Schlagwort-Archive: Erhard Schoofs

Bekenntnisse einer Sozialdemokratin

Na, die Pfingstfeiertage voll ausgekostet?
Natürlich. Aber wetten, ich schaffe es noch vor Mitternacht, die Nachrichtenlage zu den Pfingsttagen zusammenzufassen?

Top: Die Wette gilt! Pfingsten 2010 – was ist wichtig in Leverkusen?
Die Bürgerliste hält den bei der jüngsten Ratssitzung angeschlagenen Ton nun auch schriftlich für die Nachwelt fest: Als „üble Hasardeure“ bezeichne Fraktionschef Erhard Schoofs in einer Pressemitteilung Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler, lesen wir im Anzeiger. Der meldet auch, dass das Magazin auf dem Opladener Bahnstadt-Gelände zu billig und überdies rechtswidrig verkauft worden sei. Und weiß außerdem, dass der Dichtstoff-Hersteller „Elch“ in Quettingen 2011 geschlossen wird: Besitzer Henkel verlagere die Produktion schrittweise nach Hannover.

Was steht in der Rheinischen Post?
Die schreibt tatsächlich: „Eva Lux – Politikerin oder Erotikstar“. Es handelt sich aber bedauerlicherweise nicht um freizügige Bekenntnisse einer Sozialdemokratin, sondern einfach um den Hinweis auf eine Namensgleichheit: Beim Googeln hat man bei der RP festgestellt, dass der Name bereits einmal vergeben war, und zwar an diese offenherzige Dame. Bekennen darf Eva Lux – also unsere „echte“ Josefa – dann aber doch noch und zünftig über die Linken schimpfen, nachdem die Koalitionsverhandlungen bekanntlich nicht zum Ziel bzw. zur Regierungsbildung führten: Ihr früher geäußerter Eindruck, es handele sich um „Rebellen, Rabauken und Spinner“ habe sich bestätigt. Als Lokalaufmacher berichtet die RP (neuerlich) von den Bogenschützen am Birkenberg, die nach Eröffnung des Kletterparks um ihren Trainingsplatz fürchten.

Immer für den Leser da sein! Apropos: Gibt es eigentlich eine Stellungnahme der Stadt zu der mobilen Würstchenbude?
Ja: Die Stadt verweist auf das Baurecht. Die Anregung von Jan Sting, mit dem „Ufo“ alle 21 Minuten die Biege zu machen, weist man übrigens zumindest nicht zurück. Wer weiß: Vielleicht wird da schon an der nötigen Technik gearbeitet?

Sicher. Was gibt es vom Sport?
Interviews! Eines mit Fußball-Nationalspieler Toni Kroos, der Bayer Leverkusen in Richtung München verlässt, und eines (finden wir online leider nicht) mit Handballerin Heike Ahlgrimm, die Bayer Leverkusen mit Beendigung ihrer aktiven Karriere in Richtung Blomberg-Lippe verlässt.

Kultur?
Eine Ausstellung zu den Rathäusern in dieser Stadt. Ein Bericht über 30 Jahre Frauenhaus in Leverkusen, außerdem (scheinbar leider nicht online) ein verpackter Vostell vor Schloss Morsbroich und eine Ausstellung mit Bildern von Stefan Geske bei der Spedition Niesen.

Sonst etwas Neues in der Zeitung?
Ja, bei den Rahmentexten.

Rahmentexte?
Damit meine ich die nicht redaktionell erstellten Texte. Zum Beispiel die Werbung: In der Reihe „Bayer@Leverkusen“ gibt es mit „Rad&Tat@Leverkusen“ eine neue Variante. Außerdem: Bemerkt eigentlich niemand, dass der Anzeiger dem Möbelhaus Smidt Online-Anzeigen mit Rechtschreibfehlern verkauft? Da sollte umbedingt jemand mal etwas unternehmen. Steht ja nicht erst seit gestern da oben auf der Startseite, diese Anzeige. Andererseits lautet der Slogan natürlich auch nicht etwa: „Wer richtig schreibt…“, sondern: „Wer richtig rechnet, kauft bei Smidt!“ So passt’s dann irgendwie doch wieder.

