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150 Jahre: Bayer-Historie in Bildern

Vor 150 Jahren, am 1. August 1863, gründeten Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott in Barmen die Firma „Friedr. Bayer et comp.“. Wenige Jahre später zog die Firma ins nahegelegene Elberfeld um, bevor Carl Duisberg sie ab 1891 an den Rhein verlegte. Eine kleine Firmenhistorie in Bildern.

„Und dieser Carl Leverkusen war also ein Bayer-Mitarbeiter?“ – Über Entstehung und Geschichte der Stadt Leverkusen existiert oft ein erstaunliches Halbwissen: innerhalb der Stadt, noch mehr – naturgemäß – außerhalb. Natürlich war Carl Leverkus, so sein richtiger Name, kein Bayer-Mitarbeiter, wie ein Bonner Bekannter von mir jüngst mutmaßte. Leverkus hatte mit Bayer rein gar nichts zu tun. Seine Söhne, immerhin, haben das Firmengelände, das sie vom Vater übernommen hatten, Ende des 19. Jahrhunderts an die Farbenfabriken Bayer verkauft. Ein gewisser Carl Duisberg – er sehr wohl ein Bayer-Mitarbeiter – hatte den kühnen Plan entworfen, am Rhein zwischen Wiesdorf und Mülheim eine riesige Bayer-Fabrik entstehen zu lassen, die ab 1891 Gestalt annahm: Das Bayer-Werk. Carl Leverkus hatte sich dort wenige Jahre zuvor angesiedelt: 1861, also vor 152 Jahren, hatte er bei der Bezirksregierung in Düsseldorf die Genehmigung erhalten, dort seine Ultramarinfabrik ansiedeln zu dürfen. So sparte er es sich fortan, die Rohstoffe, die meist mit den Schiff über den Rhein geliefert wurden, noch kilometerweit bis ins Bergische Land schaffen zu müssen. Den Ort, der unter den Wiesdorfern bis dato schlicht „Kahlberg“ hieß, benannte er kurzerhand nach der Hofschaft bei Remscheid, von der er stammte: Leverkusen.

Erst 1912, mithin also vor 101 Jahren, verlegte Bayer seinen Hauptsitz hierher. Die Stadt „Leverkusen“ entstand 1930 durch den Zusammenschluss von Wiesdorf und Bürrig mit Schlebusch, Rheindorf und Steinbüchel – nicht zuletzt durch das Bayer-Werk waren die Bevölkerungszahlen bemerkenswert angestiegen.

Heute, am 1. August 2013, jährt sich die Gründung der Firma, der die Stadt ihre Existenz verdankt, zum 150. Mal: Die Bayer AG begeht ihr Jubiläum mit verschiedenen Aktionen (z.B. dieser hier), das LevLog zeigt einige Bilder aus dem Bayer-Archiv, die die Historie des einst in Barmen gegründeten heutigen Weltkonzerns beleuchten – einfach durchklicken:

Alle Bilder: Bayer AG

Mit „Die Bayer-Story“ zeigte die ARD am Montagabend eine bemerkenswerte Dokumentation, hier via YouTube abrufbar:

Auch der WDR-Hörfunk beschäftigt sich heute ausgiebig mit Bayer: Im „ZeitZeichen“ auf WDR 5 um 9.05 Uhr, auf WDR 3 um 17.45 Uhr sowie im „Stichtag“ auf WDR 2, um 9.40 Uhr sowie um 17.40 Uhr; außerdem „Aspirin, Giftgas und Makrolon – Die größten Segen und Flüche aus dem Hause Bayer“ in der Sendung „Leonardo – Wissenschaft und mehr“ um 16 Uhr auf WDR 5. Alle Sendungen hat die Leverkusener Journalistin Maren Gottschalk zusammengestellt.

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45.000 Bratwürste und 1 Teufelsgeiger

Bayer feierte seinen 150. Geburtstag mit einem großen Mitarbeiter-Fest in der BayArena, Motto: „Wir sind Bayer“.

