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Wann die Klopperei losgeht

Eine „wundersame Mitgliedervermehrung“ registriert die Rheinische Post in den Leverkusener Ausschüssen: Nach der geplanten Vergrößerung des Finanzausschusses von 15 auf 21 Mitglieder in der neuen Legislaturperiode, von der die RP gestern berichtete, sollen nun alle Ausschüsse mit bislang 15 Mitgliedern um einen Platz auf 16 Mitglieder erweitert werden – so ein Ansinnen von CDU und SPD. So viel überparteiliche Einigkeit will SPD-Fraktionschef Walter Mende aber nicht überbewertet wissen: „Die Klopperei geht dann erst bei den Inhalten los.“ Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn rät er freilich, lieber nicht den Finanzausschuss zu leiten: Die Prügel solle doch besser weiterhin der Kämmerer einstecken. Noch-OB Ernst Küchler wurde indes von der SPD-Fraktion zu ihrem neuen schul- und kulturpolitischen Sprecher gewählt, meldet die RP.

Heute berichtet die RP auch über das Geld aus dem Konjunkturpaket II für die Leverkusener Schulen. Während im Anzeiger gestern zu lesen war, an welcher Schule mit dem Geld was gemacht werden soll, zählt Peter Korn heute alle die Finger von Schulen, die fleißig in die Höhe schnellen, um noch den einen oder anderen zusätzlichen Wunsch erfüllt zu bekommen. Mit der Videoüberwachung für die Comeniusschule in Steinbüchel wird es aber vorerst nichts: Dort solle zunächst nur ein Zaun für Ordnung sorgen.

Den neuen Schulrat für die 28 Leverkusener Grundschulen stellen Anzeiger, RP und Radio Leverkusen vor: Der 40-jährige Andreas Paul plant einen neuen, besonderen Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, also die sogenannten „MINT-Fächer“, und er möchte „jungen Lehrkräften Mut machen, Verantwortung zu übernehmen“, zitiert der Anzeiger Paul.

Der Anzeiger berichtet heute auch über die Verschiebung der Sanierung des Willy-Brandt-Ringes durch den Verwaltungsrat der Technischen Betriebe Leverkusen um zwei Jahre bis 2012 und ergänzt ein weiteres Argument: „Nach einer neuen Richtlinie kann [dann] mit einem Zuschuss vom Land in Höhe von 50 Prozent gerechnet werden.“ Die kalkulierten Kosten für die Maßnahme betragen 850.000 Euro.

Pressekonferenz im Pflanzenschutzzentrum: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Anzeiger, RP und viele andere waren gestern bei Bayer CropScience in Monheim. Dort hat man ein neues Wort erfunden: „Optimierte Pflanzenmerkmale“ meint nichts anderes als „gentechnische Veränderungen“, wie uns der Anzeiger in seinem Wirtschaftsteil aufklärt, ist aber weniger kontaminiert. Mit „Optimierten Pflanzenmerkmalen“ also und mit Saatgut will der Bayer-Teilkonzern bis 2018 besonders viel Geld verdienen. „Wir bauen unser Geschäft durch die Stärkung der eigenen Forschung, durch Allianzen und durch gezielte Zukäufe aus“, wird Joachim Schneider, Leiter des Geschäftsbereichs Bioscience, in der FAZ zitiert.
Einen Aspekt aus Monheim nutzt die RP auch für ihre Lokal-Titelseite und stellt das Forschungslabor für Schüler der Stufen acht bis dreizehn vor, das in knapp einem Jahr von über 1000 Schülern aus der Region genutzt wurde. Das Bild mit zwei experimentierenden Schülern hat CropScience dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.
Im Wirtschaftsteil der RP (nicht online) verrät Friedrich Berschauer, Chef von Bayer CropScience, übrigens auch etwas über den kommenden Bayer-Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers: „Ich habe meinen künftigen Chef am Dienstag eine halbe Stunde lang gesprochen, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit.“

„Einigkeit“ und „Recht“ und „Freiheit“ gehen auf die Zielgerade: Anzeiger, RP und Radio Leverkusen melden den Schlussspurt von dem Klipper, dem Aalschokker und der Tjalk auf dem Weg zur neuen Schiffsbrücke in der Wuppermündung. Pünktlich zur Regionale 2010 soll die Brücke nach 15 Jahren Sanierung fertig sein. Der Förderverein stellte die Modelle der Schiffe im Maßstab 1 zu 25 und das neue Logo mit den stilisierten Schiffen auf blauer Wupper vor.

