Schlagwort-Archive: Bahnstadt Opladen

„Weckruf an die Kommunalpolitiker“

Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat seinen Besuch am Dienstag in Leverkusen dazu genutzt, seinen Standpunkt zur Absage an die Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen zu erläutern: Ein geänderter Zeitplan der Bahn, begründete er laut Leverkusener Anzeiger, setze „die Akteure unter einen Druck, den er nicht ignorieren könne“. Lindlar nimmt damit Bezug auf Pläne der Bahn AG für ein elektronisches Stellwerk (ESTW), das im Zuge der Gleisverlegung in Opladen bis Ende 2012 in Betrieb gehen solle (siehe hier). Um dieses Stellwerk zu realisieren, habe die Bahn die Gleisverlegung vorgezogen – und genau aus diesem Grund sei Lindlar nun eingeschritten: Denn ursprünglich sei es die Absicht gewesen, die Westseite mit der Gleisverlegung unter anderem aus Grundstücksverkäufen auf der Ostseite zu finanzieren. Mit den neuen Bahnplänen aber sei eine „Dynamik“ in die Angelegenheit gekommen, die „einer soliden Finanzierung nicht gut tue“.
Tatsächlich findet man im Internet dazu unter anderem diese Erklärung von Klaus Ahrens, dem Leiter der Immobilienabteilung der DB Netz NRW, offenbar noch vor dem Ratsbeschluss am 25. August 2008:

„Eine Entscheidung zum Thema Gütergleisverlegung zum jetzigen Zeitpunkt hat für die DB Netz AG und auch für die Stadt Leverkusen strategische Bedeutung. So wird sichergestellt, dass ein für Opladen geplantes ESTW-Projekt (Elektronisches Stellwerk) zeitgerecht mit eingebunden werden kann.“

Vor diesem Hintergrund stellt Lindlar sein Einschreiten als einen „Akt der Fairness“ gegenüber dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn dar: Der brauche nun die volle Rückendeckung des Stadtrats, um das Problem zu lösen. Im beistehenden Kommentar erklärt Hartmut Zitzen daher, Lindlars Botschaft dürfe „wohl vor allem als Weckruf an die Kommunalpolitiker gedeutet werden“.
Die Rheinische Post präsentiert neben seinem Bericht ein Interview mit Lindlar, darin erklärt der mit Blick auf die Bemühungen der Leverkusener Kommunalpolitiker, das Geld für die Verlegung zusammenzubekommen: „Es wird sehr spannend sein, zu sehen, wie sie das hinbekommen wollen.“ Nebenbei habe Lindlar Buchhorn auch die Bewilligungsbescheide über knapp zwei Millionen Euro für die energetische Sanierung der Erich-Klausener-Schule in Alkenrath sowie über rund 3,5 Millionen Euro für die Ostseite der Bahnstadt übergeben, lesen wir in den Zeitungen.
Die RP veröffentlicht zudem in Auszügen einen Brief des Stadtkämmerers Rainer Häusler, in dem dieser sich gegen den von der Leverkusener CDU geweckten Eindruck verwahrt, Beteiligte hätten von Kostensteigerungen für die Bahnstadt oder von den Bedenken seitens der Bezirksregierung bereits früher gewusst. Alle Ratsmitglieder seien stets über alle Vorgänge informiert worden. Es sei daher „bemerkenswert, um nicht zu sagen einigermaßen befremdlich, dass die CDU Akteneinsicht verlangt“.

Auf die erste Lokalseite hebt die RP heute das Thema Schweinegrippe, nachdem am Opladener Marianum sechs Lehrer an Schweinegrippe erkrankt seien und es deshalb zu Unterrichtsausfällen komme. Die RP weiß auch, dass bei Lanxess für den Fall der Fälle ein Pandemieplan existiere. Der Anzeiger meldet, dass es aufgrund des nun großen Andrangs auf den Impfstoff zu Wartezeiten in den Arztpraxen komme.

Kammertermine am Amtsgericht in Opladen, in denen gestern Klagen wegen ausgebliebenen Entgeltzahlungen an Ex-Mitarbeiter von TMD Friction verhandelt werden sollten, seien kurzfristig aufgehoben worden, meldet die RP. Der Rechtsanwalt mutmaße deshalb, dass TMD Friction gegen bereits ergangene Urteile Berufung eingelegt habe.

Auf der Wirtschaftsseite des Stadt-Anzeigers finden wir die Meldung, dass der Spezialchemiekonzern H.C. Starck, eine einstige Bayer-Tochter, „Kreisen zufolge“ seine Kreditzusagen nicht einhalten könne (hier eine gleichlautende Meldung aus dem Internet). Das Unternehmen aus Goslar, das seit 2007 Finanzinvestoren gehöre, sei mit 500 Millionen Euro verschuldet.

Bußgelder an insgesamt 25 Flößer verteile jetzt die für den Landschaftsschutz zuständige Abteilung beim Rheinisch-Bergischen Kreis, weiß die RP. Die Flößer, die an der Wupper-Floßfahrt im September teilgenommen haben, sollen gegen Auflagen verstoßen haben, Veranstalter Klaus Kirschey sei anhand der Floßnummern aufgefordert worden, die entsprechenden Teilnehmer der Kreisverwaltung zu nennen. Ihnen drohten Bußgelder in Höhe von 25 bis 400 Euro. Die Floßfahrt war von Naturschützern und Angelverbänden kritisiert worden, nachdem sie gestartet wurde, obwohl der Wupperpegel nicht die vereinbarte Mindesthöhe von 60 Zentimetern für das Befahren des Flusses aufwies.

Die Dachorganisation für die Bayer-04-Fans „Nordkurve 12“ veröffentlicht eine Stellungnahme zum Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs, nach dem Stadionverbote bereits in Verdachtsfällen ausgesprochen werden dürfen (siehe hier). Dieses Urteil dürfe nicht „als Freifahrtschein für Willkür“ interpretiert werden, heißt es in der Stellungnahme, sondern sollte von den Vereinen „verantwortungsvoll“ angewandt werden: „Der Dialog mit den Fans ist und bleibt das wichtigste Instrument, Konfrontation und einseitige Demonstration der Stärke werden nicht zu einer Besserung der Lage beitragen.“

Zum Elften im Elften stellt der Anzeiger die Büttenrednerinnen Ulla Olbertz und Anne Friedrich vor. +++ Den gestern begonnenen Abriss des über 100 Jahre alten Hauses an der Wiesdorfer Hauptstraße setzt der Anzeiger ins Bild. +++ Zum sich seit 2003 stetig mehr verspätenden Bahnprojekt Rhein-Ruhr-Express mutmaßt Ingmar Keller heute in einem Kommentar im Stadt-Anzeiger, der „wahre Grund für die Bummelfahrt“ des RRX sei womöglich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung längst wieder der Straße den Vorzug vor der Schiene gebe. +++ Beim Besuch einer Delegation der Nationalen Anti Doping Agentur, kurz NADA, gemeinsam mit den Sportlerinnen Steffi Nerius und Silke Spiegelburg am Landrat-Lucas-Gymnasium, einer „Eliteschule des Sports“, war die RP mit dabei. +++ Ebenjene Silke Spiegelburg wurde von NRW-Innenminister Ingo Wolf mit der Sportplakette NRW als Vorbild geehrt, meldet der Anzeiger. +++ Und im Anzeiger bezeichnet ein Leserbriefschreiber die nach wie vor nicht offiziell im Betrieb befindliche Bayer-Medienfassade als „die bescheuertste Fassade, die ich je gesehen habe“.

