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Brand im Chempark Leverkusen

In einer Abfüllanlage der Firma Momentive im Chempark Leverkusen, in der vornehmlich flüssige Stoffe gelagert werden, war aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer entfacht. Verletzt worden sei niemand, auch werde niemand vermisst, der Brand war um 3.36 Uhr morgens gelöscht. Die Warn-App NINA informierte am Abend zunächst die Kölner, später die Leverkusener Anwohner, in beiden Städten sowie in Monheim sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten werden. Erste Messungen ergaben später, dass keine giftigen Stoffe freigesetzt worden sein sollen, niedergegangene Rußflocken solle man sicherheitshalber dennoch nicht berühren.

UPDATE: Der Brand war um 3.36 Uhr gelöscht, um 4 Uhr gab es Entwarnung für die Bevölkerung.
UPDATE2: Die Messungen der Luft ergaben laut Chempark keine Giftstoffe, ebenso hätten die Untersuchungen der nach dem Brand niedergegangenen Rußflocken gezeigt, dass auch von diesen keine Gefahr ausging.

Um 20.24 Uhr habe sich ein Feuer in einem Abfüllbetrieb der Firma Momentive im Chempark Leverkusen entfacht, das sich rasch ausbreitete. Die Feuerwehr des Chempark bekam Unterstützung von den Berufsfeuerwehren aus Leverkusen und Köln, ebenso von der Freiwilligen Feuerwehr. Über 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz, weder unter ihnen, noch unter den Mitarbeitern sind Verletzte oder Vermisste. In dem Gebäude, in dem vornehmlich Flüssigkeiten lagerten, darunter Siloxane, die unter anderem für die Herstellung von Kosmetika verwendet werden, sowie Lösungsmittel, seien nicht giftig. Daher habe nach aktuellem Kenntnisstand auch keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, informierte Chempark-Leiter Ernst Grigat bei der für 1 Uhr einberufenen Pressekonferenz. Dafür sprächen auch die Ergebnisse der auf beiden des Rheins ausgesandten Messfahrzeuge.

Dennoch riet Grigat dringend davon ab, niedergegangene Rußflocken zu berühren: Diese sollten der Feuerwehr gemeldet werden, man werde deren genaue chemische Zusammensetzung und ihre Giftigkeit prüfen. Da auch Löschwasser in den Rhein gelangt sei, habe man überdies Rheinalarm ausgelöst. Auch die Analyse der Zusammensetzung der in den Fluss gelangten Stoffe stehe noch aus, erläuterte Grigat, der den beteiligten Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit dankte.

Der Brand in dem Gebäude habe sich rasch auf zwei Etagen ausgebreitet, zunächst habe die Feuerwehr von außen angreifen müssen. Im Erdgeschoss sei das Feuer gelöscht, zur Stunde lösche die Feuerwehr im Innenangriff das Feuer in der ersten Etage. Die Löscharbeiten würden nach Einschätzung von Leverkusens Feuerwehrchef Hermann Greven auf der Pressekonferenz um 1 Uhr noch Stunden dauern, eine größere Rauchentwicklung sei aber nicht mehr zu erwarten. Um 3.36 Uhr war das Feuer gelöscht und die Nachlöscharbeiten begannen, für die Bevölkerung wurde um 4 Uhr Entwarnung gegegeben.

Warn-App NINA informierte zuerst die Kölner

Die Bevölkerung wurde zuvor in mehreren Schritten informiert: Die Warn-App NINA informierte um 21.17 Uhr zunächst die Kölner Anwohner, weil der Wind den Rauch über den Rhein in Richtung Kölner Norden trug. Für Leverkusen erging die Warnung erst gegen 22 Uhr. Außerdem wurden die Alarmsirenen in Leverkusen ebenso wie in Köln aktiviert und die Nachricht via Rundfunk übermittelt. Der Chempark schaltete die Nachbarschaftshotline, bei der sich Anwohner unter Tel. 0214-3099333 informieren können.

