Schlagwort-Archive: Bundestagswahl 2009

„Gewonnen ist gewonnen“

Wochen, gar Monate haben viele diesem Wochenende entgegengefiebert, Prognosen, Hochrechnungen angestellt – jetzt ist es raus: Der 1. FC Köln verliert auch mit Lukas Podolski verlässlich gegen Bayer 04 Leverkusen. 1:0 siegte Bayer 04 am Samstag in Köln, den Siegtreffer erzielte Simon Rolfes.

„Gewonnen ist gewonnen“ – so zitiert der Leverkusener Anzeiger heute Karl Lauterbach, der im „Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV“ mit einem Endspurt den Sieg einfuhr und sich das Direktmandat für den Bundestag gegen seinen CDU-Herausforderer Thomas Portz sicherte. Wer weiß: Vielleicht war es die rote Rose, die Lauterbach am Samstag noch unserem Landesvater Jürgen Rüttgers auf dessen Wahlkampfstation in Wiesdorf schenkte, die den Unterschied gemacht hat. Großer Gewinner der Bundestagswahlen ist die FDP, der Leverkusener FDP-Vorsitzende Friedel Ferber hofft laut Anzeiger aber durchaus weiter auf eine starke SPD: „Hoffentlich machen die eine richtig gute Opposition. Damit die Schwarz-Gelben nicht übermütig werden.“
Leverkusen siegte an diesem Wochenende gleich noch ein zweites Mal gegen Köln, wie Rainer Schmidt im Anzeiger erläutert: Nämlich im Stimmenauszählen. In dem geteilten Wahlkreis 102 hatten die Leverkusener ihre Wahlbezirke bereits um 21.15 Uhr ausgezählt, die Kölner waren erst gegen Mitternacht fertig. Dafür dürfen sich die Kölner auf die Fahnen schreiben, den Sieger des Direktmandats gekürt zu haben: Alleine mit den Leverkusener Stimmen hätte nun Thomas Portz das Mandat, nicht Lauterbach. Der erklärte der Rheinischen Post: „Ich werde jeden Leverkusener in Berlin vertreten, egal, ob er mich gewählt hat oder nicht.“
Es wurde also etwas später am Sonntag bei der Wahlparty im Forum, entsprechend war die Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses nurmehr eine eher triste Angelegenheit für die Kamera von leverkusen.com:

Die Ergebnisse für den Wahlkreis 102 im Detail sind im LevLog hier dokumentiert.

Zum Leverkusener Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium kennt die Stadt jetzt die Ursache – verrät sie aber nicht: „Aus Sicherheitsgründen“, wie Radio Leverkusen meldet.

Außerdem gab es noch ein wenig Kultur am Wochenende in Leverkusen: Das Kom(m)ödchen aus Düsseldorf besuchte die Opladener-Festhalle. Und in der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ weckten Roswitha Dasch und Ulrich Raue am Sonntag im alten Bayer-Verwaltungsgebäude Q 26 das Kabaretttheater „Pfeffermühle“ von Erika Mann gelungen wieder zum Leben.

Bei der Brennpunkt Jam unter der Autobahn in Wiesdorf war leverkusen.com dabei:

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Bundestagswahl 2009 – Ergebnisse & Kandidaten im Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV

UPDATE 3
Jetzt ist es amtlich: Karl Lauterbach (SPD) gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV.

Ergebnisse Erststimme:
Lauterbach (SPD) 37,1% (53.551 Stimmen)
Portz (CDU) 35,4% (51.190 Stimmen)
Vennemann (FDP) 7,8% (11.328 Stimmen)
Kessing (GRÜNE) 9,3% (13.420 Stimmen)
Lindlar (DIE LINKE) 8,1% (11.754 Stimmen)
Sonstige 2,2% (3.230 Stimmen)

Ergebnisse Zweitstimme:
SPD 28,3% (41.006 Stimmen)
CDU 29,5% (42.782 Stimmen)
FDP 14,4% (20.881 Stimmen)
GRÜNE 12,5% (18.108 Stimmen)
DIE LINKE 9,5% (13.752 Stimmen)
Sonstige 5,8% (8.355 Stimmen)

