Jamaika: Enttäuschung bei der SPD – Bahnstadt: Enttäuschung bei Häusler

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 6./7. März 2010:
Die SPD ist enttäuscht von den „Jamaika“-Zielen. +++ Rainer Häusler ist enttäuscht über den Vorstand der Bahn AG. +++ Jugendamt holte 93 Kinder holte aus Familien heraus. +++ Lokalsport: Kein Bayer-04-Fanshop mehr in Kürtener Ortschaft.

Politik:

Als „enttäuschend“ bezeichnet die SPD die Ziele der „Jamaika Plus“-Koalition, melden heute Leverkusener Anzeiger (hier) und Rheinische Post (hier): Mit der Forderung nach Abschaffung des Einheitsfonds lenke die Koalition von den hiesigen Problemen ab. Der Anzeiger zieht seinerseits die Jamaika-Ziele selbst nach, hier heißt das Ganze nüchtern „Jamaika-Streichliste“ (die RP nannte es gestern „Eckpunkte“). Den Original-Antrag dokumentiert die RP hier.

Enttäuscht ist auch Kämmerer Rainer Häusler, nämlich von der Bahn AG, die in Sachen Bahnstadt Opladen versuche, Abhängigkeiten zu schaffen: „Der Zug fährt jetzt langsamer“, zitiert ihn der Anzeiger. Hartmut Zitzen ärgert sich im Kommentar ebenfalls über das Vorgehen des Bahnvorstandes, das inmitten unvermeidlicher Probleme beim Bahnstadt-Projekt eine „hausgemachte Stolperfalle“ sei.

Insgesamt 93 Kinder musste das Jugendamt 2009 aus ihren Familien holen, berichten heute Anzeiger und RP: „Diese Kinder waren verwahrlost oder wurden misshandelt“, zitiert der Anzeiger Jugendamtsleiter Rainer Gurk, der zugleich das neue Konzept „Frühe Hilfen“ vorstellte, mit dem das Amt Eltern und Kinder vor einer solchen Gefährdung bewahren wolle. 2009 hätten „gefährdete Kinder“ die Stadt insgesamt 14 Millionen Euro gekostet.

Rapide zurückgegangen sind die Anmeldezahlen in Leverkusener Hauptschulen, meldet der Anzeiger.

Über die Bemühung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Leverkusen, einen Förderverein zu gründen, um das Projekt Balkan-Radweg realisieren zu können, berichtet der Anzeiger.

Das Ansinnen der Fraktion Opladen Plus, das Calevornia zu verkaufen, hievt die RP als Aufmacher auf ihre erste Lokalseite. „Achtung,
Scheingefechte“
, warnt der Anzeiger auf seiner Lokalseite zwei.

Apropos „Scheingefecht“: Timur Lutfullin von der FDP hat das Internet längst als Medium entdeckt – und richtet einen offenen Brief an die SPD-Kreisvorsitzende Eva Lux, die nicht nur seine Mitbewerberin um den Platz im neuen Landtag, sondern seit kurzem ebenfalls online vertreten ist: Sie möge sich bitte von ihrem Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und dessen Kritik an FDP und Guido Westerwelle distanzieren, fordert Lutfullin.

Wirtschaft:

Um rund ein Drittel niedrigere Bonuszahlungen erhalten die Beschäftigten von Bayer MaterialScience für 2009, meldet der Anzeiger.

In einem Patentstreit um das Bluterpräparat Kogenate habe sich Bayer mit den Konkurrenten Novartis und Novo Nordisc mit einem Vergleich geeinigt, melden die RP und online Reuters.

Lokalgeschehen

Das neue Jahresprogramm des Naturgut Ophoven stellen Anzeiger und RP vor.

Kultur:

Die Ausstellung „Angriffe auf die Kunst – Kunst im Widerstand“ im Erholungshaus aus der Sammlung des Geisteswissenschaftlers Gerhard Schneider stellen Anzeiger und RP heute vor.

Ralf Schuhmanns Bilder aus der Wendezeit, die im Sensenhammer zu sehen sind, stellt heute die RP vor.

Was einem Musiker am Morgen nach einem Auftritt in Leverkusen durch den Kopf geht und wie er aussieht, kann man auf der Seite von Toni Mahoni nachlesen und sehen.

Medien:

Die RP erweitert ihr Online-Angebot für Leverkusen: Ab sofort gibt es auch Filmbeiträge aus der Stadt. Den Anfang macht offenbar eine Umfrage in der Opladener Fußgängerzone: „Warum soll Bayer 04 Meister werden?“

Die Basketballer der Bayer-Giants haben einen neuen Partner für ihren Internet-Auftritt: Geschäftsführerin Birgit Kunel verspricht ein Relaunch der Abteilungsseite sowie den Aufbau eines Content Managements Systems „für mehr und bessere Information der Basketball-Fans in Leverkusen und Umgebung“ mit der Firma „consulting 1×1“. Lesen wir bei Schönen Dunk.

Überregional betrifft dies auch die beiden Leverkusener Lokalzeitungen: Der Prisma-Verlag, der die gleichnamige wöchentliche Fernsehzeitungsbeilage für beide Zeitungen produziert, bekommt mit Anett Hanck eine neue Geschäftsführerin, meldet die RP.

Sport:

Fußball
Verschiedene Medien, darunter die WELT oder der Express, berichten, dass Toni Kroos endgültig zur neuen Saison zum FC Bayern München zurückkehre. Von Bayer 04 oder Kroos selbst gibt es dazu allerdings nach wie vor keine neuen Stellungnahmen.

Einem Leserbrief im Kölner Stadt-Anzeiger entnehmen wir bemerkenswerte Vorgänge in einer kleinen Ortschaft in der bergischen Gemeinde Kürten: Eine Leserin beklagt, dass Fans des 1. FC Köln in dem 47-Einwohner-Örtchen eine Ladenbesitzerin veranlasst hätten, ihren Bayer-04-Fanshop zu schließen. Sie würden andernfalls nicht mehr bei ihr einkaufen, hätten sie ihr gedroht. Die Geschäftsfrau habe dem nachgegeben, nun gebe es dort kein BayArena-Magazin mehr.

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