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Schluss für DyStar in Leverkusen?

Die Produktion bei DyStar im Chempark Leverkusen liegt nach wie vor still, melden heute Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post. Der Funke, der gestern aus Bayern herüberblitzte, die Meldung nämlich, dass am DyStar-Standort Geretsried die Produktion wieder aufgenommen werden konnte, scheint nicht nach Leverkusen überspringen zu können. „Vieles deutet darauf hin, dass DyStar in Leverkusen endgültig geschlossen bleibt“, fasst die RP zusammen. Dort wird auch Currenta-Sprecher Jürgen Gemke zitiert, der erklärt, warum der Chempark-Betreiber weiterhin keine Energie an DyStar liefere: „Wir warten weiter auf ein Angebot des Insolvenzverwalters und auf ein tragfähiges Konzept.“ DyStar, so die RP, schulde Currenta derzeit eine Summe in siebenstelliger Höhe, es sei unklar, ob dieser Betrag aus der Konkursmasse beglichen werden könne. Folglich betont Gemke auch: „Wir haben aber trotzdem ein großes Interesse daran, dass DyStar wieder produziert.“ Auch der Anzeiger hat einen vor einer Woche noch optimistischer klingenden Insolvenzverwalter Stephan Laubereau in Erinnerung, der nun mitteilt: „In Leverkusen und Brunsbüttel sind wir noch dabei, die Finanzierung der Produktion mit den Standortbetreibern zu klären.“

Nachhaltig schlechte Nachrichten produziert bereits seit einiger Zeit eine Antibaby-Pille aus dem Hause Bayer-Schering: Aus der Schweiz kommen Meldungen über Nebenwirkungen der Pille „Yasmin“ oder „Yaz“ mit zum Teil tödlichem Ausgang. Einen Bericht dazu sendete gestern WDR 2; die RP hatte darüber bereits Ende September in einem kurzen Beitrag berichtet. Ebenso viele andere. Philipp Mimkes, der sich auch in der „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) engagiert, schreibt in der Jungen Welt sogar von „mindestens 50 Toten“.
Bayer Schering stellt sich dieser Berichterstattung, wenngleich strikt abwehrend. Auffällig: Zuletzt veröffentlicht Bayer Pressemitteilungen über eigene Studien, die die positive Wirkung von Antibabypillen beim „Prämenstruellen Syndrom“, kurz PMS betonen – und offenbar sicherheitshalber informiert Bayer auch schon sehr offensiv über positive Ergebnisse aus Studien über die neue Antibabypille „Qlaira“. Die von Bayer 2006 aufgekaufte Schering AG hatte die Antibabypille 1961 auf den westdeutschen Markt gebracht.

Den „Vater der Bayer-Medienfassade“ am Hochhaus W1 stellt die RP heute ihren Lesern vor (leider nicht online, überhaupt gibt sich die RP heute eher zugeknöpft im Netz): Wolfram Lusche ist Architekt und Bayer-Veranstaltungsmanager und zeichnet verantwortlich für das Programm, das demnächst auf bis zu 122 Metern Höhe über die LEDs flimmern soll. Peter Korn hat sich von dem 57-Jährigen das W1-„Gehirn“ zeigen lassen: Ein neun Quadratmeter großer, fensterloser Raum im Innern des Hochhauses. Lusche verspricht: „Wir wollen eine intelligente Bespielung, ein System, das sich an 365 Tagen im Jahr neu zusammensetzt“, 12.000 Bilder und Videos stünden dafür zur Verfügung. Wann W1 tatsächlich „auf Sendung“ geht, stehe freilich noch immer in den Sternen.