Noch andere „Rahmentexte“?
Leserbriefe: Der pensionierte Investment-Bänker Dr. Günter Kirchhain aus Leverkusen darf seinen „Standpunkt“ in der gleichnamigen Rubrik im Leserforum des Kölner Stadt-Anzeigers vertreten. Er warnt darin vor den Folgen der aktuellen Euro-Rettungsmaßnahmen, die zu Lasten kommender Generationen gehe – und nicht nur Griechenland gefährde: Die Deutschen „sitzen im gleichen Zug auf der Fahrt gegen die Wand, nur etwas weiter hinten“. Und Dirk Trapphagen, Kandidat der Grünen bei der Landtagswahl, schreibt in einem Leserbrief in seiner Funktion als Mitglied des Elternrats an den Anzeiger zur Schulleitersuche an der Realschule am Stadtpark – und plädiert für die Berufung der kommissarischen Leiterin Barbara Schön.

Respekt: Wette gewonnen. Glückwunsch!
Apropos Wette: Bei Thomas Gottschalks „Wetten dass…“-Sendung aus Mallorca am Sonntag war ja auch der verhinderte WM-Fahrer Michael Ballack zu Gast. Ein sehr lesenswertes Porträt von Ballack ist im aktuellen Spiegel nachzulesen: Es trägt den rätselhaften Titel „Das letzte Einhorn“ und beschreibt unter anderem auch, wie Ballack beim Abschiedsspiel für Bernd Schneider vor zwei Wochen in Leverkusen andere Lichtgestalten des Fußballsports, etwa René Adler, Rudi Völler oder Stefan Kießling, umgehend in den Schatten stellte, als er nur den Raum betritt.

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Wo Debatten Anarchie atmen

Feiertage, scheint es, werden hier wohl sehr strikt eingehalten?
Die Zeitung von gestern ist dank Christi Himmelfahrt ausnahmsweise auch noch die Zeitung von heute. Also entsteht durch diese Pause keine Lücke.

Leuchtet ein. Also: Donnerstag und Freitag, 13. und 14. Mai – was gibt es Neues in Leverkusen?
So richtig Flammneues nur wenig. Die Ratssitzung von Montag, auf der sich so viele Ratsherren etwas daneben benommen haben sollen, bietet im Wesentlichen noch den Stoff für Nachrichten. So meldet die Rheinische Post, dass Bürgerlisten-Fraktionschef Erhard Schoofs im Nachgang zu der Sitzung Kämmerer Rainer Häusler und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn beim Regierungspräsidenten in Köln „angeschwärzt“ habe: Der RP möge bitte mal prüfen, wie es sein könne, dass in Leverkusen noch immer „munter Projekte“ beschlossen würden, deren Finanzierung nicht gesichert sei. Anlass ist der Ratsbeschluss, die Kinderbetreuungsplätze über die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) ausbauen zu lassen.

Was bringt der Leverkusener Anzeiger zur jüngsten Ratssitzung?
Der Anzeiger meldet, dass das aktuelle Verkehrskonzept für die BayArena verabschiedet worden sei – also auch in der kommenden Saison beibehalten werden solle. Vor allem aber rätselt man beim Anzeiger genüsslich über das Schicksal der noch immer nicht in Betrieb genommenen Abstimmungsanlage im neuen Ratssaal. Deren Einweihung täte offenbar Not, denn, so formuliert es Thomas Käding: „Nicht nur die Debatten atmen Anarchie – die sich anschließenden Abstimmungen verlaufen des öfteren genauso unübersichtlich.“ Als Pointe erklärt Käding, dass es vielleicht gar nicht allein an der Technik hake, sondern dass man munkele, die CDU lehne die Anlage womöglich grundweg ab: Weil dann nämlich „sofort herauskäme, wer Fraktionschef Hupperth die Gefolgschaft verweigert“.

Und was ist jetzt mal richtig neu?
Die RP hat Plakate der Bahn an der S-Bahn-Haltestelle Rheindorf gelesen, nach denen der Bahnhof bis Ende 2011 aufpoliert werden solle. Gleiches solle auch mit den Bahnhöfen Küppersteg, Schlebusch und Mitte geschehen. Das Geld dafür stamme aus dem Konjunkturprogramm, mit dem die Bahn bundesweit insgesamt 300 Millionen Euro in mehr als 2000 kleinere und mittlere Bahnhöfe investiere.

