Schlagwort-Archive: Aktionsgemeinschaft Opladen

Früher oder später

Na, Ostern vorbei?
Ostern und die Osterferien. Unwiderruflich.

Fest und Ferien brachen nicht nur ziemlich überraschend über das LevLog herein, sondern auch ein paar Tage zu früh.
Schon richtig. Das ist aber natürlich nur ein Test, ob eigentlich überhaupt irgendjemand bemerkt, wenn das LevLog aussetzt. Kann ja sein, dass die tausende Klicks, die da täglich in der Statistik angezeigt werden, nur von irgendwelchen seelenlosen Maschinen herrühren.

Und?
Naja, immerhin: Drei Leute (die ich an dieser Stelle besonders herzlich grüßen möchte!) haben nachgefragt, was denn los sei und wann es wohl weitergehe. Und „Drei“ galt schon bei den alten Ägyptern als Zeichen für „viel“.

Na also! Dann geht es jetzt also wieder los? Wo sind denn die Rubriken? Und der Vorspann?
Gibt’s nicht. Das ist hier ja schließlich nichts für Buchhalter. Das muss auch irgendwie anders funktionieren.

Zum Beispiel wie?
Frag mich doch einfach mal, was heute so in der Zeitung steht!

Was steht denn heute so…
…jaja, schon klar. Also: Och, eigentlich nix besonderes. Aber es war ja auch Wochenende. Also macht der Leverkusener Anzeiger seinen Lokalteil konsequenterweise mit den Frettchen auf, die im Tierpark Reuschenberg ein Gehege bezogen haben.

Wie süß! Sonst nichts von Belang?
Nö. Es sei denn, man hat ein Auto, wohnt im Wiesdorfer „Parkbezirk D“ und fragt sich gerade, wann denn wohl die alten Ausweise ihre Gültigkeit verlieren (Antwort: 30. April). Das ist sogar so uninteressant, dass es erst gar nicht online steht. Na gut, wer sich für Kultur interessiert: Der Anzeiger staunt über Falko Steinbach, den „Musiker im Strickpulli“. Und: Die Wirtschaftsjunioren haben sich Gedanken über Hauptschulen gemacht!

Moment mal: Die Wirtschaftsjunioren, die erst kürzlich die grandiose Idee hatten, das Arbeitslosengeld II für Familien aufzustocken, deren Kinder gute Schulnoten nach Hause bringen?
Genau die. Also – zumindest deren örtlicher Ableger. „Liegt das Problem nicht eher in den Inhalten und Strukturen als im auf der Schule angebrachten Namensetikett?“, fragen die nun laut Anzeiger (leider auch nicht online) zum Thema „Hauptschule“.

Respekt: Die packen das Problem ja direkt an der Wurzel!
Richtig! Lustig ist nur: Sie haben es selbst gar nicht gemerkt. Denn der Meldung darf man entnehmen, dass die Wirtschaftsjunioren den Erhalt der Hauptschulen eher befürworten. Also, obwohl es da möglicherweise Probleme „in den Inhalten und Strukturen“ an den Hauptschulen geben könnte und der Name doch zweitrangig ist. „Gesamtschule“, soviel steht fest, wollen sie es jedenfalls offenbar lieber nicht nennen.

Ach so. Und in der Rheinischen Post? Steht da nichts drin?
Doch, doch! Die weiß, dass die Stadt den Friedhof Lützenkirchen zurückgebaut hat, um Geld zu sparen. Und dass die Aktionsgemeinschaft Opladen nicht mal mehr für ihre verkaufsoffenen Sonntage werben kann, weil die Parteien vor der Landtagswahl alles mit ihren Plakaten zukleben.

Da treffen natürlich zwei zivilisatorische Plagen aufeinander: Wahlkampf und verkaufsoffene Sonntage.
Eben. Also alles halb so schlimm. Die RP interpretiert auch ein Beratungspapier zum Bebauungsplan des Leverkusener Klinikums für ein neues Parkhaus. Der Satz „Die Klinikum-Geschäftsführung hat darauf hingewiesen, dass die heutigen kliniknahen Wald- und Parkanlagen ‚nach Möglichkeit’ erhalten bleiben sollen“ heiße demnach wohl nichts anderes als: Wald und Park ade – früher oder später!