Bei 43 fällt nun der Hammer: So viele Mitarbeiter will Automobilindustriezulieferer Federal Mogul in Burscheid in eine Transfergesellschaft ausgliedern, melden Anzeiger und RP. Ursprünglich war von 100 Mitarbeitern die Rede, zuletzt sank die Zahl dann auf 45, dann 44 und nun auf 43. Timm Gatter kommentiert im Anzeiger: „Geschäftsleitung und Betriebsrat haben in der Krise das Beste aus der dramatischen Entwicklung gemacht.“

Wo wir schon in Burscheid sind: Eine Klopperei auf Kreisliga-Niveau beim Fußballspiel zwischen dem BV Burscheid und dem FC Remscheid, die von 20 Polizeibeamten geschlichtet werden musste, ist Anzeiger und RP je eine Meldung wert.

Im Neulandpark gelten ab sofort die Winteröffnungszeiten, meldet der Anzeiger: Von 6 bis 18 Uhr ist der Park in der kalten Jahreszeit für Besucher geöffnet. Zwischen 18 und 6 Uhr gehört der Park Dobermann Ates.

Professor ehrenhalber darf sich künftig der in Leverkusen geborene Horst Neumann nennen, erfahren wir über prdomain.com: Die chinesische Universität Tongji in Schanghai ehrt den 60-jährigen Volkswagen-Manager für seine Verdienste im Personalmanagement sowie im deutsch-chinesischen Studentenaustausch über VW.

Hier noch ein Nachtrag: Der Stadt-Anzeiger stellt auf seiner Land/Region-Seite den Physiker Friedrich-Karl Bruder vor, der im Dienste der Bayer MaterialScience AG Kunststoffe für holografische Speichersysteme entwickelt und für seine Forschung nun mit dem Innovationspreis 2009 des Landes NRW ausgezeichnet wird.

Kultur: Mit dem Kurt-Lorenz-Preis 2009 ausgezeichnet werden Petra Clemens und Stefan Lapke, meldet der Anzeiger. Der Förderverein des dem Leverkusener Künstler Kurt Lorenz gewidmeten Preises würdigt damit ihr „herausragendes Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendkultur“. Die Preisverleihung wird am Sonntag, 8. November, in Schloss Morsbroich ausgerichtet.
Apropos Petra Clemens: In der vergangenen Nacht zeigte der TV-Sender Arte den Kurzspielfilm „Bes“, produziert an der Kunsthochschule für Medien in Köln, Produktionsleitung: Petra Clemens. Hier ist der Film bei arte.tv im Netz noch sechs Tage zu sehen.
Auch die RP startet nun eine Serie vor der Leverkusener Kunstnacht am 30. Oktober und stellt eine neue Ausstellungsstätte vor: Die Kornbrennerei Witzheller in Lützenkirchen, wo Günther Aubel, Heiko Bitter und Georg Bortfeldt ihre Fotografien zeigen. Der Anzeiger setzt seine Serie mit Malerin Patricia Dick fort.
Und die RP interviewt den Kunsthändler Manfred Lütke, der sein Geschäft in Opladen gemeinsam mit Gattin Ingrid vor 50 Jahren eröffnete.

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„Jetzt geht es ans Eingemachte“

Recht spät kommt heute die Presseschau, sorry! Dafür verweisen wir stolz auf den ersten Beitrag in einer neuen Rubrik: Ab heute holen wir im LevLog zu verschiedenen Themen und Debatten in Leverkusen regelmäßig eine „Zweite Meinung“ ein. Autoren, Blogger, Journalisten, gerne mit gebotener räumlicher Distanz, sind eingeladen, sich in dieser Rubrik an aktuellen Debatten zu beteiligen.
Den Anfang macht der Leverkusener Unternehmensberater und Buchautor Hauke Fürstenwerth mit einem Essay zu den Auswirkungen neoliberaler Wirtschaftspolitik in Leverkusen: Er beschreibt die aktuelle Situation als ein „entfesseltes Finanzcasino“, in dem DyStar, Tanatex sowie andere Firmen, deren Arbeitnehmer und, nicht zuletzt, Kommune und öffentliche Hand die Zeche zahlen. Hier lesen & mitdiskutieren.

