Dekkers ist „beim Bayer“ – Dekkers über Bayer 04

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 27./28. Februar 2010:
Bilanz-Pressekonferenzen bei Bayer und der Sparkasse. +++ Noch einmal genau nachrechnen für die Bahnstadt Opladen. +++ Lokalsport: Kein Neid innerhalb des TSV Bayer 04. +++ Marijn Dekkers äußert sich zur Zukunft der Bayer 04-Fußballer.

Wirtschaft:

Gleich zwei der einflussreichsten Institutionen der Stadt zogen am Freitag Bilanz für 2009 – und beide betonen ihre positive Entwicklung trotz Wirtschaftskrise:

Bei der Bayer AG zog Werner Wenning auf seiner letzten Jahresbilanz als Vorstandsvorsitzender ein positives Fazit, berichten sowohl Leverkusener Anzeiger als auch Rheinische Post in ihren Lokalaufmachern (hier und hier) und im Wirtschaftsteil (hier und hier). Mit dabei auch Wennings Nachfolger Marijn Dekkers, und beide Lokalberichterstatter bemerken, dass Dekkers von „beim Bayer“ spricht – was wiederum Wenning laut Anzeiger „höchst erfreut aufnimmt und als Zeichen der Assimilierung“ deute. Woher Dekkers diesen lokalen Slang kennt? Klar: Er hat den Willkommensgruß im LevLog gelesen. (Mehr zu Dekkers unter „Sport“.)

Gleichfalls positiv resümiert die Sparkasse Leverkusen ihr Geschäftsjahr 2009 laut Anzeiger und RP. Von „Kreditklemme“ könne – wie schon im Vorjahr – keine Rede sein. Ein bisschen Krise darf aber schon sein: 40 mittelständische Firmen aus dem Kundenkreis seien aufgrund der Wirtschaftslage in Schieflage geraten und würden nun eine „Intensivbetreuung“ erhalten. Außerdem, lesen wir im Anzeiger, sorge sich der Vorstandsvorsitzende Manfred Herpolsheimer um die Wiesdorfer City C.

Politik:

Von den Anstrengungen für die Realisierung des Projekts „Neue Bahnstadt Opladen“ von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, Kämmerer Rainer Häusler und Bahnstadt-Geschäftsführerin Vera Rottes berichtet die RP. Alle Kosten bis 2020 würden neuerlich geprüft. Immerhin: „Wir haben es bis jetzt geschafft, die Kosten für das gesamte Projekt so zu deckeln, dass nach jetzigem Stand alles verwirklicht werden könnte“, wird Häusler zitiert.

Einen Sonderparteitag veranstaltet die CDU zur Zusammenarbeit in der noch jungen Ratskoalition „Jamaika Plus“ am 18. März, meldet die RP.

Der CDU-Ortsverein Bürrig hat einen neuen Vorstand gewählt, meldet leverkusen.com: Bernhard Spreckelmeyer wurde als Nachfolger des verstorbenen Stefan Seide gewählt, Stellvertreter sind Christopher Bongard und Christian Papendick.

Bürgermeisterin und SPD-Landtagskandidatin Eva Lux hat nun auch ihre eigene Homepage, meldet der Anzeiger. Leverkusen.com vermeldet, dass Lux beim SPD-Landesparteitag „nur“ auf Rang 69 der Landesliste für die NRW-Wahl gelangt sei.

Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) nenne Bürgerlisten-Chef Erhard Schoofs „Stadtpetzer Nr. 1“, berichtet die RP: Grund seien die Briefe Schoofs‘ an den Regierungspräsidenten wegen des „Karnevalsfrei“ und des geänderten Wupsifahrplans, jeweils auf Initiative von OB Buchhorn.

Die RP weiß auch, dass die Bürgerliste aufgrund der dramatischen Haushaltslage einen „Strategiewechsel“ fordere: Sparen alleine reiche nicht mehr.

