Schlagwort-Archive: Friedrich Busch

Zögern gibt es nicht

Endlich Wochenende! Ist das nicht schön?
Keine Ahnung. Ich arbeite immer.

Recht so. Also: 15./16. Mai – was interessiert in Leverkusen?
Fangen wir mit den leichten Sachen an – ist ja schließlich Wochenende. Ghanas Fußball-Nationalspieler Hans Edu Sarpei, geboren in Köln-Chorweiler und Profi bei Bayer 04, gibt im Interview im Wochenend-„Magazin“ des Kölner Stadt-Anzeiger Auskunft über Fußball in Ghana. Und ebendort im Kölner Lokalteil schwärmt Alfred Vianden, Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein, über den Frauenfußball im Rheinland – besonders den in Leverkusen: „Was die Verantwortlichen dort anpacken, ziehen sie auch absolut professionell durch. Zögern gibt es da dann nicht.“

Auch bei der Stadt Leverkusen kennt man kein Zögern.
Keinesfalls! Das amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Leverkusen festgestellt hat am Freitag Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Übrigens lehne der Leverkusener Kreisvorstand der FDP eine Ampelkoalition in Düsseldorf ab, weiß der Anzeiger. FDP-Fraktionschefin Monika Mallin-Meyer-Ahrens rätselt übrigens auch, welche „gemeinsamen Positionen“ der FDP mit der SPD Walter Mende in Sachen Schulpolitik gemeint haben könnte: „Nichts trennt die FDP mehr von der SPD als die Schulpolitik.“

Das können die beiden dann ja vielleicht bei der nächsten Ratssitzung diskutieren.
Aber bitte in angemessenem Ton! Zumal Bürgermeister Friedrich Busch nach der vergangenen Sitzung zu mehr Fairness im Rat aufruft: „Abrutschen in eine Fäkalsprache und die Diffamierung des politischen Gegenspielers“ biete jedenfalls keine Vorbildfunktion, findet er.

Was bietet die Rheinische Post heute ihren Lesern?
Die weite Welt des Straßenverkehrs füllt dort fast vollständig die erste Lokalseite – sogar ganz ohne Unfall: Der Öffentliche Personen-Nahverkehr ist mit der „schlechtesten Haltestelle Leverkusens“ an der Von-Knoeringen-Straße in Lützenkirchen (die sich nun zum „Luxus-Halt“ verwandeln soll) vertreten. Fernfahrer erfahren, dass der Entscheid über eine mögliche Raststätte im Bürgerbusch auf die zweite Jahreshälfte verschoben worden sein soll. Und das Verkehrskonzept für Hitdorf stecke derzeit im politischen Prozess fest, lesen wir.

Puh. Nach so viel Verkehr vielleicht noch eine Prise Kultur?
Bitteschön: Im Erholungshaus eröffnet an diesem Wochenende die Klasse von Künstlerin Ute Pleuger der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design in Halle die neue Reihe „Kunsthochschulen zu Gast“.

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FDP Leverkusen will in die Schlagzeilen – „Auszug unter Tränen“ in Alkenrath

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 8. März 2010:
Guido Lenné ist der neue FDP-Vorsitzende in Leverkusen. +++ „Massen“ und „Ansturm“ am Sonntag in Wiesdorf. +++ Evangelische Gemeinde in Alkenrath verlässt ihr Zentrum. +++ Lokalsport: Erste Saisonniederlage für Bayer 04.
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Für Steuersünder kommt’s Knüppel-dick – Bald „Leverkusen für alle“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 11. Februar 2010:
Finanzamts-Vorsteher Alexander Knüppel meldet großen Andrang. +++ Rat beschließt Sozialkonzept für finanzschwache Leverkusener. +++ In Hahnenblecher bleibt alles, wie es ist. +++ Lokalsport: Stefan Kießling ärgert sich über „Vizekusen“.
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„Bewusst politisch versenkt“

