Schlagwort-Archive: Klaus Hupperth

SPD: Mit „BISS“ Blockade aufbrechen

Mit den Themen Bildung, Inklusion und Soziale Stadt wollen die Sozialdemokraten punkten: Zum Beginn der zweiten Hälfte der laufenden Wahlperiode hat sich die Leverkusener SPD am vergangenen Wochenende zu einer Klausurtagung nach Engelskirchen zurückgezogen, die Ergebnisse der Tagung stellten sie heute den Medien vor. 

[Mit UPDATE 13.11., 16 Uhr: Die CDU antwortet.]

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Hundert Tage Flut

100 Tage schon ist Wiesdorf ein Shopping-Paradies.
Vor 100 Tagen stand ich morgens um 5.30 Uhr auf, um bei den ersten zu sein, die die Rathaus-Galerie um Punkt 6 Uhr stürmen. Noch heute wache ich manchmal um diese Zeit auf und denke voller Panik, in Leverkusen eröffne wieder irgendein Einkaufscenter vor Sonnenaufgang.

Keine Sorge, das passiert so schnell nicht wieder. Es ist Dienstag, 1. Juni – Nachmittag. Was gibt es Neues in Leverkusen?
ECE-Center-Managerin Katrin Becker zieht eine positive 100-Tage-Bilanz: Es gebe „faktisch keine Mieterbeschwerden“. Im Schnitt kämen täglich 35.000 Besucher, mehr als die Hälfte tatsächlich aus Nachbargemeinden, so eine Erhebung von ECE. Der Leverkusener Anzeiger zitiert Becker übrigens mit einer eindrücklichen Metaphorik: Das Haus werde über die Eingänge „sehr, sehr gleichmäßig durchflutet“.

Das illustriert Andrang doch mal anschaulich.
Laut Rheinischer Post fühlt sich „Jamaika Plus“-Ratsmehrheit auch dazu berufen, neue Parkplätze zu schaffen: Auf der immer noch leer stehenden Fläche Ecke Pesch-/Breidenbachstraße. So könne zugleich der untere Teil der City belebt werden. „Aktionismus“, befindet der RP-Kommentator.

Ach ja: Politik.
Die gibt es auch noch, auch die Politiker. Beweis: Die RP befragte einige von ihnen zum Rücktritt von Horst Köhler als Bundespräsident: Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn nötigt dieser Schritt „Respekt“ ab, Parteigenosse und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth erkennt in der Kritik der vergangenen Wochen an dem Staatsoberhaupt gar ein „Phänomen der Verrohung“ und sieht die Demokratie in der Krise. Und sein SPD-Kollege Walter Mende spricht von einem „Blackout“ Köhlers und erinnert an den Ausspruch mit der „Küche“ und der „Hitze“.

Das „Phänomen der Verrohung“ hatten Beobachter zuletzt doch auch im Leverkusener Rat beobachtet.
Darauf nimmt Hupperth durchaus Bezug: „In Bund, Land und auch bei uns in der Stadt“ greife dies derzeit um sich.

Apropos – gibt es eigentlich Neues von der Stadthalle in Opladen?
Dort bewegt sich alles im Rahmen eines ordentlichen Rechtsstreits. Naja, mehr oder weniger: Offenbar muss ein Sicherheitsdienst darüber wachen, dass aus dem Komplex mit den ungeklärten Pachtverhältnissen nicht unrechtmäßig Inventar entwendet wird.

Wo wir schon in Opladen sind: Gibt es neue Bombenfunde?
Nein, aber die RP hat zumindest einen Unternehmer gefunden, der zwar namentlich nicht genannt werden möchte, aber bereit ist, zu erklären, dass ihm eine Investition auf dem Bahnstadtgelände „zu heiß“ sei wegen der Gefahr weiterer Bombenfunde.

Will dieser Unternehmer vielleicht einfach den Preis drücken?
In der RP steht zumindest, der ungenannte Unternehmer habe vorher schon Abstand von einer Beteiligung an der Ausschreibung des Bahnstadt-Grünzugs genommen, weil es ihm „eine Nummer zu groß“ sei.