Kultur: Den dritten Konzerttag der Jazztage fasst Frank Weiffen für den Anzeiger zusammen.

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CDU Leverkusen ruft Rüttgers zu Hilfe

Nun soll es der Papa richten: Nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar Leverkusen die teure Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen versagen will, beabsichtigt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn laut Rheinischer Post nun einen Brief an die Staatskanzlei in Düsseldorf zu richten. Landesvater Jürgen Rüttgers solle sich der Sache annehmen und den Weg frei machen. Zumindest solle er einen zentralen Ansprechpartner für das Projekt beim Land einsetzen, fordert laut RP auch Markus Pott von „Opladen Plus“. Pott: „Das Projekt führt Opladen endlich aus der Rückständigkeit und bringt ganz Leverkusen auf Jahre hinaus neuen Schwung.“
Auf der überregionalen „Land & Region“-Seite des Leverkusener Anzeigers / Kölner Stadt-Anzeigers erläutert Rainer Schmidt das Bahnstadt-Projekt noch einmal von Grund auf. Im Lokalteil befragt der Anzeiger Leverkusener Politiker und stößt unter anderem auf Verständnis für Lindlars Vorgehen bei der Leverkusener Landtagsabgeordneten Ursula Monheim (CDU): Er habe „der Stadt ihre finanzielle Situation noch einmal ins Bewusstsein gerufen“, wird sie zitiert. (Leider finden wir keinen der Artikel online)
Radio Leverkusen meldet, dass die Bahn AG bereits erklärt habe, dass es einen neuen Bahnhof für Opladen nur mit der avisierten Gleisverlegung geben werde.

Einer Gerichtsverhandlung mit brisanter Vorgeschichte wohnte der Anzeiger in Opladen bei: Dort wurde vor dem Arbeitsgericht die fristlose Kündigung einer Betriebsratsangehörigen bei der Avea verhandelt. Sie soll einen Dienstwagen für private Einkäufe genutzt haben, habe der Vorwurf gelautet. „Wohl auch ein symbolischer Akt“ stecke hinter der ausgesprochenen Kündigung, habe das Gericht laut Anzeiger in Richtung Avea festgestellt, und einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Frau solle ihr Betriebsratsmandat niederlegen, sodann solle geprüft werden, zu welchen Konditionen eine Weiterbeschäftigung möglich sei.

„DyStar muss leben“, findet auch der Gesamtbetriebsrat von Lanxess. Im Interesse aller anderen Unternehmen im Chempark, zitiert der Anzeigerden Vorsitzenden Werner Czaplik, „müssen Lösungen für DyStar gefunden werden“.

Mit einer Marktmanagerin antworten die Händler in den Luminaden auf die Rathaus-Galerie von ECE, weiß die RP: Katrin Ecker sei von der Eventagentur Werner Nolden mit der Aufgabe betraut, das Management für die Luminaden GBR zu leiten. Sie solle die Außendarstellung der Shoppingzone koordinieren, und wolle dafür sorgen, dass „nicht alles bei ECE landet“, zitiert sie die RP. Ecker ist übrigens die Gattin von Hochspringer Danny Ecker.

Fußball spielt heute auch abseits des grünen Rasens eine Rolle: Die RP erinnert anlässlich der 20. Wiederkehr des Tags des Mauerfalls an die Shoppingtour von Reiner Calmund in der DDR, die Bayer 04 unter anderem die Stürmerlegenden Andreas Thom und Ulf Kirsten bescherte. Torhüter René Adler gehört zu den Anwärtern bei der Wahl zu Nordrhein-Westfalens Sportler des Jahres, meldet der Anzeiger. Und Günter Müller befragt Stefan Thomé vom Fanprojekt Leverkusen für den Anzeiger zum Thema Gewalt in Fußballstadien, nachdem der Bundesgerichtshof kürzlich entschied, dass Stadionverbote bereits erlassen werden können, wenn jemand nur unter dem Verdacht der Gewaltbereitschaft steht. Thomé findet, das Urteil „spiegelt Rat- und Hilflosigkeit wider. Aber, so traurig es klingen mag, es gibt wohl keine Alternative, um die Gewaltproblematik in den Griff zu bekommen.“

Die Schweinegrippe füllt der RP die Seiten häppchenweise: Der Leverkusener Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt schafft es mit seiner kühn klingenden Prognose, alleine in Leverkusen könne es derzeit bereits bis zu 3000 Fälle von Schweinegrippe geben, heute auch auf die überregionale „Wissen“-Seite. Im Lokalteil wird, nebst kurzem Kommentar, gemeldet, dass der Impfstoff Mangelware sei, ein Leserbriefschreiber sorgt sich um das Anfeuchten von Zeitschriften in Wartezimmern und obendrauf gibt es die Liste, die die impfenden Leverkusener Ärzte nennt und zu einem verlässlich wiederkehrenden Bestandteil der Printausgabe avanciert.

Im Streitfall Stadthalle Opladen lautet der Stand laut RP derzeit so: Ab Dezember solle Thomas Schmitz als Insolvenzverwalter von Eigentümer Uwe Fuhrmann die Rolle des Verpächters übernehmen, die Einnahmen direkt in die Insolvenzmasse fließen. „Wirklich schaaad“, findet Günter Loef, einstiger Pächter der Stadthalle, die Entwicklung rund um die Stadthalle laut RP.

Das „Komitee Opladener Karneval“ hat laut RP fünf Mitglieder in den Senatorenstand berufen: Stefan Ohlig, Armin Kotterheidt junior, Georg Opwis, Hans-Dieter Hennen und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Die angekündigte Fällung der rund 200 Jahre alten Rotbuche im Morsbroicher Schlosspark dokumentiert die RP als Lokalaufmacher. Im Wiesdorfer St.-Josef-Krankenhaus fühlen sich die Patienten offenbar wohl, wie die Umfrage einer Krankenkasse ergeben habe, weiß die RP: Zum Lohn gab es ein Qualitätssiegel für das „Juppes“. Unweit des Krankenhauses, an der Hauptstraße, Ecke Kleine Kirchstraße, steht noch das im Jugendstil erbaute Haus, das nun offenbar sehr bald abgerissen werden soll. Die Bürgerinitiative „Wohnliches Wiesdorf“ wolle vorher wenigstens die Engelsfigur retten, die die Fassade schmückt, weiß der Anzeiger.

Kultur: Den Beginn der 30. Leverkusener Jazztage (hier die Webseite) zelebrieren Anzeiger und RP jeweils mit großen Vorberichten, koeln.de zählt das Musikfestival immerhin zu den „Top Tipps zum Wochenende“.
Und in der Ausstellung „Hier stimmt die Chemie“ im Spektrum Leverkusen schaute sich Monika Klein für die RP um.

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Bahnstadt Opladen: Was ahnte Mues?

