Schlagwort-Archive: Bayer 04

„Wir wollen hier gewinnen!“

Bayer 04 und die Leverkusener Fußballfans betrauern den Tod von Sascha Lewandowski.

Der Fußballtrainer, der zuletzt wegen eines „Burnout“-Syndroms sein Engagement bei Zweitligist FC Union Berlin vorzeitig beenden musste, starb mit 44 Jahren in Bochum. Als Trainer der Leverkusener Profis gemeinsam mit Sami Hyypiä feierte er bemerkenswerte Erfolge. Unter anderem gelang es dem Trainer-Duo, nach 23 Jahren wieder einen Sieg beim FC Bayern München einzufahren: Beim 2:1-Sieg der Leverkusener im Oktober 2012 fingen die Mikrophone dabei am Spielfeldrand einen Satz Lewandowskis zu Gonzalo Castro ein, der so gar nicht zu Leverkusens sonst üblichem Auftreten im Münchner Olympiastadion passen wollte – kurz bevor Sidney Sam tatsächlich den Siegtreffer für Bayer 04 erzielte. Stefan Klüttermann (twitter) beschrieb das damals für die Rheinische Post sehr treffend so:

Es läuft die 84. Minute in der Allianz-Arena. Sieben Zeigerumdrehungen zuvor scheinen Bayers Träume vom ersehnten Auswärtssieg in München durch Mario Mandzukics Ausgleichstor zerplatzt zu sein. Ja, mehr noch: Viele erwarten nun den Siegtreffer der Münchner. Und was macht Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski? Gibt er den Befehl zum kolossalen Einigeln, um wenigstens das Remis über die Zeit zu retten? Ein Achtungserfolg als kleine Lösung?

Nein. Ganz im Gegenteil. Lewandowski ruft Gonzalo Castro deutlich hörbar zu: „Wir wollen hier gewinnen!“ Es ist ein Satz in den Startlöchern zum Kultstatus. Einer, den sich so mancher Fan der Werkself im Geiste einrahmen dürfte. Und es ist ein Satz, mit dem Lewandowski einem in Sachen Eigenwerbung für ihn perfekten Tag das i-Tüpfelchen aufsetzt.

Der Verein wird Sascha Lewandowski ein ehrendes Andenken bewahren. Für die Fans hat sein Satz, in dem sein Enthusiasmus, seine Begeisterung und sein Ehrgeiz wie in einer Nussschale stecken, längst den Kultstatus, den Klüttermann voraussah. Hier ist der Satz dokumentiert (er lautet korrekt tatsächlich ohne „hier“ – gleichviel: Gänsehaut!):

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Bayer 04 und Leverkusen: cui bono?

Bayer 04 und Stadt Leverkusen

Leverkusens Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (v.l.), Professor Dr. Sascha L. Schmidt vom Institute for Sports, Business & Society, Bayer-04-Sprecher Meinolf Sprink und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bei der Präsentation der Studie.

Bayer 04 Leverkusen hat beim Institute for Sports, Business & Society, kurz ISBS, eine Studie in Auftrag gegeben, mit der der Nutzen, den die Stadt Leverkusen vom Fußballverein Bayer 04 Leverkusen hat, dargelegt werden soll. Jetzt haben Professor Dr. Sascha L. Schmidt und sein Institut geliefert: Holzhäuser ist stolz – und OB Buchhorn hat’s eh schon vorher gewusst.

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„Rassismus ist ein Arschloch!“

Noch bis Samstag zeigt die Stadtbibliothek Leverkusen in Wiesdorf die Ausstellung „Tatort Stadion 2“. Heute referiert der Fansoziologe Dieter Bott über die Rolle der Massenmedien im modernen Fußball.

Tatort Stadion 2

Stadtbibliotheks-Leiterin Lucia Werder (li.) und Sozialpädagogin Daniela Frühling vom Fanprojekt Leverkusen freuen sich, die Ausstellung „Tatort Stadion 2“ nach Leverkusen geholt zu haben.

