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Doppeltes Votum für „Jamaika Plus“ – IG BCE verliert bei Wahlen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 20./21. März 2010:
CDU und Grüne erklären ihrer Basis „Jamaika Plus“. +++ Dezernent Frank Stein zieht Bilanz für 2009. +++ Betriebsratswahlen bei Lanxess: IG BCE büßt ein. +++ Freiherr-vom-Stein-Gymnasium feiert Jubiläum.
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Am Abgrund

Der drohende Finanzkollaps der KulturStadtLev und die Frage, ob, und wenn ja: wo vielleicht doch noch Geld gespart werden könnte, beschäftigt heute Rheinische Post (hier) und Leverkusener Anzeiger (hier). „Wir stehen am Abgrund“, formuliert Klaus Hupperth (CDU) im Kulturausschuss die Aussichten, während sich Marion Grundmann, Leiterin der KulturStadtLev, schützend vor die Musikschule stellt: Dort seien die Folgen weiterer Kürzungen „undenkbar“.

Über eine eingestürzte Betondecke auf der Rathaus-Galerie-Baustelle berichtet heute groß der Anzeiger, eher klein die RP: Ein fehlerhaft verarbeiteter Träger sei offenbar Ursache für das Einstürzen eines Teils der obersten Parketage in der Nacht auf Dienstag. Der Sachschaden, wiegelt ECE-Centermanagerin Katrin Becker laut Anzeiger ab, sei gering, der Eröffnungstermin im Februar nicht gefährdet.

Ganz absichtlich könnte es bald in Opladen krachen: Dem ehrwürdigen Altbau des Opladener Amtsgerichtes drohe die Abrissbirne, weiß der Anzeiger. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen prüfe derzeit diese Möglichkeit in Anbetracht hoher Renovierungskosten für das über 120 Jahre alte Gebäude, das überdies erhebliche Heizkosten verschlinge.

Über die notwendige Maßnahme der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) an dem bald auch in Fahrtrichtung Wiesdorf nur noch einspurig befahrbaren Europaring berichten heute auch Anzeiger und RP.

Vom mutmaßlichen Kreditkarten-Datendiebstahl in Spanien bleiben auch Kunden der Sparkasse Leverkusen nicht verschont, melden Anzeiger und RP. Alle betroffenen Kunden seien angeschrieben worden, es handele sich aber um eine „rein präventive Maßnahme“, betont Sparkassen-Sprecher Ingo Schneider laut Anzeiger.

Dem Sportbund Leverkusen könnte bald einen Vertreter in den Betriebsausschuss Sportpark entsenden dürfen, meldet der Anzeiger. Einen entsprechenden Antrag sei von CDU und SPD gemeinsam gestellt worden. Sportbund-Vorsitzender Karl-Josef Weißenfels solle „dem Vernehmen nach“ diese Position übernehmen.

Im Streit um den Bürgerbusch gehe es um die Summe von 150.000 Euro, setzt die RP heute ihre Berichterstattung zur Klage des Bürgerbusch-Käufers Wilfried Hilgert aus Köln gegen den Vorbesitzer Geza von Diergardt, der in Kanada lebe, fort.

Die Kooperation des Chemparks mit dem Nanjing Chemical Industry Park (siehe hier) nutzt die RP zu einer Betrachtung über die rosige Zukunft des einstigen Bayerwerks.

Keine rosige Zukunft ist bis auf weiteres dem Bayer-Leberkrebsmittel Nexavar beschert, zumindest nicht in Großbritannien. Dort habe die Aufsichtsbehörde Nice das Mittel mit der Begründung abgelehnt, es sei zu teuer, meldet Reuters.

Die heimliche Eliteschule Leverkusens feiert 2010 Jubiläum: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird 50 Jahre alt, der Anzeiger weiß, welche „erfolgreichen Menschen“ unter den Ehemaligen die Schule dann neuerlich beehren sollen: Unter anderem die Autorinnen Maren Gottschalk und Ulla Hahn, die Journalisten Werner Sonne und Christoph Droesser, Ernst Grigat vom Chempark oder Pianist Falko Steinberg.