Die Lage ist ernst, die „veränderte Situation“ für die Bahnstadt Opladen durch die vom Regierungspräsidenten verweigerte Verlegung der Güterstrecke keine Kleinigkeit – das signalisiert die Rheinische Post ihren Lesern heute schon, indem sie gleich die beiden ersten Lokalseiten für dieses Thema frei räumt. „Teil der Bahnstadt droht das Aus“ titelt sie auf der ersten Lokalseite: Die Kosten für die Bahnstadt seien mittlerweile auf 125 Millionen angestiegen, Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar habe nicht zuletzt aus diesem Grund und mit Verweis auf die Schulden Leverkusens den Stadtoberen in einem Brief (den die RP auf Seite zwei komplett abdruckt und hier online bereit hält) mitgeteilt, die geplante Gleisverlegung nicht zu gestatten. Da die Gleisverlegung das entscheidende verbindende Element (RP: „das Herzstück“) des Konzepts für die „Neue Bahnstadt Opladen“ ist, darf das als ein harter Schlag für das Stadtentwicklungsprojekt gelten. Überdies drohe Lindlar der Stadt eine bevorstehende Zwangsverwaltung an.
Kämmerer Rainer Häusler und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn überbrachten gestern erst Vertretern der Ratsfraktionen und anschließend der Presse die Nachricht. Eigentlich habe der Anteil der Stadt an den Kosten der Gleisverlegung (in einer kalkulierten Höhe von 14,6 Millionen Euro) durch den Verkauf von RWE-Aktien finanziert werden sollen, das widerspreche Absprachen, erklärt die Bezirksregierung nun. Den Vertretern der Ratsfraktionen solle Häusler laut RP bereits Projekte genannt haben, deren Streichung die notwendigen Einsparungen bringen könnten: Umbau Busbahnhof Wiesdorf, Sanierung Ophovener Weiher, Sanierung Hauptfeuerwache sowie Straßenausbau Hitdorf. Die Verabschiedung des Haushaltsetats für 2010 sei gestern bereits von Dezember auf Februar verlegt worden. Die RP erkundigte sich bei Vertretern Leverkusener Ratsfraktionen, die weitgehend geschlossen ankündigen, für den Westteil der Bahnstadt kämpfen zu wollen. Klaus Hupperth von der CDU wolle nötigenfalls sogar Landesvater Jürgen Rüttgers zu Hilfe holen.
Im Kommentar stellt „peco“ die Frage, ob das Thema womöglich unter der Decke gehalten worden sei, um den Wahlkampf von Buchhorns Amtsvorgänger Ernst Küchler nicht damit zu belasten. Im beistehenden Artikel „Wer wusste wann Bescheid?“ erinnert „peco“ auch daran, dass Baudezernent Wolfgang Mues „bereits vor Monaten gewarnt“ haben soll. Tatsächlich hatte es Mues 2008 sogar abgelehnt, den Ratsentwurf für die Gleisverlegung zu unterschreiben (siehe hier). Öffentlich äußerte sich Mues damals nicht, wenige Monate später wurde er aus dem Bahnstadt-Aufsichtsrat entfernt, Begründung damals: Mues habe keine Zeit mehr dafür. Das fand nicht nur der Leverkusener Anzeiger schon sehr, sehr eigenartig.
Etwas gelassener als die RP berichtet der Anzeiger: Artikel („Stadtrat will sich wehren“) nebst Kommentar („Es riecht nach Schnellschuss“) vermitteln ein nicht so sehr getrübtes Bild der Gesamtlage mit Aussicht auf eine denkbare Korrektur. Tenor: Die Verfügung des Regierungspräsidenten sei möglicherweise nicht konsequent zuende gedacht und erweise der Stadt einen „Bärendienst“, falls andere dringende Investitonen auf der Strecke blieben.

Den Protestzug der DyStar-Mitarbeiter mit rund 800 Teilnehmern gestern durch Wiesdorf würdigen Anzeiger und RP jeweils mit kurzen Berichten. Es sollen „Investoren bevorzugt werden, die das Unternehmen als Ganzes weiter betreiben wollen“, zitiert die RP OB Buchhorn.

Nach der Umfrage bei Leverkusener Ärzten hat der Anzeiger heute auch Passanten zur Impfung gegen die Schweinegrippe befragt. Derweil meldet die Stadt nun einen „Run“ auf die Impfungen.

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) senkt die Strompreise zum 1. Januar, je nach Kundengruppe um bis zu vier Prozent.

Im Sportteil stellt die RP heute Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius in ihrem neuen Job als Trainerin in der Behindertensportabteilung beim TSV Bayer 04 vor. „Werkselfe“ Laura Steinbach von den Leverkusener Handballfrauen hat eine Patenschaft für den Verkauf der kürzlich erschienenen Biografie „Teamgeist“ des seit 1979 nach einem Sportunfall pflegebedürftigen Handballers Jo Deckarm übernommen, meldet der Anzeiger. Das weltweit große Interesse an dem Videoclip von der Bayer-Medienfassade bei YouTube (den wir an dieser Stelle auch bereits eingebettet hatten) resümiert die RP heute verblüffend detailliert (was alleine den Rückschluss zulässt, dass YouTube-User „1234bayer“ allerbeste Beziehungen zur RP-Redaktion pflegt). Vor Briefen der Finanzdienstleistungsfirma „Dr. Schneider & König“ warne die Verbraucherzentrale in Leverkusen, berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger ist auch den gefährlichen Tücken, die die Steinbücheler Straße für Fußgänger bereit hält, nachgegangen. Und heute ab 22 Uhr bis Montagmorgen wird die A3 zwischen Leverkusen und dem Kreuz Köln-Ost voll gesperrt, erinnert Straßen NRW u.a. bei leverkusen.com; wie sich Besucher des Fußballspiels heute Abend in der BayArena (Bayer 04 – Eintracht Frankfurt) am besten verhalten, rät leverkusen.de.

Kultur: Die Ausstellung „Zwei Welten“ der Foto-Designerin Annet van der Voort im Forum stellen heute RP und Anzeiger vor.
In der RP resümiert Monika Klein den Auftritt von Kleinkünstler Jess Jochimsen im K1.
Den Auftakt der Konzertreihe „Orgel Plus“ der katholischen Kirchen in Leverkusen kündigt der Anzeiger an: Los gehe es am Sonntag, 8. November, in St. Andreas in Schlebusch mit Saxofonist Martin Hilner und Organist Hans-André Stamm, die einen Bogen schlagen vom Barock bis zu Jazzstücken.
Die RP erinnert: Heute, Freitag, ist die „Nacht der Bibliotheken“, in der Stadtbibliothek in Wiesdorf werde dann ein „Traum aus 1001 Nacht“ Wirklichkeit. Und morgen, Samstag, 7. November, trete die Leverkusener Nadine-Kraemer-Band um 18.30 Uhr bei der Schulvereins-Gala in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auf.

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„Veränderte Situation“ in Opladen

Karneval sei Dank: Eine „Übergangslösung“ für die Stadthalle Opladen liegt laut Rheinischer Post in der Luft. Bevor die fünfte Jahreszeit in wenigen Tagen beginnt, ist den streitenden Beteiligten möglicherweise klar geworden, dass niemandem gedient ist, wenn die Jecken lieber woanders feiern. Stadthallen-Eigner Uwe Fuhrmann und Betreiber Sven Reumkens streben demnach eine „gemeinschaftliche Lösung“ an, mit der der Betrieb aufrecht erhalten werden soll, bis ein Gericht den Streit klärt. Damit sei laut RP „frühestens in einem halben Jahr“ zu rechnen.