Es ist seit langem das erste Mal gewesen, dass man bei Bayer 04 Leverkusen von einem „Problem“ mit den Fans sprechen musste: Als die vergangene Saison sportlich endgültig nicht das einzulösen versprach, was sich die Fans erhofft hatten, zogen Trainer, Spieler und Geschäftsführung Unmut auf sich. Über „Beleidigungen aus der Fäkaliensprache“ empörte sich Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser damals gegenüber dem Express, „das ist eigentlich nicht zu tolerieren“. Inzwischen ist die Unruhe gewichen, woran zum einen die zufriedenstellenden Ergebnisse der vergangenen Monate ihren Anteil haben, zum andern sicher auch die gute Fanarbeit, die in Leverkusen betrieben wird.

Das Fanprojekt Leverkusen, ein eingetragener Verein, kümmert sich seit 1996 um die Belange der Fans, parallel zur Fanbetreuung von Bayer 04 selbst, mit denen sie sich das Fanhaus an der Lichstraße in Wiesdorf teilen. Dort finden Fans Ansprechpartner zu allen Themen, die sie beschäftigen – und umgekehrt pflegt man hier einen guten Draht zu den Fans. Sozialpädagoge Stefan Thomé und seit 2011 auch Sozialpädagogin Daniela Frühling bieten unterschiedliche Aktivitäten insbesondere für junge Fans an, wie etwa Touren zu Auswärtsspielen für Jugendliche bis 16 Jahren oder den Lauftreff. Dafür wurde Thomés und Frühlings Arbeit vergangene Woche mit dem Qualitätssiegel der Koordinationsstelle der Fanprojekte ausgezeichnet.

Initiative des Bündnisses Aktiver Fußball-Fans

Parallel zu der feierlichen Übergabe präsentiert das Fanprojekt in der Stadtbibliothek Leverkusen in Wiesdorf die Ausstellung „Tatort Stadion 2“, die dort noch bis Samstag, 17. November, zu sehen ist. Die Wanderausstellung ist auf Initiative des Bündnisses Aktiver Fußball-Fans, kurz „B.A.F.F.“, entstanden und die Fortsetzung einer Ausstellung, die unter dem Namen 2001 an über 200 Orten in Deutschland zu sehen war, auch in Leverkusen. Die Ausstellung, in Leverkusen unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Holzhäuser, widmet sich dem Thema Fußball und Diskriminierung. Und da kommt einiges zusammen: Sexismus, Homophobie, Rechtsextremismus, gar Antisemitismus sind demnach auf Stadionrängen keine Seltenheit. Die Ausstellung dokumentiert solche Fälle im deutschen und europäischen Fußball, aber auch die Gegenbeispiele, etwa das Banner von Fans des FC St. Pauli Hamburg. Auf schwarzem Grund ist dort diese klare Ansage vermerkt: „Rassismus ist ein Arschloch!“

Bibliotheks-Leiterin Lucia Werder begrüßt interessante Ausstellungen wie diese in ihren Räumen: „Das hat sich bewährt, zum einen bieten wir unseren Kunden damit etwas Abwechslung, zum anderen lockt man mit solchen Ausstellungen durchaus auch den einen oder anderen potenziellen neuen Kunden zu uns.“

Ein Rahmenprogramm widmet sich Themen mit Vorträgen und Diskussionen, über die Ultra-Szene, ebenso über Rechtsextremismus und Homosexualität. Heute, Donnerstag, 15. November, ab 15.45 Uhr, wird Fansoziologe Dieter Bott einen Vortrag über „Die Fußballidole der Fans – und den Einfluss der Massenmedien am Beispiel von Beckenbauer, Bayern München und der Bild-Zeitung“ halten. Der Eintritt zu Veranstaltung und Ausstellung ist frei.

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Lederhosen im Angebot

Die Kicker von Bayer 04 Leverkusen empfangen heute mit dem FC Bayern München den amtierenden Deutschen Meister in der BayArena zum Bundesliga-„Top-Spiel“ (Anpfiff: 18.30 Uhr). YouTube weiß: In den vergangenen 30 Jahren gab es bei diesen Partien schon einige Highlights. Zum Beispiel in der Saison 1980/81.
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Ballack? „WIR sollten den holen!“

Als vergangenen Mittwoch die Meldung die Runde machte, Michael Ballack werde den FC Chelsea verlassen, starteten zwei Bayer-04-Fans spontan das „Micha komm zurück!“-Blog: Patrick, 27, aus Hilden, jetzt in Barcelona, und Jan, 32, aus Köln wollen 10.000 Stimmen für eine Ballack-Rückkehr nach Leverkusen sammeln. Ein E-Mail-Interview mit den beiden, die tausende Kilometer voneinander getrennt und ohne sich persönlich zu kennen eine Flutwelle ausgelöst haben. Ein paar Überraschungen haben sie noch im Ärmel, verraten sie.
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Micha, komm zurück!