Oberbürgermeister Paul Hebbel hatte andere Pläne mit der Stadtmitte: Das betont Hebbel höchstselbst, nunmehr CDU-Ratsherr, heute in der Rheinischen Post. Die aber seien „mutwillig zerschossen worden“, wird er zitiert, die energetische Sanierung des Rathauses „im Bundestagswahlkampf 2002 vor allem von der SPD bewusst politisch versenkt worden“, lesen wir in der RP. Nun steht die Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ bevor und Hebbel sorge sich um Wiesdorf, spätestens seitdem klar ist, dass C&A und Saturn aus den anderen Enden der Innenstadt in das neue Center ziehen: Jetzt bekomme man „die Quittung für die Fehler früherer Jahre“.
Frank Schönberger, Vorsitzender der City-Werbegemeinschaft, konstatiere, dass man die „Ärmel aufkrempeln“ müsse, und denke über einen Center-Manager auch für das „City Center“ nach. Zur Erinnerung: Seit dem 1. November haben die (über zehn Jahre alten) „Luminaden“ mit Katrin Ecker eine eigene Center-Managerin.
„peco“ kommentiert nüchtern: „Was jetzt passiert, sind die immer wieder vorausgesagten Folgen der Erneuerung der City.“

Zur zweiten großen Leverkusener Baustelle, der Bahnstadt Opladen, habe der Stadtrat auf der gestrigen Sondersitzung beschlossen, Beschlüsse erst im Februar zu fassen, meldet die RP. Bis dahin solle die Bahn nach Möglichkeit eine Kostenaufstellung zur Verlegung der Gütergleise vorlegen.
Radio Leverkusen hat indes die Positionen der einzelnen Parteien gesammelt, welche Projekte zugunsten der Bahnstadt-Finanzierung nun aufgeschoben werden sollten: Hier deute sich eine Mehrheit für die Sanierung des Ophovener Weihers an, ebenfalls genannt wird die Erneuerung des Busbahnhofs Wiesdorf.

Die Weihnachtsmärkte in Wiesdorf und Opladen begutachten drei Autoren der „Jungen Zeiten“ im Leverkusener Anzeiger – und das „Bergische Dorf“ in Opladen gewinnt den Vergleich nach Punkten mit 3:1.

In der Debatte um die Öffnung des Bolzplatzes an der Theodor-Heuss-Realschule kritisiere Bürgermeister Friedrich Busch (FDP), die Schulleitung habe „völlig hysterisch“ auf diesen Antrag reagiert, meldet die RP. Zugleich habe Busch seinen Antrag auf Öffnung zurückgezogen.

Was in Leverkusen noch immer undenkbar scheint, dürfte in Wermelskirchen bald Wirklichkeit werden, wie bereits gestern im entsprechenden Lokalteil der RP zu lesen war: Die alte Bahntrasse des „Balkan-Express“ soll dort in einen Radweg umgewandelt werden, um den Tourismus anzukurbeln.

Den Lärmaktionsplan, mit dem es binnen fünf Jahren ruhiger werden solle auf Leverkusens Straßen und Schienen, stellt die RP heute vor. + + + Über Probleme bei starken Regenfällen auf der Herbert-Wehner-Straße weiß der Anzeiger. + + + Beim Bayer-04-Fan-Stammtisch sahen Anzeiger und RP einen entspannten Trainer Jupp Heynckes im Gespräch mit angesichts sportlichen Erfolgs geneigten Fans. + + + Leverkusener Aktionen von Fraueninitiativen anlässlich des gestrigen „Anti-Gewalttages“ haben RP, Radio Leverkusen und Anzeiger dokumentiert. + + + Die RP stellt dieOtto und Lonny Bayer Stiftungvor, die seit 25 Jahren Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Überschuldeten hilft: „Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II steigt die Zahl der Anträge unheimlich“, zitiert die RP die Vorstandsvorsitzende Helgard Bausch-Weirauch. + + + Als einen Gegner von Delfinarien lernen wir den Leverkusener Diplom-Pädagogen und Biologen Norbert Kochhan in den Fellbeisser Tierschutznachrichten kennen. Kochhan betreibt die Webseite walschuetzer.de.