Nichts genaues weiß man nicht, aber die RP sieht heute möglicherweise „Riesenprobleme“ auf das Projekt „Bahnstadt Opladen“ zukommen. Diese schlussfolgert die Redaktion aus zwei unterschiedlichen Mitteilungen der Stadt binnen drei Stunden. In der ersten werde mitgeteilt, dass Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar einen Zuschussbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Bahnstadt an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn übergeben wolle. In der zweiten Mitteilung, die gegen 18 Uhr verschickt worden sei, sei von einer „veränderten Situation“ für das Bahnstadt-Projekt die Rede, über die Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler die Presse heute informieren wollten.
Dass Häusler involviert sei, deute darauf hin, dass Geld fehlt, mutmaßt die RP und spekuliert über diese Szenarios: Möglicherweise seien Brücken nicht bezahlbar, der Bau der Fachhochschule in der alten Bahnhalle oder die Verlegung der Gütergleise zu teuer. Mal schauen, wer uns heute online als erster über die „veränderte Situation“ informiert.
Update: Beinahe gleichzeitig waren RP und Anzeiger online mit dieser Meldung: Regierungspräsident Lindlar verbietet aus Kostengründen die Verlegung der Gleise. Die RP liefert auch das entsprechende Schreiben Lindlars an Buchhorn mit.

Die Schweinegrippe ist heute in allen Leverkusener Medien wieder Thema: Radio Leverkusen weiß von der Einlieferung von fünf Kindern (eine Altersangabe finden wir nicht) mit Schweinegrippe in das Klinikum Leverkusen. Dazu passt die Meldung, dass der Impfstoff ab sofort auch für Kinder unter drei Jahren freigegeben sei. Mit Verweis auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer verteidigt Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt in der RP seine Annahme, dass es in Leverkusen 3000 Fälle von Schweinegrippe gebe – obwohl für ganz NRW „nur“ 7500 Fälle angegeben werden: „Es kommt darauf an, wie man hochrechnet.“ Aha. Der Leverkusener Anzeiger befragt derweil Leverkusener Ärzte, ob sie die Impfung für sinnvoll halten oder eher nicht.

Eine erwartbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Köln hat der Rheindorfer Thomas Heusner kassiert, weiß die RP: Heusner klagt als Frührentner mit kleiner Rente dagegen, dass er, anders als beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, nicht von den Rundfunkgebühren der Gebühreneinzugszentrale GEZ befreit wird. Heusner hält den Gebührenstaatsvertrag für „verfassungswidrig“ und will in die nächste Instanz gehen.

Zur von der Bundesregierung geplanten Verkürzung des Wehrdienstes, der zugleich auch den Zivildienst betreffen würde, hat sich der Anzeiger bei sozialen Trägern in der Stadt umgehört. Tenor: „Wir brauchen die Jungs!“

„Unseriös und inakzeptabel“ sei das Verhalten von General Motors mit Opel, zitiert Radio Leverkusen die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU). Mit dem Überbrückungskredit über 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung an General Motors gezahlt hatte und der nun zurückerwartet werde, entfalle auch die Bürgschaftslast für das Land NRW über 150 Millionen Euro. Dieses Geld könne nun vielleicht zur Rettung anderer Unternehmen verwendet werden, regt Monheim laut RL an.

An die Demonstration der Mitarbeiter von DyStar heute Nachmittag ab 16.30 in Wiesdorf erinnert Radio Leverkusen noch einmal. Der Demonstrationszug soll über B8, Dönhoffstraße und Elberfelder Straße führen, auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werde dort sprechen.

Rückblick, unter anderem mit dem Besuch der Expo-Real-Messe in München, und Ausblick bietet die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) in ihrem November-Newsletter. Die WfL werde sich auch auf dem Wirtschaftstag NRW am 10. November in Düsseldorf präsentieren, meldet heute kurz die RP, für Leverkusener Unternehmer halte die WfL Freikarten bereit.

Neues vom Verkehr in Opladen in der RP: Vier altersschwache Ebereschen an der Rat-Deycks-Straße seien während der Bauarbeiten dort entfernt worden, weiterhin gelte für den Bereich um den Berliner Platz: Besser weiträumig umfahren. Weitere Baumfällungen stehen bevor, unter anderem im Schlosspark von Morsbroich, meldet die RP: Am Freitag solle dort eine 200 Jahre alte Buche entfernt werden, sie sei „zu gefährlich“, wird der städtische Baumexperte Bernd Rechlin zitiert. Über Streuobstwiesen, die Obstbaumpaten benötigen, streift der Anzeiger. Sparkasse Leverkusen und NaturGut Ophoven rufen an Leverkusener Schulen einen Klima-Wettbewerb aus, für den die Schüler Elfchen – Gedichte aus elf Wörtern – verfassen sollen, in deren erster Zeile jeweils das Wörtchen „Klima“ stehen soll, melden Anzeiger und RP. Der Anzeiger stellt Karnevalsprinz Bernhard Bunse wenige Tage vor dem Sessionsauftakt vor. In Opladen weihnachtet es bald sehr, weiß die RP. In Bürrig können sich die Bürger an der neuen Orgel für St. Stephanus beteiligen, weiß der Anzeiger. In Leverkusen herrsche ein Hallenmangel für Sportvereine, die CDU fordert die Verwaltung daher zum Handeln auf, meldet Radio Leverkusen. Und in der Kritischen Ausgabe beantwortet Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen, den Fragebogen für „Germanisten, die es geschafft haben“.

Kultur: Über das verschiedenste Tanzstile vermischende Tanzstück „Love Hurts … Petrushka“ der Dance Works Chicago auf Einladung der KulturStadtLev im Forum zeigen sich die Kritiker von Anzeiger und RP gleichermaßen begeistert.

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DyStar zu 20 Prozent wieder in Betrieb

Gestern war die Rheinische Post online zwar deutlich schneller als der Leverkusener Anzeiger, heute im Blatt weiß der aber mehr über die wieder angelaufene Produktion bei DyStar in Leverkusen zu berichten: Die unterzeichneten Verträge mit Chempark-Betreiber Currenta zur Lieferung von Energie gelten laut Currenta-Sprecher Jürgen Gemke für die Zeit der vorläufigen Insolvenz, also bis Ende Dezember. Und produziert würden vorläufig nur Vorprodukte für die Nachbarn Bayer MaterialScience und Lanxess – denn die zahlen sofort. Zu 20 Prozent sei die Textilfarbenfabrik damit ausgelastet. Auch nähere Hintergründe kennt der Anzeiger: Bis unmittelbar vor dem Insolvenzantrag am 28. September habe man bei DyStar mit einem asiatischen Investor verhandelt, diese Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Außerdem gibt es laut Anzeiger Entwarnung für die DyStar-Rentner: Der Pensionssicherungsverein werde die Betriebsrenten im Insolvenzfall fortführen.

Die Leverkusener CDU schickt Rüdiger Scholz ins Rennen um die Landtagswahl. Das weiß nun wieder nur die RP, für den Anzeiger kam diese Entscheidung wohl zu spät. Scholz setzte sich gestern Abend gegen die Mitbewerber Albrecht Omankowsky und Rainer Ewig durch und folgt damit als Kandidat auf die derzeitige Landtagsabgeordnete Ursula Monheim. Auch leverkusen.com war schnell mit dieser Meldung.
Immerhin meldet der Anzeiger nun auch, dass für die SPD Eva Lux, frischgebackene Bürgermeisterin von Leverkusen, in den Landtag einziehen will. Die Genossen entscheiden am Freitag, 30. Oktober, über die Nominierung, bislang sei Lux die einzige Bewerberin in Reihen der Sozialdemokraten.

