Buchhorn „hat noch das Leuchten in den Augen“ – Bayer-Teams hoffen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. Februar 2010:
100 Tage OB Buchhorn – eine Bilanz. +++ „Beschäftigung mit sich selbst“: Der Leverkusener Stadtrat. +++ Abschied von Sänger Henning Schwarzhoff. +++ Lokalsport: Abteilungen des TSV Bayer 04 wappnen sich für die Etatkürzungen.

Politik:

100 Tage ist er als Leverkusener Oberbürgermeister im Amt, daher lud Reinhard Buchhorn die Presse zu einer 100-Tage-Bilanz und erzählte, wie er vom „Feuerwehrmann“ zum „Schiffanschieber“ mutieren möchte – heute nachzulesen bei Leverkusener Anzeiger, Rheinischer Post und Radio Leverkusen. In den Kommentaren der Berichterstatter scheint es ganz so, als seien sie Buchhorns Elan erlegen: „Keiner wird ihm vorwerfen können, er habe nicht jede Menge versucht“, urteilt „peco“ in der RP. Ganz genau hingeschaut hat Rainer Schmidt im Anzeiger: „Er hat noch das Leuchten in den Augen, er kann sich und er kann andere begeistern. Das sind gute Zeichen in schwierigen Zeiten.“
Stimmen aus dem Rat zum OB hat die RP gesammelt: SPD-Fraktionschef Walter Mende konzediert, der OB habe das „Jamaika plus“-Bündnis „sehr clever hingekriegt“. Erhard Schoofs (Bürgerliste) geht in die Opposition: „Für mich hat sich Herr Buchhorn im Gestrüpp verfangen und bisher noch nicht freigeschwommen.“

Nach der Ratssitzung von Montag zieht Rainer Schmidt unter der Überschrift „Beschäftigung mit sich selbst“ im Anzeiger kritisch Bilanz: „Auch wenn ein gewisser Unterhaltungswert konstatiert werden muss, die zeitaufwändigsten Debatten hatten mit den Sorgen und Nöten der Bürger reinweg gar nicht zu tun.“ Es werde Zeit, mit der konstruktiven Arbeit zu beginnen. Mit Interesse verfolgte er sehr wohl den neuen Flirt zwischen SPD und Bürgerliste: „Man hatte sich fast schon wieder richtig lieb und legte den Grundstein für etwas, das es angeblich ja gar nicht gibt, die Koalition in der Opposition.“

Einen Einwurf gegen die Feier zum 80. Geburtstag der Stadt Leverkusen der Ratsfraktion „Opladen Plus“ gibt die RP heute wieder: Da das heutige Leverkusen erst durch die Gebietsreform vom 1. Januar 1975 mit der Eingemeindung von Opladen und Bergisch Neukirchen entstanden sei, könnten in diesem Jahr allein „ewig Gestrige“ einen 80. Geburtstag feiern, heiße es in dem Schreiben. (So betrachtet wäre Leverkusen auf jeden Fall immer noch älter als Köln, das in seiner heutigen Zusammensetzung seit Juli 1976 existiert.)

Wirtschaft:

Kiri hat eingelenkt, wie Radio Leverkusen bereits gestern meldete, heute erläutern Anzeiger und RP die Einigung ausführlicher: Kiri-Vertreter, Gewerkschaft und Betriebsrat einigten sich auf die Arbeitsverträge für rund 250 Ex-DyStar-Mitarbeiter, inklusive Tarifbindung. Sogar eine „Bleibe-Prämie“ gebe es oben drauf: anstelle einer Abfindung, wenn die Produktion in zwei Jahren vollständig nach Asien verlegt wird. Die RP meldet nebenstehend auch kurz, dass Kiri inzwischen das Gespräch mit Lanxess als Vermieter der DyStar-Räume suche.

In Indien hat Bayer eine erneute Niederlage im Prozess gegen den Generika-Hersteller Cipla erlitten, meldet unter anderem FOCUS Online: Cipla stellt eine billigere Kopie des Bayer-Produkts Nexavar her.

Der Bremsbelägehersteller TMD Friction will mit „Cosid 828“ seine Absätze im Segment Schienenverkehr ausbauen, meldet die RP.

Lokalgeschehen:

Über Wege und Zeiten der Leverkusener Karnevalszüge informieren Anzeiger und RP heute ihre Leser.

Auf der Bullenwiese lüfteten am Dienstag Mitarbeiter des Job-Service Leverkusen GmbH die Sanddüne – der Anzeiger hat sich das angeschaut.

Da staunt man nicht nur beim Anzeiger: Am Montag im Rat beschlossen, war bereits am Dienstag die Dachkonstruktion vor dem Kaufhof in der Wiesdorfer Fußgängerzone am Ende der Nobelstraße demontiert.

Erstrahlen darf wieder die EVL-Werbung am Leverkusener Wasserturm. Das hat Oberlandesgericht entschieden, wie die RP meldet. Die Autobahnbehörde „Straßen NRW“ hatte eingewandt, dass die Beleuchtung Autofahrer auf der A1 zu sehr ablenken könnte.

Kultur:

Mit einem Benefizkonzert haben Freunde und Fans Abschied von Henning Schwarzhoff genommen, der im Dezember starb. Der Anzeiger war im Saal Norhausen in Rheindorf dabei, als Bands – von „Brings“ und „Paveier“ über die „Popolski-Familie“ bis zu Schwarzhoffs letzter Band, der Hardrock-Formation „Savage Dream“ – dem stimmgewaltigen Sänger die letzte Ehre erwiesen.

Sport:

TSV Bayer 04
Die RP hörte sich bei den Handball- und Volleyball-Abteilungen des TSV Bayer 04 Leverkusen nach dem aktuellen Stand im Bemühen um die Lizenzen für den Spielbetrieb in der neuen Saison nach der angekündigten Etatkürzung im Gesamtverein. Die „Werkselfen“ müssen ihrem Verband bis Ende März eine Bürgschaft über 40.000 Euro vorlegen. Die Volleyballerinnen können noch bis Mitte April die Lizenz für die angestrebte Erstklassigkeit beantragen: „Ein Kraftakt“, wird Geschäftsführer Jürgen Rothe zitiert, „aber nicht unmöglich.“

Volleyball
Als Aufmacher im Lokalsport stellt die RP die Pläne des Leverkusener Beachvolleyball-Weltmeisters Julius Brink mit Partner Jonas Reckermann vor Beginn der neuen Saison vor.

Fußball
Die Profi-Kicker von Bayer 04 haben kurzfristig ein Testspiel anberaumt: Heute um 15.30 Uhr schickt Trainer Jupp Heynckes eine Auswahl gegen den Zweitligisten MSV Duisburg aufs Feld der BayArena. Für Zuschauer ist der Eintritt frei, ab 15 Uhr sollen die Tore geöffnet werden.

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