ECE: „Jammern gehört ins Archiv“ – Rettung für die Werkselfen?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 4. Februar 2010:
Noch 22 Tage bis zur Eröffnung der ECE Rathaus-Galerie in Wiesdorf. +++ Der DyStar-Verkauf an Kiri ist vollzogen. +++ Heute letzte Lesung in der Buchhandlung Zentral Antiquariat. +++ Lokalsport: Fusionieren die Bayer-Werkselfen mit einem Zweitligisten?

Politik:

Die Vollendung der ECE Rathaus-Galerie geht unaufhaltsam der Zielgeraden entgegen: „Nur noch 22 Tage bis zur Eröffnung“, verkündet die Rheinische Post in ihrem heutigen Lokalaufmacher (dabei sind es doch sogar nur noch 20 Tage bis zum 24. Februar!?), für den sie mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn über seinen bevorstehenden Einzug gemeinsam mit 94 städtischen Mitarbeitern am Wochenende nach Aschermittwoch. Etwas skeptisch scheint der OB noch zu sein bezüglich der verbleibenden Zeit: „Da steckt noch jede Menge Arbeit drin“, zitiert ihn die RP.
Bei der Podiumsdiskussion zur neuen Stadtmitte, zu der CDU und Freie Wähler die Wiesdorfer Bürger in das „K 1“ geladen hatten, lauschten auch Leverkusener Anzeiger und RP. Baudezernent Wolfgang Mues erklärte dort rund 50 Interessierten unumwunden: „Es wird zu Leerständen kommen, zu noch mehr Leerständen“, zitiert ihn der Anzeiger. Aber: Eine optische Einheit für die City sei geplant, für die der Rat allerdings noch das Geld freigeben müsse.
„Nicht klagen, endlich anpacken“ fordert „US“ im RP-Kommentar: Jammern über die neue Stadtmitte „gehört jetzt ins Stadtarchiv“. Eine akute Neuerung kennt die RP schon: Die Parkgebühren für die City-Tiefgaragen seien nach 14 Jahren erhöht worden. Der 30-Minuten-Tarif falle weg, die erste Stunde koste nun 80 Cent, zwei Stunden 1,80 Euro.
Die nach wie vor umfangreichste Auflistung der Geschäfte in der Rathaus Galerie hält nach wie vor User „zarathustra“ bei werkself.de vor.

Über die neuerliche Vertagung der Verabschiedung des Etats für 2010, der ersten Tat von „Jamaika plus“, hat sich der Anzeiger bei OB Buchhorn und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth erkundigt. Letzterer begründet die Verschiebung, vor der Kämmerer Rainer Häusler ausdrücklich gewarnt hatte, mit dem Gesprächsbedarf, den es zwischen den vier „Jamaika plus“-Fraktionen noch gebe. Eine Verschiebung um sechs Wochen sei „noch kein Beinbruch“, wird OB Buchhorn zitiert, der politischen Gestaltungswillen fortan nur noch dort einsetzen möchte, „wo er uns wirklich weiterbringt“.

Lokalgeschehen:

Mit einem Warnstreik protestierten Mitarbeiter des Klinikums gestern im Tarifstreit gegen eine Nullrunde im Öffentlichen Dienst. Wolfgang Stückle, Betriebsratsvorsitzender, und Gewerkschaftssekretär Willi Oberländer sehen einen „Flächenbrand“ heraufziehen, sollte die Gegenseite nicht einlenken. Stückle ergänzt, anders als bei den Kommunen sei in den Krankenhäusern das Geld für eine Lohnerhöhung da.

Zum Angebot der Jungen Volkshochschule interviewt Alexander Franz VHS-Mitarbeiterin Britta Jansen für die „Jungen Zeiten“ im Anzeiger.

Wirtschaft:

Der Verkauf von DyStar an das indische Unternehmen Kiri Dyes ist vollzogen. Das vermelden heute nun auch unisono RP, Welt-Newsticker, NDR Online, FAZ und Insolvenz-Ratgeber.

Lanxess bekommt von der RP heute unter der Überschrift „Aufstieg eines Kellerkindes“ noch eine kleine Eloge zum 5. Geburtstag geschenkt. Da darf es auch eine Prise Melodrama sein: „Der Patient lag auf der Intensivstation. Dass sein Herz heute vital zu schlagen scheint – auch wenn er derzeit Diät hält -, verdankt er Disziplin und offenbar den richtigen Strategien.“ Und die verrät Lanxess-Chef Axel Heitmann natürlich gerne.

Leverkusens „größtem Chemie-Talent“, dem Zehntklässler Florian Berger, schaute die RP im „Bayer-Trainingslager“ vor der Chemie-Olympiade im September über die Schulter.

Die Bayer-Werkstätten, die neuerdings offenbar „Tectrion“ heißen, finanzieren zwei Studienplätze im Studiengang Industrielles Service Management (ISM) an der Fachhochschule Dortmund, weiß der Anzeiger. Näheres unter www.karriere.tectrion.de.

Der Winter verzögert den Kombibad-Bau in Opladen, weiß die RP: Über einen Monat sei man hinter dem Zeitplan.

Kultur:

Kaum kündigt die Buchhandlung Zentral Antiquariat in Wiesdorf an, letztmalig eine Lesung ausrichten zu wollen, kommt der Anzeiger sogar vorab vorbei. Da darf sich Buchhändlerin Christine Weihermüller, der für Lesungen schlicht das Geld fehle, noch einmal an ein paar Highlights in ihrem randvoll mit Büchern gefüllten „Kult-Fleckchen“ an der Lichstraße erinnern: Lesungen mit regionalen und überregionalen Größen – die dem Anzeiger leider nicht immer eine Berichterstattung (und ganz selten eine so schöne wie nun diese) wert waren. Heute Abend, 19 Uhr, wird der Leverkusener Autor Thorsten Nesch also der letzte sein, der im Zentral Antiquariat liest: Nesch stellt seinen bei Rowohlt erschienenen Jugendroman „Joyride Ost“ vor.

Beim Swing-Konzert von Wil Saldens „Glenn-Miller-Orchestra“ im Forum vermisste der Anzeiger-Kritiker keinesfalls eine ansprechende Dramaturgie.

Sport:

Handball
Neuigkeiten über die „Werkselfen“ finden wir im Internet: Der RP liegen offenbar Informationen vor, nach denen die Bayer-04-Handballabteilung Gespräche über eine Spielgemeinschaft mit dem TV Beyeröhde aus Wuppertal, dem derzeitigen Schlusslicht in der Zweiten Liga Süd, führt. Die Handball-Abteilung beklagt eine Etat-Kürzung seitens des Gesamtvereins TSV Bayer 04, die den Spielbetrieb der Handballerinnen in der neuen Saison gefährdet. Ein ausführlicher Bericht wird für die morgige Printausgabe angekündigt.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s