Schulden: Leverkusen ist nicht allein – Bahnstadt: Macht Kämpfen noch Sinn?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 24. März 2010:
Leverkusen ist arm, aber nicht allein: Städtetag klagt über die Gemeindefinanzierung. +++ Bahnstadt Opladen: Ratsherr Bernhard Marewski zweifelt am Projekt. +++ „Der Kick“: Ungebührliches Verhalten im Theater. +++ Lokalsport: Der Express spekuliert über Neuzugänge für die Bayer-04-Fußballer.

Politik:

Nicht allein ist Leverkusen mit seinem Schuldenstand: Kommunen in ganz Deutschland klagen über die Belastungen, die ihnen von Bund und Ländern auferlegt werden, ohne zugleich zuverlässige Einkommensquellen zu garantieren. Aktuelle Berichte gibt es vor dem Hintergrund aktueller Zahlen und eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts heute u.a. in der Frankfurter Rundschau oder bei Spiegel Online.

Am Tag nach dem entsprechenden Ratsbeschluss hat die Arbeiterwohlfahrt den lokalen Medien erläutert, wie die Kindertagesstätte an der Ringstraße in Hitdorf für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren ausgebaut werden solle, Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post berichten.

Der Anzeiger fokussiert heute das Ausscheren von Bernhard Marewski von der CDU-Parteilinie zur geplanten Verlegung der Gütergleise für die Bahnstadt Opladen. Zitat: „Wenn der RP nicht will, dann hat es keinen Sinn.“
Auf der Land/Region-Seite im Anzeiger nimmt Regierungspräsident Hans Peter Lindlar in einem Artikel zur Regionale 2010 unmittelbar Bezug auf die Gleisverlegung: Ein „ungelöstes Problem sei für manche Kommunen nur die Finanzierung ihres Eigenanteils an den Projekten“, heißt es dort.

Weitere Entscheidungen aus dem Stadtrat:
Steinbüchel solle eine richtige Feuerwache mit Rettungswagen-Standort erhalten, vermeldet die RP.
Die Bielerthalle solle saniert werden, der TuS Opladen jubele, weiß die RP.
Und die Wirtschaftsförderung Leverkusen solle nach dem Willen des Rats nun schnellstmöglich einen neuen Geschäftsführer bekommen, meldet Radio Leverkusen.

Nicht bis in den Rat geschafft hat es ein Bürgerantrag, in Leverkusen die Biomülltonne einzuführen, berichtet der Anzeiger: Aus hygienischen Gründen habe erst die Stadtverwaltung, dann der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden ein Bringsystem für Bioabfälle abgelehnt.

Serkan Kaygisiz ist der neue Vorsitzende des Integrationsrats: Der Mann von der Liste „Dein Leverkusen“ habe sich in einer Kampfabstimmung knapp mit 16 zu 15 Stimmen gegen Amtsvorgänger Jannis Goudoulakis durchgesetzt, melden RP und RL.

Die Autobahn 542 wird nicht durch Hitdorf führen, weiß die RP: „Nach geschlagenen 37 Jahren“ habe das Bundesverkehrsministerium den Plan, die Autobahn über den Rhein bis zur A 57 zu verlängern, endgültig aufgegeben. Der Plan stammte aus dem Jahr 1973.

Wirtschaft:

Als Leverkusener Kaufhof-Chefin löst Nicole Weuster Michaela Höckelmann ab, meldet die RP.

(Nichts) Neues von der Stadthalle Opladen: Der Zwangsverwalter bereite derzeit eine Klage vor und Pächter Sven Reumkens kündige an, freiwillig gehen zu wollen, weiß die RP.

Lokalgeschehen

Rund um die Wupsi und ihr Schulbus-Problem dreht sich heute die erste Lokalseite im Anzeiger beinahe komplett: Diesmal diskutierte Wupsi-Chef Marc Kretkowski mit Fünftklässlern in einem Bus; Thomas Käding hat sich mit dem Wupsi-Betriebsrat zu dem Thema unterhalten und rät Kretkowski nun im beistehenden Kommentar, nicht alles im Alleingang regeln zu wollen: „Die Wupsi-Belegschaft hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie sich nicht sperrt, wenn Probleme zu lösen sind.“

Der evangelischen Friedenskirche in der Waldsiedlung könnte der Abriss drohen, fürchtet der Anzeiger.

Wer die Medien so zuverlässig mit Material aus dem Polituniversum Leverkusen versorgt, der darf auch mal in eigener Sache auf die Titelseite: SPD-Fraktionschef Walter Mende hadert mit der Telekom, nachdem er seit drei Monaten keinen Zugang zum Internet mehr habe, erläutert die RP in ihrem Lokalaufmacher.

Kultur:

Noch verstörender als das Geschehen auf der Bühne bei der Aufführung von Andres Veiels „Der Kick“ im Erholungshaus war das Verhalten der Gesamtschüler im Publikum, entnehmen wir Bericht nebst empörtem Kommentar („Irgendwann muss Schluss sein“) von Frank Weiffen im Anzeiger.

Ähnliches Thema, gleiches Medium, aber einen günstigeren Verlauf beobachtete Ana Ostric für den Anzeiger bei einer Schultheater-Inszenierung zum Thema Gewalt an der Realschule am Stadtpark.

Sport:

Fußball
Der Kölner Express glaubt zu wissen, wer bei Bayer 04 auf der Einkaufsliste für die neue Saison steht: Nämlich der polnische Stürmer Robert Lewandowski und der kroatische Mittelfeldspieler Milan Badelj.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Presseschau

2 Antworten zu “Schulden: Leverkusen ist nicht allein – Bahnstadt: Macht Kämpfen noch Sinn?

  1. Manfred Poser

    Hi Stefan! LevLog gibt es als noch, gerade nach langem wieder draufgeschaut. Und mich über die seltsamen Aussagen eines Politikers namens Bahnstadt gewundert. Was er heute fragt („Macht Kämpfen noch Sinn?“), frage ich mich auch manchmal. Ich glaube, im Universum regelt sich alles von selbst. Alles Gute und Gruß Manfred.

    • Hey Manfred! Welch Glanz in meiner bescheidenen Hütte! Ja, der Herr Bahnstadt: Sorgt hier in Leverkusen für viel Aufsehen, ist aber recht anspruchsvoll und manchen auch etwas zu anspruchsvoll. Aber Kämpfen macht immer Sinn, auch wenn sich im Universum hinterher dann doch alles von selbst regelt. Wann zeigst Du Deinem Rennrad mal wieder den Westen Deutschlands? Rhein & Wupper erwarten dich! Viele Grüße, Stefan

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