch zum besonders charmanten Reisebericht macht“)
  • Der Bildband Bei Sonnenlicht betrachtet von Autor Wilfried Kapteina und Fotograf Willy Borgfeldt („Kapteinas hintersinnige Kurzlyrik, gewohnt pointiert, trifft auf Landschaftsfotos Borgfgeldts“)
  • Das Buch vom Leben und Sterbenvon Pfarrer Hubert Böke (ein „lebensbejahender ‚christlicher Wegbegleiter’“)
  • Diese Augenblicke. Lyrische Sichtweisen“ von Rainer Tiemann („Nicht klischeehaft, sondern augenzwinkernd“).
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