Kultur:
Nicht restlos begeistert war Anzeiger-Kritiker Gerhard Bauer vom „Elias“ im Forum: „Meist vorhersehbar“ beschreibt er Christoph Sperings gestalterische Mittel.
Zwei Konzerte am Freitag , 27. November, kündigt der Anzeiger zudem an: Die Jolly-Jabber-Singers treten um 19.30 Uhr für einen guten Zweck in der Aula der Gesamtschule Schlebusch auf, die Musiziergemeinschaft der Kasino-Gesellschaft spielt um 20 Uhr im Erholungshaus.

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Das Ende ist nah!

Bürgermeister Friedrich Busch ist unter die Untergangspropheten gegangen: Er hat sich die Mühe gemacht, darzustellen, wie es sich in einer Stadt lebt, die restlos pleite ist. Ein Szenario, das der FDP-Politiker für das Jahr 2015 prophezeit – mit Verweis nicht auf uralte Zeitrechnungen, sondern auf die Haushaltsrede des Stadtkämmerers vom vergangenen Oktober. Busch wolle damit die Leverkusener Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam machen. Radio Leverkusen zählt aus dem Papier, das wir leider nirgends finden können, diese Punkte auf: „In seiner Vision gibt es keine öffentlichen Veranstaltungen und die Busse fahren nur noch alle halbe Stunde.“ Und es nieselt den ganzen Tag.

Ob die Bayer-Medienfassade vorher in Betrieb gehen kann, ist weiterhin unklar: Der Leverkusener Anzeiger weiß, warum Leverkusens größter Fernseher keine Fortschritte macht: Einige der Leuchtdioden zeigten gar nichts oder falsche Farben an, derzeit warte man auf Ersatzteile aus Japan – beim Lieferanten gebe es einen Engpass.

Zank im Hauptausschuss: Anzeiger und RP hörten zu, als Fraktionschef Walter Mende und SPD-Parteigenosse Peter Ippolito den Kämmerer Rainer Häusler scharf angriffen. Dieser hatte auf die Kosten, die der Stadt durch die Kommunalpolitiker entstünden, verwiesen und angeregt, Rats- und Auschussmitglieder zu reduzieren.

Freudig gibt der Anzeiger zur Kenntnis, dass die Politik sich nach seiner Berichterstattung vom Mittwoch nun dem Eumuco-Gelände in Manfort zuwende: SPD, Grüne und auch die Bürgerliste hätten einen Antrag gestellt, das Gelände weiterhin industriell zu nutzen und nicht für einen Baumarkt-Erweiterungsbau aufzugeben.

Die Technischen Betriebe Leverkusen warnen im Anzeiger vor „Kanalhaien“, die an der Haustüre kostengünstige Überprüfungen des Kanalanschlusses anbieten. Die TBL vermittele gerne an seriöse Anbieter. Um Geld zu sparen, sollten sich Nachbarn besser zusammenschließen, rät TBL-Chef Reinhard Gerlich. Bis zum 31. Dezember 2015 müssen alle Hauseigentümer in Leverkusen nachweisen können, dass ihre Kanalanschlüsse dicht sind. Diese Vorschrift scheint auch dann ihre Gültigkeit zu behalten, falls es Leverkusen 2015 gar nicht mehr geben sollte.

Franz Kämmerling ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Schlebusch und damit Nachfolger von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, erfahren wir bei leverkusen.com.

Für den Erhalt des alten Amtsgerichtsgebäudes in Opladen setzt sich der ehemalige Bezirksvorsteher Heinz-Gerd Bast ein, melden RP und Anzeiger: Es handele sich um ein „wichtiges Stück Opladener Geschichte“.

Die RP berichtet als Lokalaufmacher über neue Messstellen auf Autobahnen 1 und 3 rund um Leverkusen, die den drohenden Stauinfarkt verhindern helfen sollen und weiß auch vom Ausbauplan des Bundes für das Leverkusener Kreuz mit Brücken oder Tunneln. Dazu die Erinnerung, dass die Autobahn 3 heute ab 22 Uhr erneut komplett bis Montagfrüh gesperrt wird.

Der Anzeiger hat sich weitergebildet und kann seine Berichterstattung über das landesweite Weiterbildungsnetzwerk entsprechend fortsetzen: Heute erfahren wir, dass die Leverkusener Weiterbildungs-Einrichtungen ihre Öffentlichkeitsarbeit bündeln wollen, um neue Teilnehmer zu gewinnen.

Kultur: Die Ausstellung „Slow Paintings“ im Museum Morsbroich stellt der Anzeiger sowohl im Lokal- als auch im überregionalen Kulturteil vor (online finden wir nur letzteren).
Beim Konzert von „International Brass“ in der Reihe „Orgel Plus“ in der Remigius-Kirche lauschte die RP.
Kulturpolitik: Die Förder-Richtlinien für die Kulturvereine in Leverkusen sollen geändert werden, berichtet heute der Anzeiger (gestern bereits die RP, leider haben wir das nicht online gefunden).

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Bodenständig, trotzdem Weltspitze

Werner Wenning, der im kommenden Jahr scheidende Vorstandschef der Bayer AG, ist gestern in Düsseldorf mit dem NRW-Innovationspreis ausgezeichnet worden, Kategorie: „Lebenswerk“. Wissenschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte den gebürtigen Leverkusener als „unermüdlichen Antreiber von Forschung und Entwicklung“, und als jemanden, der „Bodenständigkeit mit Weitsicht und Bescheidenheit mit dem Anspruch, Weltspitze zu sein“ verbinde. Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger widmet Wenning das Porträt auf Seite 2, die Rheinische Post berichtet über die Preisverleihung, bei der auch Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience mit Preis in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet wurde, im Wirtschafts- und im Lokalteil. Außerdem berichten unter anderem sueddeutsche.de, WDR und die Kölnische Rundschau.

Im täglichen Stück zu DyStar im Anzeiger setzt sich heute Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zur Wehr: Er lasse die gekündigten 21 Mitarbeiter, die mit der Insolvenz vor dem Nichts stünden, nicht im Regen stehen, sondern arbeite mit „Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Laubereau gegenüber dem Anzeiger: „Aber wir wollen gerade in dieser schwierigen Situation keine Hoffnungen wecken, die später enttäuscht werden könnten.“

Nach dem „Hickhack“ um die Stadthalle Opladen erkundigt sich der Anzeiger bei Opladener Karnevalsgesellschaften, ob sie dem Vorbild des Komitee Opladener Karneval (KOK) folgen und ihre Veranstaltungen im Haus Fürstenberg vorsichtshalber absagen.

Einen Blick über die Stadtgrenze wagt der Anzeiger, und schaut auf die Pläne der Landesministerien für Justiz sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, an der Rheinischen Landesklinik in Langenfeld eine ambulante Forensik für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufzubauen. Unter anderem Leverkusens Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) habe ich „kritisch“ zu diesen Plänen geäußert, mit Hinweis darauf, dass „die Patienten des Landeskrankenhauses genauso schnell in Opladen sind wie im Stadtzentrum von Langenfeld“.

Mit den Eheleuten Bauer als neuen Bewohnern des „Karrees im Dorf“, für das vergangene Woche der Grundstein gelegt wurde, sprach der Anzeiger. „Wir wollen im mobilen Alter zu Hause ankommen“, erklärt der Lanxess-Angestellte, der gemeinsam mit seiner Frau mit diesem Umzug offenbar sehr langfristige Lebenspläne verfolgt.

Das aus den Baustellen und der neuen Großumleitung resultierende Verkehrschaos in der Opladener Innenstadt fasst die RP zusammen: „Schutzengel hilf!“

Mit der Schweinegrippe macht die RP ihren Lokalteil nochmals auf, hier, ebenso wie bei Radio Leverkusen, taucht die nun doch etwas überraschende Zahl von 3000 Schweingerippe-Fällen auf. Auf so viele Fälle rechnet Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt hoch, nach der möglichen Fallzahl in Leverkusen befragt.

Der Express widmet Leverkusen heute eine komplette Zeitungsbeilage. Als Aufmacher dient die neue Bayer-Medienfassade, dahinter erwartet den Leser, neben vielen Anzeigen speziell für die Leverkusener Leserschaft, Berichte u.a. über die die Bahnstadt Opladen, das NaturGut Ophoven, über die Jazztage sowie ein Interview mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Frage Express: Ist Leverkusen zum Ende ihrer Amtszeit 2015 schuldenfrei? Antwort Buchhorn: „Auf keinen Fall.“

Radio Leverkusen hat den Express offenbar auch schon gelesen und dort möglicherweise auch das Datum entdeckt, an dem die Rathaus-Galerie öffnen soll: Am 24. Februar 2010 soll es soweit sein. Die RP meldet derweil, dass sich eine Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie gegründet habe. Zu Geschäftsführern gewählt worden seien Uwe Gaebel (Saturn), Albert Heuel (Sondermann Brot), Guido Niggemann (Mustang) und Bianca Schirrmeister (Curry Karl), Rechnungsprüfer sei Rainer Schwarz von der Sparkasse Leverkusen.

Einen neuen Vorsitzenden bekomme auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ Leverkusen und Umgebung, meldet die RP: Der vieljährige Vorsitzende Rolf Kunz solle auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 19. November durch seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Gutknecht abgelöst werden – beide sind promovierte Juristen.

Außerdem viele Kulturthemen heute: Von Thomas Dorweilers darstellerischer Leistung als Affe Rotpeter in „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, das die Studiobühne Leverkusen auf die Bühne bringt, ist der Kritiker des Anzeiger, mehr noch die Kritikerin der RP begeistert.
„Wieder einmal rasant, witzig und bunt“ geht es laut Anzeiger bei der neuesten Inszenierung der „Drama-Ticker“ zu.
Beim Konzert des Aaron-Streichquartett im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich im Rahmen der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ hörte ein nicht genannter Kritiker des Anzeiger „spielerische Rasanz“. Die „letzte Zugabe“ des Duos „Kleine & Linzenich“ begutachtete noch einmal die RP. Und viel Applaus registrierte der Anzeiger-Kritiker beim Jahreskonzert des Sängervereins Manfort.

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Leverkusen: Bankrott in sechs Jahren?

Weniger um Politik als vielmehr um Geld geht es nach der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats in Leverkusen heute in Leverkusener Anzeiger und Rheinischer Post: „Nüchterner Blick in die Zukunft“ titelt der Anzeiger in Bezug auf die Antrittsrede des neuen Oberbürgermeisters Reinhard Buchhorn; „Stadtrat kostet 1,4 Millionen €“ rechnet die RP vor und wirft ihre Rechnung von voriger Woche damit über den Haufen.

Es stehe nun gar noch schlimmer um die Finanzlage Leverkusens, führte Stadtkämmerer Rainer Häusler den alten und den neuen Ratsmitgliedern in seinem Etatentwurf für den Haushalt 2010 vor. Anzeiger und RP fassen auch zusammen, wann Leverkusen laut Häuslers Rechnung nun endgültig pleite sei, wenn sich nicht grundlegendes ändere: Nämlich 2015, wenn das Eigenkapital der Stadt restlos aufgebraucht sein wird. Und in der RP erklärt Buchhorn, dass „Leverkusen ein neues Branding“ bekommen müsse. Ulrich Schütz von der RP merkt in seinem Kommentar an, dass in Leverkusen die Lasten wegen der Haushaltssituation weiter steigen, während Nachbarstädte Steuern und Gebühren senken; Rainer Schmidt vom Anzeiger setzt in seinem Kommentar in Sachen Haushaltskonsolidierung Hoffnungen auf das Duo Buchhorn/Häusler.