Wahlberechtigte: 213.285
Wähler: 146.571
Wahlbeteiligung: 68,7%
Stand: 28.9., 0.00 Uhr
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UPDATE 2
Karl Lauterbach (SPD) gewinnt offenbar das Direktmandat im Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV: Nach der Auszählung von 260 von 263 Wahlbezirken führt Lauterbach mit 2097 Stimmen vor Herausforderer Thomas Portz (CDU):

Lauterbach (SPD) 37,0 % (53.081 Stimmen)
Portz (CDU) 35,6 % (50.984 Stimmen)
(99 % Prozent aller Stimmen ausgezählt, Stand 23.17 Uhr)
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UPDATE
Hier die Links zu den ständig aktualisierten Ergebnissen seit Beginn der Auszählung auf leverkusen.de:
Ergebnis Bundestagswahl 2009 Erststimme
Ergebnis Bundestagswahl 2009 Zweitstimme
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Die Wahlbüros sind offen, kurz nach der Halbzeit (Wahlbeteiligung in Leverkusen um 12 Uhr bei 36,43 Prozent) noch eine kleine Handreichung für Unentschlossene: Fünf der Kandidaten für das Direktmandat im „Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV“ im Netz.

Karl Lauterbach (SPD)
Internetpräsenz: www.karllauterbach.de
Bei abgeordnetenwatch.de: 4 Fragen, 0 Antworten
Bei wahl.de: Porträt
In der Presse:
ZEIT: Er grillte nur einen Sommer
FAZ: Grillen mit Lauterbach
RP: Hausbesuch von Dr. Lauterbach

Thomas Portz (CDU)
Internetpräsenz: www.thomas-portz.de
Bei abgeordnetenwatch.de: 6 Fragen, 6 Antworten
Bei wahl.de: Porträt
In der Presse:
KStA: Portz will keinen Manager
KStA: Kötten bei Ärzten und Apothekern
RP: Wahlkampf in sieben Sprachen

Ulrike Josefine Kessing (Grüne)
Internetpräsenz: www.gruenekoeln.de
Bei abgeordnetenwatch.de: 1 Frage, 0 Antworten
Bei wahl.de: Porträt
In der Presse:
KStA: Özdemir wirbt in Wiesdorf um Stimmen

Benedikt Vennemann (FDP)
Internetpräsenz: www.benedikt-vennemann.de/
Bei abgeordnetenwatch.de: 0 Fragen, 0 Antworten
Bei wahl.de: Porträt
In der Presse:
KStA: Selbstbewusst am Start

Manuel Lindlar (Linke)
Internetpräsenz: manuel-lindlar.blog.de/
Bei abgeordnetenwatch.de: 1 Frage, 0 Antworten
Bei wahl.de: Porträt
In der Presse:
KStA: Linke nominiert 21-Jährigen

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Grüße aus der Provinz

Zum großen Wahlkampffinale steuern wir heute keine Stichworte mehr für die im Netz herumwabernden Cloudtags bei. Morgen wird entweder Thomas Portz (CDU) oder Karl Lauterbach (SPD) über den „Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV“ direkt in den neuen Bundestag gewählt. Die Wähler aus der Provinz der Rheinischen Tiefebene haben damit die Wahl zwischen einem, der sich für die Interessen von Ärzten, Apothekern und dem Pflegepersonal engagieren will – und einem, der sich für eine klassenfreie Gesundheitspolitik einsetzt. Das war’s im Prinzip, aber mehr Themen würden uns Wähler vielleicht ohnehin nur überfordern. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post zeigen ihren Lesern schon einmal den Wahlzettel und Wahlleiter Rainer Häusler appelliert in beiden Blättern angesichts einer ernüchternden Briefwahlbeteiligung, am Sonntag an die Wahlurnen zu pilgern: „Es kann doch nicht sein, dass am Ende die Nichtwähler die stille Mehrheit bilden.“

Radio Leverkusen meldet übrigens unter Berufung auf Rainer Häusler, diesmal in seiner Funktion als Stadtkämmerer, dass die Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer 2010 noch niedriger ausfielen als kalkuliert.

