Schlagwort-Archive: Innovationspreis

Bodenständig, trotzdem Weltspitze

Werner Wenning, der im kommenden Jahr scheidende Vorstandschef der Bayer AG, ist gestern in Düsseldorf mit dem NRW-Innovationspreis ausgezeichnet worden, Kategorie: „Lebenswerk“. Wissenschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte den gebürtigen Leverkusener als „unermüdlichen Antreiber von Forschung und Entwicklung“, und als jemanden, der „Bodenständigkeit mit Weitsicht und Bescheidenheit mit dem Anspruch, Weltspitze zu sein“ verbinde. Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger widmet Wenning das Porträt auf Seite 2, die Rheinische Post berichtet über die Preisverleihung, bei der auch Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience mit Preis in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet wurde, im Wirtschafts- und im Lokalteil. Außerdem berichten unter anderem sueddeutsche.de, WDR und die Kölnische Rundschau.

Im täglichen Stück zu DyStar im Anzeiger setzt sich heute Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zur Wehr: Er lasse die gekündigten 21 Mitarbeiter, die mit der Insolvenz vor dem Nichts stünden, nicht im Regen stehen, sondern arbeite mit „Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Laubereau gegenüber dem Anzeiger: „Aber wir wollen gerade in dieser schwierigen Situation keine Hoffnungen wecken, die später enttäuscht werden könnten.“

Nach dem „Hickhack“ um die Stadthalle Opladen erkundigt sich der Anzeiger bei Opladener Karnevalsgesellschaften, ob sie dem Vorbild des Komitee Opladener Karneval (KOK) folgen und ihre Veranstaltungen im Haus Fürstenberg vorsichtshalber absagen.

Einen Blick über die Stadtgrenze wagt der Anzeiger, und schaut auf die Pläne der Landesministerien für Justiz sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, an der Rheinischen Landesklinik in Langenfeld eine ambulante Forensik für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufzubauen. Unter anderem Leverkusens Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) habe ich „kritisch“ zu diesen Plänen geäußert, mit Hinweis darauf, dass „die Patienten des Landeskrankenhauses genauso schnell in Opladen sind wie im Stadtzentrum von Langenfeld“.

Mit den Eheleuten Bauer als neuen Bewohnern des „Karrees im Dorf“, für das vergangene Woche der Grundstein gelegt wurde, sprach der Anzeiger. „Wir wollen im mobilen Alter zu Hause ankommen“, erklärt der Lanxess-Angestellte, der gemeinsam mit seiner Frau mit diesem Umzug offenbar sehr langfristige Lebenspläne verfolgt.

Das aus den Baustellen und der neuen Großumleitung resultierende Verkehrschaos in der Opladener Innenstadt fasst die RP zusammen: „Schutzengel hilf!“

Mit der Schweinegrippe macht die RP ihren Lokalteil nochmals auf, hier, ebenso wie bei Radio Leverkusen, taucht die nun doch etwas überraschende Zahl von 3000 Schweingerippe-Fällen auf. Auf so viele Fälle rechnet Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt hoch, nach der möglichen Fallzahl in Leverkusen befragt.

Der Express widmet Leverkusen heute eine komplette Zeitungsbeilage. Als Aufmacher dient die neue Bayer-Medienfassade, dahinter erwartet den Leser, neben vielen Anzeigen speziell für die Leverkusener Leserschaft, Berichte u.a. über die die Bahnstadt Opladen, das NaturGut Ophoven, über die Jazztage sowie ein Interview mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Frage Express: Ist Leverkusen zum Ende ihrer Amtszeit 2015 schuldenfrei? Antwort Buchhorn: „Auf keinen Fall.“

Radio Leverkusen hat den Express offenbar auch schon gelesen und dort möglicherweise auch das Datum entdeckt, an dem die Rathaus-Galerie öffnen soll: Am 24. Februar 2010 soll es soweit sein. Die RP meldet derweil, dass sich eine Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie gegründet habe. Zu Geschäftsführern gewählt worden seien Uwe Gaebel (Saturn), Albert Heuel (Sondermann Brot), Guido Niggemann (Mustang) und Bianca Schirrmeister (Curry Karl), Rechnungsprüfer sei Rainer Schwarz von der Sparkasse Leverkusen.

Einen neuen Vorsitzenden bekomme auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ Leverkusen und Umgebung, meldet die RP: Der vieljährige Vorsitzende Rolf Kunz solle auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 19. November durch seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Gutknecht abgelöst werden – beide sind promovierte Juristen.

Außerdem viele Kulturthemen heute: Von Thomas Dorweilers darstellerischer Leistung als Affe Rotpeter in „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, das die Studiobühne Leverkusen auf die Bühne bringt, ist der Kritiker des Anzeiger, mehr noch die Kritikerin der RP begeistert.
„Wieder einmal rasant, witzig und bunt“ geht es laut Anzeiger bei der neuesten Inszenierung der „Drama-Ticker“ zu.
Beim Konzert des Aaron-Streichquartett im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich im Rahmen der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ hörte ein nicht genannter Kritiker des Anzeiger „spielerische Rasanz“. Die „letzte Zugabe“ des Duos „Kleine & Linzenich“ begutachtete noch einmal die RP. Und viel Applaus registrierte der Anzeiger-Kritiker beim Jahreskonzert des Sängervereins Manfort.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Shoppen und Kino“ in Leverkusen