Auf dem Schrottplatz Bender in Küppersteg umgesehen hat sich ein Fernsehteam des WDR: Dort wundert sich Peter Bender immer noch über die Abwrackwut der Autofahrer, sein Schrottplatz sei immer noch voll. Der TV-Bericht ist hier abrufbar. Und dazu passend hier noch einmal das bedrückende Dokument der allerletzten Fahrt eines im Medienmoloch Leverkusen einst berüchtigten Autos, ebenfalls bei Bender. Achtung: melancholischer Blick bei 1:23.

Kultur: In der Studio-Galerie im Forum stellen Künstler aus dem Opladener Künstlerbunker ab heute und bis zum 18. Januar Arbeiten aus, Anzeiger und RP berichten.
Und eine Lesung heute Abend in der Erholungshaus-Kulisse kündigt der Anzeiger an: Dorota Masłowska (hier bei Wikipedia) liest um 20 Uhr aus ihrem Roman „Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen“.

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Köder für die Grünen

Launig reicht Thomas Käding im Leverkusener Anzeiger den Lesern ein Häppchen aus der politischen Gerüchteküche: Unter der Überschrift „Schwarze Sirenen locken die Grünen“ berichtet er von einem Ansinnen der CDU, die Grünen mit zwei fetten Ködern in eine „Jamaika-Koalition“ zu locken. Demnach solle Grünen-Vorsitzende Roswitha Arnold den Posten der Ersten Bürgermeisterin angedient bekommen. Und binnen zweieinhalb Jahren, wenn Stadtkämmerer Rainer Häusler in Ruhestand geht, könne auch der Grüne Gerd Wölwer als Umweltdezernent aufrücken. Der Artikel ist leider nicht online abrufbar, daher kein Link.

Sehr wohl online abrufbar ist das Rätsel um die Pro-NRW-Kandidatur, während die Rheinische Post ihre Meldung dazu nicht online veröffentlicht: Der Wahlausschuss, der das amtliche Endergebnis der Wahl vom Sonntag gemäß dem vorläufigen Endergebnis festgestellt hat, muss sich mit einer Merkwürdigkeit befassen: Ein Mann aus Schlebusch-Süd hatte Anzeige erstattet, weil er sich, offenbar ohne sein Zutun, als Bewerber für „Pro NRW“ auf einem Wahlzettel entdeckte. Immerhin: Der Mann soll 91 Stimmen bekommen haben.

Von einer Testwahl-Schlappe für den SPD-Bundestagskandidaten Karl Lauterbach bei einer Podiumsdiskussion im Lise-Meitner-Gymnasium berichtet die RP. Besonders bitter: Nicht nur sein CDU-Konkurrent Thomas Portz luchste ihm Stimmen der Schüler ab, sondern auch der 21-jährige Kandidat der Linken, Manuel Lindlar.

Die RP macht gesundheitssensiblen Leverkusenern Hoffnung: Im Oktober soll der Schweinegrippen-Impfstoff in Leverkusen ankommen, berichtet Amtsarzt Dr. Hans-Eckhard Linstaedt der RP. Freilich gebe es derzeit keine neuen Fälle von Schweinegrippe in Leverkusen, Autor Peter Korn aber kennt die Schnellstraße, die die Viren nach Küsschen, Hände schütteln und Wechselgeld geben gerne nehmen: „So manch einer fasste sich danach mit der Hand ins Gesicht – für Virenübertragung ein Weg so effektiv wie eine Autobahn.“

Was gestern noch klein angekündigt wurde, ist heute der Aufmacher im Anzeiger: Am Bahngelände Opladen wurden Kreuzkröten umgesiedelt.

Die RP interviewt Freiherr-vom-Stein-Schulleiterin Monika Romain zu ihrem denkmalgeschützten Schulgebäude. Das neue Programm der Volkshochschule Leverkusen stellt der Stadt-Anzeiger vor, die Inszenierung von Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ als Musical von der Leverkusener Musikschule loben Anzeiger und RP unisono.