Was gibt es vom Sport?
Eine Überraschung! Der Anzeiger berichtet recht ausführlich über die Jahreshauptversammlung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

Was daran ist überraschend?
Die Versammlung begann zu einem Zeitpunkt, zu dem der Lokalteil eigentlich bereits gedruckt wird. Die RP, die auch lokale Ereignisse nötigenfalls noch spät abends unterbringen kann, bietet heute nur eine kurze Meldung und verweist auf eine ausführliche Berichterstattung morgen. Beide Zeitungen wissen aber immerhin von dem Fehlbetrag von 650.000 Euro für das Jahr 2009 in der TSV-Kasse, den der Vereinsvorsitzende Klaus Beck verkünden musste. Für die Ballsportarten müssten fremde Mittel herbeigeschafft werden.

Was machen denn die TSV-Sportler so?
Läufer Robin Schembera missriet die Premiere bei einem Wettbewerb in Hengelo hinter den Erwartungen, Mehrkämpferin Jennifer Oeser schaffte in Götzis die EM-Norm. Neuigkeiten deuten sich auch bei der Bayer 04 Fußball GmbH an: Der RP verriet Stürmer-Ikone Ulf Kirsten, dass Einigkeit bestehe über seine Vertragsverlängerung als Trainer der Zweiten Mannschaft.

Und was machen die Leverkusener Kultur-Ikonen?
„Höhner“-Frontmann Henning Krautmacher zumindest lebt längst in Pulheim, was Frank Weiffen aber nicht davon abhielt, bei ihm einen Lauschangriff zu starten. Er stößt dort erst auf ein „Hohn“ im Bademantel – und anschließend auf ganz viele Beatles-Tonträger. Krautmachers Bekenntnis dazu: „Alles, was ich musikalisch gemacht habe, geht auf die Beatles zurück!“

Was gibt es sonst von der Kultur?
Vom Auftaktkonzert der Musikschul-Stiftung berichtet heute die RP. Und kündigt das Festival der Freien Theater Leverkusen „Freispiel“ im Forum an, das heute Abend mit einer improvisierten Inszenierung von „Hamlet“ durch das W.Erk-Theater beginnt (20 Uhr).

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ECE: „Jammern gehört ins Archiv“ – Rettung für die Werkselfen?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 4. Februar 2010:
Noch 22 Tage bis zur Eröffnung der ECE Rathaus-Galerie in Wiesdorf. +++ Der DyStar-Verkauf an Kiri ist vollzogen. +++ Heute letzte Lesung in der Buchhandlung Zentral Antiquariat. +++ Lokalsport: Fusionieren die Bayer-Werkselfen mit einem Zweitligisten?
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Ministeriale Würden für das KAW

Das Kulturausbesserungswerk ist feierlich eröffnet, und das mit christdemokratisch-ministerialen Würden. Erhard Schoofs sieht nach dem Fall Rossmann den Ruf der Wirtschaftsförderung Leverkusen beschädigt. Und in Leverkusens Nachbarkommunen machen Planungen zu einem Radweg auf der Balkantrasse Fortschritte.
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Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

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Trendwenden & „normale Fluktuation“

Zustimmung ist der Bayer AG heute in den Zeitungen sicher für die Quartalszahlen, die der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning gestern unter dem Motto „Trendwende geschafft“ bekannt gab. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Postberichten jeweils regional (hier und hier) und überregional (hier und hier) – und allseits werden die guten Ergebnisse in der Pharmasparte und in der Kunststoffsparte Bayer MaterialScience gelobt, während die Pflanzenschutzsparte CropScience offenbar eher schwächelte. Den interessanten lokalen Aspekt, die Gespräche zu einer neuen Standortvereinbarung, nimmt die RP etwas genauer unter die Lupe: Die aktuelle „Standort- und Beschäftigungssicherung“ läuft zum 31. Dezember aus, danach könnte Bayer wieder „betriebsbedingt“ Mitarbeiter kündigen. Aber Wenning und Bayer-Gesamtbetriebsratschef Thomas de Win bestätigen gegenüber der RP „Sondierungsgespräche“ für eine neue Vereinbarung. Wenning: „Das, was wir an Jobanpassungen zu realisieren haben, werden wir über die normale Fluktuation hinbekommen.“

Eine Trendwende auch bei DyStar meldet soeben RP Online: Currenta liefere wieder Energie, die Produktion laufe derzeit an. Update: Auch der Anzeiger meldet das nun.