Den Austritt von Hans Erich Müller aus der Bürgerliste hievt die RP auf ihre erste Lokalseite. Sein Mandat in der Bezirksvertretung II nimmt Müller freilich mit. Erhard Schoofs erklärte laut RP, die Fraktion „ist über Müllers Abschied nicht sonderlich traurig“, allzu oft habe Müller sich nicht an Beschlüsse der Bürgerliste gehalten. Offenbar hatte Müller zuvor dem SPD-Kandidaten Heinz-Gerd Bast in der Bezirksvertretung seine Stimme für das Amt des Vorstehers verweigert, der daraufhin sein Mandat zurückgab. Der Stadt habe Müller mitgeteilt, er bliebe nun fraktionslos.

Beim Anzeiger ist in der Überschrift die „Schweinepest“ ausgebrochen, im Artikel geht es dann aber doch wieder um die Schweinegrippe, bzw. um das eher geringe Interesse an der Impfung gegen sie. Dabei hat sich nun auch der erste Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, pieksen lassen, wie die RP auf ihrer ersten Lokalseite fotografisch dokumentiert. Mit ihm nutzten 104 weitere Leverkusener die Chance am ersten Impftag. Amtsarzt Dr. Heinz Stammel hofft, dass sich 153.500 von den 162.000 Leverkusenern impfen lassen, das wäre „optimal“. Stammel selbst hat sich freilich noch nicht impfen lassen.

Zu vier Jahre Haft verurteilte das Landgericht Köln einen 31-jährigen Leverkusener, der im April 2007 eine Kraftfahrerin am Parkplatz Kurtekotten überfallen hatte, aber erst in diesem Jahr aufgrund von DNA-Spuren überführt werden konnte. Bei der Urteilsverkündung waren Anzeiger und RP dabei.

Außerdem: „Neues von der Bahnstadt Opladen verspricht der Anzeiger: Im einstigen Werkscasino an der Werkstättenstraße liegen die Pläne zum Baufortschritt aus. Über die „Maßgeblichen Veränderungen“ im Rahmen der Neuordnung der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum berichtet heute auch der Anzeiger. Bekim Hoxhai vom TuS Rheindorf ist Europameister im Thaiboxen, meldet der Anzeiger. Für ihren Einsatz nach dem Amoklauf von Winnenden ausgezeichnet wurde die Psychologin Kerstin Weidner, meldet der Anzeiger. Die Hauptschule Im Hederichsfeld in Oplaen muss ihren Sportunterricht nach Bürrig auslagern, berichtet die RP. Mit Pop-Art-Glamour schmückt sich Lanxess: Dass es im Warhol-Museum in Pittsburgh eine Kautschuk-Schau gibt, weiß auch die RP, allerdings nur im Print. Und Biofrontera gibt bekannt, dass sich die Zahl ihrer Aktionäre seit Jahresbeginn auf insgesamt rund 1200 vervierfacht hat.

Kultur: Den Fotografen Thomas Lüttgen und seine Bilder aus Afrika präsentiert heute die RP. Die Aufführung von „Les Arpenteurs“ auf Einladung der Bayer Kultur im Erholungshaus besuchte Monika Klein für die RP . In den „Jungen Zeiten“ im Anzeiger stellt Frank Weiffen heute den Leverkusener Musiker David Posor vor, der sich mit den Möglichkeiten des Internets bereits bestens arrangiert hat. Den Städtischen Chor Leverkusen unter der neuen Leitung von Michael Utz hat der Anzeiger vor seinem ersten Konzert (heute um 10 Uhr in der Friedenskirche an der Merziger Straße) besucht. Und die RP weiß auch von der neuen Ausstellung in der Kunststation im Klinikum Leverkusen sowie von einer Ausstellung mit Acrylbildern bei der Spedition Niesen.

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„Shoppen und Kino“ in Leverkusen

Dr. Karl-Friedrich Bruder erhält den NRW-Innovationspreis 2009. BILD: Presseservice NRW

Dr. Karl-Friedrich Bruder erhält den NRW-Innovationspreis 2009. BILD: Presseservice NRW

Die gute Nachricht zuerst, sogar mit Bild: Der promovierte Physiker Friedrich-Karl Bruder, in Diensten der Bayer MaterialScience AG, erhält in diesem Jahr den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie Innovation. Das teilt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung unsd Technologie in Düsseldorf mit. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert. Bruder entwickelt mit seinem Team eine neue Grundlage für dreidimensionale und farbige Hologramme auf Basis von Photopolymeren. Seine Forschung sei nicht nur „ein Meilenstein der optischen Technologie“, sondern habe auch „das Potenzial, die Datenspeicherung zu revolutionieren“, so die Begründung: Eine solche „holografische Speicherdisk“ biete Platz für 300 Gigabyte. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete bereits am Samstag auf seiner Land/Region-Seite, auch Monsters and Critics würdigt diese Meldung in seiner Technik-Rubrik. Bayer ist natürlich auch ganz schön stolz. Das Ministerium hält verschiedene Medien zu Dr. Bruder und seinem Team bereit, unter anderem ein Faktenblatt und ein Podcast. Die Verleihung des Preises soll am Montag, 2. November, ausgerichtet werden.

Die Rheinische Post macht nach der Standort-Kampagne von Bayer und Leverkusen die Probe aufs Exempel: Sie befragte Passanten in Wiesdorf, was denn nun das Lebenswerte an Leverkusen sei, wo diese Stadt ihre schönen Seiten habe. Der Kreisverkehr zwischen Kinopolis und Forum gehöre schon einmal nicht dazu, urteilt einer der Befragten. Ansonsten sammelt RP-Reporter Roman Zilles Lob, Tadel und Verbesserungsvorschläge. Ein Mann zeiht die Kampagne der „Augenwischerei“ und verweist auf zwei Freunde, die bei DyStar arbeiteten und nun vor dem Nichts stünden. Zwei jungen Damen gefällt es hingegen durchaus gut in Leverkusen, sie verraten, was sie hier am liebsten tun: „Shoppen und Kino.“ Und die Eheleute Müller aus Opladen fassen angesichts der Freizeitmöglichkeiten zusammen: „Wer in Leverkusen einsam ist, ist selber schuld.“ (Kleiner Hinweis in eigener Sache: Zur Veranstaltungübersicht in der rechten Spalte gesellt sich ab sofort auch ein Link zu youngLev.de, wo Partys in Leverkusen zu finden sein sollen.)
Das passt nicht ganz zum Thema, oder vielleicht doch: Was junge Menschen sonst noch so nach Leverkusen verschlägt, erfährt man recht unvermittelt in dem Beitrag aus dem WDR-Fernsehen über den Film von Günther Wallraff: Der Herr, der ab Minute 9:12 interviewt wird, verrät es.

Apropos Kreisverkehre: Drei „große, gefährliche Kreisel“ als Unfallbrennpunkte im Stadtgebiet stellt der Leverkusener Anzeiger vor. In Opladen seien das der Kreisverkehr am Berliner Platz sowie der „Rennbaumkreisel“, und in Wiesdorf, eben: „Der Kinopolis-Kreisel“.

Dem Fanhaus der Bayer-04-Anhänger in der Lichstraße einen Besuch abgestattet hat der Anzeiger am Samstag. Die „Fanhaus Open“ wurden ab 13 Uhr ausgerichtet in dem Haus, das von Fans unter der Regie der Bayer-04-Fanbetreuung (mit Andreas „Paffi“ Paffrath und Frank Linde) sowie des Fanprojekts Leverkusen (mit Stefan Thomé) gastlich hergerichtet wurde. Das Haus stehe allen Fußballfreunden offen, gleich welchen Alters, betont Linde: „Wir wollen hier ein gemischteres Volk reinbekommen.“

In das Thema Neue Bahnstadt Opladen geradezu verbissen hat sich der Anzeiger: Die letzte Seite informiert heute ausführlich über Bau- bzw. Abrissfortschritt im Süden und Norden des Geländes.