Johannes Feyrer von der Kölner Feuerwehr erläuterte, dass aufgrund der Windrichtung sowie der Temperaturen insbesondere in den Kölner Stadtteilen Langel, Rheinkassel und Merkenich Brandgeruch wahrnehmbar war und dort Fenster und Türen geschlossen gehalten werden sollten. Die Feuerwehr Köln habe auf Anforderung mobile Dämme für die Schadwasserzurückhaltung angeliefert. In den kommenden Stunden würde eine Task Force gemeinsam mit den verschiedenen zuständigen Ämtern die Gefährdungslage weiter analysieren.

Momentive ist laut Wikipedia ein US-amerikanisches Chemieunternehmen, das im Dezember 2006 durch den Verkauf von GE Advanced Materials und dessen Joint Ventures GE Bayer Silicones und GE Toshiba Silicones an Apollo Management entstand.

Im vergangenen Oktober hatte es eine schwere Explosion bei BASF in einem Chemiepark in Ludwigshafen gegeben, bei der vier Menschen starben.

Tweets zu dem Brand im Chempark in chronologischer Reihenfolge:

Die beiden Pressekonferenzen im Chempark Leverkusen (via leverkusen.com):

Um 1 Uhr morgens:

Um 14 Uhr am Sonntagnachmittag:

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Agfa-Gebäude: Der Abriss im Zeitraffer

Mit dem Abriss des Agfa-Gebäudes Anfang März gehört ein Stück Leverkusener Industriegeschichte endgültig der Vergangenheit an. Ein sehr schönes Zeitraffer-Video vom Abriss im Chempark Leverkusen an der B8 am 7. und 8. März möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Werksintern handelte es sich um die Gebäude E 49 und E 52. Mit Großgeräten wurde der rund 100 Meter lange, etwa 34 Meter hohe und 16 Meter breite Gebäudekomplex abgerissen, die das Gebäude bis in etwa acht Metern Höhe in zwei Tagen zerkleinerten. Die B8 musste während der Abrissarbeiten halbseitig gesperrt werden. Aufgenommen hat das Video Philip Bechtle – vielen Dank für die Erlaubnis, es hier zu zeigen!

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26. März 2014 · 12:15

Space Oddities im Chempark

Anna Fisher und Joseph Allen zusammen mit (v. l.) Marc Adomat, Dezernent der Stadt Leverkusen, und Chempark-Leiter Ernst Grigat inmitten von Schülern aus Leverkusener Schulen. BILD: Currenta

Anna Fisher und Joseph Allen zusammen mit (v.l.) Marc Adomat, Dezernent der Stadt Leverkusen, und Chempark-Leiter Ernst Grigat inmitten von Schülern aus Leverkusener Schulen. BILD: Currenta


Einen ganz außergewöhnlichen Kontakt bescherte Chempark-Betreiber Currenta Leverkusener Schülern am Mittwoch: Die Astronauten Anna Lee Fisher und Joseph Percival Allen trafen sich zum „Astronautentag“ im Currenta-Bildungszentrum mit rund 80 Schülern der Leverkusener „MINT„-Schulen (die da sind: Montanus Realschule, Werner-Heisenberg-Gymnasium, Landrat-Lucas-Gymnasium und Lise-Meitner-Gymnasium). Die Schüler durften die beiden ausführlich befragen, auch Chempark-Leiter Ernst Grigat leugnete nicht seine Begeisterung für dieses Thema: „Ich kann die Faszination unserer beiden Gäste für ihre Arbeit sehr gut nachvollziehen. Als Naturwissenschaftler bin ich da ebenfalls sehr leicht zu begeistern.“

Die beiden Weltraumfahrer sind derzeit zu Gast beim 26. Planetarischen Kongress der Association of Space Explorers, kurz ASE (hier geht’s zur Homepage der „Space Explorers“), der vom 1. bis 5. Juli in Köln ausgerichtet wird.

Auf einen singenden Astronauten muss Leverkusen weiterhin warten:

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Kleine Elefanten schützen I-Dötzchen

Chempark und Kinderschutzbund bringen Elefanten in Remigius-Schule

Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat neben der Vorsitzenden des Kinderschutzbund-Ortsverbandes Leverkusen, Almuth Turkowski: Sie überbringen Erstklässlern der Remigius-Grundschule in Opladen die kleinen, reflektierenden Elefanten, mit denen die Kinder im Dunkeln besser zu sehen sind.

