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Großbrand auf Rialto-Boulevard

Ein Kind wird von Passanten aus einem brennenden Geschäft gerettet. Polizei sucht offenbar nach Hinweisen auf Brandstiftung. Die Sicherheit der Brücke muss von einem Statiker geprüft werden.

UPDATE 23.07. & alle weiteren Neuigkeiten – bitte hier entlang: Rialto-Boulevard 6 Monate Baustelle

UPDATE 22.07., 16.15 Uhr: Nach dem Brand haben heute weitere Abstimmungsgespräche zwischen Wohnungsgesellschaft Leverkusen, städtischer Bauaufsicht und Feuerwehr zur Frage einer Wiederöffnung der Brücke für Fußgänger stattgefunden, meldet die Pressestelle der Stadt soeben. Derzeit würden Stahlproben der Dachkonstruktion in einem Prüflabor untersucht, das entsprechende Gutachten werde voraussichtlich im Laufe dieser Woche vorliegen. Parallel dazu würden die Vorbereitungen zur Demontage der beschädigten Stahlträger getroffen. Im Anschluss daran müsse die Standsicherheit der verbliebenen Dachkonstruktion erneut durch einen Statiker begutachtet werden, bevor die städtische Bauaufsicht über eine Freigabe zur Öffnung für Fußgänger entscheiden könne. Angedacht sei, einen etwa fünf Meter breiten, durch Bauzäune abgesicherten Fußgängerweg in der Brückenmitte einzurichten. Am Mittwochmittag informiert die WGL die Presse bei einem Pressetermin.

UPDATE 15.07., 15 Uhr: Bis die Rialto-Brücke wieder (teilweise) freigegeben werden könne, werden eher Wochen denn Tage vergehen, so die Auskunft für’s LevLog von der WGL.
UPDATE 14.07., 12.13 Uhr: Erste Entwarnung für die Rialto-Brücke: Die Statik der Brücke sei durch das Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das habe die Prüfung der drei Teilbrücken des Rialto-Boulevards durch die Brückenfachleute der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) ergeben, teilt die Stadtverwaltung soeben mit. Unklar sei nunmehr, ob die Glasdachkonstruktion stabil sei, das werde nun durch einen Statiker geprüft. Dann solle über die Öffnung des Fußgängerüberweges auf der nördlichen Seite der Brücke entschieden werden.
Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), die Eigentümerin der beiden seitlichen Brückenteile mit der Dachkonstruktion und den darauf befindlichen Ladenzeilen ist, werde über die weiteren Schritte zur Sicherung bzw. möglichen Abtragung des Glasdaches gemeinsam mit der städtischen Bauaufsicht entscheiden.
Derzeit ist der Rialto-Boulevard noch gesperrt, eine Sicherheitsfirma ist damit beauftragt, das Gelände zu überwachen. Der Zugang vom Busbahnhof LEV-Mitte zur Innenstadt und in die Gegenrichtung ist derzeit über die Y-Brücke, den Fußgängerüberweg zwischen Forum und Kinopolis oder die Fußgängerbrücke zwischen Rentenversicherung und Musikschule möglich.

UPDATE 2: Hier ist übrigens die Webpräsenz des Ladens, der am stärksten von dem Brand betroffen war: http://www.amore-accessories.com/

Zu einem Großbrand auf der Rialto-Brücke in Leverkusen-Wiesdorf zwischen City und Busbahnhof LEV-Mitte musste die Feuerwehr am Freitagabend ausrücken. Zwei Personen wurden leicht verletzt, darunter ein Kind; beide hatten Rauchgas eingeatmet und wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das Feuer war offenbar in einem Bekleidungsgeschäft ausgebrochen, etwa dort, wo Ladenzeilen-Eigentümerin WGL auf dieser (veralteten) Übersicht noch das Geschäft für „Tierbedarf“ führt.

Bildergalerie – zum Vergrößern einfach klicken! Unten geht’s weiter im Text.