Aus aktuellem Anlass:

http://micha-komm-zurueck.blogspot.com

Die Mission „Ballack zurück zum SVB“ ist in vollem Gange.

„Wenn du mal als alter Sack von Bayern oder aus dem Ausland noch eine Saison als Libero bei uns spielen willst, bist du immer willkommen.“ Sagte Manager Reiner Calmund zu Michael Ballack bei dessen Abschied aus Leverkusen. Nun gibt es gleich drei Haken: Calmund ist weg, Liberos gibt es nicht mehr und Ballack will länger als nur eine Saison spielen. Andererseits wird gerade Rudi Völlers Villa frei, Unterhaching spielt längst weit unterklassig und ein Ballack würde sich auch nach seiner aktiven Karriere im Bayer-04-Management gut machen. Außerdem übernimmt bei „Mutter Bayer“ in Kürze ein Niederländer das Ruder, von dem noch niemand nichts genaues weiß. Der aber sehr wohl weiß, wie man den eigenen Laden durch strategische Zukäufe stärkt. Und sicher auch weiß, wie man sich mit einem Antrittsgeschenk Sympathien sichert. Also: Mach et, Marijn!

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Abschottung und Macht

Was höre ich: Konstantin Neven DuMont warnt heute in seinem Kölner Stadt-Anzeiger und in seiner Frankfurter Rundschau vor dem Internet?
Nicht direkt vor dem Internet. Neven DuMont fürchtet zwischen dem staatlich subventionierten (Internet-)Angebot des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks und der freien Bloggerszene um die Wettbewerbsfähigkeit der Zeitungsverleger. Das ist ja durchaus nicht unbegründet. Er garniert diese Sorge freilich mit einer allzu großen Portion diffuser Internet-Skepsis, verweist auf das bislang „weitgehend unregulierte Netz“, auf die Datenschutzpraktiken bei sozialen Netzwerken oder mangelnden Jugendschutz, und fragt, ob zunehmende Politikverdrossenheit und zurückgehende Wahlbeteiligungen auf die Digitalisierung zurückzuführen seien. Schließlich appelliert er in Richtung Politik: „Die offene Frage, wie wir unsere Demokratie in Zukunft ausgestalten, geht uns alle an.“

Soll wohl heißen, dass Zeitungen und ihre Verleger auf dem (digitalen) Informationsmarkt auch weiterhin ihren Teil zur demokratischen Meinungsbildung beitragen können sollen.
Etwas in der Art. Genau zu diesem Zweck, übrigens, verweisen wir hier auf seinen Beitrag. Er verweist freundlicherweise ja gelegentlich auch auf das LevLog. Auf diese Weise nämlich wird im Internet Relevanz generiert – ganz basisdemokratisch.

Also denn: Mittwoch, 19. Mai – was berichten Neven DuMonts Angestellte denn heute aus Leverkusen?
Der Leverkusener Anzeiger dreht seine Geschichte über den Wachdienst am Rathaus weiter. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn informiere in einem Schreiben darüber, dass der Vertrag mit dem Sicherheitsdienst jetzt auslaufe, dass es für diese Aufgabe bei der Stadt aber sehr wohl Personalmangel gebe und dass mit dem Sicherheitsdienst zugleich auch der Rathausvorplatz beaufsichtigt werden solle. Dazu hat der Anzeiger fünf Bürger befragt, die durchweg nicht einsehen, was so ein Wachdienst am Rathaus denn soll. Dass diese Wachdienst-Geschichte von Relevanz ist, beweist übrigens, dass die Rheinische Post das Thema heute auch aufnimmt (freilich ohne auf den Anzeiger zu verweisen). Besonders spannend daran sind nun…

…ja!?…
…die Kommentare dazu in den beiden Blättern: Während Ralf Krieger im Anzeiger fordert, OB Buchhorn möge recht bald den Befehl „Wachen – abtreten“ geben, weil die Wachleute ein Bild von Abschottung und Macht vermittelten, lenkt Ulrich Schütz in der RP in seinem Kommentar (leider nicht online) die Aufmerksamkeit eher auf die zunehmende Verunreinigung sowie auf Schäden durch Skater auf dem Vorplatz (heißt nicht umsonst „Leverkusener Domplatte“) – und spricht sich so zumindest indirekt für die Beibehaltung eines Wachdienstes aus.

