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Für Steuersünder kommt’s Knüppel-dick – Bald „Leverkusen für alle“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 11. Februar 2010:
Finanzamts-Vorsteher Alexander Knüppel meldet großen Andrang. +++ Rat beschließt Sozialkonzept für finanzschwache Leverkusener. +++ In Hahnenblecher bleibt alles, wie es ist. +++ Lokalsport: Stefan Kießling ärgert sich über „Vizekusen“.
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„Fiskalische Verbesserungspotenziale“

Der Stadtkämmerer weigert sich: Rainer Häusler will die Steuern in Leverkusen nicht erhöhen, berichtet die Rheinische Post heute. Einen entsprechenden Beschlussentwurf lege er Finanzausschuss und Stadtrat vor – und widersetze sich damit einer Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für Nordrhein-Westfalen. Eine Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer solle nicht umgesetzt werden, obwohl die GPA mit diesen Maßnahmen ein „fiskalisches Verbesserungspotenzial“ von 3,6 Millionen Euro kalkuliere. Häusler verweise darauf, dass die Steuererhöhungen die Ergebnisse Leverkusener Unternehmen verschlechtere und damit nicht nur die Gewerbesteuer-Erlöse wieder senke, sondern auch das Risiko von Unternehmens-Wegzügen aus Leverkusen erhöhe. Im beistehenden Kommentar pflichtet „US“ Häusler bei: „Eine Zitrone lässt sich nur einmal ausquetschen.“ Die Hebesätze in Leverkusen, erläutert die RP, lägen mit 500 Prozent bei der Grundsteuer und 460 Prozent bei der Gewerbesteuer bereits „deutlich überm Schnitt“.

Ursula Monheim will Vorsitzende der CDU in Leverkusen bleiben: Sie erklärte ihre Bereitschaft zu der Kandidatur für die anstehenden Vorstandswahlen auf dem Parteitag am 28. November, melden heute RP, Radio Leverkusen und leverkusen.com. Die Leverkusener Landtagsabgeordnete, seit 2003 Vorsitzende der CDU in Leverkusen, hatte kürzlich ihren Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur für die Landtagswahl bekannt gegeben.

Die bereits angekündigte Umbenennung von „Pro Op“ ist nun vollzogen, melden Leverkusener Anzeiger und RP: Der im Stadtrat vertretene Verein werde künftig unter dem Namen „Opladen Plus“ firmieren, was in der Kurzform eleganterweise das alte Opladener Autokennzeichen „OP“ ergibt.

Vor zwei Jahren kündigte die Bayer AG an, sich aus dem Sportsponsoring zurückzuziehen und mit dem Geld zukünftig über eine neue Stiftung Schulen im Umfeld der Unternehmensstandorte zu fördern. Heute berichten Anzeiger und RP über eine Spendenübergabe an das Landrat-Lucas-Gymnasium (15.000 Euro) und an das Lise-Meitner-Gymnasium (10.000 Euro) aus dem Topf der „Bayer Science & Education Foundation“. Die Bewerbungsfrist für Schulen, um Fördermittel für naturwissenschaftlich-technische Projekte für 2010 zu beantragen, ende am 1. Dezember, Bewerbungen sind unter www.bayer-stiftungen.de möglich. Seit 2007 seien laut Anzeiger insgesamt 1,25 Millionen Euro an 101 Bildungsprojekte in 43 Städten gegangen.

Als Leistungssportler noch vom Bayer-Geld profitierten, war sie eines der Aushängeschilder: Ein Porträt der Leverkusener Diskuswurf-Weltrekordlerin Liesel Westermann-Krieg, die am 2. November 65 Jahre alt wurde, in der Main-Spitze finden wir erst heute.