Schade! Aber so lange es den Frettchen im Tierpark gut geht…
Vergiss die Frettchen. Im RP-Wirtschaftsteil finden wir noch den Hinweis, dass RP und RP Online eine „regionale Portal-Serie“ gestartet haben, die „Wirtschaftsinteressierten und -akteuren“ ab sofort wirtschaftsrelevante regionale Nachrichten unter www.lokale-wirtschaft.topics.de bündele. Inhaltliche Grundlage böten die Artikel aus den RP-Lokalredaktionen. Da fehlt Leverkusen natürlich nicht.

Toll! Das Portal, lese ich, soll kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?
Vorsicht: „z u n ä c h s t kostenfrei“, steht da! Das ist ganz ähnlich wie mit dem Klinikum-Beratungspapier: Das genaue Gegenteil wird der Fall sein – früher oder später. Es handelt sich hier offenbar um einen Vorboten der Zeit, in der Lokalnachrichten auch im Internet wieder Geld kosten, Stichwort: Paywall. Da müssen die User nämlich erst behutsam dran gewöhnt werden.

Oha! Und „Wirtschaftsinteressierte und -akteure“ werden da Verständnis für haben?
Wenn nicht die, wer dann?

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Wiesdorf: Droht Fußball-Randale? – Wupsi-Plan sorgt für Ärger

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 26. Februar 2010:
Fußball-Derby & Shopping: Die RP warnt vor Chaos in Wiesdorf. +++ Schoofs kritisiert Oberbürgermeister Buchhorn wegen neuem Wupsi-Fahrplan. +++ Arbeitslosenzahl steigt leicht an. +++ Lokalsport: Vor dem Derby der Unvergleichlichen.
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DyStar vor Verkauf an Kiri – Bayer 04 weiter Tabellenführer

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 1. Februar 2010:
Der Verkauf von DyStar an den indischen Investor Kiri Dyes stehe vor dem Abschluss, meldet die FAZ. +++ Der Bauverein Opladen erwägt eine Klage wegen der Vermessung Leverkusener Grundstücke aus der Luft, weiß die RP. +++ Die Bayer 04-Kicker bleiben nach dem Sieg gegen Freiburg Tabellenführer und wollen weiterhin den Ball flach halten. +++ Lokalsport: Die „Werkselfen“ siegen endlich wieder.
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In Wiesdorf regt sich was

In der Rathaus Galerie tut sich schon etwas. Die City Werbegemeinschaft fordert ein neues Park-Konzept für Wiesdorf. Und die RP bemerkt, dass es im Klinikum keinen HNO-Arzt gibt.
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Nach den goldenen Zeiten

Für DyStar und seine Mitarbeiter sieht es weiterhin düster aus: Bei einer Betriebsversammlung habe Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gestern erklären müssen, dass auch eine Woche vor Ablauf der Frist kein Investor gefunden werden konnte. Am 1. Dezember werde das Insolvenzverfahren eröffnet und die Angestellten freigestellt. Darüber berichten heute unter anderem Leverkusener Anzeiger, Rheinische Post, Radio Leverkusen und auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Laubereau wolle weiter nach einem Käufer sowohl für das „DyStar-Gesamtpaket“ als auch für Einzellösungen suchen. Der Betriebsratsvorsitzende Winfried Krag hoffe auf die Gründung einer Transfergesellschaft, für die aber gleichfalls ein Investor benötigt würde, lesen wir im Anzeiger.