Von der „großen“ Bundes- damit zur provinziellen Kommunalpolitik: Eine geradezu anrührende Hommage auf die Arbeit in die tiefsten Niederungen von Provinzpolitik, nämlich in der Bezirksvertretung des Stadtbezirks III, schreibt zur letzten Sitzung in der ablaufenden Wahlperiode Werner Röder: „Während bei der UN-Vollversammlung in New York, diesem Schaulaufen der Provokateure, oder dem G 20-Treffen in Pittsburgh Politiker, mit fürstlichen Apanagen ausgestattet, versuchen, mit Heißluftverbalismus die Welt zu retten, wird hier lokal diskutiert – und gehandelt.“
Die 26 einstimmigen Ergebnisse der letzten Sitzung, bei der unter anderem beschlossen wurde, einen Runden Tisch aus Umweltexperten der Fraktionen zur Zukunft des Ophovener Weihers einzuberufen, fasst Röder hier zusammen, die RP erzählt aus der gleichen Sitzung u.a. über den Beschluss, für eine besseren Busanbindung an die Linie 4 zu sorgen.

Apropos provinziell: Das Museum Morsbroich ist von der „Internationalen Vereinigung der Kunstkritiker“ (AICA) laut Anzeiger zum „Museum des Jahres 2009“ gekürt worden – und AICA-Jurymitglied Thomas Wulffen lobt laut Anzeiger doch tatsächlich so: „Das Museum zeigt, wie auch in der Provinz Ausstellungen mit internationalem Renommee gezeigt werden können.“ Wir gratulieren zu dieser Einsicht und grüßen nach Berlin.
Die nächste Provinz-Ausstellung kündigen Anzeiger und RP schon für Sonntag an, um 12 Uhr ist Eröffnung: Die Grafiketage zeigt bis zum 7. Februar Arbeiten von Michael Schoenholtz.

Ein Ende hat es für unsere Provinzzeitungen nun auch mit zwei Fortsetzungsromanen aus den Zuschauerbereichen im Landgericht Köln: Sowohl der Messerstecher aus Leichlingen als auch der Sexualstraftäter aus Manfort wurden am Freitag verurteilt, berichten Anzeiger (hier und hier) und RP (nur hier). Der Messerstecher wegen gefährlicher Körperverletzung für vier, der Sexualstraftäter wegen sexuellen Missbrauchs in zwei und Vergewaltigung in einem Fall für fünf Jahre Haft.

Wir wissen zwar noch nicht, wer demnächst unser Land regiert, aber wir kennen schon den „Ritter des Humors“: In der bevorstehenden Session wird der städtische Beigeordnete Marc Adomat Schwert und Schild zur Verteidigung des Narrentums in unserer Provinz halten, berichten Anzeiger und RP hier und hier.

Mit diesem vorläufigen Stimmungsbild geben wir zurück ins Hauptstadtstudio. Gibt es schon neue Hochrechnungen?

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Mehr Toleranz für Wupper-Flößer

Der Leverkusener Anzeiger erscheint in neuem Gewand: Ein neues Layout schmückt die Zeitung ab heute, Verleger Alfred Neven DuMont schreibt dazu auf Seite drei von einem „kleinen Sprung in die nächste Zukunft“. Und er weiß auch, wo die Zeitung auch in Zeiten des Internets „immer noch Meister ist“: Im Lokal- und Regionalbereich.

Und damit zur LevLog-Presseschau:

Der Vergangenheit von Marijn Dekkers, dem kommenden Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, als Tennistrainer bei Rot-Weiß Emmerich nachgespürt hat die Rheinische Post: Neben Dekkers Immatrikulationsfoto von der Universität Nimwegen berichten einstige Weggefährten von dem Tennisclub, bei dem sich Dekkers die eine oder andere Mark während seines Studiums als Trainer hinzuverdient habe. „Hart, aber gerecht“, sei er gewesen. „Er war ein richtig netter Kerl, der unglaublich angenehm im Umgang war“, wird ein einstiger Dekkers-Schützling zitiert. Ein Tennis-Crack als Bayer-Chef: Zieht da am Horizont ein Goldenes Zeitalter für den RTHC herauf?