Das ist echte Meinungsvielfalt!
Ganz im Sinne von Herrn Neven DuMont! Übrigens passen die Stichworte „Skater“, „Sicherheit“ und „Oberbürgermeister“ auch zu einem zweiten, aktuellen Thema: OB Buchhorn hat einer Mutter, deren Sohn am Skaterpark unter der Stelzenautobahn überfallen und geschlagen wurde, Hilfe zugesagt: Er sehe es „durchaus als Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ein solcher Überfall nicht noch einmal passiere“, versichere Buchhorn laut Anzeiger.

Was bietet die Rheinische Post heute außerdem?
Die RP hat immerhin schon ein Foto von einem der berüchtigten Google-Streetview-Autos in seinem Archiv. Aber Neues aus Leverkusen gibt es dazu auch hier nicht – dafür aber immerhin aus der Nachbargemeinde Leichlingen.

Was gibt es Neues aus dem Osten der Stadt?
Zeichen der Vergänglichkeit: Die vor sieben Jahren abgebrannte Gaststätte „Alt Schlebusch“ stehe nun vor dem Abriss. Eine Blutbuche im Park von Schloss Morsbroich hingegen vor einer möglichen Fällung retten möchte der Musiker Rolf Müller – trotz aufgehobener Baumschutzsatzung. Und am Klinikum solle sich der Ärztestreik zum Ende der Woche noch verschärfen: Die Ärzte wollen dann auch vor dem Klinikum demonstrieren.

Ein paar erfreuliche Geschichten?
Die RP stellt das Kirchencafé vor, dass sich in Wiesdorf als feste Institution etabliert hat. Und der Anzeiger hat Dorothee Willers-Klein und ihren Mann Wolfgang Willers anlässlich des zehnjährigen Bestehens des von ihnen gegründeten Deutsch-Italienischen Clubs Leverkusen besucht. Wer ihr Haus in der Pyritzer Straße betrete, „der überschreitet die Grenze nach Südeuropa“, bezeugt Frank Weiffen.

Was gibt es vom Sport?
Surachet Ngamtip aus Thailand ist zur Zeit Gastspieler bei der von Ulf Kirsten und Dirk Dreher betreuten zweiten Mannschaft von Bayer 04. Etwas länger, nämlich fünf Jahre, und nicht nur als Gast soll Mittelfeldspieler Sidney Sam die Bayer-Profis verstärken, wie die Fußball GmbH heute offiziell mitteilt.

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Kooperation RP – werkself.de: „Ihr seid die Referenz!“

Screenshot werkself.de

Screenshot werkself.de

Das Fan-Forum für Bayer-04-Fans werkself.de und die Onlineredaktion der Rheinischen Post haben eine Kooperation vereinbart: Beide Seiten verlinken seit Mitte Februar gut sichtbar aufeinander. Das Prinzip: Die RP liefert die Nachrichten, bei werkself wird diskutiert.
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Inter-Lev verliert absolute Mehrheit – Zum Abschied den Meistertitel?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 8. Februar 2010:
Höhere Beteiligung bei der Wahl zum Integrationsrat in Leverkusen. +++ Kämmerer Rainer Häusler kritisiert die Verdi-Forderungen. +++ Bayer-Chef Werner Wenning über Profite, Gehälter und Boni. +++ Lokalsport: Bayer 04-Kicker büßen Vorsprung ein.
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DyStar-Deal perfekt? – Time for the „Neverkusen“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 3. Februar 2010:
Wie weit ist der DyStar-Deal mit Kiri ? +++ Lanxess feiert und plant die Zukunft. +++ „Jamaika plus“-Bündnis: Roswitha Arnolds von den Grünen im Fokus. +++ Briten rätseln: Schlägt jetzt die Stunde von „Neverkusen“?
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