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DyStar: Mehr ergebnislose Gespräche

Die möglichen Auswirkungen der neuen Bayer-Medienfassade am Hochhaus W1 auf die Fauna beleuchtet heute der Leverkusener Anzeiger : Das Licht könne Vögel anlocken, die sich an der Fassade dann verletzen, mithin gar das Genick brechen. Ähnliche Erfahrungen hat bereits ein anderer Großkonzern aus dem Rheinland machen müssen: Der ebenfalls illuminierte Post-Tower in Bonn stellte sich für viele Vögel als Todesfalle heraus. Bayer könne die Konsequenzen daraus ziehen und die Fassade gemäß dem Vogelschutz beizeiten abschalten, so wie schon seit Jahren das Bayerkreuz. Der Anzeiger liefert dazu einen interessanten Link zum Thema „Lichtverschmutzung“. Neues zur offiziellen Inbetriebnahme der Medienfassade gibt es indes offenbar nicht.

Von der Reise von Harald Müller in Sachen DyStar nach Frankfurt am Main und ihrem unbefriedigenden Ausgang weiß der Anzeiger: Müller ist der Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag von DyStar eine Transfergesellschaft für die von der Firmeninsolvenz betroffenen 21 Mitarbeiter gründen sollte. Diese Gesellschaft bekommt nun kein Geld, weil die Insolvenz zwei Tage vor dem Stichtag am 30. September angemeldet wurde. 350.000 Euro wollte Müller nun von Insolvenzverwalter Stephan Laubereau, um die Gesellschaft zum Wohle der Betroffenen doch ans Laufen bringen zu können, allein: Die „Gespräche sind ergebnislos verlaufen“, zitiert der Anzeiger Müller.
Der Anzeiger widmet sich neuerdings mit auffälliger Hingabe seinen Lesern im Internet: Heute werden schon wieder einige Online-Kommentare in der Zeitung abgedruckt, „Perikles 0815“ ist auch wieder mit von der Partie.

Nachdem die Stiftung Warentest Fußballtrikots auf Schadstoffe untersucht hat, macht die Rheinische Post heute auf der Titelseite mit den Trikots aller Bundesliga-Vereine in ihrem Verbreitungsgebiet auf. Mit allen? Nicht ganz: Das Trikot von Bayer 04 Leverkusen (Testnote laut Anzeiger-Printausgabe: 3,4) fehlt. Bayer 04 hat derweil bereits auf das Testergebnis reagiert und kündigt an, die eigenen Trikots auf Schadstoffe prüfen lassen zu wollen.

Der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn kann auch dem Anzeiger keine Ratsmehrheit für seine CDU präsentieren. Immerhin soll es in den Personalfragen zu einer Übereinkunft zwischen den etablierten Parteien kommen: „Ich glaube, dass es gemeinsame Listen geben wird“, lässt sich der OB zitieren. Die konstituierende Ratssitzung am Montag ist derweil „ausverkauft“, teilt die Stadt mit – die wegen des erwartet großen Andrangs herausgegebenen Einlasskarten seien vergriffen, die Warteliste ist lang.

Eine Gründerwelle in der Stadt registriert Radio Leverkusen: Nach Zahlen der Industrie- und Handelskammer in Leverkusen habe es „allein im Sommer 25 Prozent mehr Unternehmensgründungen gegeben als im Vorjahr“. Triebfeder für die Gründer sei nach Angaben von Eva Babatz von der IHK die Wirtschaftskrise.

Drohen den Leverkusener Bürgern neue Steuern? Die neue Bundesregierung plant offenbar, städtische Betriebe (wie zum Beispiel die Energieversorgung Leverkusen) künftig nicht mehr von der Mehrwertsteuerpflicht zu entbinden. Das würde höhere Gebühren für die Bürger nach sich ziehen, beispielsweise für Müll oder Abwasser. Die RP berichtet lokal, Spiegel Online beleuchtet die Sachzusammenhänge detailliert.

Entwarnung in Sachen Antibabypille Yasmin von Bayer Schering Pharma gibt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic: Die Pille, die den Wirkstoff Drospirenon enthalte, liege „im Risikobereich der anderen auf dem Markt erhältlichen Präparate“. Bayer begrüßt diese Einschätzung und kündigt an, den „Dialog mit der Schweizer Arzneimittelbehörde zu diesem Thema fortsetzen“ zu wollen. Die „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) findet die Entscheidung der Schweizer Behörde „unverständlich“.