Den Leverkusener CDU-Mann Bülent Arslan, der zweimal mit dem Versuch gescheitert war, sich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen zu lassen, stellt die taz in einem Porträt vor und fragt in der Überschrift: „Kann ein Muslim CDU-Politik?“

Bei dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht in Leverkusen am Mittwoch war neben dem Anzeiger auch der Spiegel dabei.

Ab dem 20. Oktober hat die Schweinegrippe keine Zukunft mehr in Leverkusen: Dann wird geimpft! Das meldet Leverkusens Amtsarzt Hans-Eckhard Linstaedt. Rund 40.000 bis 50.000 Leverkusener würden sich impfen lassen, schätzt Linstaedt für den Anzeiger. RP und Radio Leverkusen berichten (hier und hier) schon von Leverkusener Kassenärzten, denen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 4,09 Euro pro Impfung nicht hoch genug sei.

Thema in allen Medien ist die Grundsteinlegung für die Kinderklinik (inklusive einer „Komfortstation“) am Klinikum in Schlebusch. 23 Millionen kostet der Bau für 168 neue Betten, der 2012 bezugsfertig sein soll.

Mit dem Organisator der Wupper-Floßfahrt, Klaus Kirschey, hat die RP gesprochen. Nachdem Tierschützer sich beschwerten, dass die Fahrt bei einem Pegelstand unter 60 Zentimetern gestartet wurde, fordert Kirschey „mehr Toleranz“ für die „zufriedenen Teilnehmer“: Er habe „regelmäßig den Stand angefragt, und der lag bis Sonntagmorgen über 60 Zentimeter“. Auf dieser Seite sieht man, dass Kirschey seinen Schlaf an dem Tag (13.9.) offenbar recht früh aus hatte. In einem Leserbrief zwei RP-Seiten weiter klagt ein Mitglied des Sportanglervereins (SAV) Bayer Leverkusen: Die „Gaudiveranstaltung“ sei kontraproduktiv für die Bemühungen von Angelsportvereinen, Fischereiverbänden und Behörden in der Wupper Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder heimisch werden zu lassen.

Ein weiteres Thema im Problemfeld „Mensch und Natur“ beleuchtet die RP ausführlich und spricht mit Leverkusener Jägern über das Ende der Schonzeit für die Kanada-Gänse am Hitdorfer Badesee.

Viele ihrer eigenen Aktionen präsentiert die Anzeiger-Lokalredaktion heute den Lesern: Die Serie „Mangelhaft“ mit besonders unansehnlichen Orten in Leverkusen ist auf der ersten Lokalseite, auf Lokalseite zwei wird der Leverkusener Schilderwald durchforstet und auf der „Journal“-Seite lädt ein Rätsel zur 5. Leverkusener Kunstnacht zum Mitmachen ein, im Mittelpunkt der Diepentaler Künstler Winfried Gille. Wann die 5. Leverkusener Kunstnacht ist, erfährt man u.a. hier: Am Freitag, 30. Oktober 2009, von 18 bis 24 Uhr.

Die Nachricht von den 61 Millionen Euro für Leverkusen aus dem Landeshaushalt für 2010 meldet jetzt auch der Anzeiger.

Auch im Anzeiger-Hauptblatt ist Leverkusen heute vertreten: Für eine Story über den blühenden Handel mit immer jüngeren Nachwuchsspielern auf der Themenseite im neuen Layout besuchte der Stadt-Anzeiger den Leverkusener Nachwuchskicker Dennis Krol. Der 18-jährige Krol spielte rund fünf Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2009 wieder zu Bayer 04 nach Leverkusen zurückkehrte. (Dieses Porträt bestätigt immerhin die These, dass die Anzeiger-Sportredaktion sehr wohl weiß, welcher Verein im Einzugsgebiet die Referenzgröße zum Thema Fußball ist.) Hier noch ein Video mit Krol im Trikot des FC Barcelona, gefunden bei YouTube. Überschrift: Die große deutsche Hoffnung.