In der Leverkusener Lokalpolitik gibt es möglicherweise auch eine Art Trendwende: Erhard Schoofs, Big Boss der Bürgerliste, bastelt nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem bürgerlichen Lager CDU und FDP nun offenbar an einem linken Bündnis. Gemeinsam mit SPD, OP, Grünen und der Linken, die es exakt auf die notwendigen 35 Stimmen für eine absolute Mehrheit im Rat brächten, wolle man sich Sachfragen widmen, heißt bei Anzeiger und RP. Von einer verbindlicheren „Koalition“ ist freilich gar keine Rede, außerdem hegen Schoofs und Parteikollege und Ex-Bürgermeister Karl Schweiger bereits den Verdacht, dass mittelfristig doch wieder eine große Koalition zwischen CDU und SPD die Stadt regiere: Sie glauben, die beiden Parteien wollten nur die Landtagswahl im Mai abwarten.
Der Artikel im Anzeiger beleuchtet das bislang nur von der RP geschilderte Scheitern der Verhandlungen zuwischen Bürgerliste mit CDU und FDP übrigens neu: Schoofs zufolge seien die Gespräche gut verlaufen, solange die CDU-Vorsitzende Ursula Monheim diese geführt habe. Erst als die in Urlaub ging und man Klaus Hupperth gegenübersaß, seien die Gespräche ins Stocken geraten: „Erkennbar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“ habe Hupperth gehabt. Dabei ist der doch Katholik.

Die neuen Vorsitzenden für elf Fachausschüsse für den Stadtrat gibt der Anzeiger bekannt: Finanzausschuss – Thomas Eimermacher (CDU); Bau- und Planungsausschuss – Peter Ippolito (SPD); Bürger und Umwelt – Karl Schweiger (Bürgerliste); Betriebsausschuss KulturStadtLev – Roswitha Arnold (Grüne); Betriebsausschuss Sportpark – Christopher Krahforst (CDU); Rechnungsprüfungsausschuss – Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP); Wahlprüfungsausschuss – Hermann-Josef Kentrup (CDU); Personal- und Organisationsausschuss – Christine Richerzhagen (CDU); Schulausschuss – Hans Klose (SPD); Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren – Ingrid Geisel (SPD); Ausschuss für Anregungen und Beschwerden – Dieter März (SPD).

Die Kassen füllen sollen der klammen Stadt ungehorsame Autofahrer. So zumindest hofft das laut RP Stadtkämmerer Rainer Häusler, der die Strafzettel-Vorgaben für 2010 an die motorisierten Verkehrsteilnehmer schon formuliert: 950.000 Euro sollen Falschparker mittels Knöllchen zum Haushalt 2010 beitragen, weitere 750.000 Euro sollen stationäre Tempomessungen einbringen, immerhin noch mit 450.000 Euro kalkuliert Häusler aus Verwarnungen im „fließenden Verkehr“.

Leverkusen beteiligt sich an einer Verfassungsklage des Städtetags NRW, meldet der Anzeiger: Die Stadt will vom Land mehr Geld für die Umsetzung des vom Land beschlossenen Kinderförderungsgesetzes. Der Anzeiger übersetzt das Ansinnen der Stadt so: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Vom Kampf des Rheindorfer Frührentners Thomas Heusner gegen die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ, berichtet die RP. Trotz einer nur äußerst knappen EU-Rente wolle ihn die GEZ nicht von den Rundfunkgebühren befreien. Nun klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Große Hoffnung auf Erfolg hat er nicht, aber er handelt aus Überzeugung: „Ich sehe nicht ein, dass die Schwachen Thomas Gottschalk und hochbezahlte Fußballprofis bezahlen.“

Apropos Fußballprofis: Entwarnung gibt die RP in Sachen Bayer-04-Trikot: Das Shirt für Fans der Werkskicker sei laut Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink „gesundheitlich unbedenklich“. Bayer 04 hatte das Trikot bei der Analyseabteilung von Currenta untersuchen lassen, nachdem die Stiftung Warentest jüngst vor Giftstoffen in den Trikots namhafter Bundesligamannschaften warnte.

