Google lugt nach Leverkusen

Heute war es soweit: Google Street View bietet ab sofort virtuelle Streifzüge auch durch 20 deutsche Städte, darunter Köln. An der Stadtgrenze zu Leverkusen endet die Bildschirm-Rundfahrt mit dem gelben Männlein auf allen Straßen abrupt, aber in die Farbenstadt hinüberlugen kann man schon. Und man kann auch bereits das erste verpixelte Haus in Leverkusen sehen.

Wer mit dem Cursor über die Bundesstraßen 8 oder 51 von Köln in nördlicher Richtung „fährt“, für den ist unmittelbar an der Stadtgrenze zu Leverkusen Endstation: Der „Fahrstreifen“, auf dem man via Cursorpfeilen vorwärtsgleitet, endet just an den Ortsschildern. Zum Beispiel hier auf der B 8 oder auch hier auf der Kaiser-Wilhelm-Allee. Aber freilich kann man immerhin schon nach Leverkusen hinüberschauen. Oder am Kurtekotten (der bei Google seit jeher Kurtekötten heißt) auf Kölner Seite die Leverkusener Vereine besuchen.

„Adresse ist nur annähernd genau“ – Endstation Leverkusen:

An der B 51, unmittelbar an der Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie 4 in Schlebusch, erkennt man auf der rechten Seite bereits das erste verpixelte Gebäude in Leverkusen: Das offenbar weiße Haus an der Mülheimer Straße, nahe Nittumer Weg und Saarbrücker Straße, grob geschätzt Hausnummer 121 bis 147, ist unkenntlich gemacht:

Übrigens bietet der Cursor hier noch zwei weitere Schritte über die Stadtgrenze an, allerdings steht, wer dorthin klickt, momentan noch sprichwörtlich im Dunkeln. Ein Infokasten erläutert: „Dieses Bild wird derzeit überarbeitet und wird demnächst zur Verfügung stehen.“

Wer besonderen Wert drarauf legt, sich das verpixelte Haus dennoch anzusehen, der fährt entweder hin – oder klickt zum Beispiel einfach bei telefonbuch.de die „Vogelperspektive“ an.

Bereits seit ein paar Wochen via Google Street View abrufbar ist die BayArena als eines von zehn Fußball-Bundesliga-Stadien in Deutschland. Freilich nur von innen – dafür aber vollkommen unverpixelt.

NACHTRAG: Die Welt Kompakt-Satire Glasauge hatte schon vor kurzem ein unverpixeltes (wenn auch uraltes) Foto von der Leverkusener Innenstadt veröffentlicht. (Ich kann nicht direkt auf das Bild in der Bilderserie verlinken, im Moment ist es Bild 7.) Der Kommentar zum Bild lautet:

„Übelkeit, Spontan-Erblindung, Selbstmorde: Nach Ansicht der Schockbilder verlangt Google Street View aus Angst um das Wohl seiner Mitarbeiter, dass die Leverkusener Innenstadt unverzüglich von den deutschen Behörden verpixelt wird.“

Das ist natürlich längst geschehen: Wesentliche Teile der Innenstadt sind jetzt mit einer Einkaufs-Passage in Terrakotta-Orange verpixelt.

UPDATE 31.01.2011: Google kündigt im StreetView-„Fahrplan Deutschland“ an, ab Ende März auch wieder durch Leverkusen zu fahren.

UPDATE 8.04.2011: Der Fahrplan scheint eingehalten zu werden: Die Rheinische Post hat ein Google-Fahrzeug in Wiesdorf abgelichtet.

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Eine Antwort zu “Google lugt nach Leverkusen

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