Mit einer besonderen Aktion widmet sich der Chempark in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund der Verkehrssicherheit von Erstklässlern. Kleine Stoff-Elefanten, die mit einer reflektierenden Weste auch im Dunkeln gut zu erkennen sind, erfüllen gleich einen doppelten Zweck: Gut sichtbar am Tornister angebracht lassen sie die Kinder in der dunklen Jahreszeit besser zu sehen sein und zugleich erinnern sie die Kinder daran, im Straßenverkehr selbst gut sichtbare Kleidung zu tragen.

„Nachbarschafft Sichtbarkeit“ heißt diese Aktion im Stile des Chempark-Slogans, in den Genuss einer der 6000 Elefanten im Blau des Kinderschutzbundes kommen Erstklässler an den Chempark-Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld. Die ersten 28 Exemplare überbrachte Chempark-Chef Dr. Ernst Grigat heute Morgen unter anderem gemeinsam mit Almuth Turkowski und Christine Thierjung vom Kinderschutzbund-Ortsverband in Leverkusen den Erstklässlern der Katholischen Remigius-Grundschule an der Wiembachallee. Die weiteren 25 Leverkusener Grundschulen sollen in den kommenden Wochen bedacht werden.

Almuth Turkowski begrüßt die Aktion: „Alles was die Sicherheit der Kinder erhöht, ist gut. Besonders wichtig finde ich die Broschüre, die es dazu gibt, denn darüber kommen die Eltern und ihre Kinder zum Thema Verkehrssicherheit ins Gespräch.“ Die Infobroschüre geben Chempark und Kinderschutzbund parallel zu der Aktion für Kindern, Eltern und Lehrer aus.

Angeregt hat diese Zusammenarbeit Heinz Hilgers, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes, der als früherer Bürgermeister in Dormagen gute Kontakte zu dem Chemieparkbetreiber pflegt.

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Schöne Stadt

Holla! So früh heute?
Viel zu erledigen, wichtige Termine. Da muss das fertig werden.

Dann mal los: Mittwoch, 14. April – was muss man heute wissen in Leverkusen?
Die Chinesen sind da! „Schöne Stadt“ lobt der Bürgermeister von Nanjing, Shouwen Wang, Leverkusen, zitiert ihn der Leverkusener Anzeiger.

Was führt den Bürgermeister einer 5,8 Millionen-Einwohner-Stadt in China nach Leverkusen – so schön es hier auch sein mag?
Touristische Highlights stehen weniger im Mittelpunkt, vielmehr natürlich knallharte Wirtschaftsinteressen. Leverkusen hat den Chempark, Nanjing den „Nanjing Chemical Industry Park“ (NCIP) – und dass die Chinesen lukrative Geschäftspartner sind, predigt ja nicht nur das Forum Wuxi-Leverkusen. Vor fünf Monaten habe der Chempark einen Partnerschaftsvertrag mit dem NCIP geschlossen und nun sucht man offenbar nach sinnvollen Wegen für diese Partnerschaft. Chempark-Chef Ernst Grigat weiß, worauf es ankommt: „Am Ende geht ein Investor dahin, wo er verstanden wird und willkommen ist“, zitiert ihn die Rheinische Post.

Apropos Fernost und touristische Highlights: Im Japanischen Garten blüht es derzeit ja auf das Prächtigste.
Es ist ja auch Frühling. Ralf Krieger hat für den Anzeiger ein hübsches Mandarinenten-Pärchen fotografiert, sogar die Lokalzeit im WDR-Fernsehen hat gestern ihre Wettervorhersage für heute mit Bildern mit Leverkusener Kirschblüten geschmückt.

Und direkt danach kam in der Sendung das „Völler Fußball-Ballett“
Jau. Aber Rudi Völlers Geburtstag ist nun wirklich Schnee von gestern. Aber auch RP Online hat übrigens noch einen Video-Geburtstagsgruß parat.