Bei der „User-Conference“ bei der Firma Lux Elements an der Schusterinsel in Opladen, zu der rund 100 Geschäftspartner aus aller Welt kamen, schaute der Anzeiger vorbei. Die Firma produziert Schaumplatten, mit denen Bäder und Badelandschaften gestaltet werden. „Uns ist es egal, wie wir unsere Platten schneiden oder wie dick die Säulen sind“, darf Geschäftsführer Rolf Longrée in dem Artikel erläutern.

Karten für die Frauenfußball-WM 2011 sind ab morgen erhältlich, melden Anzeiger und RP unisono. Von Neugliederungen der Seelsorgebereiche in Leverkusen im Rahmen der Strukturreform im Erzbistum Köln berichtet die RP. Bei einer Rettungsübung der Polizei mit Hubschrauber am Rhein bei Hitdorf schaute der Anzeiger zu. Neue Lernprogramme für den Klimaschutz hat der Anzeiger auf dem NaturGut Ophoven kennen gelernt. Die Altstadtstraße in Opladen ist ab dem Wochenende wieder Einbahnstraße, meldet der Anzeiger. Die Leverkusener Ärzte, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen, von O bis Z hat die RP heute, wie versprochen, im Blatt. Die A3 wird im November zwischen Leverkusen und Köln wegen Brückenbauarbeiten gleich zweimal voll gesperrt, entdecken wir bei leverkusen.com: An den Wochenenden 6. bis 9. und 20. bis 23. November. Schon wieder Neues von der Stadthalle Opladen, wo es offenbar Streit gibt um 100.000 Euro Pacht, weiß die RP.

Kultur: Die RP stellt vor der Kunstnacht (aber nicht in ihrem Kunstnacht-Serienformat) den Leichlinger Künstler Winfried Gille vor, der Engel in der Wiesdorfer Herz-Jesu-Kirche ausstellt.

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Buchhorn vor vollendeten Tatsachen

Das wurde Zeit: Im Leverkusener Anzeiger ist dokumentiert, wie der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn daran erinnert wird, dass vielleicht nicht die Frage nach den Mehrheiten im Stadtrat die drängendste in Leverkusen ist. Auf „Vorwürfe aus der Bürgerschaft“, er bleibe nach der DyStar-Pleite tatenlos, antwortet Buchhorn (Wahlslogan: „Arbeit schafft Sicherheit“) ähnlich schulterzuckend wie schon Amtsvorgänger Ernst Küchler sowie viele andere Politiker bei vergleichbaren Anlässen: „Die Politik ist vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“ Aber „um Schadensbegrenzung“ werde er sich bemühen, versichert Buchhorn laut Anzeiger. Radio Leverkusen hat das ganz ähnlich verstanden.

Um sich selbst drehen darf sich die Politik vor der konstituierenden Ratssitzung noch ein bisschen in der Rheinischen Post (nicht online): Eine gemeinsame Liste für die verschiedenen zu vergebenden Posten am Montag sei zwar „noch nicht durch“, aber die Fraktionschefs von CDU und SPD, Klaus Hupperth und Walter Mende, äußern sich optimistisch, dass das bis Montag klappe.

Ein positives Fazit für den privaten Ordnungsdienst „Wisag“, dem von der Politik auf Probezeit beschlossenen Nachfolger für die „Citystreife“, zieht Klaus Eitner im Anzeiger. Der zuständige Abteilungsleiter im Rechts- und Ordnungsamt glaubt, nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger habe sich verbessert, auch objektiv könne man zählbaren Erfolg vorweisen. Als Beleg zählt Eitner eine Anzahl von Anzeigen auf, die der Ordnungsdienst erstattet habe: Darunter 42 Anzeigen wegen verbotenen Schwimmens im Stöckenbergsee in Hitdorf, sowie 14 gegen Wildpinkler. Die Probezeit für „Wisag“ endet am 31. Dezember 2009.