Dass die Bürgerliste auch konstruktive Beiträge zu leisten vermag, lesen wir im Anzeiger: Auf Antrag der Fraktion solle geprüft werden, ob der Schulhof an der Dönhoffstraße zumindest während der Ferien als Parkplatz genutzt werden könne.

Die beiden Leverkusener Gesamtschulen in Rheindorf und Schlebusch mussten für das neue Schuljahr insgesamt 110 Anmeldungen ablehnen, melden Anzeiger und RP. Bei 112 abgelehnten Schülern sei die Stadt zur Errichtung einer weiteren Gesamtschule verpflichtet. Insgesamt seien 536 Schüler angemeldet worden.

Lokalgeschehen:

Das ARD-Magazin Monitor berichtete bereits am Donnerstag über die Veranstaltung von Pro NRW im Forum Leverkusen.

Von schwierigen Arbeiten für die Technischen Betriebe Leverkusen bei einer Kanalsanierung im Landschafts- und Gewässerschutzgebiet in Mathildenhof weiß der Anzeiger.

Kultur:

Das Gastspiel der Company „Tap Olé“ auf Einladung der KulturStadtLev bei der Deutschlandpremiere ihres Stücks „Tapeando“ im Forum konnte Anzeiger-Kritikerin Ingeborg Schwenke-Runkel begeistern: „Nichts scheint unmöglich, wenn sich Beine in Zitteraale verwandeln und Sand unter den Sohlen an eine schnaubende Dampfmaschine erinnert.“

Die Inszenierung von „Cinderella“ von Unterstufenschülern der Marienschule Opladen lobt Monika Klein in der RP.

Bei der Leverkusener Endrunde für den bundesweiten Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels lauschte der Anzeiger.

Ein „eindrückliches Lehrstück in Sachen Demokratie, Gerechtigkeit, Treue und Großmut“ sah Monika Klein beim Gastspiel des Landestheater Neuss mit „King A. – Ein Ritterspiel“ im Forum.

Sport:

Allgemein
Rheinische Post und Anzeiger hören sich zu dem einmaligen Engagement der Bayer AG zugunsten der Handballerinnen um: Bei den ebenfalls nicht auf Rosen gebetteten Basketball- oder Volleyball-Abteilungen des TSV Bayer 04 stoßen die Berichterstatter aber offenbar nicht auf Neid und Missgunst.

Fußball
Kabarettist Wilfried Schmickler darf im ausführlichen und sehr unterhaltsamen Interview mit dem Stadt-Anzeiger erläutern, wie es sich als Bayer-04-Fan in der Kölner Südstadt lebt: „Ich hab das nie verstanden, ich hab immer gedacht: Köln ist so groß, hat so viel Schönes und, meine Güte, in Leverkusen wird eben seit Jahren der bessere Fußball gespielt. Was ist daran schlimm? Aber nee – der pure Neid, das muss man klar sehen.“ So klare Bekenntnisse haben es beim KStA vielleicht nicht online geschafft – wir finden jedenfalls leider nichts.

Endlich! Endlich wird Marijn Dekkers zu den wirklich wichtigen Dingen befragt: Was er zu Fragen wie „Konzernumbau – ja oder nein?“ denken mag, haben viele Journalisten zu ergründen versucht (ohne es bislang rausgefunden zu haben). Aber im BayArena-Magazin erfahren wir nun endlich, was der Niederländer mit amerikanischem Pass denn nun eigentlich von Fußball im Allgemeinen – und von Bayer 04 im Besonderen denkt. Auf die recht unverblümt gestellte Frage „Können Sie den Fans versprechen, (…) die finanzielle Unterstützung auf einem ebenso hohen Niveau zu halten, wie es bei Werner Wenning der Fall war?“ antwortet Dekkers: „Hier geht es doch nicht um persönliche Vorlieben, sondern um Imagewerbung. Nach allem, was ich bisher weiß, ist das Fußballteam von Bayer ein großartiger Werbeträger.“ Und weiter: „Die Mannschaft sollte weiterhin gut verstärkt werden.“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s