Schlagwort-Archive: FDP Leverkusen

SPD trüge Mues‘ Ablösung mit – Rüttgers und Lindlar zur Bahnstadt

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 15. März 2010:
SPD würde Mues‘ Ablösung als WfL-Chef mittragen, weiß die RP. +++ Ministerpräsident und Regierungspräsident mit unterschiedlichen Standpunkten zur Bahnstadt Opladen. +++ Kommt ein Sozialticket für den VRS? +++ Lokalsport: René Adler flattert beim Sieg gegen den Hamburger SV.
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FDP Leverkusen will in die Schlagzeilen – „Auszug unter Tränen“ in Alkenrath

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 8. März 2010:
Guido Lenné ist der neue FDP-Vorsitzende in Leverkusen. +++ „Massen“ und „Ansturm“ am Sonntag in Wiesdorf. +++ Evangelische Gemeinde in Alkenrath verlässt ihr Zentrum. +++ Lokalsport: Erste Saisonniederlage für Bayer 04.
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Loch in der Kalkstraße – Leverkusen schrumpft

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 18. Februar 2010:
Loch in der Kalkstraße: Asphalt bricht ein. +++ Kein Loch im Hitdorfer Deich: Eisen korrekt verbaut. +++ Leverkusener Einwohnerzahl sinkt um fast 1000. +++ Lokalsport: Bayer-Volleyballerinnen starten ihre Kampagne „Sponsor für Null“.
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Neues vom Prinzip Hoffnung

Showdown auf Seite C2: Die Rheinische Post ballert dort bevorstehende politische Personalentscheidungen in Leverkusen nur so raus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth verrät der RP: Grüne und SPD könnten sich den Posten des ersten Bürgermeisters teilen, Eva Lux (SPD) die ersten, Roswitha Arnold (Grüne) die zweiten 2,5 Jahre das Amt bekleiden. Das Vorschlagsrecht für den Posten des zweiten Bürgermeisters trete die CDU an Juniorpartner FDP ab, die habe bereits den Opladener Ratsherrn Friedhelm Busch nominiert.
Auch in den Stadtbezirken deuten sich laut RP Änderungen an: Raimund Gietzen (CDU) bleibe Vorsteher im Bezirk III, im Bezirk II solle Rainer Schiefer (CDU) Heinz-Gerd Bast (SPD)* als Vorsteher ablösen, Bezirk I scheine an die SPD zu gehen.
Im Stadtrat wolle das Bündnis von CDU, FDP und OWG-UWG, dem vier Stimmen zur Mehrheit fehlen, „weitgehend gemeinsam arbeiten und abstimmen“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende kommt zu Wort: Die SPD werde „keine Politik der verbrannten Erde betreiben“ – wenn CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vernünftig auftrete und versöhne „statt zu spalten“ (selig sei Johannes Rau). Heute wollen sich SPD und CDU auf gemeinsame Wahllisten einigen – um ein „Polit-Drama“ am Montag im Rat zu vermeiden, wie die RP schreibt.

Hupperth darf auch noch einmal betonen: „Unsere Verhandlungen mit der Bürgerliste sind an Schoofs gescheitert.“ Und Ulrich Schütz holt im Kommentar dazu die schwersten Geschütze hervor, die bei der RP bereit stehen: „Klaus Hupperth ist Katholik“, beginnt er und zeichnet einen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der wie ein milder Samariter noch einmal auf Bürgerliste und Erhard Schoofs zugegangen – und wieder enttäuscht worden sei: „Es hat einfach keinen Sinn mit ihm“, resümiert Hupperth, der laut Schütz doch „das Prinzip Hoffnung schon vom Glauben her im Herzen“ führe.