Wie Eva Lux (SPD) und Friedrich Busch (FDP) zu Leverkusens Bürgermeistern wurden, erläutern Anzeiger und RP auch: Nämlich über eine Liste, die CDU, SPD, FDP und Grüne vorab beschlossen hatten. Bei der RP stolpern wir allerdings über die Anmerkung, dass eine Kandidatenliste von Pro NRW vier Stimmen erhalten habe. Vier Stimmen dokumentiert offiziell auch die Stadt.

Auch die Wahl der Vorsteher der drei Bezirksvertretungen war spannend, wie bei Anzeiger und RP (nur im Print) nachzulesen ist: Rainer Gintrowski (Bürgerliste) setzte sich erst per Los zum Vorsteher des Bezirks I gegen Hermann-Josef Kentrup (CDU) durch. Im Bezirk II nahm der bisherige Vorsteher Heinz-Gerd Bast (SPD) sein Mandat erst gar nicht an. Damit war die Bahn frei für Rainer Schiefer (CDU) als neuen Vorsteher, für Bast rückt SPD-Kollegin Ingrid Geisel in das Gremium nach. Im Bezirk III hingegen recht unspektakulär: Alter und neuer Vorsteher ist Raimund Gietzen (CDU).
Wer lieber einfach nur Bildchen gucken will, für den hält der Anzeiger auch eine Bildergalerie von der Sitzung bereit. Durchaus interessant ist die Bildergalerie mit den Grafiken, die die angespannte Finanzsituation der Stadt illustrieren.

Hoffnung für DyStar in Leverkusen deutet die RP heute an: Zwar liefere Chempark-Betreiber Currenta noch immer keine Energie an DyStar, aber es gebe nun schriftliche Vereinbarungen, die „allerdings bislang nicht unterschrieben worden seien“. Der „Optimismus überwiege“, erläutert die RP mit Verweis auf Quellen bei Currenta vage, fügt aber freilich auch an, dass es auch möglich sei, dass die Einigung noch scheitere. Der Anzeiger weiß indes, dass nicht nur die Frührentner, sondern alle DyStar-Betriebsrentner nach der Insolvenz vorläufig kein Geld bekommen: „Die Firmenrente ist zunächst einmal ausgesetzt“, zitiert der Anzeiger die Mitteilung, die die Bayer Business Services (BBS) dem DyStar-Rentner Jürgen Henrich kürzlich zugestellt habe. Wann der Pensionssicherungsverein einspringe, sei unklar, ebenso, ob es dann weiter die volle Firmenrente gebe.

Die Bayer AG legte heute früh ihre die Zahlen für das dritte Quartal vor und analysiert selbst, man habe die Trendwende geschafft. Tatsächlich liegt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen mit 1,499 Milliarden Euro deutlich über dem Ergebnis im zweiten Quartal und sogar knapp über dem Vorjahreswert. Das Manager Magazin merkt aber auch kritisch an, dass Umsatz und Ebitda nach Sondereinflüssen bei Bayer weiterhin auf Talfahrt seien.

Außerdem: Die RP listet heute in einer Fortsetzungsgeschichte die Ärzte in Leverkusen von A bis M auf, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen. Die Ärzte von O bis Z gibt es dann morgen. Philipp Diewald ist das 1000. Baby, das in diesem Jahr im Klinikum Leverkusen zur Welt kommt, und wird deshalb auch von der RP begrüßt. Die Opladener Stadthalle hat einen neuen Pächter, meldet die RP (nur im Print): Michael Lamm und dessen Agnus Hotel Betriebs- und Beratungs-GmbH Leopoldshöhe haben die Stadthalle von Eigentümer Uwe Fuhrmann gepachtet. Bei einer wilden Knutscherei im Kinopolis aus Anlass des Weltkinotags am Sonntag war der Anzeiger dabei.

Kultur: Den Buchbinder Günter Fiedler stellt die RP in ihrer Kunstnacht-Serie vor.