Die ab sofort gültigen Winteröffnungszeiten im Neuland-Park (6 bis 18 Uhr) verkündet heute auch die RP, Stefan Schneider begrüßt die strikte Regelung mit Anzeigen nach den zahlreichen Fällen von Vandalismus in einem Kommentar: „Kein Pardon im Neuland-Park.“

Der WDR hörte sich am Freitag bei einem Autoreifenhändler in Wiesdorf nach der großen Nachfrage nach Winterreifen um.

Beim Festival der Marxistisch-Leninistisch Kommunistischen Partei (MLKP) in der Smidt-Arena war Andreas Born von leverkusen.com mit einer Kamera dabei. Damit aus seinem Besuch bei dieser Bewegung mit türkischen Wurzeln niemand falsche Schlüsse zieht, stellt Born vorsichtshalber einen Link zum Verfassungsschutz dazu.

Kultur: Die Kulturvereinigung Leverkusen gratuliert Petra Clemens und Stefan Lapke zum Kurt-Lorenz-Preis.
Und RP und Anzeiger waren bei einer Art Woodstock-Revival im Saal Norhausen in Rheindorf.

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„Mir tut Opladen leid“

Zur Insolvenz von DyStar hat Philipp Mimkes vom Verein „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ mit Dr. Hauke Fürstenwerth gesprochen, auf dessen LevLog-Meinungsbeitrag zu DyStar wir bei dieser Gelegenheit noch einmal hinweisen. Das Interview ist hier abrufbar. Frage Mimkes: „Ist eine mittelgroße Stadt wie Leverkusen den globalen Finanztransaktionen multinationaler Unternehmen eigentlich gewachsen?“ Antwort Fürstenwerth: „Wenn sie durch entsprechende politische Rahmengesetzgebung geschützt wird: ja. Wenn man sie aber gemäß der Auffassung vom ehemaligen Vorsitzenden der Grünen, Joschka Fischer, man könne keine Politik gegen die Finanzwirtschaft machen, im Regen stehen lässt: nein.“
Große querformatige Bilder für die erste Lokalseite ermöglicht dem Leverkusener Anzeiger und der Rheinischen Post das Banner, das DyStar-Mitarbeiter gestern an einem Gebäude angebracht haben, den Text kennen wir schon vom jüngsten Fußballspiel aus der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt.“ Heute, so die kleine Meldung zu den großen Bildern, wird laut Insolvenzverwalter Stephan Laubereau mit Currenta verhandelt, ob DyStar wieder Energie geliefert bekommen kann, um seine Produktion wieder anzufahren.

Heute morgen um 8.20 Uhr sendete DeutschlandRadio Kultur in der Sendung „Ortszeit“ eine Reportage von Claudia Hennen, die Christel Hoheisel zur Arbeitsagentur begleitete. Hoheisel war die Angestellte, die im Woolworth in Leverkusen-Wiesdorf die Türen jüngst für immer schließen musste.
Ähnliche Sorgen machen sich auch manche Einzelhändler in Wiesdorf vor der Eröffnung der ECE Rathaus-Galerie im Frühjahr 2010. Nachdem mit dem Sporthaus Röhrich (seit 50 Jahren) und dem Optiker- und Schmuckgeschäft Roetzel (seit 106 Jahren) zuletzt wieder Traditionsgeschäfte ihre Pforten für immer geschlossen haben oder noch schließen, hat sich der Anzeiger bei Einzelhändlern umgehört – und stößt auf durchaus unterschiedliche Ansichten, die offenbar eng mit dem Blickwinkel zusammenhängen: Elli Lützenkirchen vom „Papierlädchen“ schräg gegenüber vom neuen Einkaufscenter glaubt, dass mit der Rathaus-Galerie wieder mehr Kunden in die City und damit auch in ihr Geschäft gelockt werden. Etwas anders sieht das Uwe Baur in seinem Schuh- und Orthopädiefachgeschäft, das an der Hauptstraße entschieden weiter ab vom Schuss angesiedelt ist. Er klagt: „Hier sind die Auswirkungen schon zu sehen.“ Ellen Hölzer schließt ihre Drogerie Hölzer an der Hauptstraße zum Jahresende, Hildegard Ern vom Haushaltswarengeschäft Ern in den Luminaden glaubt, dass alle Geschäfte zwischen Center und Kaufhof profitieren können. Frank Riedel macht sich weniger Sorgen um seine Apotheke unweit des ECE-Neubaus, sondern denkt an die benachbarten Zentren: „Mir tut Opladen leid.“

Dafür hat Opladen demnächst einen „Kümmerer“, wie die RP meldet: Es ist Evelyn Erb, die die Stadt Leverkusen eingestellt hat, um sich kleiner Anliegen von Mitbürgern im Stadtteil anzunehmen. Ein Büro im Wohnhaus Upladin wird ihr gestellt, Geld gibt es aber keines für sie und ihren Stellvertreter Bernhard Bauer – sie arbeiten als Ehrenamtler.

Keine zwei Wochen bis zum 26. Oktober, dann konstituiert sich der neue Rat der Stadt – und noch immer hat sich keine mehrheitsfähige Koalition herauskristallisiert, wie uns die RP mit ihrem Aufmacher unter der knalligen Überschrift „Pokerspiel um die Macht im Rat“ erinnert. „Desillusioniert“ gibt sich der neue CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn: „Es gibt eine massive Front gegen die CDU“, gesteht er der RP. Mit einem „Forderungskatalog“ möchte offenbar die Bürgerliste ihr Herzblatt finden – 39 Fragen zu Themen, mit denen die Fraktion bislang im Rat gescheitert war, seien an CDU, SPD und andere gegangen. „Wir warten auf Antworten“, wird Erhard Schoofs zitiert, der auch andeutet, die CDU habe derzeit leicht die Nase vorn in der Gunst der Bürgerliste. „Ein unverschämter Katalog“, findet freilich FDP-Chef Friedel Ferber, der möglicherweise um die Rolle des Juniorpartners in einer Koalition fürchtet, und warnt: „Wenn der (Schoofs) alle Posten für die Bürgerliste hat, dann schert der bald ‚wegen unüberbrückbarer Differenzen’ aus einer Kooperation wieder aus.“ Es gebe nur eine Lösung aus dem Mehrheits-Dilemma: „CDU und SPD müssen aufeinander zugehen.“ Diese Ansicht gefällt auch RP-Kommentator „US“. Der resümiert: „Die großen Fraktionen müssen sich zusammen raufen“ – vielleicht ein absichtsvoller Schreibfehler.

Einen neuerlichen, etwas genaueren Blick auf die Bahnstadt Opladen und auf Wege zu einem harmonischen Miteinander mit dem Stadtteil Quettingen wirft der Anzeiger.

Post aus dem Gallierdorf zum Verkehrskonzept rund um die BayArena veröffentlicht die RP heute, auch online: Gisela Kronenberg (alias „Gutemine“) und Ute Pilch erläutern noch einmal die vielfältigen Belästigungen, denen die Bewohner der Siedlung ausgesetzt sind. Und sie freuen sich über die jüngste Feststellung von Klaus Hupperth (CDU), nach der das Stadion schlicht am falschen Ort stehe.