Wirtschaftsthemen dominieren heute auch die Schlagzeilen der Zeitungen: DyStar ist für Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post der Aufmacher im Lokalteil. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau teilte bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch mit, dass man derzeit versuche, die Produktion bei DyStar wieder anlaufen zu lassen. Roman Zilles schnappte für die RP die Stimmung unter den 383 Mitarbeitern ein, „LH“ berichtet vom unfreundlichen Empfang der Angestellten für Marc Allen vom US-Investor Platinum Equity, der sich offenbar alle Mühe gab, zu versichern, dass man DyStar nicht mit Absicht in die Insolvenz geführt habe. Und das ist ja nun wirklich nicht das Geringste! Vor Ort war auch Radio Leverkusen.
Mit einem Mitarbeiter, der nun keine Abfindung mehr erhalten wird, hat die RP gesprochen, der Anzeiger weiß, dass es insgesamt 21 DyStar-Mitarbeiter sind, die auf diese Weise sehr unmittelbar von der Zahlungsunfähigkeit ihres (Ex-)Arbeitgebers betroffen sind: Sie hatten sich im vergangenen halben Jahr dazu überreden lassen, eine Kündigung zu unterschreiben und hätten am 30. September Abfindungen in Höhe von 80.000 bis 90.000 Euro erhalten sollen. Daraus wird nach der Insolvenz am 28. September nun nichts, die Leute stehen mit leeren Händen da. Thomas Käding kommentiert: Das Beispiel zeige, „wie Lebenspläne und Kalkulationen selbst derjenigen über den Haufen geworfen werden, die dem Unternehmen schon den Rücken gekehrt haben. In vielen Fällen auf Druck der Firma – und mit Versprechen der Firma.“

„Jetzt geht es ans Eingemachte“, zitiert die RP Peter Orlowski zu einer anderen, ganz ähnlichen Baustelle in Leverkusen: Der Rechtsanwalt vertritt gekündigte Mitarbeiter von TMD Friction, die auf rückwirkende Gehaltszahlungen sowie auf Weiterbeschäftigung klagen. Die Gütetermine seien verstrichen, teilt Orlowski mit, im November stünden die ersten Kammertermine an. Und er rechnet schon einmal vor, welche Summe TMD-Insolvenzverwalter Frank Kebekus schon einmal bereits halten sollte: Bei acht Monatsgehältern für 42 Kläger sei man „ganz schnell bei über einer Million“. Kebekus erklärt vorsichtshalber, man werde „auf jeden Fall in Revision gehen“, sollte das Arbeitsgericht Solingen gegen sie entscheiden.
Der Anzeiger vermeldet indes, dass TMD Friction bereits seit dem 11. September einen neuen Aufsichtsrat habe. Und dessen Vorsitzender sei sogar mit Sachverstand gesegnet: Schließlich sei Jorma Halonen ehemaliger Vizechef von Volvo, arbeitete zuvor bei Saab und Scania und kenne sich also aus in der Auto-Branche. „Ich sehe es als meine Aufgabe an, dem Unternehmen zu helfen, seine Kernkompetenzen (…) weiter auszubauen“, wird ein offenbar zuversichtlicher Halonen zitiert. Ihm zur Seite stehen im Aufsichtsrat William Kozyra, Timothy Hemingway, Martin Schwab, Michael Rosen sowie Raphaël Poncelet.

Heute meldet auch der Anzeiger, dass Federal Mogul nur noch 45 Mitarbeiter (statt 100) entlassen will, die RP unterbietet das erneut (leider nicht online): 44 Mitarbeiter müssen gehen, einer habe sich entschieden, „in einem anderen Aufgabenfeld bei Federal tätig zu werden“, wird Betriebsratschef Michael Bergmann zitiert.

Das Klinikum Leverkusen hingegen wächst und gedeiht: In einem neuen Laborgebäude sollen 160 Mitarbeiter der Firma MVZ Laboratoriumsmedizin Platz finden, teilt Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann in der RP mit. 450 Mitarbeiter des Unternehmens haben bereits seit 2004 ihren Arbeitsplatz am Klinikum. Investor für das Gebäude wird die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) sein.