Ein wenig Politik gibt es heute auch in der RP (leider nicht online): Eine Woche vor der Bundestagswahl setzt die Redaktion ihre Kandidatenporträts mit Benedikt Vennemann von der FDP fort. Der Heilpädagoge und Immobilienkaufmann umreißt seine politischen Ziele, unter anderem will er, dass Leverkusen zukünftig eben nicht in Düsseldorf um Geld betteln muss: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen komplett von der Gewerbesteuer abhängig sind.“ Aber, aber: Es gibt doch auch noch die Hundesteuer.

Von einem geplanten Warnsystem vor Kindesmisshandlung, an dem Jugendamt und Leverkusener Schulen arbeiten, berichtet die RP. Vom Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Manfort vor dem Landgericht Köln berichten Anzeiger und RP.

Kultur: Der Anzeiger empfiehlt die neue Komödie am „matchboxtheater“ in Hitdorf: Die Inszenierung des Broadway-Stücks „Jakes Frauen“ besteche „mit feinsinnigem Humor“. (Nächste Aufführungen: heute, Samstag, 19. 9., und Samstag, 26. 9., jeweils um 20 Uhr im Theater in der Hitdorfer Str. 169). Über die Inszenierung von Helge Schneiders „Mendy – Das Wusical“ von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums berichtet die RP vom Schülertheaterfestival im Forum (die schräge Inszenierung stellte der Anzeiger schon vor zwei Wochen vor).

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61 Millionen für Leverkusen?

Die interessanteste Nachricht finden wir heute auf leverkusen.com: Dort teilt die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU) aus Düsseldorf höchstpersönlich mit, dass Leverkusen aus dem Haushaltsentwurf des Landes mit Zuweisungen vom Land in Höhe von knapp 61 Millionen Euro rechnen dürfe. Monheim: „Im kommenden Jahr sollen die nordrhein-westfälischen Kommunen rund 7,7 Milliarden Euro vom Land NRW erhalten. Unsere Stadt Leverkusen ist mit 60.933.170 Euro mit dabei.“ Das Schöne daran: Das meiste dieses Geldes soll für die Kommunen frei verfügbar sein: „Rund 86% der Zuweisungsmittel sind frei verfügbar. Das stärkt die kommunale Selbstverwaltung.“ Das weniger Schöne daran (zumindest in Bezug auf diese Meldung): Es sitzen außer der CDU auch noch andere Parteien im Landtag. Und über den endgültigen Haushalt entscheiden nunmal alle.

Das demokratische Prinzip auch jungen Menschen zugänglich macht die Jugendinitiative „Youth Meets Democracy“, über deren Aktionen zur bevorstehenden Bundestagswahl der Anzeiger hier berichtet.

Den Wupper-Flößern von Sonntag droht Ärger: Weil sie die Auflage, nach der die Wupper in Opladen (hier der Pegel Opladen im Internet) einen Pegel von mindestens 60 Zentimetern aufweisen muss, offenkundig missachtet haben, prüfen die zuständigen Behörden nun die nötigen Konsequenzen. Gegebenenfalls haften die einzelnen Teilnehmer, die sich angemeldet haben. Die Rheinische Post sprach mit Hermann Neumaier, Mitglied des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Rhein-Berg (zuständig für das südliche Wupperufer in Leichlingen). Der Leverkusener Anzeiger versteckt hier sein Interview mit Claudia Oeljeklaus von der Unteren Landschaftsbehörde in Solingen (also nördliches Wupperufer und Startpunkt der Flößer in Wupperhof). Darin betont Oeljeklaus die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer – und im Zweifel will sie auch keinesfalls die Veranstaltung im letzten Augenblick stoppen müssen: „Da bräuchten wir ja ein Sondereinsatzkommando, das die Wupper absperrt.“
Den Sündenfall der Flößer bei ihrer Ankunft in Opladen auf Video eingefangen hat leverkusen.com:

Über den Baufortschritt des Kulturausbesserungswerks mitten im Abrisschaos auf dem alten Bahngelände berichtet der Anzeiger (nur leider nicht online). Es fehlen dort nur noch zwei Abnahmen, die offizielle Eröffnung mit ministeriellen Würden ist für den 14. Dezember geplant.