An Bahnhöfen ist immer viel los.
Das dachte sich übrigens auch der Arbeitslose, der gegenüber dem Bahnhof „Mitte“ in Wiesdorf eine rollende Wurstbude aufgemacht hatte. Das Geschäft lief prächtig – bis die Stadt ihm mitteilte, er müsse alle 21 Minuten seinen Standort wechseln. Wie der Mann und sein Geschäftspartner auf dem Weg vom Hartz-IV-Empfänger zum Geschäftsmann und zurück von den Behörden „an der Nase herumgeführt“ wurde, berichtet der Anzeiger heute als Lokalaufmacher. Journalist Jan Sting macht im nebenstehenden Kommentar aus seinem Herzen erst gar keine Mördergrube: „Einem Existenzgründer nun zu sagen, dass er alle 21 Minuten den Platz wechseln soll, ist schlichtweg gemein.“

Und obendrein vielleicht auch nicht konsequent zu Ende gedacht.. Schließlich „verdient“ der Mann sein Geld jetzt wieder ein paar Schritte weiter bei der Arbeitsgemeinschaft Leverkusen. Sting empfiehlt jedenfalls, die Entscheidungsträger im Rathaus sollten sich in ihrem „Ufo“ doch auch einfach alle 21 Minuten dünne machen müssen.

2010 – Odyssee im Weltall?
Warum in die Ferne schweifen? Sie könnten doch auch einfach mal über der City C herumschweben. Die müsse nämlich dringend belebt werden, mahnt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Manfred Herpolsheimer an. Der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen, Frank Obermaier, solle sich das mal „auf die Fahnen schreiben“. Den hat sich aber als erster Chempark-Chef Ernst Grigat geschnappt, um ihm das „Geschäftsmodell Chemiepark“ zu erläutern.

Und? Ist dieses Geschäftsmodell erfolgversprechend?
Jedenfalls muss ein Chemiepark wohl nicht alle 21 Minuten den Standort wechseln. Das ist ja schon etwas.

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Dekkers ist „beim Bayer“ – Dekkers über Bayer 04

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 27./28. Februar 2010:
Bilanz-Pressekonferenzen bei Bayer und der Sparkasse. +++ Noch einmal genau nachrechnen für die Bahnstadt Opladen. +++ Lokalsport: Kein Neid innerhalb des TSV Bayer 04. +++ Marijn Dekkers äußert sich zur Zukunft der Bayer 04-Fußballer.
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Wiesdorf: Droht Fußball-Randale? – Wupsi-Plan sorgt für Ärger

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 26. Februar 2010:
Fußball-Derby & Shopping: Die RP warnt vor Chaos in Wiesdorf. +++ Schoofs kritisiert Oberbürgermeister Buchhorn wegen neuem Wupsi-Fahrplan. +++ Arbeitslosenzahl steigt leicht an. +++ Lokalsport: Vor dem Derby der Unvergleichlichen.
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Wiesdorf: „Erfolg schlicht notwendig“ – Alkoholverbot in der BayArena

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 24. Februar 2010:
Eröffnung der Rathaus-Galerie: Historischer Neubeginn? +++ RP spricht von Bestechungsversuch.+++ Schoofs schwärzt Buchhorn an. +++ Lokalsport: Kein Alkohol am Samstag in der BayArena.
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Schoofs will’s wissen – Polizei ermittelt in „Köln-Wiesdorf“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen vom 13. bis 17. Februar 2010 an Aschermittwoch:
Oppositionsarbeit in närrischer Zeit: Bürgerliste beklagt Karnevalsfrei des OB. +++ Bayer verkauft Zeitarbeitsfirma „Job@ctive“. +++ Die Polizei meldet einen Raub aus „Köln-Wiesdorf“. +++ Lokalsport: Bayer 04 und das Märchen.
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Buchhorn „hat noch das Leuchten in den Augen“ – Bayer-Teams hoffen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. Februar 2010:
100 Tage OB Buchhorn – eine Bilanz. +++ „Beschäftigung mit sich selbst“: Der Leverkusener Stadtrat. +++ Abschied von Sänger Henning Schwarzhoff. +++ Lokalsport: Abteilungen des TSV Bayer 04 wappnen sich für die Etatkürzungen.
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Ministeriale Würden für das KAW

Das Kulturausbesserungswerk ist feierlich eröffnet, und das mit christdemokratisch-ministerialen Würden. Erhard Schoofs sieht nach dem Fall Rossmann den Ruf der Wirtschaftsförderung Leverkusen beschädigt. Und in Leverkusens Nachbarkommunen machen Planungen zu einem Radweg auf der Balkantrasse Fortschritte.
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Fallbeil über Rheindorf-Nord

Einen interessanten Konflikt hat der Leverkusener Anzeiger in Rheindorf-Nord aufgetan: Dort sollen politische Mandatsträger künftig draußen bleiben, wenn der Stadtteilbeirat im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Rheindorf“ wieder tagt, lesen wir dort. Streitereien unter den Politikern hätten viele der übrigen Mitglieder vergrault, Ingrid Nahl-Höfer (SPD) habe bereits im Juli das Handtuch geworfen. In einem Brief an den damaligen OB Ernst Küchler habe sie die Ratsherren Erhard Schoofs (Bürgerliste) und Andreas Eckloff (CDU) namentlich genannt. Ulla Jonen bezeichnet im beistehenden Kommentar das „lustlos“ gewordene Gremium in seiner derzeitigen Form als ein „Fallbeil“ – „und auf der Guillotine liegt der ohnehin nicht privilegierte Stadtteil Rheindorf-Nord“.