Apropos Sicherheit, das haben wir erst gestern entdeckt: Der Sicherheitsexperte, der Mitte vergangener Woche mit der Empfehlung erst deutschlandweit und längst auch weltweit Schlagzeilen machte, die Deutsche Fußballnationalelf sollte bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2010 in Südafrika besser schusssichere Westen tragen und viele Leibwächter dabei haben, ist aus Leverkusen: Günter Schnelle von der Sicherheitsfirma BaySecur hatte dieses Bewerbungsschreiben gegenüber der Sport Bild abgegeben, mit dem er sich wohl auch für die Teilnahme an der WM qualifizieren wollte.

Bei TMD Friction, ehemals Textar, gibt es schon wieder etwas zu holen: Diebe, die offenbar kistenweise Bremsbeläge aus der Fixheide abtransportiert hatten, hat die Polizei laut RP auf frischer Tat ertappt.

Und ansonsten gibt es viel Kultur: Eine „begeisternde“ Inszenierung des Musicals „The Sound Of Music“ durch die Volksbühne Bergisch Neukirchen haben die Kritiker von RP und Anzeiger in der Festhalle Opladen gesehen. (Die Premiere heute ist bereits ausverkauft, nächste Aufführungen sind morgen, Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, Samstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 1. November, 18 Uhr.)
Die RP meldet, dass der von der Bayer Kulturabteilung mit dem „stART“-Programm geförderte Musiker Hardy Rittner für seine Brahms-Einspielung „Early Piano Works“ geehrt wurde: In Berlin erhielt er den Echo-Klassik-Preis als „Nachwuchskünstler 2009“.
Außerdem werden heute wieder zwei Leverkusener Künstler vorgestellt: Alfred Prenzlow im Anzeiger und Rolf Wetter in der RP (nicht online).

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Neues vom Prinzip Hoffnung

Showdown auf Seite C2: Die Rheinische Post ballert dort bevorstehende politische Personalentscheidungen in Leverkusen nur so raus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth verrät der RP: Grüne und SPD könnten sich den Posten des ersten Bürgermeisters teilen, Eva Lux (SPD) die ersten, Roswitha Arnold (Grüne) die zweiten 2,5 Jahre das Amt bekleiden. Das Vorschlagsrecht für den Posten des zweiten Bürgermeisters trete die CDU an Juniorpartner FDP ab, die habe bereits den Opladener Ratsherrn Friedhelm Busch nominiert.
Auch in den Stadtbezirken deuten sich laut RP Änderungen an: Raimund Gietzen (CDU) bleibe Vorsteher im Bezirk III, im Bezirk II solle Rainer Schiefer (CDU) Heinz-Gerd Bast (SPD)* als Vorsteher ablösen, Bezirk I scheine an die SPD zu gehen.
Im Stadtrat wolle das Bündnis von CDU, FDP und OWG-UWG, dem vier Stimmen zur Mehrheit fehlen, „weitgehend gemeinsam arbeiten und abstimmen“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende kommt zu Wort: Die SPD werde „keine Politik der verbrannten Erde betreiben“ – wenn CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vernünftig auftrete und versöhne „statt zu spalten“ (selig sei Johannes Rau). Heute wollen sich SPD und CDU auf gemeinsame Wahllisten einigen – um ein „Polit-Drama“ am Montag im Rat zu vermeiden, wie die RP schreibt.

Hupperth darf auch noch einmal betonen: „Unsere Verhandlungen mit der Bürgerliste sind an Schoofs gescheitert.“ Und Ulrich Schütz holt im Kommentar dazu die schwersten Geschütze hervor, die bei der RP bereit stehen: „Klaus Hupperth ist Katholik“, beginnt er und zeichnet einen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der wie ein milder Samariter noch einmal auf Bürgerliste und Erhard Schoofs zugegangen – und wieder enttäuscht worden sei: „Es hat einfach keinen Sinn mit ihm“, resümiert Hupperth, der laut Schütz doch „das Prinzip Hoffnung schon vom Glauben her im Herzen“ führe.