Einige Lesermeinungen zum geplanten Neubau im Park des Museum Morsbroich veröffentlicht der Anzeiger heute. Die meisten haben offenbar weniger auf das Geld, sondern vielmehr auf das Bild mit dem Entwurf geschaut: „Blödsinniger Betonmüll“ schimpft einer, einen „sensiblen Umgang“ mit dem Parkgelände fordert eine andere, eine Dritte findet den Standort „gut gewählt“. An die Folgekosten erinnern mahnend immerhin zwei Leser, während einer nur hofft: „Hoffentlich scheitert es nicht am Geld.“ Und Hiltrud Meier-Engelen lobt den Kommentar von Frank Weiffen: „Richtig erfreulich, einen Kommentar zu lesen, der sich nicht darin ergeht, einen neuen Vorstoß zur Erweiterung der Museumslandschaft in Leverkusen zu zerreden.“

Vom überraschenden Beschluss des alten Stadtrats, zwischen Rheindorf und Hitdorfer Stadtgrenze eine Umgehungsstraße zu bauen, berichtet die RP, und kommentiert (nicht online), dass diese Straße bei der Nähe der A 59 „eine vermeidbare Vergeudung von Steuergeldern“ sei.

Mit so etwas kann man nun auch schon Preise gewinnen: Sabine Ingber-Canters von Currenta ist nominiert für den Titel der „AusbilderIn des Jahres 2009/10“ der Industrie- und Handelskammer in Köln. Die RP fragte sie, was sie zu einer guten Ausbilderin mache. Ihre Antwort: „Ich habe Lehramt studiert, kam nach dem Referendariat in eine Zeit, in der es für Lehrer keine Jobs gab. Bayer bot damals eine Umschulung für arbeitslose Lehrer an.“ Gepriesen seien die Quereinsteiger!

In das verwirrende Tauziehen um den Köttershof in Steinbüchel bringt der Anzeiger ein wenig Licht.

Von den sportlichen Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums und deren Träumen von Olympia, nachdem sie beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den zweiten Platz errangen, berichten heute Anzeiger und RP.

Und dann hat sich die RP noch auf Lanxess-Kosten in Grevenbroich über nassen Asphalt schlittern lassen.

Den Dramatiker Alfred Matusche stellt die Frankfurter Rundschau vor. Was das mit Leverkusen zu tun hat, erklärt die FR auch gleich: „Auf der Bühne des Bayer-Kulturhauses in Leverkusen findet am 14. November eine szenische Lesung aus den Werken Matusches statt.“

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Im Stau der Nobelkarossen

Da ist sie, die angekündigte Fortsetzung in Sachen BayArena-Verkehrskonzept in der Rheinischen Post: Den Schwarzen Peter wieder zu Bayer 04 zurückschieben darf heute Friedhelm Laufs, städtischer Fachbereichsleiter Straßenverkehr: „Das Verkehrskonzept für die Bayer-04-Spiele steht, ich bin mit dem Verlauf am Samstag sehr zufrieden.“ Zusätzlich gesperrt werden sollen zukünftig noch die Siedlungen zwischen Rathenau- und Manforter Straße. Allerdings will Laufs laut RP beobachtet haben, dass Bayer 04 die Parkplätze unter der Stelzenautobahn nicht ordentlich in den Griff bekomme: Durch das langsame Abfertigen der Bayer-04-Parkplatzwächter werde ein Stau der Nobelkarossen auf dem Europaring vom Neuenhof bis zum Best-Western-Hotel verursacht. Bayer 04-Sprecher Meinolf Sprink deutet auf Nachfrage Verbesserungsansätze an. Eine Idee: Navigationsgeräte sollen Fans an Spieltagen nicht direkt zum Stadion, sondern zu den Pendelbus-Parkplätzen am Kurtekotten leiten. Ob das wohl die gewünschte Lösung für die Fahrer von Nobelkarossen ist?

