DyStar-Deal perfekt? – Time for the „Neverkusen“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 3. Februar 2010:
Wie weit ist der DyStar-Deal mit Kiri ? +++ Lanxess feiert und plant die Zukunft. +++ „Jamaika plus“-Bündnis: Roswitha Arnolds von den Grünen im Fokus. +++ Briten rätseln: Schlägt jetzt die Stunde von „Neverkusen“?

Wirtschaft:

Die Verhandlungen um DyStar ziehen sich wie Kaugummi, nun sei der Deal mit Kiri aber perfekt – das verkündet der Leverkusener Anzeiger heute als Lokalaufmacher: Der chinesische Mitbewerber sei aus dem Rennen, die erste Rate bereits überwiesen. Auch der Rheinischen Post will, etwas zurückhaltender, zumindest scheinen: „Heute könnte Deal mit Kiri klappen“. Interessant der Einwurf von Lanxess-Chef Axel Heitmann, der in beiden Artikeln die Insolvenzverwalter kritisiert, die nach der Methode „Bargeld lacht“ gehandelt hätten: Da Kiri kein Interesse am Standort Leverkusen habe, gehe damit ein wichtiger Kunde und ein wichtiger Standort-Teilnehmer verloren, zitiert ihn der Anzeiger.

Das hindert Lanxess freilich nicht am Feiern: Zum 5. Geburtstag erhalten die Angestellten (Aktien-)Geschenke. Außerdem werde in Krefeld in eine Anlage für Formalin-Produktion investiert, und auch der geplante Umzug nach Köln sei weiterhin nicht vom Tisch, der Ottoplatz in Deutz aber vielleicht nicht mehr erste Wahl.

Alfred Salz (61), vieljähriger Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rhein-Wupper, wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Eine Nische besetzen soll der Handel in Opladen. Das rät Andreas Martin von der Düsseldorfer Concepta Projektentwicklung, der auf Einladung der Aktionsgemeinschaft Opladen, die im Zuge der „Neuen Bahnstadt Opladen“ nach Visionen für den Stadtteil fahndet. Anzeiger und RP hörten zu.

Politik:

Das „Jamaika plus“-Bündnis im Stadrat ist perfekt, jetzt geraten die Grünen ins Blickfeld der Berichterstatter: „Arnolds Polit-Lüge“ poltert „peco“ im RPKommentar gegen die Grünen-Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold, die noch am Freitag einen Wechsel der Grünen in ein Jamaika-Bündnis geleugnet habe. Gelassener kommentiert Rainer Schmidt im Anzeiger: Die Grünen hätten für „notwendige Bewegung“ gesorgt, dennoch rühre es an der Glaubwürdigkeit der Partei, die vor der Kommunalwahl angetreten sei, Schwarz-Gelb und Buchhorn als OB zu verhindern. Eine „erkannbar grüne Handschrift“ in der Ratspolitik tue daher nun Not. Beide Zeitungen dokumentieren die „Leitgedanken“ des Bündnisses (hier und hier) und sammeln Stimmen aus den unterschiedlichen Lagern (hier und hier).

Lokalgeschehen:

„Wir sind ein demokratischer Verein“ versichert Volker Ziaja, Geschäftsführer des Mietervereins Leverkusen, im Interview mit der RP.

Reinhard Gerlich von den Technischen Betrieben Leverkusen erklärt gegenüber der RP in Sachen Grundstücksvermessung aus der Luft: Eine gerechtere, und damit günstigere Berechnung der Gebühren für die meisten Bürger ermögliche diese Vermessung. Nachteile ergäben sich allein für solche Grundstückseigentümer, die an das Kanalnetz angeschlossene Flächen bislang nicht angegeben hätten.

So funktioniert Abfallvermeidung im digitalen Zeitalter: Eine Tauschbörse im Internet bietet ab sofort Abfallentsorger Avea an, meldet der Anzeiger: Unter http://www.leverkusen.internet-verschenkmarkt.de findet man unter anderem schon ein Schaukelpfed oder eine Fotokamera.

Kultur:

Heute leider Fehlanzeige

Sport:

Fußball
Die anhaltend frohe Botschaft über den Fußball in Leverkusen erreicht langsam auch ferne Gefilde: Der Kölner Express macht sich schon mal Gedanken über fehlende Balkons in Leverkusen. Und Phil Minshull kramt in seinem Weblog bei der ehrwürdigen BBC in einem Anflug echter Begeisterung über die „Werkself“ hübsche englischsprachige Metaphern für die Leverkusener Vorliebe für Vize-Titel hervor: „Now is the time for The Neverkusen“.
Die Bild interviewt den Finnen Sami Hyypiä.
Einen Bericht über die Leverkusener Fanszene gibt es im Onlinemedium der Fakultät Medien in Mittweida: „Eine große Familie“.

Andere Sportarten:
Die Eiskunstläufer des TSV Bayer 04 Leverkusen um Trainer Stephan Brill stellt der Anzeiger vor.

Ines Stiefken vom Yachtclub Bayer Leverkusen wurde auf der „boot“-Messe in Düsseldorf für ihren ersten Platz beim Deutschland-Cup in der Bootsklasse Laser 4,7 geehrt, meldet die RP.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Eine Antwort zu “DyStar-Deal perfekt? – Time for the „Neverkusen“

  1. Geissbock1971

    Seit heute ist bis einen kleinen Teil in Leverkusen auch noch der fast letzte verbliebene Rest an Mitabeitern der Fa. Dystar vom Insolvenzverwalter freigestellt worden..Das Zittern hat kein Ende..Hoffen wir das Beste…Für alle…

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