Schlagwort-Archive: Integrationsrat Leverkusen

Verdienste um die Integration

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (l.) überreicht das Verdienstkreuz am Bande an Marcella Dorn aus Leverkusen. Bild: Roberto Pfeil, Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (l.) überreicht das Verdienstkreuz am Bande an Marcella Dorn aus Leverkusen.
Bild: Roberto Pfeil, Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Große Ehre für Marcella Dorn: Die Schlebuscherin wurde für ihr Engagement für die Integration ihrer italienischen Landsleute in Leverkusen von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz des Bundes am Bande ausgezeichnet.
Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann überreichte Dorn diese Auszeichnung gestern in Düsseldorf und würdigte in ihrer Rede ihren Einsatz für den Italienischen Familienverein Leverkusen, kurz A.F.I.L., sowie für den Integrationsrat der Stadt Leverkusen, in dem sie in verschiedenen Funktionen tätig war und im Arbeitskreis Frauen weiterhin sehr aktiv ist.

Die vollständige Rede von Ministerin Löhrmann im Wortlaut:

„Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfernung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten“, damit hat der deutsche Gelehrte Wilhelm von Humboldt wohl recht und ich vermute, Marcella Dorn wird ihm zustimmen.
Marcella Dorn kam 1966 als 15-jährige mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Süditalien nach Deutschland zu ihrem Vater, der der Arbeit wegen hier her gekommen war. Sie blieb, heiratete und bekam drei Töchter. Viele Jahre arbeitete sie als Lehrerin für muttersprachlichen italienischen Unterricht und achtete dabei stets darauf, dass Kinder mit Sprachproblemen nicht überfordert wurden. Heute ist Marcella Dorn Dozentin für Fremdsprachen an der Volkshochschule in Leverkusen.

Seit den 1970er Jahren setzt sich Marcella Dorn für die Integration ihrer italienischen Landsleute ein. Seit über 30 Jahren leitet sie den von ihr gegründeten „Italienischen Familienverein Leverkusen (A.F.I.L)“, um den hier lebenden Italienerinnen und Italienern noch besser bei der Lösung sozialer oder schulischer Probleme helfen zu können. Und von ihr organisierte Informationsveranstaltungen und Feste bieten viele Gelegenheiten, sich untereinander auszutauschen. Marcella Dorn war an der Ausarbeitung der ersten Geschäftsordnung des damaligen „Koordinierungskreises zur Integration ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen“ beteiligt – dem heutigen Integrationsrat.

Nach dieser Geschäftsordnung wurde 1982 erstmals der Vorstand des Koordinierungskreises nach demokratischen Prinzipien gewählt – und Marcella Dorn zur stellvertretenden Vorsitzenden. Bis heute setzt sie sich auch im „Arbeitskreis Frauen“ des Integrationsrates für die Verbesserung der Lebensumstände von Migrantinnen und Migranten ein. Zur Förderung des kulturellen Miteinanders von Deutschen und Italienern beteiligte sie sich im Jahr 2000 an der Gründung des Vereins „Deutsch-Italienischer Club Leverkusen e.V.“ und stand diesem Kulturverein zehn Jahre als stellvertretende Präsidentin vor.

Da Marcella Dorn schon immer der Ansicht war, dass Sprache verbindet, regte sie vor über zehn Jahren an, Italienisch als offizielles Unterrichtsfach an Schulen einzuführen – mit Erfolg: Seit dem Schuljahr 2010/11 bietet die Gemeinschaftshauptschule Leverkusen-Neukronenberg als erste Hauptschule in ganz Nordrhein-Westfalen neben Englisch auch Italienisch als zweite Fremdsprache an. Beim Aufbau des Unterrichts wurde die Schule von Marcella Dorn und dem „Italienischen Familienverein Leverkusen“ unterstützt.

Liebe Marcella Dorn, wir sind auf die vielfältigen Beiträge von Migrantinnen und Migranten für unser Gemeinwohl angewiesen. Sie gehören zu denen, die sich in umfassender Weise engagieren und wichtige Strukturen geschaffen haben. Zum Dank dafür überreiche ich Ihnen heute das Verdienstkreuz am Bande.

