Essen wo es schmeckt

Zum „Tag der offenen Moschee“ – traditionell seit einigen Jahren am Tag der Deutschen Einheit – habe ich gestern drei Leverkusener Moscheen besucht: Die türkische Moschee am Kiesweg, die albanische Moschee am Mühlenweg und die marokkanische Moschee an der Felderstraße in Rheindorf.

Die Gebetsräume aller drei Moscheen sind innen durchaus aufwändig ausgestaltet, überall schauten interessierte Besucher vorbei und nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild zu machen. Es gab Führungen, man konnte sich die Gebete anschauen – aber d a s verbindende Element an allen drei Moscheen war: das Essen! Alle Moscheevereine sorgten für das leibliche Wohl ihrer Gäste und hielten heißen Tee und typische Gerichte bereit. Das wusste vorab nicht jeder:

Spätestens bei den Süßigkeiten kamen Muslime und Nicht-Muslime allerortens auch wirklich ins Gespräch. Ein Besucher am Kiesweg berichtete mir, er nutze diese Gelegenheit des Tags der offenen Tür, um sich vor Ort über den Islam zu informieren. Mit den strikten Regeln, die es im Islam offenbar gebe, mochte er sich aber auch nach den Keksen nicht recht anfreunden. Eine Besucherin war – wie ich – auch in drei Moscheen zu Besuch. Nach drei Gebeten, die sie jeweils besucht hatte, hatte sie allerdings auch genug: „Das reicht für heute.“ Nur der süße marokkanische Minztee, der schmeckte auch dann noch.

2 Kommentare

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2 Antworten zu “Essen wo es schmeckt

  1. Jennifer

    @ LEV_LOG: Ich bitte doch darum, vorab zu erfahren, wenn mein Beitrag hier einfließt. Danke.
    Vorallem weil er so vollkommen missverstanden werden kann. Ich persönlich sehe einen solchen Tag der offenen Tür nicht als nötig an. Denn, wenn ich als Nicht-Muslim diese Kultur näher kennen lernen möchte, dann gehe ich auf diese Menschen zu. Was aber auch bereits automatisch passiert, wenn man ein offenes Miteinander auslebt. Daher bleibt meine Frage, was soll man auch schon da? Denn, wenn man wirklich mehr erfahren möchte, dann doch am besten im offenen Miteinander im Alltagsleben.
    Im Alltag lernt man immernoch am besten und sieht die Dinge, wie sie wirklich sind. Am Tag der Offenen Tür (egal in welchem Bereich) wirkt manches ganz anders.

    • Üblicherweise verweise ich via Twitter bei der Verlinkung neuer Artikel auf jene, die im Artikel erwähnt oder zitiert werden, in diesem Fall habe ich das schlicht vergessen. Bitte entschuldige, Du solltest Dich NICHT übergangen fühlen.

      Ich denke, Du bist mit Deinem Standpunkt keineswegs alleine, und natürlich ist es sehr viel besser und authentischer, den Kontakt im Alltag zu suchen. Aber da tun sich die allermeisten einfach schwer, so ein anlassfreies „Hallo, wir wollen mal vorbei schauen“ kommt einem auch bei neuen Nachbarn, die schon seit fünf Wochen nebenan wohnen, oft nur noch schwer über die Lippen. Und man beobachtet eben auch bei diesem „Tag der offenen Moschee“ sehr wohl, dass viele die Moscheen betreten, als wagten sie sich durch’s Stargate. Insofern ist dieser Tag durchaus eine sinnvolle Sache, um zumindest all jenen, die diesen Weg überhaupt anzutreten bereit sind, die Schwellenangst zu nehmen. Und wenn der Kontakt dann im Alltag fortgeführt werden kann – perfekt!

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