Das Prinzip Hoffnung gilt auch weiterhin für die DyStar-Mitarbeiter. Weitere unerfreuliche Folgen der DyStar-Pleite erläutert der Leverkusener Anzeiger an einem prominenten Beispiel: SPD-Ratsherr Ferdinand Feller ist seit zwei Jahren DyStar-Vorruheständler und erhält nun nicht mehr seine im Auflösungsvertrag vereinbarte monatliche Ausgleichszahlung. So wie er seien sicher viele andere Frührentner betroffen, mutmaßt Feller. Was den Industriemeister besonders ärgert: „Vom Unternehmen gibt es bis heute keinerlei Information“, zitiert ihn der Anzeiger.

Stärker zur Kasse bitten will der Sportpark Leverkusen laut RP die Leverkusener Vereine: Weil von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) statt 6,5 nur 3,2 Millionen Euro geflossen seien und zudem die Zahl der Badbesucher hinter den Erwartungen geblieben sei, stehe beim Sportpark für das laufende Geschäftsjahr nun ein Minus von 364.000 Euro zu Buche.

Großes Thema bei Anzeiger und RP ist der Impfstoff für die Schweinegrippe, der morgen in Leverkusen ankomme und mit dem zunächst Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr versorgt werden sollen. Mitte November beginne dann die Impfung für die Bürger, teilte Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt auf einer Pressekonferenz mit. Die RP hat sogar gleich zwei Artikel zum Thema im Blatt, auf Seite C4 heißt die Schweinegrippe „neue Grippe“.

Zum 90. Geburtstag gratuliert der Anzeiger kurz Walter Bauer, der einst als Leverkusener Oberstadtdirektor von 1963 bis 1975 die Neugestaltung der Leverkusener City mitprägte.

Der einzige RP-Artikel, der es heute ins Internet geschafft hat, ist die Recherche nach Winterreifen in Leverkusen. Ergebnis: Fast keine mehr da, Bestellungen würden von den Händlern derzeit nur „ohne Termin“ angenommen. (Nachtrag: Ein paar mehr RP-Artikel sind jetzt auch online und auch hier verlinkt)

Der Anzeiger macht seinen Lokalteil heute mit einem Chemie-Workshop in den Ferien für Schüler bei Lanxess auf: „Gymnasiasten experimentieren mit Kautschuk.“

„Drastisch gesunken“ sei in Leverkusen in 2009 bislang die Zahl der Baugenehmigungen, berichtet Susanne Trösser vom Rheinischen Immobilienservice der RP. Ursache: Die Wirtschaftskrise. Klaus Seggewiss von der städtischen Bauaufsicht und Klaus Schuster von Bauunternehmen Paeschke sehen das hingegen nicht so dramatisch.

Zum Welt-Psoriasis-Tag richtet eine regionale Selbsthilfegruppe am Sonntag in Schloss Eicherhof in Leichlingen einen Informationstag zu Hautkrankheiten aus, kündigt der Anzeiger mit einem Porträt der Gründerin der Selbsthilfegruppe, Christine Schüller, an.

Bei einem Ausdauertest für Anwärter auf eine Ausbildung bei der Feuerwehr Leverkusen auf dem Sportplatz Birkenberg war die RP dabei. Feuerwehrausbildungsleiterin Bärbel Wiechert: „Der Ausdauerlauf ist der Knackpunkt.“

Von Opladen in die Fixheide in ehemalige Gaststätte Gaskessel zieht der Farbhandel „Rheinland Color“, meldet die RP.

Kultur: Die RP schaut auf die Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur (LIKK), die am Samstag mit 23 Bands in elf Kneipen und einem Bus Opladen und Wiesdorf beschallt.
Der Anzeiger wirft einen Blick auf die „Kunst in Schlebuscher Schaufenstern“.

*Korrektur: Natürlich gehört Heinz-Gerd Bast der SPD an, nicht der CDU – ich bitte, den Irrtum zu entschuldigen!