Das Prinzip Hoffnung gilt auch weiterhin für die DyStar-Mitarbeiter. Weitere unerfreuliche Folgen der DyStar-Pleite erläutert der Leverkusener Anzeiger an einem prominenten Beispiel: SPD-Ratsherr Ferdinand Feller ist seit zwei Jahren DyStar-Vorruheständler und erhält nun nicht mehr seine im Auflösungsvertrag vereinbarte monatliche Ausgleichszahlung. So wie er seien sicher viele andere Frührentner betroffen, mutmaßt Feller. Was den Industriemeister besonders ärgert: „Vom Unternehmen gibt es bis heute keinerlei Information“, zitiert ihn der Anzeiger.

Stärker zur Kasse bitten will der Sportpark Leverkusen laut RP die Leverkusener Vereine: Weil von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) statt 6,5 nur 3,2 Millionen Euro geflossen seien und zudem die Zahl der Badbesucher hinter den Erwartungen geblieben sei, stehe beim Sportpark für das laufende Geschäftsjahr nun ein Minus von 364.000 Euro zu Buche.

Großes Thema bei Anzeiger und RP ist der Impfstoff für die Schweinegrippe, der morgen in Leverkusen ankomme und mit dem zunächst Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr versorgt werden sollen. Mitte November beginne dann die Impfung für die Bürger, teilte Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt auf einer Pressekonferenz mit. Die RP hat sogar gleich zwei Artikel zum Thema im Blatt, auf Seite C4 heißt die Schweinegrippe „neue Grippe“.

Zum 90. Geburtstag gratuliert der Anzeiger kurz Walter Bauer, der einst als Leverkusener Oberstadtdirektor von 1963 bis 1975 die Neugestaltung der Leverkusener City mitprägte.

Der einzige RP-Artikel, der es heute ins Internet geschafft hat, ist die Recherche nach Winterreifen in Leverkusen. Ergebnis: Fast keine mehr da, Bestellungen würden von den Händlern derzeit nur „ohne Termin“ angenommen. (Nachtrag: Ein paar mehr RP-Artikel sind jetzt auch online und auch hier verlinkt)

Der Anzeiger macht seinen Lokalteil heute mit einem Chemie-Workshop in den Ferien für Schüler bei Lanxess auf: „Gymnasiasten experimentieren mit Kautschuk.“

„Drastisch gesunken“ sei in Leverkusen in 2009 bislang die Zahl der Baugenehmigungen, berichtet Susanne Trösser vom Rheinischen Immobilienservice der RP. Ursache: Die Wirtschaftskrise. Klaus Seggewiss von der städtischen Bauaufsicht und Klaus Schuster von Bauunternehmen Paeschke sehen das hingegen nicht so dramatisch.

Zum Welt-Psoriasis-Tag richtet eine regionale Selbsthilfegruppe am Sonntag in Schloss Eicherhof in Leichlingen einen Informationstag zu Hautkrankheiten aus, kündigt der Anzeiger mit einem Porträt der Gründerin der Selbsthilfegruppe, Christine Schüller, an.

Bei einem Ausdauertest für Anwärter auf eine Ausbildung bei der Feuerwehr Leverkusen auf dem Sportplatz Birkenberg war die RP dabei. Feuerwehrausbildungsleiterin Bärbel Wiechert: „Der Ausdauerlauf ist der Knackpunkt.“

Von Opladen in die Fixheide in ehemalige Gaststätte Gaskessel zieht der Farbhandel „Rheinland Color“, meldet die RP.

Kultur: Die RP schaut auf die Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur (LIKK), die am Samstag mit 23 Bands in elf Kneipen und einem Bus Opladen und Wiesdorf beschallt.
Der Anzeiger wirft einen Blick auf die „Kunst in Schlebuscher Schaufenstern“.

*Korrektur: Natürlich gehört Heinz-Gerd Bast der SPD an, nicht der CDU – ich bitte, den Irrtum zu entschuldigen!

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Kultur in der BayArena?