Das „Umzugs- und Neueröffnungsfestival“ in der Wiesdorfer City im Zuge der bevorstehenden Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ fasst die RP heute mit einigen Namen zusammen: Demnach zögen unter anderem auch Saturn und C&A von ihren bisherigen Standorten (im Keller des Kaufhof bzw. in der „City C“) in die neue Galerie um. ECE-Centermanagerin Katrin Becker betont, dass „immerhin 70 Prozent unserer Mieter absolute Neuansiedlungen darstellen“.
Im nebenstehenden Artikel dokumentiert die RP die Sorgen Wiesdorfer Politiker wie Walter Endlein oder Jürgen Scharf um Alt-Wiesdorf.
Der Anzeiger präsentiert dazu passend Neuigkeiten zu der vorerst gestoppten Planung für den „Nobelplatz“ mit dem das andere Ende der Fußgängerzone im Bereich der Abbiegung Haupt-/Nobelstraße attraktiver gestaltet werden sollte. Thomas Esch kommentiert die „Kurvendiskussionen“, die durch Kostensteigerungen ausgebremst wurden, mit einem nüchternen Blick auf die Realitäten: Die goldenen Zeiten seien vorbei, „den ‚Leverkusener Standard‘ gibt es nicht mehr.“

Radio Leverkusen weist auf eine neue Kölner Werbekampagne hin, mit der Kaufkraft in die Nachbarmetropole gelockt werden soll.

Siegfried Kuhl, Chef der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO), sieht seinen Stadtteil in der RP in Gefahr: „Todesgleiche Wunden“ würden Opladen der Wegfall des Bahnstadt-Westteils sowie ein Wegzug des Amtsgerichts zufügen.
Zum drohenden Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes hat der Anzeiger einige Passanten vor Ort befragt. Nur einer befürwortet den Abriss: Angestellte würden schließlich lieber in modernen Büros arbeiten.

Derweil wird der Stadtrat heute eine Sondersitzung u.a. in Sachen Bahnstadt absolvieren, erinnert Radio Leverkusen.

Der Zug für industrielle Nutzung des Eumuco-Geländes in Manfort sei abgefahren, glauben FDP und Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), meldet der Anzeiger: Einzige Chance, die avisierte Baumarkt-Erweiterung noch abzuwenden, sei eine „privatrechtliche Einigung zwischen Bauhaus und SK Maschinen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzende Monika Ballin-Meyer-Ahrens.

Karl Lauterbach, der Köln/Leverkusener Bundestagsabgeordnete, hat in der SPD-Bundestagsfraktion das Amt des gesundheitspolitischen Sprechers inne, meldet heute unter anderem die taz.

Eine Überprüfung, welche Kinder warum – und warum nicht – die Offenen Ganztagsschulen besuchen, fordert Ernst Küchler in seiner neuen Funktion als bildungspolitischer Sprecher der Leverkusener SPD-Ratsfraktion, lesen wir in der RP.

Vor dem „Tag der offenen Tür“ der TSV Bayer 04-Leichthleten interviewt der Anzeiger Ulrike Meyfarth. + + + Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, aber eine dennoch schwierige Situation konstatiert der Anzeiger für den Radsportclub RC Titan Leverkusen.

Kultur:
Die neue Ausstellung in Schloss Morsbroich, „Slow Paintings“, findet auch im Äther Resonanz: WDR 3 und das DeutschlandRadio Kultur würdigen die Ausstellung.
Dem Leverkusener Bach-Chor lauschten in St. Remigius in Opladen Anzeiger und RP.
Die neue Ausstellung im Künstlerbunker schaute sich der Anzeiger an.
Und bei Max Goldts Lesung im Agam-Saal im Forum amüsierte sich RP-Kritikerin Monika Klein über treffliche Kolumnen und differenzierte Betrachtungen von Alltäglichkeiten.

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Fallbeil über Rheindorf-Nord

Einen interessanten Konflikt hat der Leverkusener Anzeiger in Rheindorf-Nord aufgetan: Dort sollen politische Mandatsträger künftig draußen bleiben, wenn der Stadtteilbeirat im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Rheindorf“ wieder tagt, lesen wir dort. Streitereien unter den Politikern hätten viele der übrigen Mitglieder vergrault, Ingrid Nahl-Höfer (SPD) habe bereits im Juli das Handtuch geworfen. In einem Brief an den damaligen OB Ernst Küchler habe sie die Ratsherren Erhard Schoofs (Bürgerliste) und Andreas Eckloff (CDU) namentlich genannt. Ulla Jonen bezeichnet im beistehenden Kommentar das „lustlos“ gewordene Gremium in seiner derzeitigen Form als ein „Fallbeil“ – „und auf der Guillotine liegt der ohnehin nicht privilegierte Stadtteil Rheindorf-Nord“.