Diese Korrektur haben wir bereits gestern gemeldet: Die BayArena darf doch leuchten. Heute Abend wird dort das Länderspiel Deutschland gegen Südafrika ausgerichtet. Die RP rät ihren Lesern noch einmal, besser außerhalb zu parken, der Stadt-Anzeiger hatte seine Vorberichterstattung bereits vor einigen Tagen veröffentlicht. Im Sportteil wartet dafür ein besonderes Schmankerl für die Leverkusener Fußballfans: Ein Interview mit dem weißen Brasilianer Bernd Schneider, der bei dem Spiel heute vom DFB feierlich verabschiedet werden soll. „Schnix“ zeigt sich in dem Interview einmal mehr als Meister des Understatements. Frage: „Sind Sie zufrieden damit, wie Sie als Spieler öffentlich wahrgenommen worden sind?“ Antwort Schneider: „Das weiß ich nicht.“

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Licht und Schatten

Leuchtreklame aus dem Hause Bayer füllt dem Leverkusener Anzeiger heute die Seiten, freilich „nur“ redaktionell: Auf Seite 1 präsentiert der Stadt-Anzeiger einen farbenfrohen Schnappschuss auf Testläufe der neuen Medienfassade am Bayer-Hochhaus. Auf Seite 2 folgt die Schattenseite: Eine andere Bayer-Leuchtreklame dürfe nicht mehr erstrahlen, die Autobahnbehörde „Straßen NRW“ untersage die Beleuchtung eines Schriftzugs an der neuen BayArena, weil es das Unfallrisiko auf der nahegelegenen Autobahn 1 erhöhe. Die Informationsfülle, die Autofahrer im Leverkusener Kreuz verarbeiten müssen, sei schon ohne die Reklame sehr hoch, wird Laurenz Braunisch vom Straßenamt zitiert. Die Korrektur dieser Meldung ist freilich bereits online abrufbar: Die Werbung darf erstrahlen, da sie sehr wohl weit genug von der Autobahn entfernt ist.

Zu investigativen Recherchen animiert hat den Anzeiger der Korruptionsskandal um Prämienzahlungen von Kliniken an Ärzte für Patientenüberweisungen. Ob das wohl auch in Leverkusen so gehandhabt werde, wollte der Anzeiger wissen und hat einfach mal nachgefragt. Die überraschende Antwort der Verantwortlichen von Klinikum Leverkusen und der Katholischen Kranken- und Pflegeeinrichtung: Nein.

Über die 13 Millionen Euro teure Ansiedlung des Bahnbaumaschinenherstellers Deutsche Plasser GmbH in der neuen Bahnstadt Opladen am alten Bahnausbesserungswerk berichten Anzeiger und Rheinische Post.

Ein Bündnis mit den Linken schließt der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende laut RP nicht aus: Man werde mit der Partei ebenso Gespräche führen wie mit Grünen, Pro Opladen und Bürgerliste – „Warum auch nicht?“, wird Mende zitiert. Aber auch eine Große Koalition sei nicht ausgeschlossen. Neuer und alter Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat ist Klaus Hupperth, der sich in einer Abstimmung gegen Albrecht Omankowsky durchsetzte, vermeldet die RP – und der Stadt-Anzeiger ergänzt, dass auch Walter Mende in seinem Amt als Vorsitzender der SPD-Fraktion bestätigt wurde.

Die Rheinische Post vermeldet zudem, dass das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium demnächst in einem Denkmal beheimatet sein wird. Und die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (hier ein Interview aus dem Stadt-Anzeiger aus der Vorwoche) in Rheindorf wurde in Düsseldorf mit einem Preis für Schulentwicklung ausgezeichnet.

Und: große kulturelle Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das Programm der 30. Leverkusener Jazztage wurde vorgestellt. Mit dabei vom 7. bis 15. November u.a.: Clueso, Al Di Meola und David Knopfler.

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