Gestern noch im redaktionellen Teil, heute klingelt bei den Verlagen die Kasse: Jeweils auf Lokalseite drei, unten, präsentieren die Lokalteile von Leverkusener Anzeiger (Version „Bayer@Leverkusen“) und Rheinische Post (Version „Entdecken@Leverkusen“) eine Anzeige der „Bayer-und-Leverkusen“-Imagekampagne. Bei der RP übrigens auch schon online.

Eine neue schlechte Nachricht aus dem Chempark hat der Anzeiger: Das Textilchemie-Unternehmen Tanatex streicht rund ein Viertel aller Stellen. Ganz exakt handelt es sich offenbar um 21 (von insgesamt 94) Stellen, die wegfallen. Geschäftsführer Ingo Notz betont gegenüber dem Anzeiger, mit dem Betriebsrat sei ein Sozialplan ausgehandelt, der Abfindungen sowie „ein Angebot zur beruflichen Neuorientierung“ vorsehe. Das alles wurde aber offenbar schon vor der Türe besprochen: „Die Gefeuerten durften gerade noch ihre privaten Sachen mitnehmen. Dann wurden sie hinausbegleitet“, beschreibt ein Tanatex-Mitarbeiter den prosaischen Akt der Entlassung. Möglicherweise gibt es, das vermuten Angestellte laut Anzeiger, einen Zusammenhang zur Insolvenz bei DyStar, das von Tanatex beliefert wurde. Allemal interessant ist der „Werdegang“ von Tanatex: Wie DyStar einst unter dem Bayer-Dach, wurde es zunächst mit Lanxess ausgegliedert, dort 2007 wiederum abgestoßen und gehört nun dem Amsterdamer Finanzinvestor Egeria. Und ein großer Anteil der 600 Millionen Euro, die Egeria über einen Fonds in Tanatex gesteckt habe, stammt laut Anzeiger von der Familie Brenninkmeyer, bekannt als Betreiber von „Charmant & Attraktiv“, kurz: „C&A“.

Vor dem heutigen Heimspiel der Bayer-Kicker gegen den 1. FC Nürnberg dreht die RP den Ärger der Stadion-Anwohner redaktionell weiter – und lässt die lokale Politprominenz zu dem Thema zu Wort kommen. Da ist Walter Mende natürlich nicht weit, wir zitieren aber Grünen-Chefin Roswitha Arnold, die das Problem wohltuend entspannt betrachtet: „Für einen Nachmittag oder für drei Stunden kann man als Anwohner eine solche Situation auch mal ertragen.“ Bereits gestern hatte die RP Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zitiert, der offenbar ebenfalls unglücklich mit dem Verkehrskonzept der Stadt ist. Interessant ist freilich der letzte Satz, dessen Inhalt bereits gestern im Imagekampagnen-Artikel in einem Nebensatz versteckt war – und der neuen Zündstoff liefern dürfte: „Bayer kündigte jetzt an, dass in der BayArena auch kulturelle Großveranstaltungen laufen sollen.“

Apropos Kultur: Heute steigt auch die RP in die Diskussion um den Erweiterungsbau für das Museum Morsbroich ein und fragt: „Wird ein alter Traum wahr?“

Die RP hat Bayer-Vorstandsmitglied Wolfgang Plischke auf ihr rotes Sofa gesetzt und mit ihm über dies und über das geplaudert. Plischke verrät zum Beispiel: „Ich kann sagen: Wir haben mehr als das Thrombosemittel Xarelto in der Pipeline.“ Donnerwetter! Freilich verrät das Chempark-Besucherschildchen am Revers von RP-Redakteurin Ludmilla Hauser, dass nicht Plischke Gast auf dem RP-Sofa, sondern RP und Sofa Gast bei Bayer waren. Wir gratulieren.

Der Anzeiger interviewt den neuen SPD-Fraktionsgeschäftsführer Christian Dohmen und stellt ihm – die berühmten fünf Wie-Fragen.