Dieses Jubiläum dürfte Anke Feller in besserer Erinnerung bleiben als der 100. Geburtstag der Aspirin-Tablette im Jahr 1999: Damals musste sie, seinerzeit Aushängeschild der Bayer-Leichtathleten, das Bayer-Hochhaus, das sich zu diesem Anlass als weltgrößte Aspirin-Schachtel zurechtgemacht hatte, senkrecht hinunterwetzen. Am Samstag durfte sie festen Boden unter den Füßen behalten und gemeinsam mit Klaus Schenkmann und Entertainer Guido Cantz durch das Programm moderieren. Und das hatte mancherlei zu bieten: die Bayer-Philharmoniker, den Bayer-Männerchor, den Bayer-Anniversary-Song, Mitmach- und Staun-Elemente für die geladenen rund 30.000 Bayer-Mitarbeiter aus ganz Deutschland, die nach der letzten Konzern-Ausgliederung noch übrig geblieben sind. Marijn Dekkers war freitags eigens noch zum Friseurtermin in Wiesdorf geeilt und begrüßte seine Mitarbeiter nicht nur gut frisiert, sondern wusste auch, wer hier gefeiert werden sollte: „Die Leidenschaft, das Engagement unserer Mitarbeiter ist immer hervorragend gewesen, sie haben so viel geleistet in 150 Jahren!“ Als Höhepunkt der Bayer-Show wurde inmitten der Mitarbeiter, die auch im Innenraum vor der Bühne Platz fanden, das weltgrößte Bayer-Kreuz, das „Living Bayer Cross“ entrollt und mit einigem Effekt gefeiert. Und als Überraschungsgast strich schließlich Geiger David Garrett gemeinsam mit den Bayer-Philharmonikern eine Stunde lang gekonnt durch den Garten der Populär- sowie der klassischen Musik.

Noch beliebter als ohnehin schon bei Fußballspielen waren die Imbissbuden am Samstag: Schließlich wollten 45.000 Bratwürste, 5000 Kilogramm Fritten und 40.000 Liter Kaltgetränke, die natürlich samt und sonders auf die Rechnung des Geburtstagskindes gingen, genüsslich vertilgt werden.

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OB erwägt zivilen Ungehorsam

Jetzt soll’s feststehen: Kein Rot-Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen!
Die Linken in Leverkusen wussten es schon vor der Wahl: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“, verkündete ein Wahlplakat, das exklusiv in Leverkusen für die Linke warb.

Die können sie jetzt vielleicht bald schon wieder aufhängen: Wenn es Neuwahlen gibt. Freitag, 21. Mai – was steht in Leverkusen an?
Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat Leverkusen mal wieder einen Brief geschrieben: Er mahnt die Stadt zum – was auch sonst? – Sparen. Und richtet seinen Zeigefinger auf die Ausgaben für die Kultur: Er warte weiterhin auf ein Konsolidierungskonzept für die KulturStadtLev: „Bisher haben Sie mir kein dahingehendes Konzept vorgelegt.“ Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn habe Kulturdezernent Marc Adomat noch gestern damit betraut, ein solches Konzept zu erstellen. Laut Rheinischer Post (finde ich online leider nicht) kündigte er aber auch an, „über zivilien Ungehorsam nachzudenken“.

Ziviler Ungehorsam eines Oberbürgermeisters?
Durchaus wohlbegründet: „Sollten Land und Bund uns weiterhin mit teuren Pflichtaufgaben so belasten, dass wir unseren freiwilligen Aufgaben wie Kultur nicht mehr nachkommen können, kann ich nur sagen: Armes Deutschland, arme Kommunen“, zitiert die RP den OB.

Was vom Kulturgeschehen in Leverkusen spiegeln denn die Zeitungen heute wieder?
Einiges: Vom „Sonder-Einsatz-Kabarett“ am Landrat-Lucas-Gymnasium berichtet heute auch der Leverkusener Anzeiger. Der war nach langer Zeit auch mal wieder bei der Kabarett-Reihe im „K 1“, wo Bill Mockridge am Mittwoch die Saison beschloss. Und der Anzeiger stellt das Programm für den Morsbroicher Sommer vor. Das macht auch die RP, die heute auch die Fotos von Kabarettist Jess Jochimsen vorstellt. Nicht berichtet werden kann übrigens über die für heute und morgen Abend vorgesehenen Vorstellungen von „Oder nicht sein …“ des Jungen Theaters im Kulturausbesserungswerk: Ein Darsteller fällt mit Bänderriss aus.