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CDU und FDP ohne Mehrheit

Die neue Legislaturperiode im Leverkusener Stadtrat wirft ihre Schatten voraus: Bildmächtig im Leverkusener Anzeiger, der die Amtsübergabe des alten Oberbürgermeisters, Ernst Küchler (SPD), an den neuen, Reinhard Buchhorn (CDU), im Büro des Stadtchefs heute groß auf seine Titelseite hebt. Im Lokalteil geht es dann auf Seite zwei weiter: Sämtliche 68 Bürgerinnen und Bürger, die im Idealfall in den nächsten fünf Jahren die Leverkusener Bürgerschaft im Rat der Stadt repräsentieren, hat der Anzeiger dort, nach Fraktionszugehörigkeit sowie alphabetisch geordnet, ins Bild gesetzt. Sogar in Farbe, also dran denken: Nicht dort an die Wand hängen, wo Sonneneinstrahlung die Ratsdamen und -herren allzu schnell verblassen lässt.
Auch das WDR-Fernsehen war bei dem Pressetermin dabei.
Die Rheinische Post hat das OB-Motiv ebenfalls auf ihrer Titelseite, wenn auch nur klein, dazu die Überschrift „Die Demokratie wird künftig teurer“ – dass damit nicht gemeint ist, dass dem neuem OB Buchhorn ein Ruf als Verschwender vorauseilt, erklärt die Geschichte auf der ersten Lokalseite: Dort rechnet Peter Korn vor, was Leverkusen die Demokratie wert sein muss: Nämlich „genau 772.000 Euro pro Jahr“, mithin 82.000 Euro mehr als bisher. Das erkläre sich mit den neu in den Rat gekommenen Gruppen und Fraktionen, erläutert die RP unter Bezugnahme auf Stadtkämmerer Rainer Häusler und den Paragrafen 56, Absatz 3 der Gemeindeordnung. Diese regelt die Höhe der Zuwendungen in Stadträten in Nordrhein-Westfalen. Daraus folge, dass die CDU-Fraktion als größte im neuen Rat jährlich 174.000 Euro für Personal, Büroräume etc. erhält, die SPD 138.000 Euro, die kleinsten Fraktionen mit drei Mitgliedern (OWG-UWG, Pro NRW und OP) jeweils 60.000 Euro und die einzige Gruppe ohne Fraktionsstatus (die Linke hat nur zwei Sitze) 40.000 Euro.
Im Kommentar zeigt die RP dann auf die Wähler, die mit ihrer Stimme zwei neue Gruppierungen in den Stadtrat gewählt und so „an der Kostenschraube gedreht“ hätten. Richtiger ist natürlich, was der Kommentator dann anfügt: Dass nämlich das Land mit geändertem Wahlrecht und Wegfall der Prozent-Hürden dieser Entwicklung den Weg ebnete. Mit einem rätselhaften Satz schließt der Kommentar: „Demokratie mag teuer sein, angesichts der Alternativen ist sie jedoch auch unbezahlbar.“

Dafür hält die RP aber auch wirklich interessante Neuigkeiten bereit: Sie meldet nämlich, dass die CDU nun offenbar definitiv keine Mehrheit im neuen Rat vor der ersten Sitzung am kommenden Montag zusammenbekommt. Die Gespräche mit der Bürgerliste am Dienstagabend seien gescheitert – nicht an Inhalten, sondern an Personalfragen: Hinsichtlich der Besetzung der Bürgermeisterposten habe die Bürgerliste Forderungen gestellt, „die CDU und FDP nicht akzeptieren konnten“, wird Buchhorn zitiert. Nun sei es wahrscheinlich, dass die SPD den ersten und FDP den zweiten Bürgermeisterposten besetzen. Und Buchhorn hofft laut RP im Rat nun auf „punktuelle und themenbezogene Mehrheiten“ für seine CDU.

Das Schicksal der 21 gekündigten DyStar-Mitarbeiter, die nach der Insolvenz nicht nur ohne Abfindung, sondern gar ohne alles dastehen, behält der Anzeiger aufmerksam im Auge. Thilo Engelbrecht, einer der Betroffenen, fasst die Situation so zusammen: „Ich glaube, wir haben alle gegen uns.“
In der RP keimt derweil wieder ein zartes Pflänzchen Hoffnung: Die Produktion des Farbstoffs Indigo sei wieder angelaufen – wenngleich nur in Ludwigshafen. Einer der Insolvenzverwalter werte dies aber als „erfreuliches Zeichen“.