Leverkusen.com meldet mit Rainer Ewig den dritten parteiinternen Kandidaten auf die Nachfolge von Ursula Monheim: Der Vorsitzende der Schlebuscher Werbe- und Fördergemeinschaft sowie stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Schlebusch steigt zu Rüdiger Scholz und Albrecht Omankowsky in den Ring um die CDU-Kandidatur zur Landtagswahl 2010. Die CDU nominiert ihren Kandidaten am 28. Oktober in der Stadthalle Bergisch Neukirchen.

Von ihrem Besuch im „Olymp der Forschung“, der naturwissenschaftlich-medizinisch ausgerichteten Leopoldina in Halle/Saale, erzählen dem Anzeiger die Schüler Patrick Dietz und Philipp Egenolf vom Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Von „neuem Ärger“ um die geplante CO-Pipeline von Bayer, freilich jenseits der Leverkusener Stadtgrenzen, weiß die RP.

Radio Leverkusen meldet eine Umsatzsteigerung bei der Wupsi: Dank verstärkter Kontrollen sei die Bereitschaft der Fahrgäste merklich angestiegen, ihre Fahrten auch ordnungsgemäß zu bezahlen, teilt Vorstandschef Marc Kretkowski mit.

Mazda hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert, meldet der Anzeiger.

Kultur: Beim zweiten „Kulissen-Talk“ der Bayer-Kulturabteilung mit Heidi Mahler, Ohnsorg-Schauspielerin und Tochter von Heidi Kabel war die RP dabei – und bespricht heute auch das Gastspiel des Ohnsorg-Theaters mit „Frühstück bei Kellermanns“.

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Jobversorgung in Leverkusen top

Ausnahmsweise mal positive Nachrichten aus den Wirtschaftsressorts: Bayer Material Science hebt die Arbeitszeitverkürzung wieder auf, wie auch Leverkusener Anzeiger (hier) und Rheinische Post (hier) melden: Ab November arbeiten die rund 4100 Beschäftigten wieder voll für vollen Lohn. Bayer hatte Arbeitszeit und Löhne Anfang Februar um knapp sieben Prozent reduziert.

Dem Raps die letzten Geheimnisse entlockt hat Bayer auch, nun freilich Bayer CropScience: Dort wurde, so die zweite Meldung des Tages aus der Bayer-Kommunikation, erstmals das gesamte Genom der Rapssorte Canola (lateinisch „Brassica napus“) sowie die darin enthaltenden Genome der Pflanzen Rübsen („Brassica rapa“) und Kohl („Brassica oleracea“) entschlüsselt. Was das nun für den Raps bedeutet, geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor.

Bei einem Städteranking der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und der WirtschaftsWoche mit insgesamt 50 Städten belegt Leverkusen Rang 29, zwischen Hagen und Kassel; Primus ist München, gefolgt von Münster, Hamburg und Düsseldorf, Köln liegt auf Rang 20. Bei der Arbeitsplatzversorgung ist Leverkusen sogar die beste Stadt: „2008 waren in Leverkusen 61,6 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 55,9 Prozent“ Fazit: Die „Bayer-Stadt hat die beste Jobversorgung, fällt jedoch bei der Wirtschaftsdynamik ab“. Das detaillierte Ergebnis für Leverkusen ist hier abrufbar. Auch die Zeitungen berichten, hier die RP, hier der Stadt-Anzeiger.

Von einem Erfolg vor Gericht für die Energieversorgung Leverkusen (EVL) berichten die Zeitung für kommunale Wirtschaft (hier) und die RP: Die Tochterfirma „eprima“ des Wettbewerbers RWE darf nicht mehr in Haustürgeschäften und per Telefon in Leverkusen behaupten, RWE arbeite mit der EVL zusammen. Dies sei falsch, das Landgericht Köln wertete dies als „unlautere und wettbewerbswidrige Verkaufspraktiken“.

Beim Anzeiger angerufen hat das Büro des vorläufigen DyStar-Insolvenzverwalters Stephan Laubereau und erklärt, man werde gemeinsam mit der Arbeitsagentur eine „Koordinationsstelle“ einrichten und nach einer Lösung für die 21 ehemaligen DyStar-Mitarbeiter suchen, die nun ihre zugesagten Abfindungen in hoher fünfstelliger Höhe nicht erhalten. In der RP schimpft Bodo Wilms, seines Zeichens Bezirksleiter Leverkusen der Gewerkschaft IG BCE, gegen DyStar-Eigentümer Platinum Equity, diese begehe „Vertragsbruch“: „Die Arbeitnehmer haben jederzeit ihren Beitrag geleistet, aber der Arbeitgeber hat letztlich die Zusagen nicht eingehalten.“ Beide Artikel sind leider nicht online abrufbar.

Aber apropos IG BCE: Deren designierter neuer Vorsitzender Michael Vassiliadis begann seine Gewerkschaftskarriere einst bei Bayer in Leverkusen, vor seiner Wahl am Dienstag berichten unter anderem RP (bereits gestern) und WirtschaftsWoche.

Über die rund zehn Millionen Euro teuren neuen Laborräume am Klinikum Leverkusen berichten nun auch Anzeiger und RP, jeweils recht ausführlich, die RP freilich nicht online.

Auch die Bestätigung von Roswitha Arnold als Leverkusener Grünen-Chefin wird in den Zeitungen heute bestätigt.

Die RP macht ihren Lokalteil mit einer Reportage über mögliche „Hundehasser“ am Rhein bei Hitdorf auf: Dort legen Unbekannte offenbar mit Nägeln gespickte Stofffetzen aus.

Der Anzeiger zeigt auf der ersten Lokalseite das Bild von mehr 1000 Rheindorfer Schülern, die sich im Friedenspark zu einem Regenbogen formierten, und dazu das Friedensparklied „Farbenland“ sangen mit viel Text dazu. Die RP war auch da.

Bei einer Diskussion über das neue Kinderbildungsgesetz, kurz: KiBiZ, vor offenbar recht leeren Rängen haben Anzeiger und RP zugehört, auch beim „Markt der Möglichkeiten“ in Pattscheid , einer Messe fürden Klimaschutz waren Anzeiger und RP mit dabei.

Mit Thomas Röhrich vom Sporthaus Röhrich, das derzeit jeden Tag noch ein bisschen leerer gekauft wird, sprach Günter Müller für den Anzeiger. Röhrich betont, dass er weiter Geld verdienen will, nämlich mit seinem kleinen Laden im Soccer-Centor. Und dass die von ihm mitbetreute Basketball-Giants-League für Schulen demnächst wieder starte.

Gleich zwei mal geht es in der RP heute um Friseure: Auf Seite vier begutachtet Barbara Schmickler die neuen Frisurtrends für den Herbst, präsentiert von der Friseurinnung Bergisches Land („Die Dauerwelle kehrt zurück“), auf Seite drei wird über „Schwerpunktprüfung“ des Hauptzollamtes bei Friseurbetrieben in Leichlingen und Rhein-Berg (leider nicht online): Dabei flogen Fälle von Lohndumping auf, im Einzelfall wurden Stundenlöhne von 1,50 bis 5 Euro festgestellt.