Von der Reichweite und Leistungsfähigkeit von Anzeigen im Internet kündet der heutige Lokal-Aufmacher im Leverkusener Anzeiger: Denn „Irritationen um ein Inserat“ gab es offenbar bei der OWG-UWG-Ratsfraktion, als die eine Annonce der Inhaberin des „Café Irrlicht“ bei kalaydo.de entdeckte. Die nahe der Wupper idyllisch gelegenen Waldhäuser sind seit zwei Jahren ein Ausflugscafé unter Leitung von Martina Schulz und Hannsi Weber. Weil das Café für sie zuletzt „sowohl körperlich als auch finanziell sehr fordernd“ gewesen sei, habe sie diese Anzeige als „Versuchsballon“ geschaltet, erklärt Schulz dem Anzeiger auf Anfrage. Die OWG-UWG-Ratsfraktion aber gab sich tüchtig erschrocken und fragte sogleich beim Oberbürgermeister nach, was denn da wohl vor sich gehe. Ob und was der geantwortet hat, ist nicht überliefert, dafür weiß der Anzeiger, dass Schulz gar nicht mehr daran denke, das Café zu verkaufen: Inzwischen laufe das Geschäft besser und ein Verkauf komme nur in Frage, wenn jemand eine halbe Million hinblättere. Wessen Interesse geweckt sein sollte: Hier ist die Anzeige. Die Rheinische Post berichtet, wenngleich etwas kleiner, auch, nennt das Internetportal aber etwas verschämt nicht beim Namen: Hätten sie ruhig, schließlich ist kalaydo.de das „gemeinsame Internetanzeigen-Portal regionaler Tageszeitungen“ – auch der RP.

Gesichert sind die September-Gehälter der 383 DyStar-Beschäftigten in Leverkusen, meldet der Anzeiger: Die Bundesagentur für Arbeit zahle diese als „Insolvenz-Ausfallgeld“. Radio Leverkusen ergänzt, dass die Suche nach Käufern für den insolventen Farbenhersteller laufe.

Mit einer Wasserstandsmeldung aus Hitdorf macht die RP ihren Lokalteil auf und verkündet die baldige Fertigstellung der Hochwasserschutz-Mauer: „Weihnachten ist Hitdorf dicht“

Von Hochwasser ist der Rhein derzeit weit entfernt, Radio Leverkusen kennt die Probleme, die das aktuelle Niedrigwasser mit sich bringt: „Zur Zeit müssen einige Unternehmen einen Niedrigwasser-Zuschlag an die Reedereien zahlen.“

Einen fünfstelligen Betrag lässt die Bayer AG für engagierte Mitarbeiter springen: Anlässlich der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ unterstützt die „Bayer Cares Foundation“ ehrenamtliche Projekte von sieben Mitarbeitern mit insgesamt 20.400 Euro. Von der Urkundenübergabe im BayKomm berichten Anzeiger und RP, als Laudator fungierte kein Geringerer als der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn.

Günter Müller spricht für den Anzeiger mit Renate Wolf, Trainerin der Bayer 04-Handball-Damen (Erkennungsname: „Werkselfen“, hier im Internet vertreten), unter anderem über die schwierige Suche nach Sponsoren in Leverkusen. Dabei habe Handball unter dem Bayerkreuz nach wie vor Zugkraft, wie Wolf betont: „Auch überregional sind die Bayer-Handballfrauen ja eine Marke. Wenn wir in Leipzig spielen, kommen 6000 Zuschauer.“

Eine halbwegs gute Nachricht hat die RP aus Burscheid vernommen: Automobilzulieferer Federal Mogul will nur noch 45 und nicht mehr, wie usprünglich geplant, 100 Stellen im Rahmen einer geplanten Umstrukturierung streichen. Grund: „Temporäre Beschäftigungseffekte durch die Abwrackprämie.“

Einen Nachtrag zur letzten Ratssitzung am Montag und einen Ausblick auf die erste Sitzung des neuen Rats am 26. Oktober gibt die RP. Gute Nachricht für die gewählten Volksvertreter: Sie sollen dann eine leicht erhöhte Aufwandsentschädigung erhalten. Ratsvertreter monatlich 425,50 Euro, statt bisher 418 Euro.

