Schlagwort-Archive: Kautschuk

Straßenausbau zahlen Anwohner

Der Leverkusener Anzeiger legt heute noch einmal nach: Nicht nur Kanäle und Laternen können Anwohner teuer zu stehen kommen, sondern auch der Ausbau der Straßen, an denen sie wohnen, denn: „Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten“. Das beträfe auch den angedachten Ausbau der Ringstraße in Hitdorf. Der Anzeiger kennt auch die 32 Straßen in Leverkusen, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) als „nicht endgültig ausgebaut“ einstufen – was binnen der nächsten zehn Jahre geändert werden solle.
Nicht dabei ist die Elsbachstraße in Opladen, von der die Rheinische Post aber weiß, dass die CDU hier einen „kleinen Ausbau“ befürworte – einen kleineren jedenfalls als die TBL avisiert habe.

Die Bezirksvertretung I will den Jugendhaus-Neubau auf dem Gelände des Bauspielplatzes in Rheindorf, meldet Radio Leverkusen. Eine entsprechende Empfehlung gehe an den Stadtrat.

Die RP erklärt heute in ihrem Lokalaufmacher zu dem Unfall auf der Baustelle für die ECE- „Rathaus Galerie“ nach Abschluss der Untersuchungen, was Anzeiger-Leser schon am Tag nach dem Unfall wussten: Eine fehlende Sicherheitsversteifung habe zu dem Einsturz der Betondecke in der Nacht auf vergangenen Dienstag geführt. Allerdings hat die RP, anders als der Anzeiger, offenbar einen Anwohner aufgetan, der den Einsturz gehört hat: Um 4.22 Uhr habe ihn eine „explosionsartiger Knall“ aus dem Bett gejagt. (Der KStA-Artikel wird bei Google News über die Suche nach der Überschrift übrigens weiterhin nicht gefunden.)

Ein nur kleines Echo erfährt die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter von gestern heute in den Zeitungen: Im Anzeiger finden wir ein Foto nebst kurzem Text auf der ersten Lokalseite, in der RP finden wir nichts; Radio Leverkusen berichtet ausführlicher.

Die Wertpapiere von Lanxess avancieren heute im Wirtschaftsteil der RP zur „Aktie des Tages“. Glückwunsch!
Die FAZ widmet dem „Elastischen Multitalent“ aus dem Hause Lanxess, dem synthetischen Kautschuk, das vor 100 Jahren von Bayer-Chemiker Fritz Hofmann entdeckt wurde, heute einen Artikel auf ihrer dienstäglichen Technik und Motor-Seite.

Der Chempark hilft sechs ehrenamtlichen Projekten in Leverkusen mit jeweils 950 Euro, bei der Spendenübergabe waren Anzeiger und RP dabei. + + + RP und Anzeiger kündigen die Aktion der Leverkusener Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember im Kinopolis an. + + + Und die RP meldet, dass die Stadtverwaltung bis Mitte 2010 alle Sporthallen auf ihre Auslastung und ihren baulichen Zustand überprüfen solle.

Kultur: Schloss und Museum Morsbroich kommen heute in der RP zu Ehren – der Kulturteil berichtet über die Pläne für das Fluxuszentrum (online finden wir den Artikel nicht), der Lokalteil zeigt & erklärt, wie eine neue, begehbare Brunnenskulptur aussehen und funktionieren soll.
Dem Konzert der Chöre der Gemeinden St. Johannes der Täufer und St. Andreas mit Gastmusikern lauschte in Alkenrath der Anzeiger.

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Von der Freiheit des Draufloszeichnens

Die wichtigste Nachricht des Tages zuerst: René Adler hat den Kasten sauber gehalten! Und jetzt in die Niederungen der Bemühungen von uns übrigen Leverkusenern dafür, dass René weiter unbesorgt Bälle halten kann.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, denkt sich Erhard Schoofs von der Bürgerliste und bietet der Presse eine Art Armutsbericht: Er fordert, Stadt und Rat müssen gegen fortschreitende Kinderarmut und gegen zusehends verfallende Wohnungen (Stichwort: Gagfah) vorgehen. Freilich weiß auch Schoofs: Stadt und Rat haben selbst kein Geld.