Um 21.05 Uhr war die Feuerwehr durch die automatische Brandmeldeanlage zu dem Einsatz gerufen worden. Kurz zuvor sollen sich nach Auskunft eines Augenzeugen dramatische Szenen abgespielt haben: Demnach sei der circa 10 bis 12 Jahre alte Sohn des Ladenbesitzers offenbar allein in dem Geschäft gewesen, als sich Rauch darin ausbreitete. Daraufhin hätten Passanten versucht, den Jungen aus dem Laden zu befreien und eine Glastüre eingeschlagen. Kurz darauf, vermutlich durch den nun in den Laden strömenden Sauerstoff, habe sich das Feuer schlagartig zu einem riesigen Brand ausgedehnt. Bilder von Augenzeugen zeigen, wie die Flammen auf allen Seiten meterweit aus dem Geschäft schlugen. Dichter Rauch stieg über dem Rialto-Boulevard auf. Auf dem Fußweg der Brücke lagen später zahllose Glassplitter zerborstener Glasplatten von der Überdachung der Brücke, auch die Aluminiumverkleidung der Fassade hatte sich verbogen. Auch benachbarte Geschäfte, unter anderem der Blumenladen, seien zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Zum Teil seien auch Trümmerteile auf die Fahrbahn der B8 gestürzt.

Zur Ursache des Brandes konnte die Feuerwehr nach Angaben von Chef und Einsatzleiter Hermann Greven noch keine Auskunft geben. Die Polizei hatte aber bereits die Umgebung nach Videokameras abgesucht, womöglich besteht also ein Anfangsverdacht auf Brandstiftung. Auch die Gebüsche neben der B8 wurden durch Polizisten mit Taschenlampen abgesucht. Die Feuerwehr war angesichts der Dimensionen des Brandes mit 142 Kräften im Einsatz, zum Teil mit schwerem Atemschutzgerät. Löschzüge der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Wiesdorf sowie zwei weitere Löschzüge benachbarter Freiwilliger Feuerwehren wurden alarmiert. Nachdem der Brand gelöscht war, suchten sie unter der Deckenverkleidung über dem Geschäft als auch im Brückengerüst unter dem Geschäft nach Glutnestern, zumal sich das Feuer auch nach außen gefressen habe. Diese Arbeit dauerte nach 1 Uhr in der Nacht noch an, die Deckenverkleidung musste dafür zum Teil aufgeflext werden.

Der Rialto-Boulevard war die ganze Zeit über gesperrt und wird es laut Greven sicher auch am Samstag noch sein. Die Busse wurden umgeleitet und auch die B8, die unter der Brücke herführt, musste während der Löscharbeiten gesperrt werden. Zwischenzeitlich sollen die Straßen wieder freigegeben sein. Ob die Statik der Brücke in Mitleidenschaft gezogen sei, vermochte Greven nicht zu sagen: „Das ist Sache des Eigentümers der Brücke, die werden einen Statiker mit der Prüfung beauftragen.“

Der Brand in den sozialen Medien:

Auf Facebook gibt es einige bewegte Bilder von dem Brand: Hier und hier

Bei Twitter verbreitete sich die Nachricht am raschesten. Hier ein paar Tweets:

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Neues vom Prinzip Hoffnung

Showdown auf Seite C2: Die Rheinische Post ballert dort bevorstehende politische Personalentscheidungen in Leverkusen nur so raus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth verrät der RP: Grüne und SPD könnten sich den Posten des ersten Bürgermeisters teilen, Eva Lux (SPD) die ersten, Roswitha Arnold (Grüne) die zweiten 2,5 Jahre das Amt bekleiden. Das Vorschlagsrecht für den Posten des zweiten Bürgermeisters trete die CDU an Juniorpartner FDP ab, die habe bereits den Opladener Ratsherrn Friedhelm Busch nominiert.
Auch in den Stadtbezirken deuten sich laut RP Änderungen an: Raimund Gietzen (CDU) bleibe Vorsteher im Bezirk III, im Bezirk II solle Rainer Schiefer (CDU) Heinz-Gerd Bast (SPD)* als Vorsteher ablösen, Bezirk I scheine an die SPD zu gehen.
Im Stadtrat wolle das Bündnis von CDU, FDP und OWG-UWG, dem vier Stimmen zur Mehrheit fehlen, „weitgehend gemeinsam arbeiten und abstimmen“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende kommt zu Wort: Die SPD werde „keine Politik der verbrannten Erde betreiben“ – wenn CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vernünftig auftrete und versöhne „statt zu spalten“ (selig sei Johannes Rau). Heute wollen sich SPD und CDU auf gemeinsame Wahllisten einigen – um ein „Polit-Drama“ am Montag im Rat zu vermeiden, wie die RP schreibt.