Sportpolitik steht bei Anzeiger und Rheinischer Post heute ganz hoch im Kurs, wenngleich mit geringfügig unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Sportpark-Betriebsausschuss wurde der Wirtschaftsplan für 2010 verabschiedet – und der Anzeiger betont, dass der Betrieb des Freibades Auermühle für das Jahr gesichert sei, für 2011 aber weiterhin ein Investor gesucht werde; währenddessen rückt die RP in den Vordergrund, dass mit 1,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket Smidt-Arena, der Sportplatz Lützenkirchen und das Hallenbad Bergisch Neukirchen saniert werden sollen.

Gegen einen möglichen Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes und für die Verlegung der Gütergleisstrecke in der Bahnstadt Opladen spricht sich die Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) vehement in einer Mitteilung aus. Für den Erhalt des Amtsgerichtsgebäudes setzt sich laut Anzeiger auch die OWG/UWG-Ratsfraktion ein.

Um Leverkusen aus der Schuldenfalle zu helfen, wolle Kämmerer Rainer Häusler mit Partnern vom Deutschen Städtetag unter anderem bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vorstellig werden und gegen die Regelungen von Bund und Land zuungunsten der Kommunen protestieren, erläutert die RP.

Nicht nur undichte Kanäle, auch marode Laternen können Anwohnern teuer zu stehen kommen, weiß der Anzeiger – und auch, welche Straßenzüge die Energieversorgung Leverkusen (EVL) in 2010 in Angriff zu nehmen beabsichtige.

Eine pfiffig aussehende Lösung hat ein Anzeiger-Leser für die maroden Wände am Europaring gezeichnet: Er stellt sich eine Trägerkonstruktion vor, die die Wände hält und unter der die Autos auf allen vier Spuren fahren können.

Die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter am Montag ab 16 Uhr von Tor 1 bis vor den Kaufhof kündigt, mit der eindringlichen Bitte um Solidarisierung, dieser Flyer an.

Das börsennotierte Unternehmen Biofrontera im Innovationspark führt in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Kapitalerhöhung durch, erfahren wir unter anderem bei ad-hoc-news.de.

Die Leverkusener Jusos haben Jonas Berghaus als neuen Vorsitzenden gewählt, meldet der Anzeiger.

Der Ex-Leverkusener Fußballspieler Thomas Reichenberger (jetzt: VfL Osnabrück) stehe in dem Verdacht, zu den Spielern zu gehören, die für eine „Wett-Mafia“ Spiele manipuliert haben sollen, schreiben RP, Anzeiger und Medien landauf, landab. Reichenberger dementiert das ausdrücklich.

Eigenartige Beobachtung bei Google-News: Der AnzeigerArtikel zu der eingestürzten Betondecke auf der Baustelle für die ECE-„Rathaus Galerie“ von vergangener Woche ist über die Überschrift dort nicht mehr auffindbar. In der Web-Suche hingegen schon, und mit einer anderen Suche auch wieder in der News-Rubrik. Hat da jemand an den Google-Algorithmen rumgefummelt?

Zum Wetter von Samstag kochte die WDR-Lokalzeit im NaturGut Ophoven ein Ei.

Kultur: Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens richtet der Jugendhaus-Bunker ein Konzert im Lindenhof (Samstag, 18.30 Uhr) mit den „Monsters of Lev“ aus, kündigt der Anzeiger an – mit dabei: „Atropin“, „The Other“, „Sky’s Shadow“ sowie Dierk Hills Band „Hill, Renn & Siebert“. Die RP schwelgt derweil mit Jugendhaus-Leiter Reiner Hilken in Erinnerungen, gemeinsam mit dessen Eltern Günter und Magdalene Hilken, die den Bunker einst gründeten.
Die Ausstellung „Slow Paintings“, die am Sonntag im Museum Morsbroich eröffnet, stellt heute die RP vor, ebenso wie das Fachmagazin artdaily.org with quite an extensive report.
Eine Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Künstlerbunker in Opladen von Montag an bis zum 18. Dezember kündigt die RP an.

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