Einen zwar nicht brandaktuellen, dafür aber sehr interessanten Lokalaufmacher bietet die RP ihren Lesern heute: In „Die Podcast-Politiker“ vergleicht Peter Korn die multimediale Präsenz der Leverkusener Bundestagswahl-Kontrahenten Thomas Portz (www.thomas-portz.de) und Karl Lauterbach (www.karllauterbach.de). Und stellt aufrichtig verblüfft fest: „Das Internet wird zur Kommunikations-Plattform.“ Donnerwetter!

Vom „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag berichten Anzeiger (aus der Villa Römer in Opladen hier und aus Witzhelden und Burscheid hier) und RP (nur aus Witzhelden).

Die RP stellt heute auch das Verkehrskonzept für Spieltage in der BayArena vor. Außerdem meldet sie, dass die Schonzeit für die Kanada-Gänse am 31. Oktober abläuft – und Jäger dann aller Voraussicht nach der Überpopulation ein Ende bereiten. Und von neuen, noch größeren Plänen für einen Seilgarten auf dem Opladener Birkenberg berichtet auch die RP, und zwar hier.

Von den Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen des Flugplatzes Kurtekotten berichten, sehr ausführlich, RP und, sehr knapp & nicht online, Anzeiger.

Neues vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet Radio Leverkusen aus dem Bau- und Planungsausschuss.

Der Anzeiger berichtet seinen Leverkusener Lesern im Lokal-Aufmacher heute vom Lehrkräftemangel an der Hauptschule in Leichlingen.

Kultur: Vom Halt des „Schiller-Express“ mit Kölner Schauspielschülern im Altenwohnheim Upladin, auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes, berichtet Monika Klein für die RP, leider nur im Print.

UPDATE: Schnell nachgeschoben noch dies: Anzeiger, RP, Radio Leverkusen (mit Foto!), SZ, leverkusen.com und viele andere nationale wie internationale Medien vermelden soeben die Personalplanung der Bayer AG: Der Niederländer Marijn E. Dekkers folgt zum 1. Oktober 2010 als Bayer-Vorstandsvorsitzender auf Werner Wenning. In diesem Sinne allseits noch einen goede dag!

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„Jamaika Wirklichkeit werden lassen“

Der Leverkusener Anzeiger hat genüsslich die Reaktionen auf die am Samstag auf der ersten Lokalseite veröffentlichten Spekulationen um eine „Jamaika-Koalition“ im Stadtrat eingesammelt. CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth bestätigt laut Anzeiger etwas umständlich: „Es ist der erklärte Wille des künftigen Oberbürgermeisters Buchhorn, der Parteivorsitzenden Ursula Monheim und der Fraktionsführung der CDU, den Versuch zu unternehmen, Jamaika Wirklichkeit werden zu lassen.“ Gespräche mit den für ein solches Bündnis angedachten Parteien (FDP, Freie Wähler und Grüne) hätten allseits grundsätzliche Bereitschaft ergeben; freilich hält sich Hupperth das Hintertürchen für eine Große Koalition mit der SPD doch lieber noch offen: Diese seien „politische Gegner, aber keine Feinde“.

Der Gegner, der kein Feind ist, kommt in der Rheinischen Post zu Wort. Dort warnt Fraktionschef Dr. Walter Mende nachdrücklich vor dem bunten Bündnis und verweist auf die daraus resultierende knappe Mehrheit von zwei Stimmen, die bisweilen die Rechtsradikalen von Pro NRW zum Mehrheitsbeschaffer für „Jamaika“ werden lassen könne. Mende in der RP: „Das kann doch keiner wollen.“ Mende zeigt sich auch unbegeistert über die Spekulation, nicht einen Vertreter der zweitstärksten Fraktion im Rat (nämlich die SPD), sondern Roswitha Arnold vom avisierten CDU-Bündnispartner Grüne zur Ersten Bürgermeisterin zu küren. Arnold und Hupperth betonen derweil unisono (wiewohl getrennt: hier und hier), über Posten sei noch gar nicht diskutiert worden.