Sportpolitik steht bei Anzeiger und Rheinischer Post heute ganz hoch im Kurs, wenngleich mit geringfügig unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Sportpark-Betriebsausschuss wurde der Wirtschaftsplan für 2010 verabschiedet – und der Anzeiger betont, dass der Betrieb des Freibades Auermühle für das Jahr gesichert sei, für 2011 aber weiterhin ein Investor gesucht werde; währenddessen rückt die RP in den Vordergrund, dass mit 1,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket Smidt-Arena, der Sportplatz Lützenkirchen und das Hallenbad Bergisch Neukirchen saniert werden sollen.

Gegen einen möglichen Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes und für die Verlegung der Gütergleisstrecke in der Bahnstadt Opladen spricht sich die Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) vehement in einer Mitteilung aus. Für den Erhalt des Amtsgerichtsgebäudes setzt sich laut Anzeiger auch die OWG/UWG-Ratsfraktion ein.

Um Leverkusen aus der Schuldenfalle zu helfen, wolle Kämmerer Rainer Häusler mit Partnern vom Deutschen Städtetag unter anderem bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vorstellig werden und gegen die Regelungen von Bund und Land zuungunsten der Kommunen protestieren, erläutert die RP.

Nicht nur undichte Kanäle, auch marode Laternen können Anwohnern teuer zu stehen kommen, weiß der Anzeiger – und auch, welche Straßenzüge die Energieversorgung Leverkusen (EVL) in 2010 in Angriff zu nehmen beabsichtige.

Eine pfiffig aussehende Lösung hat ein Anzeiger-Leser für die maroden Wände am Europaring gezeichnet: Er stellt sich eine Trägerkonstruktion vor, die die Wände hält und unter der die Autos auf allen vier Spuren fahren können.

Die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter am Montag ab 16 Uhr von Tor 1 bis vor den Kaufhof kündigt, mit der eindringlichen Bitte um Solidarisierung, dieser Flyer an.

Das börsennotierte Unternehmen Biofrontera im Innovationspark führt in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Kapitalerhöhung durch, erfahren wir unter anderem bei ad-hoc-news.de.

Die Leverkusener Jusos haben Jonas Berghaus als neuen Vorsitzenden gewählt, meldet der Anzeiger.

Der Ex-Leverkusener Fußballspieler Thomas Reichenberger (jetzt: VfL Osnabrück) stehe in dem Verdacht, zu den Spielern zu gehören, die für eine „Wett-Mafia“ Spiele manipuliert haben sollen, schreiben RP, Anzeiger und Medien landauf, landab. Reichenberger dementiert das ausdrücklich.

Eigenartige Beobachtung bei Google-News: Der AnzeigerArtikel zu der eingestürzten Betondecke auf der Baustelle für die ECE-„Rathaus Galerie“ von vergangener Woche ist über die Überschrift dort nicht mehr auffindbar. In der Web-Suche hingegen schon, und mit einer anderen Suche auch wieder in der News-Rubrik. Hat da jemand an den Google-Algorithmen rumgefummelt?

Zum Wetter von Samstag kochte die WDR-Lokalzeit im NaturGut Ophoven ein Ei.

Kultur: Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens richtet der Jugendhaus-Bunker ein Konzert im Lindenhof (Samstag, 18.30 Uhr) mit den „Monsters of Lev“ aus, kündigt der Anzeiger an – mit dabei: „Atropin“, „The Other“, „Sky’s Shadow“ sowie Dierk Hills Band „Hill, Renn & Siebert“. Die RP schwelgt derweil mit Jugendhaus-Leiter Reiner Hilken in Erinnerungen, gemeinsam mit dessen Eltern Günter und Magdalene Hilken, die den Bunker einst gründeten.
Die Ausstellung „Slow Paintings“, die am Sonntag im Museum Morsbroich eröffnet, stellt heute die RP vor, ebenso wie das Fachmagazin artdaily.org with quite an extensive report.
Eine Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Künstlerbunker in Opladen von Montag an bis zum 18. Dezember kündigt die RP an.

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Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

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