Auf der Themenseite des Stadt-Anzeiger darf unter anderem der Leverkusener Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach seine Vorstellung zu den zentralen Themen der Sozialdemokratie erläutern: „Das zentrale Anliegen der SPD muss die Überwindung der Zwei-Klassen-Gesellschaft sein, die sich in fast allen Lebensbereichen ausgebildet hat.“

Sehr interessant sind heute die Leserbriefe in den Lokalzeitungen: In der RP schüttelt ein weiterer BayArena-Anwohner den Kopf, diesmal freilich über das Klagen eines (namenlosen) Nachbarn am Montag: „Ich bin als Küppersteger Urgestein richtig glücklich darüber, dass unser Stadion in meinem Stadtteil steht!“ Frank Jokisch wünscht seinem Ex-SPD-Parteigenossen Jürgen Scharf eine gute Reise: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich ihm keine Träne nachweine.“ Im Anzeiger prangert Guido Sattler, Leiter der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf, den „würdelosen Umgang“ mit den offenbar vergleichsweise umstandslos gekündigten Mitarbeitern bei Tanatex an: Sattler empfiehlt den Eignern, sie sollten der Geschäftsleitung „möglichst schnell mit ausführlicher Begründung kündigen“. Und auch der Leserbeitrag von Hauke Fürstenwerth zu Dystar und Tanatex, der am Montag bereits in der RP abgedruckt war, erscheint heute beim Anzeiger. Freilich fehlt dort diese hübsche Spitze, die wir bei der RP noch zitierten: „Imagekampagnen werden Leverkusen nicht helfen.“

Das Studienzentrum Leverkusen der FernUni Hagen freut sich über 640 neue Studierende im Wintersemester 2009/10, meldet die Stadtverwaltung.

Schließlich Kultur: Beim Besuch des Tanzchoreographen Eric Gauthier mit seiner Compagnie „Gauthier Dance“ in der Gesamtschule Schlebusch war der Anzeiger dabei. Der Kommentar einer Schülerin: „Eigentlich sieht Ballett ja immer komisch aus. Aber so, wie die das heute gemacht haben, war das einfach nur klasse.“

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Kopfüber fällt ein Volkswagen

Der Knüller des Tages in Leverkusen ist heute bundesweit Zeitungen eine Meldung wert (sogar den „Eifelmagazinen“): Unsachgemäß und führerlos verließ am Dienstagmittag ein Fahrzeug das Parkhaus am Klinikum Schlebusch aus dem zweiten Stockwerk. Ein 72-Jähriger hatte beim Einparken einen VW Golf auf dem Parkdeck versehentlich so heftig angestupst, dass der Wagen das Schutzgitter durchbrach und aus einigen Metern Höhe auf den Fußweg vor dem Parkhaus plumpste. Im Polizeibericht ist das so beschrieben: „Kopfüber fiel der Volkswagen auf einen Gehweg.“ Wie mag das ausgesehen haben? Da keine Personen in dem Wagen saßen und auch sonst niemand verletzt wurde, können heute alle recht launig darüber berichten. Nicht einmal Benzin oder Öl liefen aus dem Auto, da langweilten sich sogar die Feuerwehrleute und zogen bald wieder ab. (Was gibt es da viel zu lesen? Hier die Bildergalerie aus dem Anzeiger.)

Keine Langeweile hatten die Brandschützer abends in Wiesdorf: Gegen 23 Uhr brannte eine Wohnung an der Breidenbachstraße „in voller Ausdehnung“, wie das bei der Feuerwehr so schön heißt. Die Wohnung war zum Glück verlassen, verletzt wurde niemand, der Brand war um 0.23 Uhr gelöscht. Zu spät freilich für die heutigen Zeitungen, aber bereits 25 Minuten später berichtete der Leverkusener Anzeiger auf seiner Internetseite. Wie gelingt es dem Anzeiger bloß immer wieder, seine Mitarbeiter derart zu motivieren? Live dabei war auch Radio Leverkusen.