Einer seiner Nachfolger als Bayer-04-Stürmer soll ja auch mit zur WM – schafft der Stefan Kießling das denn?
Das fragen sich ja derzeit alle, spätestens seitdem Bundestrainer Jogi Löw nun auch nicht mehr ausschließt, vielleicht doch den einst in Ungnade gefallenen Schalker Kevin Kuranyi mitzunehmen. Christian Oeynhausen vom Stadt-Anzeiger nennt das heute im Sport-Kommentar „Fringsen ohne Not“ – zumal mit Kießling ein gleich guter Spieler zur Verfügung stünde. Aber seit wann interessierst Du Dich für Fußball?

War nur vorgetäuscht. Keine Polit-Aufreger?
Wie man’s nimmt. Immerhin „zarten Ärger“ hat die RP in Opladen registriert: „Opladen Plus“ wolle den Rad- und Wanderweg von der Düsseldorfer Straße entlang der Wupper nach Bruno Wiefel benennen, SPD-Politiker fänden hingegen, der ehemalige Opladener Bürgermeister habe mehr verdient.

Was sagt Bezirksvorsteher Rainer Schiefer dazu?
Der CDU-Mann ist wohl vom Standpunkt der Sozialdemokraten nicht weit entfernt: „Aus meiner ganz persönlichen Sicht passt eine Wiefel-Straße in der Bahnstadt besser als ein Wiefel-Wupperweg“, zitiert ihn die RP.

Wenn es sonst keine Probleme gibt…
Wohl leider doch: „Ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Leverkusener Integrationsrat noch möglich?“, fragt die RP. Dort gibt es offenbar Irritationen, nachdem der vieljährige Vorsitzende Jannis Goudoulakis (von der Liste „InterLev“) die Kampfabstimmung um den Vorsitz gegen Serkan Kaygisiz (Liste „Dein Leverkusen“) mit nur einer Stimme verloren hatte.

Was ist daran auszusetzen?
Möglicherweise geschah bei dieser Wahl etwas überaus seltenes: Die Stimme des Pro-NRW-Entsandten hatte Gewicht.

Oh!
Eben. Nun wollen sich die Gruppen außerhalb des Rates wieder zusammenraufen, schreibt die RP.

Andere Politikmeldungen?
Die SPD werbe für eine Ausweitung der offenen Ganztagsschulen in Leverkusen auch im Primarbereich, steht in der RP. Vielleicht befeuert durch die Berichterstattung gestern im Anzeiger.

Zum Schluss noch etwas Sport? Außer Fußball?
Der Vorstand der Bayer-04-Basketballer trete bei der Hauptversammlung heute Abend zurück, meldet die RP, es handele sich aber um eine „turnusmäßige Staffelstabübergabe“. Und die RP weiß, wie es bei den Bayer-04-Volleyballern nach dem bevorstehenden Weggang von Trainer Dirk Sauermann, den Roman Zilles auch interviewt hat, weitergehen soll: Der Co-Trainer Zhong Yu Zhou soll das Zepter bei den Damen übernehmen.

Schon wieder ein Chinese?
Immerhin gibt es 1,3 Milliarden von ihnen, jeder einzelne soll ja sogar online abrufbar sein. Da sind das hier doch im Verhältnis noch denkbar wenig.

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Für Steuersünder kommt’s Knüppel-dick – Bald „Leverkusen für alle“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 11. Februar 2010:
Finanzamts-Vorsteher Alexander Knüppel meldet großen Andrang. +++ Rat beschließt Sozialkonzept für finanzschwache Leverkusener. +++ In Hahnenblecher bleibt alles, wie es ist. +++ Lokalsport: Stefan Kießling ärgert sich über „Vizekusen“.
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Neujahrsgruß von OB Buchhorn

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn

Das Jahr 2009 endet heute, 2010 steht vor der Tür. Das LevLog veröffentlicht den Neujahrsgruß von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, der auf ein „ereignisreiches Jahr“ 2009 zurück-, und auf ein Jahr 2010 ausblickt, in dem „Flexibilität der Schlüssel zum Erfolg“ sein werde.
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DyStar-Pleite: Wer ist noch betroffen?

