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150 Jahre: Bayer-Historie in Bildern

Vor 150 Jahren, am 1. August 1863, gründeten Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott in Barmen die Firma „Friedr. Bayer et comp.“. Wenige Jahre später zog die Firma ins nahegelegene Elberfeld um, bevor Carl Duisberg sie ab 1891 an den Rhein verlegte. Eine kleine Firmenhistorie in Bildern.

„Und dieser Carl Leverkusen war also ein Bayer-Mitarbeiter?“ – Über Entstehung und Geschichte der Stadt Leverkusen existiert oft ein erstaunliches Halbwissen: innerhalb der Stadt, noch mehr – naturgemäß – außerhalb. Natürlich war Carl Leverkus, so sein richtiger Name, kein Bayer-Mitarbeiter, wie ein Bonner Bekannter von mir jüngst mutmaßte. Leverkus hatte mit Bayer rein gar nichts zu tun. Seine Söhne, immerhin, haben das Firmengelände, das sie vom Vater übernommen hatten, Ende des 19. Jahrhunderts an die Farbenfabriken Bayer verkauft. Ein gewisser Carl Duisberg – er sehr wohl ein Bayer-Mitarbeiter – hatte den kühnen Plan entworfen, am Rhein zwischen Wiesdorf und Mülheim eine riesige Bayer-Fabrik entstehen zu lassen, die ab 1891 Gestalt annahm: Das Bayer-Werk. Carl Leverkus hatte sich dort wenige Jahre zuvor angesiedelt: 1861, also vor 152 Jahren, hatte er bei der Bezirksregierung in Düsseldorf die Genehmigung erhalten, dort seine Ultramarinfabrik ansiedeln zu dürfen. So sparte er es sich fortan, die Rohstoffe, die meist mit den Schiff über den Rhein geliefert wurden, noch kilometerweit bis ins Bergische Land schaffen zu müssen. Den Ort, der unter den Wiesdorfern bis dato schlicht „Kahlberg“ hieß, benannte er kurzerhand nach der Hofschaft bei Remscheid, von der er stammte: Leverkusen.

Erst 1912, mithin also vor 101 Jahren, verlegte Bayer seinen Hauptsitz hierher. Die Stadt „Leverkusen“ entstand 1930 durch den Zusammenschluss von Wiesdorf und Bürrig mit Schlebusch, Rheindorf und Steinbüchel – nicht zuletzt durch das Bayer-Werk waren die Bevölkerungszahlen bemerkenswert angestiegen.

Heute, am 1. August 2013, jährt sich die Gründung der Firma, der die Stadt ihre Existenz verdankt, zum 150. Mal: Die Bayer AG begeht ihr Jubiläum mit verschiedenen Aktionen (z.B. dieser hier), das LevLog zeigt einige Bilder aus dem Bayer-Archiv, die die Historie des einst in Barmen gegründeten heutigen Weltkonzerns beleuchten – einfach durchklicken:

Alle Bilder: Bayer AG

Mit „Die Bayer-Story“ zeigte die ARD am Montagabend eine bemerkenswerte Dokumentation, hier via YouTube abrufbar:

Auch der WDR-Hörfunk beschäftigt sich heute ausgiebig mit Bayer: Im „ZeitZeichen“ auf WDR 5 um 9.05 Uhr, auf WDR 3 um 17.45 Uhr sowie im „Stichtag“ auf WDR 2, um 9.40 Uhr sowie um 17.40 Uhr; außerdem „Aspirin, Giftgas und Makrolon – Die größten Segen und Flüche aus dem Hause Bayer“ in der Sendung „Leonardo – Wissenschaft und mehr“ um 16 Uhr auf WDR 5. Alle Sendungen hat die Leverkusener Journalistin Maren Gottschalk zusammengestellt.

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45.000 Bratwürste und 1 Teufelsgeiger

Bayer feierte seinen 150. Geburtstag mit einem großen Mitarbeiter-Fest in der BayArena, Motto: „Wir sind Bayer“.

Dieses Jubiläum dürfte Anke Feller in besserer Erinnerung bleiben als der 100. Geburtstag der Aspirin-Tablette im Jahr 1999: Damals musste sie, seinerzeit Aushängeschild der Bayer-Leichtathleten, das Bayer-Hochhaus, das sich zu diesem Anlass als weltgrößte Aspirin-Schachtel zurechtgemacht hatte, senkrecht hinunterwetzen. Am Samstag durfte sie festen Boden unter den Füßen behalten und gemeinsam mit Klaus Schenkmann und Entertainer Guido Cantz durch das Programm moderieren. Und das hatte mancherlei zu bieten: die Bayer-Philharmoniker, den Bayer-Männerchor, den Bayer-Anniversary-Song, Mitmach- und Staun-Elemente für die geladenen rund 30.000 Bayer-Mitarbeiter aus ganz Deutschland, die nach der letzten Konzern-Ausgliederung noch übrig geblieben sind. Marijn Dekkers war freitags eigens noch zum Friseurtermin in Wiesdorf geeilt und begrüßte seine Mitarbeiter nicht nur gut frisiert, sondern wusste auch, wer hier gefeiert werden sollte: „Die Leidenschaft, das Engagement unserer Mitarbeiter ist immer hervorragend gewesen, sie haben so viel geleistet in 150 Jahren!“ Als Höhepunkt der Bayer-Show wurde inmitten der Mitarbeiter, die auch im Innenraum vor der Bühne Platz fanden, das weltgrößte Bayer-Kreuz, das „Living Bayer Cross“ entrollt und mit einigem Effekt gefeiert. Und als Überraschungsgast strich schließlich Geiger David Garrett gemeinsam mit den Bayer-Philharmonikern eine Stunde lang gekonnt durch den Garten der Populär- sowie der klassischen Musik.

Noch beliebter als ohnehin schon bei Fußballspielen waren die Imbissbuden am Samstag: Schließlich wollten 45.000 Bratwürste, 5000 Kilogramm Fritten und 40.000 Liter Kaltgetränke, die natürlich samt und sonders auf die Rechnung des Geburtstagskindes gingen, genüsslich vertilgt werden.

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