Von einem „verbalen Schlagabtausch“ der Leverkusener Bundestagskandidaten im Pfarrheim St. Maurinus in Lützenkirchen auf Einladung des Kolpingswerkes berichtet der Stadt-Anzeiger. Daten und Zahlen aus dem neuen Leverkusener Stadtrat gibt es hier. Und beim Integrationsrat Leverkusen überlegt man schon, mit wie viel Begeisterung man den Entsandten aus der neuen „Pro NRW“-Ratsraktion empfangen möchte, meldet Radio Leverkusen.

Von einem Treffen zwischen Sport und Wirtschaft im Vip-Raum der Smidt-Arena auf Einladung des Sportpark Leverkusen berichten Anzeiger und RP hier und hier. Mit dabei: Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und Boxlegende Henry Maske.

Von einer guten Aktion des Auto Club Europa zugunsten der Sicherheit von Kindern im Sraßenverkehr berichtet der Stadt-Anzeiger aus einem Kindergarten in Bergisch Neukirchen. Und eine neue Folge der Serie „Fern der Heimat“ ist heute im Anzeiger: Eduardo Arrays ist einer der wenigen nicht fußballspielenden Brasilianer in Leverkusen.

Die RP berichtet (leider nicht online) von einer Schlappe für den Burscheider Autozulieferer Federal Mogul vor dem Solinger Arbeitsgericht am Amtsgericht in Opladen: Die Firma muss Maurice Behrent nach seiner Ausbildung eine Festanstellung über ein Jahr hinaus anbieten. Die derzeitige Krise könne keine Rolle spielen, arbeitsrechtlich entscheidend sei der Stand der Dinge kurz vor Abschluss seiner Ausbildung im vergangenen Januar gewesen – und da hatte FM eine solche Stelle ausgeschrieben und (anderweitig) besetzt.

Die RP vermeldet, dass Ehrenamtler bald in den Genuss kleiner Vergünstigungen kommen sollen. Bayer vermeldet: Die Bayer-Stiftung gründet den „Aspirin Sozialpreis“.

Und schließlich Kultur: In der RP berichtet Monika Klein von der 18. Leverkusener Kulturkonferenz. Und sie stellt den neuen Kaplan für den Pfarrverband Opladen vor: Pater Jacob stammt aus dem südindischen Kerala. (Beides wird den Lesern im Internet leider vorenthalten.) Der Anzeiger schaute bei Künstler Sascha Preuß in der Kunststation im Klinikum vorbei.

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„Jamaika Wirklichkeit werden lassen“

Der Leverkusener Anzeiger hat genüsslich die Reaktionen auf die am Samstag auf der ersten Lokalseite veröffentlichten Spekulationen um eine „Jamaika-Koalition“ im Stadtrat eingesammelt. CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth bestätigt laut Anzeiger etwas umständlich: „Es ist der erklärte Wille des künftigen Oberbürgermeisters Buchhorn, der Parteivorsitzenden Ursula Monheim und der Fraktionsführung der CDU, den Versuch zu unternehmen, Jamaika Wirklichkeit werden zu lassen.“ Gespräche mit den für ein solches Bündnis angedachten Parteien (FDP, Freie Wähler und Grüne) hätten allseits grundsätzliche Bereitschaft ergeben; freilich hält sich Hupperth das Hintertürchen für eine Große Koalition mit der SPD doch lieber noch offen: Diese seien „politische Gegner, aber keine Feinde“.

Der Gegner, der kein Feind ist, kommt in der Rheinischen Post zu Wort. Dort warnt Fraktionschef Dr. Walter Mende nachdrücklich vor dem bunten Bündnis und verweist auf die daraus resultierende knappe Mehrheit von zwei Stimmen, die bisweilen die Rechtsradikalen von Pro NRW zum Mehrheitsbeschaffer für „Jamaika“ werden lassen könne. Mende in der RP: „Das kann doch keiner wollen.“ Mende zeigt sich auch unbegeistert über die Spekulation, nicht einen Vertreter der zweitstärksten Fraktion im Rat (nämlich die SPD), sondern Roswitha Arnold vom avisierten CDU-Bündnispartner Grüne zur Ersten Bürgermeisterin zu küren. Arnold und Hupperth betonen derweil unisono (wiewohl getrennt: hier und hier), über Posten sei noch gar nicht diskutiert worden.