Hellauf begeistert scheint Hans Becker, Leiter des Leverkusener Büros für die Fußballfrauen-WM 2011, über die Nachfrage nach den WM-Tickets für Leverkusen zu sein: „Das ist der Wahnsinn!“, zitiert ihn heute der Anzeiger. Eine konkrete Zahl der für Leverkusen verkauften Tickets finden wir zwar nicht, die Tickets in der „Kategorie vier“ seien aber bereits „überbucht“ und müssten nun verlost werden. Im beistehenden Kommentar singt Günter Müller das Loblied des Frauenfußballs in Leverkusen: „Dynamisch, kämpferisch, torhungrig, erfolgreich.“

Der Kreisverkehr an der Nobelstraße solle auf Wunsch der Stadtverwaltung nun doch nicht mehr umgebaut werden, meldet die RP kurz: Eine neuerliche Berechnung der Kosten habe eine Summe von 690.000 Euro ergeben, zuvor seien Kosten in Höhe von 455.000 kalkuliert gewesen. Der geplante Umbau gab Anlass zu „Kurven-Diskussionen“ (siehe hier und hier) unter Wiesdorfer Bürgern und betroffenen Einzelhändlern an dem der Fußgängerzone zugewandten Ende der Nobelstraße.

Auch am zweiten Tag der Umleitungsmaßnahmen ebbt das Verkehrschaos in Opladen nicht ab, die RP habe allein binnen 20 Minuten drei Geisterfahrer auf der Fürstenbergstraße, deren Fahrtrichtung gedreht wurde, entdeckt. Die Baustelle solle laut Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen bis März 2010 dauern.

Dazu passt diese Meldung: Leverkusen zieht viele Einpendler an, weiß Radio Leverkusen aus der aktuellen NRW-Pendlerstatistik: Rund 40.000 Arbeitnehmer pendelten täglich ein, demgegenüber verließen täglich 30.000 Leverkusener die Stadt aus beruflichen Gründen.

Bei der Verabschiedung in den verdienten Ruhestand von Horst Hoschkara als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) waren Anzeiger und RP dabei. Als Nachfolger hat der Stadtrat bereits im Sommer Heiko Leonhard bestellt. Bayer CropScience hat den Kauf des amerikanischen Biotechnik-Unternehmens Athenix Corp. abgeschlossen, meldet die Bayer-Unternehmenskommunikation. Der Kaufpreis für die Firma mit einer „umfangreichen Entwicklungsplattform von Pflanzeneigenschaften“ betrage umgerechnet knapp 250 Millionen Euro. Die Gründung der neuen „Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie Leverkusen“ meldet heute auch kurz der Anzeiger. Die RP macht den Lokalteil auf mit der Verurteilung eines Ex-Leverkuseners, der Kokain aus Peru nach Deutschland schmuggelte, vor dem Schöffengericht in Opladen zu 42 Monaten Haft.

Kultur: Die vier siegreichen Bands des Leverkusener Nachwuchswettbewerbs „Lauter Lev“ stellen heute Anzeiger (ausführlich) und RP (etwas weniger ausführlich) vor: Am 18. Dezember werden auf Einladung der KulturStadtLev die Bands „Das Holtz“, „Divine To The End“, „MPH“ und „Miaomio“ im Agam-Saal aufspielen.
Und die Plattensammlung von NaturGut Ophoven-Chef Hans-Martin Kochanek hat der Anzeiger ausgekundschaftet. Der Skandal: Auf Rang drei seiner fünf Lieblingsplatten gibt Kochanek Gary Moores „Still Got The Blues“ an – dabei sollten doch gerade wir in Leverkusen wissen, dass das Titelstück laut Gerichtsurteil ein schändliches Plagiat sei: abgekupfert angeblich vom „Jud’s Gallery“-Stück „Nordrach“ aus der Feder des Leverkuseners Jürgen Winter.