Was lese ich: Der Betriebsrat bei Bayer hat etwas Überraschendes gemacht?
Den Wechsel beim Bayer-Betriebsrat in Leverkusen findet Thomas Käding „überraschend“ – und der lässt sich da üblicherweise eher selten überraschen. Thomas de Win tritt als Leverkusener Vorsitzender zurück und überlässt den Posten seinem Vize Oliver Zühlke. De Win bleibe aber Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Bayer AG. Käding unternimmt im nebenstehenden Kommentar den Versuch, diese neue Arbeitsteilung zu interpretieren. Und konzediert, dass Zühlke einen „kernigen Auftritt bevorzuge“ – der womöglich gefragt sei, wenn ab Oktober Marijn Dekkers das Ruder im Konzern übernehme, denn: „Niemand weiß, was die niederländisch-amerikanische Sphinx so alles im Schilde führt.“ Auch nicht Thomas Käding.

Noch nicht! Überrascht waren gestern auch die Bayer-04-Fans?
Die kickerMeldung von der bevorstehenden Einigung mit dem alten Bekannten Hanno Balitsch löste bei den Fans fraglos mehr Verblüffung denn Begeisterung aus. Tenor: „Wat soll dat denn!?“ Bestätigt ist der Transfer aber noch nicht.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen ja häufig weit auseinander. Gibt es eigentlich Neues zur Kritik am Ratssaal in der Rathaus-Galerie-Rotunde?
Die fasst die RP heute noch einmal auf drei Probleme zugespitzt zusammen: Zu stickig sei es, die Sonne blende nachmittags Sitzungsleiter OB Buchhorn. Und die CDU-Fraktion bemängele, die neue (noch nicht in Betrieb genommene) Abstimmungsanlage widerspreche dem Grundsatz der Transparenz, da die Abstimmungsergebnisse nur nach Fraktionen zusammengefasst würden.

Das Thema hatte der Anzeiger ja kürzlich schon glossiert.
CDU-Fraktionchef Klaus Hupperth fürchte, seine unsteten Fraktionskollegen gerieten ihm so allzu leicht außer Kontrolle, mutmaßte der Anzeiger. Laut RP-Artikel (den ich online leider nicht finde) sorgt sich Hupperth freilich besonders um „die Zuschauer und die Presse“.

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Dekkers ist „beim Bayer“ – Dekkers über Bayer 04

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 27./28. Februar 2010:
Bilanz-Pressekonferenzen bei Bayer und der Sparkasse. +++ Noch einmal genau nachrechnen für die Bahnstadt Opladen. +++ Lokalsport: Kein Neid innerhalb des TSV Bayer 04. +++ Marijn Dekkers äußert sich zur Zukunft der Bayer 04-Fußballer.
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Rathaus-Galerie: Ansturm von 124.000 – Bayer rettet seine „Werkselfen“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 25. Februar 2010:
124.000 Besuche zählte die Rathaus-Galerie am Eröffnungstag. +++ Kurzarbeit bei der Lanxess-Tochter Saltigo. +++ Reaktionen zum Käßmann-Rücktritt. +++ Lokalsport: Bayer macht für die Handballerinnen noch einmal die Schatulle auf.
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Durch Medienberichte veranlasst

Der Wegzug von Rossmann aus Hitdorf beschäftigt die Politik weiter. Leverkusener Senioren suchen nach alternativen Wohnmöglichkeiten. Die Wirtschaftsförderung Leverkusen erhalte 2010 weniger Geld von der Stadt als geplant, meldet der Anzeiger.
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DyStar: Geschäftliche Auswirkungen

Am Dienstag in den Leverkusener Medien: Bei DyStar steht die Produktion wieder still, die Mitarbeiter sind ab heute „arbeitssuchend“. Die RP kennt schon den nächsten Krisenherd: Das Verteilzentrum der Firma Rossmann in Hitdorf stehe auf der Kippe – und mit ihm 120 Arbeitsplätze. Und beim Jahresempfang der Wirtschaftsförderung Leverkusen wurde am Montagabend der Unternehmerpreis vergeben.
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Drohende Rentenlücken