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DyStar: Den eigenen Laden abwickeln – Stefan Reinartz zur WM?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 5. Februar 2010:
DyStar ist indisch, der Betriebsrat ist enttäuscht. +++ Die Pfarrei Herz Jesu in Wiesdorf plant einen Vorbau für die Kirche. +++ Das Filmfestival „Nahaufnahme“ zeigt Filme zu Migration und Integration. +++ Lokalsport: Die Bayer 04-Kicker vor dem Spiel beim VfL Bochum.
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Kopfüber fällt ein Volkswagen

Der Knüller des Tages in Leverkusen ist heute bundesweit Zeitungen eine Meldung wert (sogar den „Eifelmagazinen“): Unsachgemäß und führerlos verließ am Dienstagmittag ein Fahrzeug das Parkhaus am Klinikum Schlebusch aus dem zweiten Stockwerk. Ein 72-Jähriger hatte beim Einparken einen VW Golf auf dem Parkdeck versehentlich so heftig angestupst, dass der Wagen das Schutzgitter durchbrach und aus einigen Metern Höhe auf den Fußweg vor dem Parkhaus plumpste. Im Polizeibericht ist das so beschrieben: „Kopfüber fiel der Volkswagen auf einen Gehweg.“ Wie mag das ausgesehen haben? Da keine Personen in dem Wagen saßen und auch sonst niemand verletzt wurde, können heute alle recht launig darüber berichten. Nicht einmal Benzin oder Öl liefen aus dem Auto, da langweilten sich sogar die Feuerwehrleute und zogen bald wieder ab. (Was gibt es da viel zu lesen? Hier die Bildergalerie aus dem Anzeiger.)

Keine Langeweile hatten die Brandschützer abends in Wiesdorf: Gegen 23 Uhr brannte eine Wohnung an der Breidenbachstraße „in voller Ausdehnung“, wie das bei der Feuerwehr so schön heißt. Die Wohnung war zum Glück verlassen, verletzt wurde niemand, der Brand war um 0.23 Uhr gelöscht. Zu spät freilich für die heutigen Zeitungen, aber bereits 25 Minuten später berichtete der Leverkusener Anzeiger auf seiner Internetseite. Wie gelingt es dem Anzeiger bloß immer wieder, seine Mitarbeiter derart zu motivieren? Live dabei war auch Radio Leverkusen.

Von einem „verbalen Schlagabtausch“ der Leverkusener Bundestagskandidaten im Pfarrheim St. Maurinus in Lützenkirchen auf Einladung des Kolpingswerkes berichtet der Stadt-Anzeiger. Daten und Zahlen aus dem neuen Leverkusener Stadtrat gibt es hier. Und beim Integrationsrat Leverkusen überlegt man schon, mit wie viel Begeisterung man den Entsandten aus der neuen „Pro NRW“-Ratsraktion empfangen möchte, meldet Radio Leverkusen.

Von einem Treffen zwischen Sport und Wirtschaft im Vip-Raum der Smidt-Arena auf Einladung des Sportpark Leverkusen berichten Anzeiger und RP hier und hier. Mit dabei: Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und Boxlegende Henry Maske.

Von einer guten Aktion des Auto Club Europa zugunsten der Sicherheit von Kindern im Sraßenverkehr berichtet der Stadt-Anzeiger aus einem Kindergarten in Bergisch Neukirchen. Und eine neue Folge der Serie „Fern der Heimat“ ist heute im Anzeiger: Eduardo Arrays ist einer der wenigen nicht fußballspielenden Brasilianer in Leverkusen.

Die RP berichtet (leider nicht online) von einer Schlappe für den Burscheider Autozulieferer Federal Mogul vor dem Solinger Arbeitsgericht am Amtsgericht in Opladen: Die Firma muss Maurice Behrent nach seiner Ausbildung eine Festanstellung über ein Jahr hinaus anbieten. Die derzeitige Krise könne keine Rolle spielen, arbeitsrechtlich entscheidend sei der Stand der Dinge kurz vor Abschluss seiner Ausbildung im vergangenen Januar gewesen – und da hatte FM eine solche Stelle ausgeschrieben und (anderweitig) besetzt.

Die RP vermeldet, dass Ehrenamtler bald in den Genuss kleiner Vergünstigungen kommen sollen. Bayer vermeldet: Die Bayer-Stiftung gründet den „Aspirin Sozialpreis“.

Und schließlich Kultur: In der RP berichtet Monika Klein von der 18. Leverkusener Kulturkonferenz. Und sie stellt den neuen Kaplan für den Pfarrverband Opladen vor: Pater Jacob stammt aus dem südindischen Kerala. (Beides wird den Lesern im Internet leider vorenthalten.) Der Anzeiger schaute bei Künstler Sascha Preuß in der Kunststation im Klinikum vorbei.

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