Radio Leverkusen hat in den kürzlich vorgestellten Ausbildungsreport 2009 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) geschaut – und findet dort Kritik an der Ausbildungslage in Leverkusen: Es würden „zu wenige Ausbildungsplätze angeboten“ und „die Übernahmechancen nach einer erfolgreichen Ausbildung seien sehr gering“, heiße es dort zu Leverkusen.

Bei der Bayer Unternehmenskommunikation (UK) darf man sich ganz authentisch über Preise freuen: In New York wurden die „Galaxy-Awards“ vergeben und die Abteilung für die Öffentlichkeitsarbeit bei Bayer strich gleich sieben Auszeichnungen ein – unter anderem für verschiedene Imagefilme, für das Magazin „Report“ und für das Wissenschaftsmagazin „Research“. „UK“-Leiter Michael Schade freut sich über diese Auszeichnung der amerikanischen Organisation MerComm: „Es ist eine Anerkennung für unsere moderne und offene Kommunikation.“ Die RP freut sich für Bayer mit, allerdings nur im Print.

Ein Happy-End kann der Anzeiger von Lothar H. (siehe hier) vermelden: Der Hartz-IV-Empfänger kann seine neue, preiswertere Wohnung jetzt doch beziehen, nachdem Reinhard Buchhorn, letztmalig als AGL-Geschäftsführer, dem Vermieter erklärte, wie das mit der Mietzahlung funktioniert: Das Geld für die Miete erhält weiterhin der Mieter, werde die Miete aber einmal nicht vom Mieter an den Vermieter überwiesen, überweise die AGL das Geld fortan doch direkt dem Vermieter. So einfach ist das.

Ärger gibt es an der Mohlenstraße in Hitdorf, meldet die RP: Deren Anwohner sollen für eine Sanierung der Straße zahlen – und sind davon eher unbegeistert.

Soeben flattert ein Sondernewsletter der Wirtschaftförderung Leverkusen (WfL) herein, der auf eine „Informationsveranstaltung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement“ am Mittwoch, 28. Oktober, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Köln aufmerksam macht. Über die Initiative von IHK und Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) für Unternehmen informiert im Detail diese Seite: www.effizient-mobil.de.

Etwas Fußballsport schmuggelt die RP auch in ihren Lokalteil: Vom „Einstand nach Maß“ des VfL Leverkusen beim Spiel gegen Düren berichtet Tobias Krell – der 2:1-Pflichtspielsieg wurde nämlich auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Tannenbergstraße errungen. Der Sportpark Leverkusen hatte den alten, dringend sanierungsbedürftigen Kunstrasen aus dem Jahr 1996 für 335.000 Euro erneuern lassen.

Was die RP kann, können wir auch – also gleich noch einmal Fußball: Wirklich sehr interessant ist das Interview, das die FAZ mit Bayer-04-Idol und -Torwarttrainer Rüdiger Vollborn zu dessen „Ziehsohn“ René Adler geführt hat. Frage FAZ: „Ist Adler der vollkommene Vollborn?“ Antwort Vollborn: „René hat ganz andere Voraussetzungen. Ich hatte auch Talent, aber kann mich nicht mit ihm vergleichen. Da liegen Welten zwischen uns.“

Schließlich die Kultur: Durch das Atelier des im Februar verstorbenen Künstlers Paul Weigmann hat sich Frank Weiffen für den Anzeiger von Weigmanns Witwe Marga führen lassen. Die hat dort eine große Retrospektive der Werke ihres Mannes arrangiert, mit zahlreichen Zeichnungen sowie Entwürfen für Kirchenfenster. Für interessierte Besucher steht das Haus des Künstlers in der Küppersteger Straße 9 am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils von 11 bis 17 Uhr, offen.