Der Anzeiger staunt über Dr. Thomas Portz, der als Kölner Kandidat für die CDU den Wahlkreis Leverkusen/Köln-Mülheim bei den bevorstehenden Bundestagswahlen gewinnen will – und das ganz ohne den erfahrenen Leverkusener Wahlkampfmanager Stefan Seide, dessen Hilfe Portz laut Anzeiger auch nichts gekostet hätte. In Leverkusen entscheiden rund 25.000 Wähler mehr über den Kandidaten als im Kölner Teil des Wahlkreises, aber der Kölner Portz ist gewiss: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht.“ Fazit im Anzeiger: „Statt Wahlkampf kann Stefan Seide recht ausgiebig Urlaub machen.“ Vielleicht hat Portz aber auch einfach schon ausreichend Ärzte und Apotheker aus Leverkusen hinter sich bringen können.

Freie Fahrt für freie Bürger: Radio Leverkusen meldet, dass die Verkehrsbehinderungen im Rahmen der Sanierung der Y-Brücke in Wiesdorf ab sofort Geschichte sind. Und noch dicker soll es eigentlich ab März 2010 auf dem Willy-Brandt-Ring kommen, wo der zweite Abschnitt saniert werden soll. Aber die RP meldet heute, dass Reinhard Gerlich, der Chef der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) die Sanierung auf 2012 verschieben will. Begründung: Die Eröffnung des ECE-Center 2010, die Frauenfußball-WM 2011 sowie das mögliche Ausschöpfen von Fördergeldern aus Töpfen des Landes 2012. Der Verwaltungsrat entscheidet am 15. September über die Vorlage.

Ärger mit dem Verkehr hatten offenbar auch die Anwohner rund um den Stadtpark während des Länderspiels in der BayArena am Samstag, was die RP zu einem Nachklapp zu dem Spiel animiert. Der Anzeiger berichtet von der geschlossenen Kooperation zwischen Bayer AG und DFB zugunsten von kranken und behinderten Kindern. Bei Bayer 04-TV erläutern Bayer-Vorstandschef Werner Wenning und DFB-Präsident Theo Zwanziger diese Zusammenarbeit. Der Fußball-Verband Mittelrhein meldet indes, dass sein Präsident Alfred Vianden, bereits häufiger in Erscheinung getreten als Förderer des Frauenfußballs, von Zwanziger ebenfalls am Samstag zum neuen Vorsitzenden der WM-OK-Außenstelle Leverkusen zur Frauenfußball-WM 2011 ernannt wurde.

Radio Leverkusen meldet, dass der Stadtkämmerer derzeit auf eine millionenschwere Rückzahlung vom Land hofft: Für den Aufbau Ost habe die Stadt rund 12 Millionen zu viel gezahlt. Neues (mehr oder weniger) vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet die RP. Über das neuerliche Verschieben von 100 betriebsbedingten Kündigungen beim Burscheider Automobilzulieferer Federal Mogul berichtet die RP. Der Anzeiger berichtet, dass im Kombibad Opladen im Wiembachtal die Böden fürs Becken gegossen wurden.

Kultur: Bei Anzeiger und RP wird jeweils (hier, bei der RP leider nicht online) das Konzert des Bayer Frauenchors in der Herz-Jesu-Kirche gewürdigt, und der Anzeiger blickt schon auf das Schüler-Theaterfestival ab Freitag im Forum.

Und schließlich: Die WDR-Lokalzeit machte gestern das nette Wetter heute schmackhaft (ab Minute 27:00)mit hübschen Bildern vom Nachwuchs der afrikanischen Zwergziegen im Tierpark Reuschenberg. Süüüß!

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