Über einen „deutlichen Anstieg“ psychischer Störungen am Arbeitsplatz berichtet Currenta-Betriebsrat Klaus Hebert-Okon im Interview mit der RP.

Radio Leverkusen erschreckt uns noch mit dieser Überschrift: „Forderungen nach Amoklauf“. Es handelt sich aber zum Glück nur um Forderungen nach geeigneteren Maßnahmen gegen Amokläufe, die die Deutsche Polizeigewerkschaft nach dem Amoklauf in Ansbach nun wiederholt hat.

Kultur: Anzeiger und RP staunen über die „Wundertüte“ der Schlebuscher Gesamtschüler beim Schülertheaterfestival im Forum.

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Hartelijk welkom beim Bayer

Zu einer in die Zukunft gerichteten Aussage* hat Bayer sich hinreißen lassen: Der Niederländer Marijn E. Dekkers wird Nachfolger von Werner Wenning als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, zum 1. Oktober 2010. Die Wirtschaftsjournalisten in deutschen Redaktionen landauf, landab hatten gestern also ihre Herausforderung: Wer ist dieser Dekkers? Das Magazin Forbes kennt ihn schon und im Internet findet man ihn als Erfinder eigenartiger chemischer Methoden, übrigens gemeinsam mit seiner Frau. Dekkers hat Erfahrung als ausländischer Chef eines Unternehmens: Im Spiegel wird er im Dezember 2007 in seiner Funktion als Chef von Thermo Fisher Scientific, einem Unternehmen mit Sitz in Massachusetts, USA, so zitiert: „Man ist einfach nicht so schüchtern, wenn man es gewohnt ist, Geschäfte mit Leuten zu machen, die anders sind. Obwohl ich nur aus Europa komme, bin ich offener, wenn es darum geht, Geschäfte in Asien zu machen.“ Vielleicht war diese Aussage auch ein Grund für den Aufsichtsrat der Bayer AG, sich für Dekkers zu entscheiden. „Vom Eigen- zum Fremdgewächs“ überschreibt die FAZ die Nachricht aus Leverkusen und registriert einen „Kulturwandel“ bei dem Konzern. Ein „international erfahrenener Manager“ sei Dekkers, der „langjährige Erfahrungen im Portfoliomanagement und beste Drähte zu den Kapitalmärkten“ habe.
Alles schön und gut, die wirklich entscheidende Frage aber ist natürlich diese: Wie steht Dekkers zum Fußballsport? (Wie auch hier im Fan-Forum werkself.de heftig diskutiert wird.) Bei seinen Vorgängern Manfred Schneider und Werner Wenning gehörte die Begeisterung für den Fußball zweifellos zum Programm. Jetzt aber müssen Bayer 04-Fans ganz stark sein, denn u.a. die Financial Times kennt Dekkers‘ Lieblingssport: Es ist – Tennis!
Weitere Artikel zu dem Thema: Die Lokalseiten widmen sich besonders denen, die gehen: Die Rheinische Post Werner Wenning, der Leverkusener Anzeiger rückt die scheidenden Arthur Higgins und Klaus Kühn in den Fokus.

Die Comenius-Förderschule an der Heinrich-Lübke-Straße in Steinbüchel wünscht sich eine Videoüberwachung, Schuldezernent Marc Adomat ist aber zurückhaltend, wie die RP berichtet: „Eine Videoüberwachung ist für mich das letzte Mittel, das sollte sensibel gehandhabt werden.“ Vielleicht erinnert er sich an diese Geschichte aus dem Anzeiger.

Der Anzeiger berichtet von elf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, das Schulen in Leverkusen erwarten dürfen.

In Sachen Lokalpolitik rückt eine Entscheidung näher, berichtet die RP: Bis Montag könnte eine Entscheidung zu den Koalitionen im künftigen Stadtrat fallen, denn an dem Tag ist die Mitgliederversammlung der Grünen.

Der Anzeiger berichtet über eine Plane, die vor den Häusern am Hitdorfer Rheinufer angebracht werden soll.

Mit dem neuen Sportpark-Chef Georg Boßhammer gesprochen hat Ludmilla Hauser für die RP. Leere Stadtkassen entmutigen Boßhammer nicht: „Für mich gilt vorrangig, dass die Leverkusener Sportinfrastruktur der Grundversorgung auch durch kommunale Mittel gedeckt sein muss.“

Kultur: Von einem Gospel-Wochenende mit Adrienne Morgan-Hammond in Schlebusch berichtet die RP.

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