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OB Buchhorn: So wahr ihm Gott helfe

Nicht so sehr weltbewegende Themen heute in den Leverkusener Lokalzeitungen: Der Leverkusener Anzeiger macht lokal auf mit einer kleinen Reportage über Alkohol in Bussen und Bahnen, nachdem die Polizeigewerkschaft ein Trinkverbot in Zügen anregt. Die Rheinische Post war dabei, als eine Abordnung aus Indien in Opladen an das Unglück in einer Pesitizidfabrik in Bhopal vor 25 Jahren erinnerte.

Bei der achten Leverkusener Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur, kurz „LIKK“, waren Anzeiger und RP live dabei. Ebenfalls mitgefeiert haben Anzeiger und RP beim Fest im Erholungshaus anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Roten Funken in Leverkusen. Bei einer Informationsveranstaltung für Hautkrankheiten am Psoriasis-Welttag in Schloss Eicherhof in Leichlingen war der Anzeiger vor Ort (dazu passt übrigens diese aktuelle Diskussion). Die Fällung einer 100-jährigen Esche an Haus Vorst ist dort ebenfalls festgehalten. Und die RP schaute sich die riesige Luftkarte von Leverkusen an, die seit kurzem den Boden der Grundschule Im Kirchfeld in Lützenkirchen schmückt.

Die RP hat heute auch das Schulterzucken vom neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn zum Fall DyStar im Blatt, von dem wir schon am Samstag im Anzeiger lasen. Dafür gibt es hier auch einen kurzen Kommentar, in dem „LH“ fordert, die Kontaktpflege zwischen Wirtschaft und Politik müsse verbessert werden. Bliebe die Frage, ob und wer sich überhaupt verantwortlich fühlt.

OB Buchhorn hat heute seinen großen Auftritt, gemeinsam mit 68 weiteren Volksvertretern bei der konstituierenden Sitzung des neuen Leverkusener Stadtrats: Die begann um 13 Uhr, und während ich diese Zeilen schreibe, bombardiert uns die RP online geradezu mit Neuigkeiten (dazu auch dies und das und jenes). „So wahr mir Gott helfe“, habe Buchhorn bei seiner Vereidigung geschworen, zum Wohle der Stadt und der Bürger zu arbeiten. Dann wollen wir ihm mal glauben. Die drei Bezirksvorsteher hören auf die Vorsilbe „Rai“: Rainer Gintrowski (Bürgerliste) im Bezirk I, Rainer Schiefer (CDU) im Bezirk II und Raimund Gietzen (CDU) im Bezirk III. Beim Anzeiger ruht still der See… Radio Leverkusen versucht zumindest, mit der RP mitzuhalten und leverkusen.com hat offenbar mit den Zugriffszahlen zu kämpfen.

Jetzt hat sich auch die RP zur Ruhe gelegt, und soeben lese ich bei leverkusen.com: Eva Lux (SPD) und Friedrich Busch (FDP) sind zu den Bürgermeistern der Stadt gewählt worden. So hatte es die RP am Freitag bereits vorhergesagt. Der Anzeiger hechelt online derweil mit Buchhorns Eröffnungsrede hinterher, die den Redaktionen mutmaßlich seit Stunden (mit Sperrfrist) vorliegt.

Zum Schluss noch ein Kultur-Highlight aus dem gedruckten Magazin der Süddeutschen. Dort wird „Fausts Neue“ vorgestellt, und die kommt aus Leverkusen: Ein Interview mit Katharina Lorenz, die an der Wiener Burg derzeit das Gretchen in Goethes Drama spielt – und glänzende Kritiken einheimst. Wie es ihr gelungen sei, das Gretchen „als moderne, selbstbewusste Frau“ zu spielen? Antwort Lorenz: „Ich habe mir erst einmal eine Ukulele gekauft und das Lied ‚Es war ein König in Thule‘ gelernt. Und meine Mutter hat mir das Stricken beigebracht.“

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