Am Wochenende in den Medien: Werner Wenning plaudert aus dem Bayer-Nähkästchen, im Rechtsstreit zwischen Agfa und ehemaligen Mitarbeitern drohe wegen fehlender Zahlungen in die Pensionskasse eine neue Klagewelle und die Leverkusener Grünen klagen über den Zustand der Schlebuscher Altstadt.
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„Fiskalische Verbesserungspotenziale“

Der Stadtkämmerer weigert sich: Rainer Häusler will die Steuern in Leverkusen nicht erhöhen, berichtet die Rheinische Post heute. Einen entsprechenden Beschlussentwurf lege er Finanzausschuss und Stadtrat vor – und widersetze sich damit einer Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für Nordrhein-Westfalen. Eine Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer solle nicht umgesetzt werden, obwohl die GPA mit diesen Maßnahmen ein „fiskalisches Verbesserungspotenzial“ von 3,6 Millionen Euro kalkuliere. Häusler verweise darauf, dass die Steuererhöhungen die Ergebnisse Leverkusener Unternehmen verschlechtere und damit nicht nur die Gewerbesteuer-Erlöse wieder senke, sondern auch das Risiko von Unternehmens-Wegzügen aus Leverkusen erhöhe. Im beistehenden Kommentar pflichtet „US“ Häusler bei: „Eine Zitrone lässt sich nur einmal ausquetschen.“ Die Hebesätze in Leverkusen, erläutert die RP, lägen mit 500 Prozent bei der Grundsteuer und 460 Prozent bei der Gewerbesteuer bereits „deutlich überm Schnitt“.

Ursula Monheim will Vorsitzende der CDU in Leverkusen bleiben: Sie erklärte ihre Bereitschaft zu der Kandidatur für die anstehenden Vorstandswahlen auf dem Parteitag am 28. November, melden heute RP, Radio Leverkusen und leverkusen.com. Die Leverkusener Landtagsabgeordnete, seit 2003 Vorsitzende der CDU in Leverkusen, hatte kürzlich ihren Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur für die Landtagswahl bekannt gegeben.

Die bereits angekündigte Umbenennung von „Pro Op“ ist nun vollzogen, melden Leverkusener Anzeiger und RP: Der im Stadtrat vertretene Verein werde künftig unter dem Namen „Opladen Plus“ firmieren, was in der Kurzform eleganterweise das alte Opladener Autokennzeichen „OP“ ergibt.

Vor zwei Jahren kündigte die Bayer AG an, sich aus dem Sportsponsoring zurückzuziehen und mit dem Geld zukünftig über eine neue Stiftung Schulen im Umfeld der Unternehmensstandorte zu fördern. Heute berichten Anzeiger und RP über eine Spendenübergabe an das Landrat-Lucas-Gymnasium (15.000 Euro) und an das Lise-Meitner-Gymnasium (10.000 Euro) aus dem Topf der „Bayer Science & Education Foundation“. Die Bewerbungsfrist für Schulen, um Fördermittel für naturwissenschaftlich-technische Projekte für 2010 zu beantragen, ende am 1. Dezember, Bewerbungen sind unter www.bayer-stiftungen.de möglich. Seit 2007 seien laut Anzeiger insgesamt 1,25 Millionen Euro an 101 Bildungsprojekte in 43 Städten gegangen.

Als Leistungssportler noch vom Bayer-Geld profitierten, war sie eines der Aushängeschilder: Ein Porträt der Leverkusener Diskuswurf-Weltrekordlerin Liesel Westermann-Krieg, die am 2. November 65 Jahre alt wurde, in der Main-Spitze finden wir erst heute.

Hellauf begeistert scheint Hans Becker, Leiter des Leverkusener Büros für die Fußballfrauen-WM 2011, über die Nachfrage nach den WM-Tickets für Leverkusen zu sein: „Das ist der Wahnsinn!“, zitiert ihn heute der Anzeiger. Eine konkrete Zahl der für Leverkusen verkauften Tickets finden wir zwar nicht, die Tickets in der „Kategorie vier“ seien aber bereits „überbucht“ und müssten nun verlost werden. Im beistehenden Kommentar singt Günter Müller das Loblied des Frauenfußballs in Leverkusen: „Dynamisch, kämpferisch, torhungrig, erfolgreich.“

Der Kreisverkehr an der Nobelstraße solle auf Wunsch der Stadtverwaltung nun doch nicht mehr umgebaut werden, meldet die RP kurz: Eine neuerliche Berechnung der Kosten habe eine Summe von 690.000 Euro ergeben, zuvor seien Kosten in Höhe von 455.000 kalkuliert gewesen. Der geplante Umbau gab Anlass zu „Kurven-Diskussionen“ (siehe hier und hier) unter Wiesdorfer Bürgern und betroffenen Einzelhändlern an dem der Fußgängerzone zugewandten Ende der Nobelstraße.