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Kopfüber fällt ein Volkswagen

Der Knüller des Tages in Leverkusen ist heute bundesweit Zeitungen eine Meldung wert (sogar den „Eifelmagazinen“): Unsachgemäß und führerlos verließ am Dienstagmittag ein Fahrzeug das Parkhaus am Klinikum Schlebusch aus dem zweiten Stockwerk. Ein 72-Jähriger hatte beim Einparken einen VW Golf auf dem Parkdeck versehentlich so heftig angestupst, dass der Wagen das Schutzgitter durchbrach und aus einigen Metern Höhe auf den Fußweg vor dem Parkhaus plumpste. Im Polizeibericht ist das so beschrieben: „Kopfüber fiel der Volkswagen auf einen Gehweg.“ Wie mag das ausgesehen haben? Da keine Personen in dem Wagen saßen und auch sonst niemand verletzt wurde, können heute alle recht launig darüber berichten. Nicht einmal Benzin oder Öl liefen aus dem Auto, da langweilten sich sogar die Feuerwehrleute und zogen bald wieder ab. (Was gibt es da viel zu lesen? Hier die Bildergalerie aus dem Anzeiger.)

Keine Langeweile hatten die Brandschützer abends in Wiesdorf: Gegen 23 Uhr brannte eine Wohnung an der Breidenbachstraße „in voller Ausdehnung“, wie das bei der Feuerwehr so schön heißt. Die Wohnung war zum Glück verlassen, verletzt wurde niemand, der Brand war um 0.23 Uhr gelöscht. Zu spät freilich für die heutigen Zeitungen, aber bereits 25 Minuten später berichtete der Leverkusener Anzeiger auf seiner Internetseite. Wie gelingt es dem Anzeiger bloß immer wieder, seine Mitarbeiter derart zu motivieren? Live dabei war auch Radio Leverkusen.

Von einem „verbalen Schlagabtausch“ der Leverkusener Bundestagskandidaten im Pfarrheim St. Maurinus in Lützenkirchen auf Einladung des Kolpingswerkes berichtet der Stadt-Anzeiger. Daten und Zahlen aus dem neuen Leverkusener Stadtrat gibt es hier. Und beim Integrationsrat Leverkusen überlegt man schon, mit wie viel Begeisterung man den Entsandten aus der neuen „Pro NRW“-Ratsraktion empfangen möchte, meldet Radio Leverkusen.

Von einem Treffen zwischen Sport und Wirtschaft im Vip-Raum der Smidt-Arena auf Einladung des Sportpark Leverkusen berichten Anzeiger und RP hier und hier. Mit dabei: Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und Boxlegende Henry Maske.

Von einer guten Aktion des Auto Club Europa zugunsten der Sicherheit von Kindern im Sraßenverkehr berichtet der Stadt-Anzeiger aus einem Kindergarten in Bergisch Neukirchen. Und eine neue Folge der Serie „Fern der Heimat“ ist heute im Anzeiger: Eduardo Arrays ist einer der wenigen nicht fußballspielenden Brasilianer in Leverkusen.

Die RP berichtet (leider nicht online) von einer Schlappe für den Burscheider Autozulieferer Federal Mogul vor dem Solinger Arbeitsgericht am Amtsgericht in Opladen: Die Firma muss Maurice Behrent nach seiner Ausbildung eine Festanstellung über ein Jahr hinaus anbieten. Die derzeitige Krise könne keine Rolle spielen, arbeitsrechtlich entscheidend sei der Stand der Dinge kurz vor Abschluss seiner Ausbildung im vergangenen Januar gewesen – und da hatte FM eine solche Stelle ausgeschrieben und (anderweitig) besetzt.

Die RP vermeldet, dass Ehrenamtler bald in den Genuss kleiner Vergünstigungen kommen sollen. Bayer vermeldet: Die Bayer-Stiftung gründet den „Aspirin Sozialpreis“.

Und schließlich Kultur: In der RP berichtet Monika Klein von der 18. Leverkusener Kulturkonferenz. Und sie stellt den neuen Kaplan für den Pfarrverband Opladen vor: Pater Jacob stammt aus dem südindischen Kerala. (Beides wird den Lesern im Internet leider vorenthalten.) Der Anzeiger schaute bei Künstler Sascha Preuß in der Kunststation im Klinikum vorbei.

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