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„Mir tut Opladen leid“

Zur Insolvenz von DyStar hat Philipp Mimkes vom Verein „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ mit Dr. Hauke Fürstenwerth gesprochen, auf dessen LevLog-Meinungsbeitrag zu DyStar wir bei dieser Gelegenheit noch einmal hinweisen. Das Interview ist hier abrufbar. Frage Mimkes: „Ist eine mittelgroße Stadt wie Leverkusen den globalen Finanztransaktionen multinationaler Unternehmen eigentlich gewachsen?“ Antwort Fürstenwerth: „Wenn sie durch entsprechende politische Rahmengesetzgebung geschützt wird: ja. Wenn man sie aber gemäß der Auffassung vom ehemaligen Vorsitzenden der Grünen, Joschka Fischer, man könne keine Politik gegen die Finanzwirtschaft machen, im Regen stehen lässt: nein.“
Große querformatige Bilder für die erste Lokalseite ermöglicht dem Leverkusener Anzeiger und der Rheinischen Post das Banner, das DyStar-Mitarbeiter gestern an einem Gebäude angebracht haben, den Text kennen wir schon vom jüngsten Fußballspiel aus der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt.“ Heute, so die kleine Meldung zu den großen Bildern, wird laut Insolvenzverwalter Stephan Laubereau mit Currenta verhandelt, ob DyStar wieder Energie geliefert bekommen kann, um seine Produktion wieder anzufahren.

Heute morgen um 8.20 Uhr sendete DeutschlandRadio Kultur in der Sendung „Ortszeit“ eine Reportage von Claudia Hennen, die Christel Hoheisel zur Arbeitsagentur begleitete. Hoheisel war die Angestellte, die im Woolworth in Leverkusen-Wiesdorf die Türen jüngst für immer schließen musste.
Ähnliche Sorgen machen sich auch manche Einzelhändler in Wiesdorf vor der Eröffnung der ECE Rathaus-Galerie im Frühjahr 2010. Nachdem mit dem Sporthaus Röhrich (seit 50 Jahren) und dem Optiker- und Schmuckgeschäft Roetzel (seit 106 Jahren) zuletzt wieder Traditionsgeschäfte ihre Pforten für immer geschlossen haben oder noch schließen, hat sich der Anzeiger bei Einzelhändlern umgehört – und stößt auf durchaus unterschiedliche Ansichten, die offenbar eng mit dem Blickwinkel zusammenhängen: Elli Lützenkirchen vom „Papierlädchen“ schräg gegenüber vom neuen Einkaufscenter glaubt, dass mit der Rathaus-Galerie wieder mehr Kunden in die City und damit auch in ihr Geschäft gelockt werden. Etwas anders sieht das Uwe Baur in seinem Schuh- und Orthopädiefachgeschäft, das an der Hauptstraße entschieden weiter ab vom Schuss angesiedelt ist. Er klagt: „Hier sind die Auswirkungen schon zu sehen.“ Ellen Hölzer schließt ihre Drogerie Hölzer an der Hauptstraße zum Jahresende, Hildegard Ern vom Haushaltswarengeschäft Ern in den Luminaden glaubt, dass alle Geschäfte zwischen Center und Kaufhof profitieren können. Frank Riedel macht sich weniger Sorgen um seine Apotheke unweit des ECE-Neubaus, sondern denkt an die benachbarten Zentren: „Mir tut Opladen leid.“

Dafür hat Opladen demnächst einen „Kümmerer“, wie die RP meldet: Es ist Evelyn Erb, die die Stadt Leverkusen eingestellt hat, um sich kleiner Anliegen von Mitbürgern im Stadtteil anzunehmen. Ein Büro im Wohnhaus Upladin wird ihr gestellt, Geld gibt es aber keines für sie und ihren Stellvertreter Bernhard Bauer – sie arbeiten als Ehrenamtler.