Auch am zweiten Tag der Umleitungsmaßnahmen ebbt das Verkehrschaos in Opladen nicht ab, die RP habe allein binnen 20 Minuten drei Geisterfahrer auf der Fürstenbergstraße, deren Fahrtrichtung gedreht wurde, entdeckt. Die Baustelle solle laut Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen bis März 2010 dauern.

Dazu passt diese Meldung: Leverkusen zieht viele Einpendler an, weiß Radio Leverkusen aus der aktuellen NRW-Pendlerstatistik: Rund 40.000 Arbeitnehmer pendelten täglich ein, demgegenüber verließen täglich 30.000 Leverkusener die Stadt aus beruflichen Gründen.

Bei der Verabschiedung in den verdienten Ruhestand von Horst Hoschkara als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) waren Anzeiger und RP dabei. Als Nachfolger hat der Stadtrat bereits im Sommer Heiko Leonhard bestellt. Bayer CropScience hat den Kauf des amerikanischen Biotechnik-Unternehmens Athenix Corp. abgeschlossen, meldet die Bayer-Unternehmenskommunikation. Der Kaufpreis für die Firma mit einer „umfangreichen Entwicklungsplattform von Pflanzeneigenschaften“ betrage umgerechnet knapp 250 Millionen Euro. Die Gründung der neuen „Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie Leverkusen“ meldet heute auch kurz der Anzeiger. Die RP macht den Lokalteil auf mit der Verurteilung eines Ex-Leverkuseners, der Kokain aus Peru nach Deutschland schmuggelte, vor dem Schöffengericht in Opladen zu 42 Monaten Haft.

Kultur: Die vier siegreichen Bands des Leverkusener Nachwuchswettbewerbs „Lauter Lev“ stellen heute Anzeiger (ausführlich) und RP (etwas weniger ausführlich) vor: Am 18. Dezember werden auf Einladung der KulturStadtLev die Bands „Das Holtz“, „Divine To The End“, „MPH“ und „Miaomio“ im Agam-Saal aufspielen.
Und die Plattensammlung von NaturGut Ophoven-Chef Hans-Martin Kochanek hat der Anzeiger ausgekundschaftet. Der Skandal: Auf Rang drei seiner fünf Lieblingsplatten gibt Kochanek Gary Moores „Still Got The Blues“ an – dabei sollten doch gerade wir in Leverkusen wissen, dass das Titelstück laut Gerichtsurteil ein schändliches Plagiat sei: abgekupfert angeblich vom „Jud’s Gallery“-Stück „Nordrach“ aus der Feder des Leverkuseners Jürgen Winter.

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Leverkusen: Bankrott in sechs Jahren?

Weniger um Politik als vielmehr um Geld geht es nach der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats in Leverkusen heute in Leverkusener Anzeiger und Rheinischer Post: „Nüchterner Blick in die Zukunft“ titelt der Anzeiger in Bezug auf die Antrittsrede des neuen Oberbürgermeisters Reinhard Buchhorn; „Stadtrat kostet 1,4 Millionen €“ rechnet die RP vor und wirft ihre Rechnung von voriger Woche damit über den Haufen.

Es stehe nun gar noch schlimmer um die Finanzlage Leverkusens, führte Stadtkämmerer Rainer Häusler den alten und den neuen Ratsmitgliedern in seinem Etatentwurf für den Haushalt 2010 vor. Anzeiger und RP fassen auch zusammen, wann Leverkusen laut Häuslers Rechnung nun endgültig pleite sei, wenn sich nicht grundlegendes ändere: Nämlich 2015, wenn das Eigenkapital der Stadt restlos aufgebraucht sein wird. Und in der RP erklärt Buchhorn, dass „Leverkusen ein neues Branding“ bekommen müsse. Ulrich Schütz von der RP merkt in seinem Kommentar an, dass in Leverkusen die Lasten wegen der Haushaltssituation weiter steigen, während Nachbarstädte Steuern und Gebühren senken; Rainer Schmidt vom Anzeiger setzt in seinem Kommentar in Sachen Haushaltskonsolidierung Hoffnungen auf das Duo Buchhorn/Häusler.

