Bahnstadt: Hilfe von Bund und Land? – Neue „Leverkusener Domplatte“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 4. März 2010:
Bahnstadt Opladen: OB Buchhorn hofft auf Unterstützung durch höhere politische Ebenen. +++ Kriminalität: „Weder Mord noch Totschlag“. +++ Die neue „Leverkusener Domplatte“ in Wiesdorf. +++ DyStar: Produktion fährt Ende März wieder an.

Politik:

Der Leverkusener Anzeiger versammelt heute die aktuellen Politikthemen auf seiner ersten Lokalseite: Aufmacher ist die Suche nach Lösungen für die Bahnstadt Opladen, nachdem die Bahn AG ihre Zustimmung zur Gleisverlegung neuerdings mit dem Verkauf der kompletten südlichen Halle verknüpft: Einen „unzulässigen Junktim“ nenne Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn dieses Ansinnen. Zugleich setze er darauf, dass die Bahn AG schließlich noch immer Eigentum von Bund und Ländern sei – und sich politischer Einflussnahme von höheren Ebenen deshalb möglicherweise nicht wird entziehen können. Buchhorn: „Ich arbeite mit Hochdruck daran.“

Die Rheinische Post kann zur Bahnstadt Opladen zwei kurze Meldungen ergänzen: Zum einen wünsche die Bürgerliste Details zu den neuen Bahnstadt-Plänen. Und die neue Pressesprecherin der Bahnstadt kennt die RP: Die 37-jährige Simone Doell solle fortan „‚die Entwicklung der Gesamtstrategie der Bahnstadt‘ entwickeln“. Schöner Job!

Außerdem nimmt der Anzeiger heute die Kritik der Ratsfraktionen von Bürgerliste und Opladen Plus am erweiterten Wupsi-Fahrplan auf. In seinem Kommentar springt Rainer Schmidt OB Buchhorn für seine Initiative, anlässlich der Eröffnung der Rathaus-Galerie das Wupsi-Angebot von und nach Wiesdorf zu erweitern, zur Seite: Ein Einkaufszentrum, das Arbeitsplätze schaffen und Kunden anlocken soll, müsse angemessen an den ÖPNV angebunden sein. Andernfalls könne Folge sein, dass „viele Verkäuferinnen auf das ursprüngliche Wupsi-Angebot zurückgreifen müssen, um mit dem Bus zum Arbeitsamt zu fahren“.

Genüsslich fasst RP-Kulturberichterstatterin Monika Klein die bisweilen bissigen Absagen Leverkusener Kulturpolitiker zusammen, die sich die Opladen Plus-Fraktion einhandelte für ihren mehr oder weniger einfallsreichen Antrag, den städtischen Haushalt mit dem Ausverkauf der Leverkusener Kultur zu sanieren. (Leider finden wir den Artikel nicht online.)

Lokalgeschehen

Die Kölner Polizei hat die Zahlen zu den Straftaten im abgelaufenen Jahr bekannt gegeben. Der Anzeiger nennt die nackten Fakten (Zahlen gestiegen, dafür „weder Mord noch Totschlag“), die RP pickt sich überdies die etwas unterhaltsameren Details für ihre Berichterstattung heraus: „Per Flugzeug zum Einbruch nach Köln“.

Eine „wissenschaftliche Herangehensweise“ an die Rathaus-Galerie wagte Blogger Paladin – und entdeckte dabei die neue „Leverkusener Domplatte“. Die Verwandlung der Wiesdorfer Innenstadt rückt User „Alvons“ bei YouTube ins Bild.

Der Abriss des seit langem leer stehenden einstigen Hotels „Jägerhof“ in Manfort stehe kurz bevor, lesen wir im Anzeiger. Die Stadt als Teilbesitzer versuche zuvor letztmalig, doch noch einen Käufer für das Gebäude zu finden.

Wirtschaft:

Ab Ende März soll bei DyStar wieder produziert werden, meldet der Anzeiger. Der neue Besitzer Manish Kiri zeige sich „zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen werden, Dystar in eine glänzende Zukunft zu führen“, wird er zitiert.

Bei der Bayer Technology Services-Tochter Ehrfeld Mikrotechnik ersetze Joachim Heck als Geschäftsführer Olaf Stange, der seinerseits fortan ein neues BTS-Regionalbüro in Singapur leite, melden Anzeiger und RP.

Lanxess hat im indischen Jhagadia den Bau einer Kautschuk-Produktionsanlage gestartet, meldet die RP.

Die Leverkusener Mode-Unternehmerin Anni Böhme stellt die RP anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Modehauses Böhme vor.

Außerdem: Leitende Angestellte der Chempark-Betreiberfirma Currenta durfte die RP durch ihr Pressehaus in Düsseldorf führen, beweist ein Bild auf der RP-Lokalseite 2. Zum Abschluss des Besuchs gab es: eine druckfrische Zeitung!

Kultur:

Fotos aus der Zeit der deutsch-deutschen Wende stellt der Leipziger Fotograf Robert Schuhmann ab Sonntag im Sensenhammer aus, der Anzeiger hat sich dort schon umgesehen. Eröffnung der Ausstellung „Grauzone – Fotografien aus Leipzig und Berlin 1988 – 1991“ (bis 18. April) ist am kommenden Sonntag, 11 Uhr.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Eine Antwort zu “Bahnstadt: Hilfe von Bund und Land? – Neue „Leverkusener Domplatte“

  1. Domplatte?! Guter Vergleich, den es ist genau so windig dort!
    Bin mal gespannt, wenn das Wasserspiel aktiviert wird, wie das Wasser dann so rumwirbelt.

    Ab heute sind auch wieder Bauarbeiten im Gange. Man hat nun wieder ein wenig vom Teer entfernt und Löcher gebuddelt. Mal sehen was da nun gebaut/repariert wird.

    LG

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