Gestern schwärmte Eberhard Foest noch vom „Edel-Rost“, heute schiebt die RP hinterher, dass der für die Bahnstadt-Brücken vorgesehene Corten-Stahl vor allem wohl doch eine Sparmaßnahme ist. Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender der Bahnstadt-Gesellschaft, jedenfalls wird so zitiert: „Wir haben uns für dieses Material entschieden, weil es geringe Folgekosten hat.“ Das Material müsse in 50 Jahren nicht ein mal gestrichen werden.

Kultur: Bei der konzertanten Aufführung der Händel-Oper Armida durch das Kammerorchester L’arte del mondo und dem türkischen Pera Ensemble auf Einladung der KulturStadtLev im Forum sahen eine offenbar angetane Monika Klein für die RP, ein nicht vollends überzeugter „gb“ für den Anzeiger – und außerdem auch der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, von dem nicht überliefert ist, wie es ihm gefallen hat.
Der Anzeiger stellt vor der Leverkusener Kunstnacht am Freitag, 30. Oktober, den impressionistischen Maler Josef Schiefer aus Leverkusen.

Und für alle, die es gestern verpasst haben: Hier sind die Buchempfehlungen von Manfred Gottschalk von der Buchhandlung Gottschalk in Schlebusch gestern Nachmittag bei DeutschlandRadio Kultur. Als ein „besonders spannendes Buch“ empfiehlt er:
„Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky (Aufbau Verlag, 320 Seiten, 19 Euro). Als „besonders schönes Buch“ nennt er „Müller hoch drei“ von Burkhard Spinnen (Schöffling, 296 Seiten, 17,90 Euro). Sein persönlicher Lieblingstitel ist „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón (Suhrkamp, 563 Seiten, 9,90 Euro). Und als das Buch, von dem man etwas lernen kann, nennt Gottschalk: „Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo“ von, huch: Maren Gottschalk (Beltz & Gelberg, 220 Seiten, 16,95 Euro).

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Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

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„ECE zeigt Wirkung“

Die Rathaus-Galerie ist noch längst nicht eröffnet, das Geschäftesterben in Wiesdorf ist freilich schon in vollem Gange: Das Sporthaus Röhrich schließt seine Pforten bis Mitte November. Nachdem Junk-Food-Fans in der Wiesdorfer City schon eine ganze Weile auf ihre McDonald’s-Klopse verzichten müssen, hat nun das Sportfachgeschäft ausgerechnet im Jubiläumsjahr – das Haus in Wiesdorf existiert seit 50 Jahren – die Notbremse gezogen. „Nicht schön rechnen können“ habe er sich einen Sportmarkt mit 1000 Quadratmetern in der Rathaus-Galerie, erklärt Geschäftsführer Thomas Röhrich dem Leverkusener Anzeiger. Will wohl heißen: Das Geschäft in der Dönhoffstraße, Ecke Otto-Grimm-Straße, am Rande der Fußgängerzone, hatte so oder so keine Zukunft: Entweder Röhrich wäre selbst in die Galerie gezogen, oder ein anderes Mitglied aus dem Intersport-Verbund – letzteres wird nun der Fall sein, die Voswinkel-Gruppe dort einen Sportmarkt betreiben. Einige Angestellte von Röhrich sollen übernommen werden, einschließlich Thomas Röhrich selbst, der laut Rheinischer Post Filialleiter werden könnte. Die RP kommentiert kurz und knapp: „Das ECE-Zentrum zeigt Wirkung.“

Die Pleite von DyStar, das laut Anzeiger offenbar schon länger seine Rechnungen unter anderem bei Chempark-Betreiber Currenta nicht mehr begleicht (weswegen Currenta auch unlängst den „Strom“ abgedreht hat), kommentiert Thomas Käding: „Seit Montagabend haben die Mitarbeiter von DyStar die Gewissheit, dass die dunklen Befürchtungen, die jeden Verkauf aus dem Bayer-Konglomerat begleiten, vollkommen berechtigt sind.“

Zur Abwechslung eine gute Nachricht kommt vom Sport: Beim TSV Bayer 04, aus dessen Spitzensportförderung die Bayer AG sich unlängst weitgehend zurückgezogen hat, wird es weiter Leichtathletik auf höchstem Niveau geben, zumindest bis zu den olympischen Spielen 2012 in London. Dafür sorgen ein Netzwerk von Sponsoren, Stiftungen sowie Land und Deutscher Leichtathletikverband. „Das Eis war dünn geworden, doch nun stehen wir wieder auf Packeis“, erklärte Abteilungsleiter Joachim Strauss gestern der Presse. Neben Anzeiger, der im Lokal– und im Sportteil (nicht online) berichtet, und RP ist diese Nachricht unter anderem auch der Süddeutschen, Financial Times oder der WAZ-Gruppe eine Meldung wert. Bei der Pressekonferenz, auf der die frohe Botschaft gestern im Beisein von Steffi Nerius verkündet wurde, war auch leverkusen.com dabei:

Weniger schöne Neuigkeiten zur Bayer-Medienfassade meldet Radio Leverkusen heute: Es gebe Probleme mit der Technik, die LED-Lampen leuchteten „noch nicht wie sie sollten“. Die für Oktober geplante Inbetriebnahme sei deshalb auf unbestimmte Zeit verschoben.

Michael Schmidt, Ex-SPD’ler und nun für die OWG-UWG im Stadtrat, liest offenbar auch die RP und scheint Gefallen gefunden zu haben an dem Kommentar von Ulrich Schütz, der gestern forderte, Eva Lux und Walter Mende von der Leverkusener SPD-Spitze sollten zurücktreten. Schmidt erinnert sich offenbar an alte Fronten aus seiner eigenen SPD-Zeit und soll laut RP nun seinerseits gefordert haben, „das Leverkusener Mittelmaß Lux“ müsse aus dem „desaströsen Kommunalwahlergebnis der SPD die Konsequenzen ziehen“. Peter Korn hat Lux diese „Grüße“ in einem Interview brühwarm weitergeleitet, und die kontert: „Das ist ein mittelmäßiger Versuch, den politischen Gegner zu treffen.“ Ihre und die Politik Mendes sei „Links ausgerichtet, ohne jeden neoliberalen Anstrich“, erklärt sie und deutet zugleich an, dass man zukünftig das Gespräch mit der Leverkusener „Linken“ suchen werde.

Der Anzeiger spekuliert über Karl Lauterbachs gesundheitspolitische Ambitionen im Bundestag – dann möglicherweise ganz ohne seine Konkurrentin Ulla Schmidt.

Einen neuerlichen Überfall auf einen Taxifahrer hat es am Dienstag in Hitdorf gegeben, melden Anzeiger, RP und Radio Leverkusen.

Der Arbeitsmarkt in Leverkusen hat sich im September mit 7286 Arbeitslosen allein aufgrund großzügig zugewiesener Fortbildungsmaßnahmen gegenüber dem Vormonat geringfügig entspannt, melden heute auch Anzeiger und RP.

Bei der Versteigerung des Köttershofs am Amtsgericht Opladen für exakt 1,725 Millionen Euro an den Steinbücheler Bauunternehmer Hans Paffrath waren Anzeiger und RP (nicht online) dabei.

Erschwinglich und grün sollen die Wohnungen in der Neuen Bahnstadt Opladen werden, verkünden Anzeiger, RP und Radio Leverkusen unisono.

Und am Fanstammtisch mit den Bayer-04-Kickern Eren Derdiyok und Daniel Schwaab in der „Pille“ nahm auch der Anzeiger Platz.

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