Die Frist für das „vorläufige Insolvenzverfahren“ bei DyStar läuft heute ab. Die Mitarbeiter sind bereits freigestellt. Im Chempark Leverkusen werden weitere Firmen betroffen sein, sollte DyStar wirklich endgültig dicht machen müssen.
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Straßenausbau zahlen Anwohner

Der Leverkusener Anzeiger legt heute noch einmal nach: Nicht nur Kanäle und Laternen können Anwohner teuer zu stehen kommen, sondern auch der Ausbau der Straßen, an denen sie wohnen, denn: „Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten“. Das beträfe auch den angedachten Ausbau der Ringstraße in Hitdorf. Der Anzeiger kennt auch die 32 Straßen in Leverkusen, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) als „nicht endgültig ausgebaut“ einstufen – was binnen der nächsten zehn Jahre geändert werden solle.
Nicht dabei ist die Elsbachstraße in Opladen, von der die Rheinische Post aber weiß, dass die CDU hier einen „kleinen Ausbau“ befürworte – einen kleineren jedenfalls als die TBL avisiert habe.

Die Bezirksvertretung I will den Jugendhaus-Neubau auf dem Gelände des Bauspielplatzes in Rheindorf, meldet Radio Leverkusen. Eine entsprechende Empfehlung gehe an den Stadtrat.

Die RP erklärt heute in ihrem Lokalaufmacher zu dem Unfall auf der Baustelle für die ECE- „Rathaus Galerie“ nach Abschluss der Untersuchungen, was Anzeiger-Leser schon am Tag nach dem Unfall wussten: Eine fehlende Sicherheitsversteifung habe zu dem Einsturz der Betondecke in der Nacht auf vergangenen Dienstag geführt. Allerdings hat die RP, anders als der Anzeiger, offenbar einen Anwohner aufgetan, der den Einsturz gehört hat: Um 4.22 Uhr habe ihn eine „explosionsartiger Knall“ aus dem Bett gejagt. (Der KStA-Artikel wird bei Google News über die Suche nach der Überschrift übrigens weiterhin nicht gefunden.)

Ein nur kleines Echo erfährt die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter von gestern heute in den Zeitungen: Im Anzeiger finden wir ein Foto nebst kurzem Text auf der ersten Lokalseite, in der RP finden wir nichts; Radio Leverkusen berichtet ausführlicher.

Die Wertpapiere von Lanxess avancieren heute im Wirtschaftsteil der RP zur „Aktie des Tages“. Glückwunsch!
Die FAZ widmet dem „Elastischen Multitalent“ aus dem Hause Lanxess, dem synthetischen Kautschuk, das vor 100 Jahren von Bayer-Chemiker Fritz Hofmann entdeckt wurde, heute einen Artikel auf ihrer dienstäglichen Technik und Motor-Seite.

Der Chempark hilft sechs ehrenamtlichen Projekten in Leverkusen mit jeweils 950 Euro, bei der Spendenübergabe waren Anzeiger und RP dabei. + + + RP und Anzeiger kündigen die Aktion der Leverkusener Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember im Kinopolis an. + + + Und die RP meldet, dass die Stadtverwaltung bis Mitte 2010 alle Sporthallen auf ihre Auslastung und ihren baulichen Zustand überprüfen solle.

Kultur: Schloss und Museum Morsbroich kommen heute in der RP zu Ehren – der Kulturteil berichtet über die Pläne für das Fluxuszentrum (online finden wir den Artikel nicht), der Lokalteil zeigt & erklärt, wie eine neue, begehbare Brunnenskulptur aussehen und funktionieren soll.
Dem Konzert der Chöre der Gemeinden St. Johannes der Täufer und St. Andreas mit Gastmusikern lauschte in Alkenrath der Anzeiger.

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Am Abgrund

Der drohende Finanzkollaps der KulturStadtLev und die Frage, ob, und wenn ja: wo vielleicht doch noch Geld gespart werden könnte, beschäftigt heute Rheinische Post (hier) und Leverkusener Anzeiger (hier). „Wir stehen am Abgrund“, formuliert Klaus Hupperth (CDU) im Kulturausschuss die Aussichten, während sich Marion Grundmann, Leiterin der KulturStadtLev, schützend vor die Musikschule stellt: Dort seien die Folgen weiterer Kürzungen „undenkbar“.