Hupperth darf auch noch einmal betonen: „Unsere Verhandlungen mit der Bürgerliste sind an Schoofs gescheitert.“ Und Ulrich Schütz holt im Kommentar dazu die schwersten Geschütze hervor, die bei der RP bereit stehen: „Klaus Hupperth ist Katholik“, beginnt er und zeichnet einen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der wie ein milder Samariter noch einmal auf Bürgerliste und Erhard Schoofs zugegangen – und wieder enttäuscht worden sei: „Es hat einfach keinen Sinn mit ihm“, resümiert Hupperth, der laut Schütz doch „das Prinzip Hoffnung schon vom Glauben her im Herzen“ führe.

Das Prinzip Hoffnung gilt auch weiterhin für die DyStar-Mitarbeiter. Weitere unerfreuliche Folgen der DyStar-Pleite erläutert der Leverkusener Anzeiger an einem prominenten Beispiel: SPD-Ratsherr Ferdinand Feller ist seit zwei Jahren DyStar-Vorruheständler und erhält nun nicht mehr seine im Auflösungsvertrag vereinbarte monatliche Ausgleichszahlung. So wie er seien sicher viele andere Frührentner betroffen, mutmaßt Feller. Was den Industriemeister besonders ärgert: „Vom Unternehmen gibt es bis heute keinerlei Information“, zitiert ihn der Anzeiger.

Stärker zur Kasse bitten will der Sportpark Leverkusen laut RP die Leverkusener Vereine: Weil von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) statt 6,5 nur 3,2 Millionen Euro geflossen seien und zudem die Zahl der Badbesucher hinter den Erwartungen geblieben sei, stehe beim Sportpark für das laufende Geschäftsjahr nun ein Minus von 364.000 Euro zu Buche.

Großes Thema bei Anzeiger und RP ist der Impfstoff für die Schweinegrippe, der morgen in Leverkusen ankomme und mit dem zunächst Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr versorgt werden sollen. Mitte November beginne dann die Impfung für die Bürger, teilte Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt auf einer Pressekonferenz mit. Die RP hat sogar gleich zwei Artikel zum Thema im Blatt, auf Seite C4 heißt die Schweinegrippe „neue Grippe“.

Zum 90. Geburtstag gratuliert der Anzeiger kurz Walter Bauer, der einst als Leverkusener Oberstadtdirektor von 1963 bis 1975 die Neugestaltung der Leverkusener City mitprägte.

Der einzige RP-Artikel, der es heute ins Internet geschafft hat, ist die Recherche nach Winterreifen in Leverkusen. Ergebnis: Fast keine mehr da, Bestellungen würden von den Händlern derzeit nur „ohne Termin“ angenommen. (Nachtrag: Ein paar mehr RP-Artikel sind jetzt auch online und auch hier verlinkt)

Der Anzeiger macht seinen Lokalteil heute mit einem Chemie-Workshop in den Ferien für Schüler bei Lanxess auf: „Gymnasiasten experimentieren mit Kautschuk.“

„Drastisch gesunken“ sei in Leverkusen in 2009 bislang die Zahl der Baugenehmigungen, berichtet Susanne Trösser vom Rheinischen Immobilienservice der RP. Ursache: Die Wirtschaftskrise. Klaus Seggewiss von der städtischen Bauaufsicht und Klaus Schuster von Bauunternehmen Paeschke sehen das hingegen nicht so dramatisch.

Zum Welt-Psoriasis-Tag richtet eine regionale Selbsthilfegruppe am Sonntag in Schloss Eicherhof in Leichlingen einen Informationstag zu Hautkrankheiten aus, kündigt der Anzeiger mit einem Porträt der Gründerin der Selbsthilfegruppe, Christine Schüller, an.

Bei einem Ausdauertest für Anwärter auf eine Ausbildung bei der Feuerwehr Leverkusen auf dem Sportplatz Birkenberg war die RP dabei. Feuerwehrausbildungsleiterin Bärbel Wiechert: „Der Ausdauerlauf ist der Knackpunkt.“

Von Opladen in die Fixheide in ehemalige Gaststätte Gaskessel zieht der Farbhandel „Rheinland Color“, meldet die RP.

Kultur: Die RP schaut auf die Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur (LIKK), die am Samstag mit 23 Bands in elf Kneipen und einem Bus Opladen und Wiesdorf beschallt.
Der Anzeiger wirft einen Blick auf die „Kunst in Schlebuscher Schaufenstern“.