Keine zwei Wochen bis zum 26. Oktober, dann konstituiert sich der neue Rat der Stadt – und noch immer hat sich keine mehrheitsfähige Koalition herauskristallisiert, wie uns die RP mit ihrem Aufmacher unter der knalligen Überschrift „Pokerspiel um die Macht im Rat“ erinnert. „Desillusioniert“ gibt sich der neue CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn: „Es gibt eine massive Front gegen die CDU“, gesteht er der RP. Mit einem „Forderungskatalog“ möchte offenbar die Bürgerliste ihr Herzblatt finden – 39 Fragen zu Themen, mit denen die Fraktion bislang im Rat gescheitert war, seien an CDU, SPD und andere gegangen. „Wir warten auf Antworten“, wird Erhard Schoofs zitiert, der auch andeutet, die CDU habe derzeit leicht die Nase vorn in der Gunst der Bürgerliste. „Ein unverschämter Katalog“, findet freilich FDP-Chef Friedel Ferber, der möglicherweise um die Rolle des Juniorpartners in einer Koalition fürchtet, und warnt: „Wenn der (Schoofs) alle Posten für die Bürgerliste hat, dann schert der bald ‚wegen unüberbrückbarer Differenzen’ aus einer Kooperation wieder aus.“ Es gebe nur eine Lösung aus dem Mehrheits-Dilemma: „CDU und SPD müssen aufeinander zugehen.“ Diese Ansicht gefällt auch RP-Kommentator „US“. Der resümiert: „Die großen Fraktionen müssen sich zusammen raufen“ – vielleicht ein absichtsvoller Schreibfehler.

Einen neuerlichen, etwas genaueren Blick auf die Bahnstadt Opladen und auf Wege zu einem harmonischen Miteinander mit dem Stadtteil Quettingen wirft der Anzeiger.

Post aus dem Gallierdorf zum Verkehrskonzept rund um die BayArena veröffentlicht die RP heute, auch online: Gisela Kronenberg (alias „Gutemine“) und Ute Pilch erläutern noch einmal die vielfältigen Belästigungen, denen die Bewohner der Siedlung ausgesetzt sind. Und sie freuen sich über die jüngste Feststellung von Klaus Hupperth (CDU), nach der das Stadion schlicht am falschen Ort stehe.

Leverkusen.com meldet mit Rainer Ewig den dritten parteiinternen Kandidaten auf die Nachfolge von Ursula Monheim: Der Vorsitzende der Schlebuscher Werbe- und Fördergemeinschaft sowie stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Schlebusch steigt zu Rüdiger Scholz und Albrecht Omankowsky in den Ring um die CDU-Kandidatur zur Landtagswahl 2010. Die CDU nominiert ihren Kandidaten am 28. Oktober in der Stadthalle Bergisch Neukirchen.

Von ihrem Besuch im „Olymp der Forschung“, der naturwissenschaftlich-medizinisch ausgerichteten Leopoldina in Halle/Saale, erzählen dem Anzeiger die Schüler Patrick Dietz und Philipp Egenolf vom Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Von „neuem Ärger“ um die geplante CO-Pipeline von Bayer, freilich jenseits der Leverkusener Stadtgrenzen, weiß die RP.

Radio Leverkusen meldet eine Umsatzsteigerung bei der Wupsi: Dank verstärkter Kontrollen sei die Bereitschaft der Fahrgäste merklich angestiegen, ihre Fahrten auch ordnungsgemäß zu bezahlen, teilt Vorstandschef Marc Kretkowski mit.

Mazda hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert, meldet der Anzeiger.

Kultur: Beim zweiten „Kulissen-Talk“ der Bayer-Kulturabteilung mit Heidi Mahler, Ohnsorg-Schauspielerin und Tochter von Heidi Kabel war die RP dabei – und bespricht heute auch das Gastspiel des Ohnsorg-Theaters mit „Frühstück bei Kellermanns“.

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