Dr. Karl-Friedrich Bruder erhält den NRW-Innovationspreis 2009. BILD: Presseservice NRW

Dr. Karl-Friedrich Bruder erhält den NRW-Innovationspreis 2009. BILD: Presseservice NRW

Die gute Nachricht zuerst, sogar mit Bild: Der promovierte Physiker Friedrich-Karl Bruder, in Diensten der Bayer MaterialScience AG, erhält in diesem Jahr den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie Innovation. Das teilt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung unsd Technologie in Düsseldorf mit. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert. Bruder entwickelt mit seinem Team eine neue Grundlage für dreidimensionale und farbige Hologramme auf Basis von Photopolymeren. Seine Forschung sei nicht nur „ein Meilenstein der optischen Technologie“, sondern habe auch „das Potenzial, die Datenspeicherung zu revolutionieren“, so die Begründung: Eine solche „holografische Speicherdisk“ biete Platz für 300 Gigabyte. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete bereits am Samstag auf seiner Land/Region-Seite, auch Monsters and Critics würdigt diese Meldung in seiner Technik-Rubrik. Bayer ist natürlich auch ganz schön stolz. Das Ministerium hält verschiedene Medien zu Dr. Bruder und seinem Team bereit, unter anderem ein Faktenblatt und ein Podcast. Die Verleihung des Preises soll am Montag, 2. November, ausgerichtet werden.

Die Rheinische Post macht nach der Standort-Kampagne von Bayer und Leverkusen die Probe aufs Exempel: Sie befragte Passanten in Wiesdorf, was denn nun das Lebenswerte an Leverkusen sei, wo diese Stadt ihre schönen Seiten habe. Der Kreisverkehr zwischen Kinopolis und Forum gehöre schon einmal nicht dazu, urteilt einer der Befragten. Ansonsten sammelt RP-Reporter Roman Zilles Lob, Tadel und Verbesserungsvorschläge. Ein Mann zeiht die Kampagne der „Augenwischerei“ und verweist auf zwei Freunde, die bei DyStar arbeiteten und nun vor dem Nichts stünden. Zwei jungen Damen gefällt es hingegen durchaus gut in Leverkusen, sie verraten, was sie hier am liebsten tun: „Shoppen und Kino.“ Und die Eheleute Müller aus Opladen fassen angesichts der Freizeitmöglichkeiten zusammen: „Wer in Leverkusen einsam ist, ist selber schuld.“ (Kleiner Hinweis in eigener Sache: Zur Veranstaltungübersicht in der rechten Spalte gesellt sich ab sofort auch ein Link zu youngLev.de, wo Partys in Leverkusen zu finden sein sollen.)
Das passt nicht ganz zum Thema, oder vielleicht doch: Was junge Menschen sonst noch so nach Leverkusen verschlägt, erfährt man recht unvermittelt in dem Beitrag aus dem WDR-Fernsehen über den Film von Günther Wallraff: Der Herr, der ab Minute 9:12 interviewt wird, verrät es.

Apropos Kreisverkehre: Drei „große, gefährliche Kreisel“ als Unfallbrennpunkte im Stadtgebiet stellt der Leverkusener Anzeiger vor. In Opladen seien das der Kreisverkehr am Berliner Platz sowie der „Rennbaumkreisel“, und in Wiesdorf, eben: „Der Kinopolis-Kreisel“.

Dem Fanhaus der Bayer-04-Anhänger in der Lichstraße einen Besuch abgestattet hat der Anzeiger am Samstag. Die „Fanhaus Open“ wurden ab 13 Uhr ausgerichtet in dem Haus, das von Fans unter der Regie der Bayer-04-Fanbetreuung (mit Andreas „Paffi“ Paffrath und Frank Linde) sowie des Fanprojekts Leverkusen (mit Stefan Thomé) gastlich hergerichtet wurde. Das Haus stehe allen Fußballfreunden offen, gleich welchen Alters, betont Linde: „Wir wollen hier ein gemischteres Volk reinbekommen.“

In das Thema Neue Bahnstadt Opladen geradezu verbissen hat sich der Anzeiger: Die letzte Seite informiert heute ausführlich über Bau- bzw. Abrissfortschritt im Süden und Norden des Geländes.

Die ab sofort gültigen Winteröffnungszeiten im Neuland-Park (6 bis 18 Uhr) verkündet heute auch die RP, Stefan Schneider begrüßt die strikte Regelung mit Anzeigen nach den zahlreichen Fällen von Vandalismus in einem Kommentar: „Kein Pardon im Neuland-Park.“

Der WDR hörte sich am Freitag bei einem Autoreifenhändler in Wiesdorf nach der großen Nachfrage nach Winterreifen um.

Beim Festival der Marxistisch-Leninistisch Kommunistischen Partei (MLKP) in der Smidt-Arena war Andreas Born von leverkusen.com mit einer Kamera dabei. Damit aus seinem Besuch bei dieser Bewegung mit türkischen Wurzeln niemand falsche Schlüsse zieht, stellt Born vorsichtshalber einen Link zum Verfassungsschutz dazu.

Kultur: Die Kulturvereinigung Leverkusen gratuliert Petra Clemens und Stefan Lapke zum Kurt-Lorenz-Preis.
Und RP und Anzeiger waren bei einer Art Woodstock-Revival im Saal Norhausen in Rheindorf.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau