WfL: Mues muss gehen – Im Wupsi-Bus für’s Leben lernen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. März 2010:
Wolfgang Mues soll nicht länger Leverkusens erster Wirtschaftsförderer sein, weiß die RP. +++ Preisfrage: Was kosten Kindertagesstätten? +++ Wupsi-Chef Marc Kretkowski fährt im Schulbus mit. +++ Uraufführung in Leverkusen: Schauspieler Tilo Prückner im Interview mit dem Anzeiger.

Politik:

Wolfgang Mues muss gehen: Das kann die Rheinische Post heute exklusiv vermelden. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn sei gemeinsam mit den Gesellschaftervertretern von Stadt, Sparkasse und Currenta zu der Einsicht gekommen, dass sich die Doppelfunktion von Mues als Chef der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) und zugleich als Baudezernent der Stadt „nicht bewährt“ habe. Bei Mues‘ Amtsantritt hatte der Stadtrat die Personalunion noch zur Bedingung gemacht. Die Stelle solle nun ausgeschrieben und zum 1. Juni oder 1. Juli neu besetzt werden.

Über die notwendigen Kosten für den Bau von Kindertagesstätten rätseln derzeit die Leverkusener Politiker, berichten Leverkusener Anzeiger (hier) und RP, in seinem Kommentar warnt Thomas Esch: „Nebulöse Sparvorschläge sind wenig dienlich.“

Dieses Thema betrifft Leverkusen indirekt: Im Sülztal im bergischen Overath wehren sich die Bürger gegen den Plan des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV), auf der Deponie Lüderich Rost- und Kesselasche aus der Leverkusener Müllverbrennungsanlage abzulagern. Die Kölnische Rundschau war vor Ort (hier und hier).

Zwischen Dhünn und Mauspfad in Manfort dürfen 22 neue Häuser gebaut werden, meldet der Anzeiger aus der Bezirksvertretung I. Nicht weit entfernt, in Alkenrath, sollen zwei städtische Grundstücke verkauft werden, weiß der Anzeiger, auch dort sollen dann Wohnhäuser entstehen.

CDU-Landtagskandidat Rüdiger Scholz hat jetzt auch eine eigene Internet-Homepage, erfahren wir via Twitter.

Wirtschaft:

Lanxess steckt 20 Millionen Euro in die Kautschuk-Produktion, melden heute u.a. RP und FAZ: In Dormagen, in den USA und in Brasilien.

Bayer kauft den kalifornischen Kunststoffhersteller Artificial Muscle, melden ebenfalls u.a. RP und FAZ. Die Firma sei auf die Herstellung von Polymeren spezialisiert, die für Touchscreens verwendet werden.

Die Auswirkung des neuen Ladenschlussgesetzes mit den verkaufsoffenen Sonntagen in Nordrhein-Westfalen resümiert der Stadt-Anzeiger auf seiner Land/Region-Seite (leider nicht online): In Leverkusen sei die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage von elf im Jahr 2005 (vor der Gesetzesänderung) auf zwölf in 2009 gestiegen, in Bonn von neun auf elf, in Köln von 46 auf 66.

Ein „Forum-Ärgernis in vier Akten“ über die seit Eröffnung der Rathaus-Galerie höchst beliebte, im Komfort jedoch zu Wünschen übrig lassende Forum-Tiefgarage zieht die RP als Lokalaufmacher auf.

Lokalgeschehen

Die Schule für’s Leben ist der Bus zur Schule – so oder so ähnlich sieht es offenbar Wupsi-Vorstand Marc Kretkowski, den der Anzeiger zu einer Fahrt in einem seiner Schulbusse eingeladen hatte: „Da lernt man doch, sich durchzusetzen“, versucht er den beengten Umständen etwas abzugewinnen.

Die RP surfte bei einem Awo-Projekt mit Internet-Einsteigern im Seniorenalter durch das weltweite Netz: Angeleitet werden die „Silver-Surfer“ dabei von denen, die sich damit auskennen – in diesem Fall dem 16-jährigen David Franke.

Der Senioren-Spielplatz im Rheindorfer Friedenspark kommt nur, wenn Fördergelder aus dem Landesprogramm „Soziale Stadt“ fließen, weiß die RP.

Giftköder-Alarm in Leverkusen meldet das Weblog Missing Dogs: Nahe dem Gut Ophoven seien Toastviertel mit Wurst, vermischt mit blauem Giftpulver, gefunden worden, werden Tierhalter gewarnt.

Den Beginn der auch in Leverkusen mit verschiedenen Projekten vertretene Regionale 2010 annonciert der Stadt-Anzeiger auf seiner Land/Region-Seite.

Unter der Überschrift „Warum der Darm gesund bleiben muss“ beleuchtet die RP heute eindringlich das Thema Darmkrebsvorsorge in Leverkusen.

Kultur:

Die Bayer-Kultur-Abteilung freut sich, dass sich das Erholungshaus bald häufiger als Premierenbühne präsentiert: Bei Schauspieler Tilo Prückner muss Interviewer Frank Weiffen vom Anzeiger allerdings nachhaken bei der Frage, wo sein Dante-Stück „La Vita Nova“, das er am Berliner Renaissance-Theater probt, erstmals aufgeführt wird: Eben nicht in der Metropole Berlin, sondern in Leverkusen. Prückner nüchtern: „Ich muss zugeben , dass ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht habe.“ Leverkusen sei, so Prückner, „bekannt dafür, dass sich die ‚Knete‘ von Bayer dort herumtreibt und dass der Konzern davon einiges für Kultur ausgibt.“ Vielleicht gelingt es Bayer-Kultur-Chef Volker Mattern am Samstagabend beim „Kulisse Talk“ (20.30 Uhr), Prückner etwas mehr Enthusiasmus zu entlocken. Die Uraufführung beginnt am Sonntag um 18 Uhr.

Sport:

Handball
Der Elfen-Kader für die neue Saison nehme Formen an, schreibt die RP heute mit weiteren Neuigkeiten: Torhüterin Clara Woltering verlängere ihren Vertrag, neben Anne Müller würden hingegen auch Sara Walzik und Katrin Engel Bayer 04 verlassen. Heike Ahlgrimm beende ihre Karriere, fraglich sei noch die Zukunft von Anna Loerper. Auch neue Marketing-Konzepte kennt die RP.

Fußball
Großer Andrang herrschte beim Verkaufsstart für Bernd Schneiders Abschiedsspiel, bei dem der „weiße Brasilianer“ höchstselbst die ersten Tickets verkaufte. Der Anzeiger schaute vorbei, die RP sogar mit ihrer neuen TV-Kamera.

Der Ex-Nürnberger Stefan Reinartz entschuldigt sich bei den Nürnberger Fans für sein Foul an Breno am vergangenen Samstag, den Wortlaut lesen wir bei fanarena.de. Der Brasilianer riss sich dabei ein Kreuzband und wird lange ausfallen.

Der südkoreanische Mittelfeldspieler Park Ji-Sung tritt heute in der Champions League mit Manchester United beim AC Mailand an. Wer sein Idol sei, wird er vor dem Spiel von der italienischen Tageszeitung il Giornale gefragt. Seine Antwort: „Kein Zweifel: Cha-Bum, unser Held, der erste koreanische Fußballer, der in Europa triumphieren konnte, als er 1988 mit Leverkusen den Uefa-Pokal gewann.“ Akribische Fußballhistoriker würden freilich ergänzen: Bum-kun Cha gewann den Uefa-Pokal zuvor schon einmal, nämlich 1980 mit Eintracht Frankfurt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s