Über eine eingestürzte Betondecke auf der Rathaus-Galerie-Baustelle berichtet heute groß der Anzeiger, eher klein die RP: Ein fehlerhaft verarbeiteter Träger sei offenbar Ursache für das Einstürzen eines Teils der obersten Parketage in der Nacht auf Dienstag. Der Sachschaden, wiegelt ECE-Centermanagerin Katrin Becker laut Anzeiger ab, sei gering, der Eröffnungstermin im Februar nicht gefährdet.

Ganz absichtlich könnte es bald in Opladen krachen: Dem ehrwürdigen Altbau des Opladener Amtsgerichtes drohe die Abrissbirne, weiß der Anzeiger. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen prüfe derzeit diese Möglichkeit in Anbetracht hoher Renovierungskosten für das über 120 Jahre alte Gebäude, das überdies erhebliche Heizkosten verschlinge.

Über die notwendige Maßnahme der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) an dem bald auch in Fahrtrichtung Wiesdorf nur noch einspurig befahrbaren Europaring berichten heute auch Anzeiger und RP.

Vom mutmaßlichen Kreditkarten-Datendiebstahl in Spanien bleiben auch Kunden der Sparkasse Leverkusen nicht verschont, melden Anzeiger und RP. Alle betroffenen Kunden seien angeschrieben worden, es handele sich aber um eine „rein präventive Maßnahme“, betont Sparkassen-Sprecher Ingo Schneider laut Anzeiger.

Dem Sportbund Leverkusen könnte bald einen Vertreter in den Betriebsausschuss Sportpark entsenden dürfen, meldet der Anzeiger. Einen entsprechenden Antrag sei von CDU und SPD gemeinsam gestellt worden. Sportbund-Vorsitzender Karl-Josef Weißenfels solle „dem Vernehmen nach“ diese Position übernehmen.

Im Streit um den Bürgerbusch gehe es um die Summe von 150.000 Euro, setzt die RP heute ihre Berichterstattung zur Klage des Bürgerbusch-Käufers Wilfried Hilgert aus Köln gegen den Vorbesitzer Geza von Diergardt, der in Kanada lebe, fort.

Die Kooperation des Chemparks mit dem Nanjing Chemical Industry Park (siehe hier) nutzt die RP zu einer Betrachtung über die rosige Zukunft des einstigen Bayerwerks.

Keine rosige Zukunft ist bis auf weiteres dem Bayer-Leberkrebsmittel Nexavar beschert, zumindest nicht in Großbritannien. Dort habe die Aufsichtsbehörde Nice das Mittel mit der Begründung abgelehnt, es sei zu teuer, meldet Reuters.

Die heimliche Eliteschule Leverkusens feiert 2010 Jubiläum: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird 50 Jahre alt, der Anzeiger weiß, welche „erfolgreichen Menschen“ unter den Ehemaligen die Schule dann neuerlich beehren sollen: Unter anderem die Autorinnen Maren Gottschalk und Ulla Hahn, die Journalisten Werner Sonne und Christoph Droesser, Ernst Grigat vom Chempark oder Pianist Falko Steinberg.

Auf dem Schrottplatz Bender in Küppersteg umgesehen hat sich ein Fernsehteam des WDR: Dort wundert sich Peter Bender immer noch über die Abwrackwut der Autofahrer, sein Schrottplatz sei immer noch voll. Der TV-Bericht ist hier abrufbar. Und dazu passend hier noch einmal das bedrückende Dokument der allerletzten Fahrt eines im Medienmoloch Leverkusen einst berüchtigten Autos, ebenfalls bei Bender. Achtung: melancholischer Blick bei 1:23.

Kultur: In der Studio-Galerie im Forum stellen Künstler aus dem Opladener Künstlerbunker ab heute und bis zum 18. Januar Arbeiten aus, Anzeiger und RP berichten.
Und eine Lesung heute Abend in der Erholungshaus-Kulisse kündigt der Anzeiger an: Dorota Masłowska (hier bei Wikipedia) liest um 20 Uhr aus ihrem Roman „Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen“.

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