*Korrektur: Natürlich gehört Heinz-Gerd Bast der SPD an, nicht der CDU – ich bitte, den Irrtum zu entschuldigen!

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Kopfüber fällt ein Volkswagen

Der Knüller des Tages in Leverkusen ist heute bundesweit Zeitungen eine Meldung wert (sogar den „Eifelmagazinen“): Unsachgemäß und führerlos verließ am Dienstagmittag ein Fahrzeug das Parkhaus am Klinikum Schlebusch aus dem zweiten Stockwerk. Ein 72-Jähriger hatte beim Einparken einen VW Golf auf dem Parkdeck versehentlich so heftig angestupst, dass der Wagen das Schutzgitter durchbrach und aus einigen Metern Höhe auf den Fußweg vor dem Parkhaus plumpste. Im Polizeibericht ist das so beschrieben: „Kopfüber fiel der Volkswagen auf einen Gehweg.“ Wie mag das ausgesehen haben? Da keine Personen in dem Wagen saßen und auch sonst niemand verletzt wurde, können heute alle recht launig darüber berichten. Nicht einmal Benzin oder Öl liefen aus dem Auto, da langweilten sich sogar die Feuerwehrleute und zogen bald wieder ab. (Was gibt es da viel zu lesen? Hier die Bildergalerie aus dem Anzeiger.)

Keine Langeweile hatten die Brandschützer abends in Wiesdorf: Gegen 23 Uhr brannte eine Wohnung an der Breidenbachstraße „in voller Ausdehnung“, wie das bei der Feuerwehr so schön heißt. Die Wohnung war zum Glück verlassen, verletzt wurde niemand, der Brand war um 0.23 Uhr gelöscht. Zu spät freilich für die heutigen Zeitungen, aber bereits 25 Minuten später berichtete der Leverkusener Anzeiger auf seiner Internetseite. Wie gelingt es dem Anzeiger bloß immer wieder, seine Mitarbeiter derart zu motivieren? Live dabei war auch Radio Leverkusen.

Von einem „verbalen Schlagabtausch“ der Leverkusener Bundestagskandidaten im Pfarrheim St. Maurinus in Lützenkirchen auf Einladung des Kolpingswerkes berichtet der Stadt-Anzeiger. Daten und Zahlen aus dem neuen Leverkusener Stadtrat gibt es hier. Und beim Integrationsrat Leverkusen überlegt man schon, mit wie viel Begeisterung man den Entsandten aus der neuen „Pro NRW“-Ratsraktion empfangen möchte, meldet Radio Leverkusen.

Von einem Treffen zwischen Sport und Wirtschaft im Vip-Raum der Smidt-Arena auf Einladung des Sportpark Leverkusen berichten Anzeiger und RP hier und hier. Mit dabei: Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und Boxlegende Henry Maske.

Von einer guten Aktion des Auto Club Europa zugunsten der Sicherheit von Kindern im Sraßenverkehr berichtet der Stadt-Anzeiger aus einem Kindergarten in Bergisch Neukirchen. Und eine neue Folge der Serie „Fern der Heimat“ ist heute im Anzeiger: Eduardo Arrays ist einer der wenigen nicht fußballspielenden Brasilianer in Leverkusen.

Die RP berichtet (leider nicht online) von einer Schlappe für den Burscheider Autozulieferer Federal Mogul vor dem Solinger Arbeitsgericht am Amtsgericht in Opladen: Die Firma muss Maurice Behrent nach seiner Ausbildung eine Festanstellung über ein Jahr hinaus anbieten. Die derzeitige Krise könne keine Rolle spielen, arbeitsrechtlich entscheidend sei der Stand der Dinge kurz vor Abschluss seiner Ausbildung im vergangenen Januar gewesen – und da hatte FM eine solche Stelle ausgeschrieben und (anderweitig) besetzt.

Die RP vermeldet, dass Ehrenamtler bald in den Genuss kleiner Vergünstigungen kommen sollen. Bayer vermeldet: Die Bayer-Stiftung gründet den „Aspirin Sozialpreis“.

Und schließlich Kultur: In der RP berichtet Monika Klein von der 18. Leverkusener Kulturkonferenz. Und sie stellt den neuen Kaplan für den Pfarrverband Opladen vor: Pater Jacob stammt aus dem südindischen Kerala. (Beides wird den Lesern im Internet leider vorenthalten.) Der Anzeiger schaute bei Künstler Sascha Preuß in der Kunststation im Klinikum vorbei.

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