Der Anzeiger staunt über Dr. Thomas Portz, der als Kölner Kandidat für die CDU den Wahlkreis Leverkusen/Köln-Mülheim bei den bevorstehenden Bundestagswahlen gewinnen will – und das ganz ohne den erfahrenen Leverkusener Wahlkampfmanager Stefan Seide, dessen Hilfe Portz laut Anzeiger auch nichts gekostet hätte. In Leverkusen entscheiden rund 25.000 Wähler mehr über den Kandidaten als im Kölner Teil des Wahlkreises, aber der Kölner Portz ist gewiss: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht.“ Fazit im Anzeiger: „Statt Wahlkampf kann Stefan Seide recht ausgiebig Urlaub machen.“ Vielleicht hat Portz aber auch einfach schon ausreichend Ärzte und Apotheker aus Leverkusen hinter sich bringen können.

Freie Fahrt für freie Bürger: Radio Leverkusen meldet, dass die Verkehrsbehinderungen im Rahmen der Sanierung der Y-Brücke in Wiesdorf ab sofort Geschichte sind. Und noch dicker soll es eigentlich ab März 2010 auf dem Willy-Brandt-Ring kommen, wo der zweite Abschnitt saniert werden soll. Aber die RP meldet heute, dass Reinhard Gerlich, der Chef der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) die Sanierung auf 2012 verschieben will. Begründung: Die Eröffnung des ECE-Center 2010, die Frauenfußball-WM 2011 sowie das mögliche Ausschöpfen von Fördergeldern aus Töpfen des Landes 2012. Der Verwaltungsrat entscheidet am 15. September über die Vorlage.

Ärger mit dem Verkehr hatten offenbar auch die Anwohner rund um den Stadtpark während des Länderspiels in der BayArena am Samstag, was die RP zu einem Nachklapp zu dem Spiel animiert. Der Anzeiger berichtet von der geschlossenen Kooperation zwischen Bayer AG und DFB zugunsten von kranken und behinderten Kindern. Bei Bayer 04-TV erläutern Bayer-Vorstandschef Werner Wenning und DFB-Präsident Theo Zwanziger diese Zusammenarbeit. Der Fußball-Verband Mittelrhein meldet indes, dass sein Präsident Alfred Vianden, bereits häufiger in Erscheinung getreten als Förderer des Frauenfußballs, von Zwanziger ebenfalls am Samstag zum neuen Vorsitzenden der WM-OK-Außenstelle Leverkusen zur Frauenfußball-WM 2011 ernannt wurde.

Radio Leverkusen meldet, dass der Stadtkämmerer derzeit auf eine millionenschwere Rückzahlung vom Land hofft: Für den Aufbau Ost habe die Stadt rund 12 Millionen zu viel gezahlt. Neues (mehr oder weniger) vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet die RP. Über das neuerliche Verschieben von 100 betriebsbedingten Kündigungen beim Burscheider Automobilzulieferer Federal Mogul berichtet die RP. Der Anzeiger berichtet, dass im Kombibad Opladen im Wiembachtal die Böden fürs Becken gegossen wurden.

Kultur: Bei Anzeiger und RP wird jeweils (hier, bei der RP leider nicht online) das Konzert des Bayer Frauenchors in der Herz-Jesu-Kirche gewürdigt, und der Anzeiger blickt schon auf das Schüler-Theaterfestival ab Freitag im Forum.

Und schließlich: Die WDR-Lokalzeit machte gestern das nette Wetter heute schmackhaft (ab Minute 27:00)mit hübschen Bildern vom Nachwuchs der afrikanischen Zwergziegen im Tierpark Reuschenberg. Süüüß!

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