Gestern soll es, so hört man, Sondierungsgespräche zwischen Bürgerliste und SPD über Verbindendes und Trennendes im neuen Stadtrat gegeben haben. Das Thema Wohnungen könnte so ein verbindendes Thema sein, da aber haben die Sozialdemokraten nun schon einen Vorstoß mit ihrem Lieblingspartner, den Grünen, gewagt: SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Nina Lepsius und Grünen-Ratsherr Gerd Wölwer stellten der Presse gestern einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen für ein neues Wohnungskonzept vor. Leverkusen habe bislang den Trend hin zu mehr Eigentumswohnungen verpasst. Ein Wohnungskonzept sei Aufgabe des Rats, betont Wölwer laut Anzeiger: „Wenn wir das dem freien Markt überlassen, geht das schief.“ Und in der RP ergänzt Lepsius: „Wir haben hier in der Stadt jahrelang viel zu investorenbezogen geplant. Das hat oft zu Widerständen gegen manche Projekte geführt.“

Eine Wohnung weniger gibt es bis auf weiteres jedenfalls in Wiesdorf: In Sachen Wohnungsbrand in der Breidenbachstraße nimmt die Geschichte nun eine möglicherweise kriminelle Wendung. Denn dass da etwas faul sein könnte, nachdem es vor elf Monaten gleich nebenan bereits einen verblüffend ähnlichen Einsatz gegeben hat, hat auch die Polizei bemerkt: „Wir schließen momentan nichts aus“, antwortet eine Polizei-Sprecherin auf die Frage, ob das auch kein Zufall sein könnte.

Der Anzeiger besuchte Cem Özdemirs Wahlkampftour-Auftritt in Wiesdorf, die RP berichtet weniger ausführlich und auch nicht online.

Während ich diese Zeilen schreibe, grübeln die Kollegen von Radio Leverkusen noch über ein kompliziertes Wort: Bislang im Angebot: „profezeit“. Das sah komisch aus, daher nun: „provezeit“. Hm. Es hat auf jeden Fall irgendetwas mit der IHK und mit Firmenpleiten zu tun. Radio Leverkusen berichtet auch von einem „Apell“. Wer auch immer dieser Apell (vielleicht der hier?) sein mag – jedenfalls richtet er sich an die Erstwähler und fordert dazu auf, wählen zu gehen. (Na, Hauptsache ist ja auch, sie können’s schön aussprechen.)

Die RP meldet den Erfolg von zwei weiteren TMD Friction-Gekündigten vor dem Arbeitsgericht. Von dem Prozessauftakt am Landgericht Köln gegen einen Leichlinger, der im August 2008 einen 24-jährigen Solinger am Leichlinger Bahnhof mit 16 Messerstichen lebensgefährlich verletzt hatte, berichten Anzeiger und RP.

Der neue OB hält Wort: Er hat bereits den ersten Job mit echten Perpektiven vergeben. Auf leverkusen.com meldet die CDU-Fraktion, dass Markus Märtens, bisheriger Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen, neuer Büroleiter und persönlicher Referent von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn wird. Also exakt der Job, den Buchhorn von 1999 bis 2004 für den OB Paul Hebbel erledigte.

Noch ein Pfarrer aus fernen Landen in der RP: Nach dem südindischen Pfarrer Jacob in Opladen gestern berichtet Sabine Wotzlaw heute vom Besuch des ugandischen Pfarrers Deusdedit Kirunga in der Realschule an der Wupper.

Nur im Print: Die RP widmet dem Lanxess-Jubiläum „100 Jahre Kautschuk“ (Am 12. 9. 1909 wurde Fritz Hoffmanns Patent für künstlichen Kautschuk angemeldet) eine Themenseite. Titel: „Die Gummi-Revolution“.

Kultur: Anzeiger und RP (nur im Print)berichten von der Ausstellungseröffnung in der Galerie im Forum mit Bildern von Hiltrud Gauf. Frank Weiffen im Anzeiger: „Die Werkschau zeigt Arbeiten, denen die Freiheit des ‚Draufloszeichnens‘ zugrunde liegt.“

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