Dass ein hübscher Garten den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen kann, beweist ein Fall am Rheinufer in Hitdorf: Der Anzeiger besuchte drei emsige Hobbygärtner, die auf einem Stück der einstigen Bahntrasse an der Wiesenstraße ein hübsches Gärtchen zauberten. Die Bahntrasse ist allerdings Landschaftsschutzgebiet, den Hobbygärtnern droht nun ein Ordnungsgeld von bis zu 50.000 Euro.

Von einem sehr zurückhaltenden Andrang auf den Impfstoff gegen die Schweinegrippe selbst unter den Mitarbeitern am Klinikum Leverkusen weiß die RP: Von den rund 1800 Klinikum-Mitarbeitern hätten sich bislang nur gut zwei Dutzend in die ausliegenden Impflisten eingetragen.

Das Robert-Koch-Institut kündigt sich laut Anzeiger für Anfang Dezember in Leverkusen an: Für eine bundesweite Gesundheitsstudie werden dann rund 50 Freiwillige untersucht.

Zwei mutmaßliche Sparkassenräuber wurden in ihren Wohnungen in Leverkusen verhaftet, meldet die Polizei. Die Verhafteten sollen im vergangenen Dezember und im Februar Filialen in Rheindorf und Schlebusch ausgeraubt haben.

Kultur: Viele neue Bücher stellt die RP vor: Mit der Leverkusener Verlagschefin Barbara Budrich spricht Monika Klein über eine in ihrem Verlag erschienene Studie über das Rollenverständnis moderner und postmoderner Männer.
Das neue Kinderbuch von Hiltrud Meier-Engelen, Leverkusener FDP-Politikerin und Mathematiklehrerin im Ruhestand, stellt die RP vor: „Die Geschichte von der Eins und den Zahlzeichen“ (siehe hier), illustriert von Malchas Cickisvilli, ist die Fortsetzung von „Die Geschichte von der Eins und dem Unendlichen“ (siehe hier).
Den neuen Gedichtband „Hedera, die schöne Hexe“ des Leverkusener Biochemikers Ralf Tiemann (siehe hier) stellt ebenfalls die RP vor.
Den Leverkusener Künstler Rolf Wetter und seine „Witzfiguren“, die ab Sonntag bis 15. November im Künstlerbunker an der Karlstraße ausgestellt werden, hat sich der Anzeiger genauer angesehen.
In der RP-Kunstnacht-Serie wird die Hitdorfer Malerin Martina Auweiler-Gewaltig vorgestellt.

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Schluss für DyStar in Leverkusen?

Die Produktion bei DyStar im Chempark Leverkusen liegt nach wie vor still, melden heute Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post. Der Funke, der gestern aus Bayern herüberblitzte, die Meldung nämlich, dass am DyStar-Standort Geretsried die Produktion wieder aufgenommen werden konnte, scheint nicht nach Leverkusen überspringen zu können. „Vieles deutet darauf hin, dass DyStar in Leverkusen endgültig geschlossen bleibt“, fasst die RP zusammen. Dort wird auch Currenta-Sprecher Jürgen Gemke zitiert, der erklärt, warum der Chempark-Betreiber weiterhin keine Energie an DyStar liefere: „Wir warten weiter auf ein Angebot des Insolvenzverwalters und auf ein tragfähiges Konzept.“ DyStar, so die RP, schulde Currenta derzeit eine Summe in siebenstelliger Höhe, es sei unklar, ob dieser Betrag aus der Konkursmasse beglichen werden könne. Folglich betont Gemke auch: „Wir haben aber trotzdem ein großes Interesse daran, dass DyStar wieder produziert.“ Auch der Anzeiger hat einen vor einer Woche noch optimistischer klingenden Insolvenzverwalter Stephan Laubereau in Erinnerung, der nun mitteilt: „In Leverkusen und Brunsbüttel sind wir noch dabei, die Finanzierung der Produktion mit den Standortbetreibern zu klären.“

Nachhaltig schlechte Nachrichten produziert bereits seit einiger Zeit eine Antibaby-Pille aus dem Hause Bayer-Schering: Aus der Schweiz kommen Meldungen über Nebenwirkungen der Pille „Yasmin“ oder „Yaz“ mit zum Teil tödlichem Ausgang. Einen Bericht dazu sendete gestern WDR 2; die RP hatte darüber bereits Ende September in einem kurzen Beitrag berichtet. Ebenso viele andere. Philipp Mimkes, der sich auch in der „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) engagiert, schreibt in der Jungen Welt sogar von „mindestens 50 Toten“.
Bayer Schering stellt sich dieser Berichterstattung, wenngleich strikt abwehrend. Auffällig: Zuletzt veröffentlicht Bayer Pressemitteilungen über eigene Studien, die die positive Wirkung von Antibabypillen beim „Prämenstruellen Syndrom“, kurz PMS betonen – und offenbar sicherheitshalber informiert Bayer auch schon sehr offensiv über positive Ergebnisse aus Studien über die neue Antibabypille „Qlaira“. Die von Bayer 2006 aufgekaufte Schering AG hatte die Antibabypille 1961 auf den westdeutschen Markt gebracht.

Den „Vater der Bayer-Medienfassade“ am Hochhaus W1 stellt die RP heute ihren Lesern vor (leider nicht online, überhaupt gibt sich die RP heute eher zugeknöpft im Netz): Wolfram Lusche ist Architekt und Bayer-Veranstaltungsmanager und zeichnet verantwortlich für das Programm, das demnächst auf bis zu 122 Metern Höhe über die LEDs flimmern soll. Peter Korn hat sich von dem 57-Jährigen das W1-„Gehirn“ zeigen lassen: Ein neun Quadratmeter großer, fensterloser Raum im Innern des Hochhauses. Lusche verspricht: „Wir wollen eine intelligente Bespielung, ein System, das sich an 365 Tagen im Jahr neu zusammensetzt“, 12.000 Bilder und Videos stünden dafür zur Verfügung. Wann W1 tatsächlich „auf Sendung“ geht, stehe freilich noch immer in den Sternen.

Bei 43 fällt nun der Hammer: So viele Mitarbeiter will Automobilindustriezulieferer Federal Mogul in Burscheid in eine Transfergesellschaft ausgliedern, melden Anzeiger und RP. Ursprünglich war von 100 Mitarbeitern die Rede, zuletzt sank die Zahl dann auf 45, dann 44 und nun auf 43. Timm Gatter kommentiert im Anzeiger: „Geschäftsleitung und Betriebsrat haben in der Krise das Beste aus der dramatischen Entwicklung gemacht.“

Wo wir schon in Burscheid sind: Eine Klopperei auf Kreisliga-Niveau beim Fußballspiel zwischen dem BV Burscheid und dem FC Remscheid, die von 20 Polizeibeamten geschlichtet werden musste, ist Anzeiger und RP je eine Meldung wert.

Im Neulandpark gelten ab sofort die Winteröffnungszeiten, meldet der Anzeiger: Von 6 bis 18 Uhr ist der Park in der kalten Jahreszeit für Besucher geöffnet. Zwischen 18 und 6 Uhr gehört der Park Dobermann Ates.

Professor ehrenhalber darf sich künftig der in Leverkusen geborene Horst Neumann nennen, erfahren wir über prdomain.com: Die chinesische Universität Tongji in Schanghai ehrt den 60-jährigen Volkswagen-Manager für seine Verdienste im Personalmanagement sowie im deutsch-chinesischen Studentenaustausch über VW.

Hier noch ein Nachtrag: Der Stadt-Anzeiger stellt auf seiner Land/Region-Seite den Physiker Friedrich-Karl Bruder vor, der im Dienste der Bayer MaterialScience AG Kunststoffe für holografische Speichersysteme entwickelt und für seine Forschung nun mit dem Innovationspreis 2009 des Landes NRW ausgezeichnet wird.

Kultur: Mit dem Kurt-Lorenz-Preis 2009 ausgezeichnet werden Petra Clemens und Stefan Lapke, meldet der Anzeiger. Der Förderverein des dem Leverkusener Künstler Kurt Lorenz gewidmeten Preises würdigt damit ihr „herausragendes Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendkultur“. Die Preisverleihung wird am Sonntag, 8. November, in Schloss Morsbroich ausgerichtet.
Apropos Petra Clemens: In der vergangenen Nacht zeigte der TV-Sender Arte den Kurzspielfilm „Bes“, produziert an der Kunsthochschule für Medien in Köln, Produktionsleitung: Petra Clemens. Hier ist der Film bei arte.tv im Netz noch sechs Tage zu sehen.
Auch die RP startet nun eine Serie vor der Leverkusener Kunstnacht am 30. Oktober und stellt eine neue Ausstellungsstätte vor: Die Kornbrennerei Witzheller in Lützenkirchen, wo Günther Aubel, Heiko Bitter und Georg Bortfeldt ihre Fotografien zeigen. Der Anzeiger setzt seine Serie mit Malerin Patricia Dick fort.
Und die RP interviewt den Kunsthändler Manfred Lütke, der sein Geschäft in Opladen gemeinsam mit Gattin Ingrid vor 50 Jahren eröffnete.

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