Wie Eva Lux (SPD) und Friedrich Busch (FDP) zu Leverkusens Bürgermeistern wurden, erläutern Anzeiger und RP auch: Nämlich über eine Liste, die CDU, SPD, FDP und Grüne vorab beschlossen hatten. Bei der RP stolpern wir allerdings über die Anmerkung, dass eine Kandidatenliste von Pro NRW vier Stimmen erhalten habe. Vier Stimmen dokumentiert offiziell auch die Stadt.

Auch die Wahl der Vorsteher der drei Bezirksvertretungen war spannend, wie bei Anzeiger und RP (nur im Print) nachzulesen ist: Rainer Gintrowski (Bürgerliste) setzte sich erst per Los zum Vorsteher des Bezirks I gegen Hermann-Josef Kentrup (CDU) durch. Im Bezirk II nahm der bisherige Vorsteher Heinz-Gerd Bast (SPD) sein Mandat erst gar nicht an. Damit war die Bahn frei für Rainer Schiefer (CDU) als neuen Vorsteher, für Bast rückt SPD-Kollegin Ingrid Geisel in das Gremium nach. Im Bezirk III hingegen recht unspektakulär: Alter und neuer Vorsteher ist Raimund Gietzen (CDU).
Wer lieber einfach nur Bildchen gucken will, für den hält der Anzeiger auch eine Bildergalerie von der Sitzung bereit. Durchaus interessant ist die Bildergalerie mit den Grafiken, die die angespannte Finanzsituation der Stadt illustrieren.

Hoffnung für DyStar in Leverkusen deutet die RP heute an: Zwar liefere Chempark-Betreiber Currenta noch immer keine Energie an DyStar, aber es gebe nun schriftliche Vereinbarungen, die „allerdings bislang nicht unterschrieben worden seien“. Der „Optimismus überwiege“, erläutert die RP mit Verweis auf Quellen bei Currenta vage, fügt aber freilich auch an, dass es auch möglich sei, dass die Einigung noch scheitere. Der Anzeiger weiß indes, dass nicht nur die Frührentner, sondern alle DyStar-Betriebsrentner nach der Insolvenz vorläufig kein Geld bekommen: „Die Firmenrente ist zunächst einmal ausgesetzt“, zitiert der Anzeiger die Mitteilung, die die Bayer Business Services (BBS) dem DyStar-Rentner Jürgen Henrich kürzlich zugestellt habe. Wann der Pensionssicherungsverein einspringe, sei unklar, ebenso, ob es dann weiter die volle Firmenrente gebe.

Die Bayer AG legte heute früh ihre die Zahlen für das dritte Quartal vor und analysiert selbst, man habe die Trendwende geschafft. Tatsächlich liegt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen mit 1,499 Milliarden Euro deutlich über dem Ergebnis im zweiten Quartal und sogar knapp über dem Vorjahreswert. Das Manager Magazin merkt aber auch kritisch an, dass Umsatz und Ebitda nach Sondereinflüssen bei Bayer weiterhin auf Talfahrt seien.

Außerdem: Die RP listet heute in einer Fortsetzungsgeschichte die Ärzte in Leverkusen von A bis M auf, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen. Die Ärzte von O bis Z gibt es dann morgen. Philipp Diewald ist das 1000. Baby, das in diesem Jahr im Klinikum Leverkusen zur Welt kommt, und wird deshalb auch von der RP begrüßt. Die Opladener Stadthalle hat einen neuen Pächter, meldet die RP (nur im Print): Michael Lamm und dessen Agnus Hotel Betriebs- und Beratungs-GmbH Leopoldshöhe haben die Stadthalle von Eigentümer Uwe Fuhrmann gepachtet. Bei einer wilden Knutscherei im Kinopolis aus Anlass des Weltkinotags am Sonntag war der Anzeiger dabei.

Kultur: Den Buchbinder Günter Fiedler stellt die RP in ihrer Kunstnacht-Serie vor.

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