Die RP druckt ein paar ihrer Leserkommentare aus dem Netz zum jüngsten Testlauf der Bayer-Medienfassade. Ein Leser etwa schreibt dort: „Sehr schön. Freue mich schon auf die Weltmeisterschaft *grins* Rudelgucken?“

Vom „langsamen Sterben der Birnbäume“ erzählt der Anzeiger: „Schuld ist der so genannte Birnengitterrost.“

Ein Klassenausflug nach Jünkerath in der Eifel endete für 14 Viertklässler der Gezelinschule in örtlichen Krankenhäusern, melden Anzeiger, RP und Radio Leverkusen: Nachts klagten sie über Übelkeit und Bauchschmerzen, eine Diagnose liegt noch nicht vor.

Zu Hause ist es immer noch am schönsten, einen kleinen Lobgesang auf das NaturGut Ophoven finden wir im Internet.

Kultur: Der Anzeiger war bei einer offenbar beängstigend realistisch in Szene gesetzten Inszenierung des Schauspiels Essen im Erholungshaus zum Thema „Flüchtlinge“. Und stellt den surrealistisch arbeitenden Künstler Roman Ploenes vor.

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Religiöser Eifer, zeitgemäß

Heute zuerst Kultur: Frank Weiffen hat für den Leverkusener Anzeiger mit Katharina Lorenz gesprochen, der Leverkusenerin, die seit kurzem am Burgtheater Wien höchste Schauspielerweihen empfängt: Als Gretchen in Matthias Hartmanns Faust-Inszenierung wurde sie soeben sehr gelobt, eine der begeistertesten Kritiken kam von der Frankfurter Rundschau:

„Katharina Lorenz ist dagegen [gegen Tobias Moretti als Faust] eine Sensation. Wahrscheinlich ist das die zugleich zeitgemäßeste und textnaheste Interpretation des Gretchens seit langem. Diese auch mit zerzaustem Haar schöne, etwas hölzerne Frau hat ein modernes weibliches Selbstbewusstsein. Selbst ihr Eifer für die Religion wirkt ganz zeitgemäß.“

Im Interview mit dem Anzeiger verrät die 30-Jährige, deren Schauspielkarriere einst beim Jungen Theater Leverkusen unter Bernd Vossen begann, wie wichtig der erst kürzlich verstorbene Theaterregisseur Jürgen Gosch für ihre Karriere war: „Ich kannte ihn aus meiner Zeit in Düsseldorf, Hannover und Berlin sehr gut. Er kannte mich. Wir sind einen sehr weiten Weg gemeinsam gegangen.“ Gosch hatte ihr bereits früher die Rolle des Gretchens zugedacht. Leider ist das Interview in der Online-Fassung nur recht mühsam lesbar, da sich Fragen und Antworten im Schriftbild nicht voneinander abheben.

Wie hältst du’s mit der Natur und ihrer Pflege?, müssen sich die Technischen Betriebe Leverkusen fragen lassen: Den vom Umkippen bedrohten Ophovener Weiher in Steinbüchel hat Werner Röder für den Anzeiger besucht. 10 Millionen Euro würde eine notwendige Sanierung des beliebten Sees kosten. Da muss man schon wirklich davon überzeugt sein.

Hier ein Fundstück aus dem Wupper-Fischer-Blog: Der Wupperverband verspricht „mehr Bewegungsfreiheit“ für die Wupper: Im Bereich Rehbockanlage begann der Verband mit einer „naturnahen Umgestaltung der Wupper“. Dazu werden auf eine Länge von 550 Metern Natursteine, die dort als Begrenzung eingesetzt worden waren, wieder entfernt.

Im Anzeiger kommentiert Rainer Schmidt die Pläne der Grünen, nachdem sie „Jamaika“ eine Absage erteilt haben. Die Grünen selbst, mutmaßt er, würden nicht daran glauben, dass ein Bündnis mit SPD, Bürgerliste und Pro Opladen über die gesamte Legislaturperiode halten kann. Und so könnte über kurz oder lang dann doch wieder eine Große Koalition zwischen CDU und SPD im Leverkusener Rat regieren. Die RP hat einige Stimmen dazu gesammelt: CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth gesteht, dass die Entscheidung der Grünen „ein Rückschlag“ sei, und Gerd Wölwer von den Grünen wird über die CDU so zitiert: „Die haben den Knall noch nicht gehört. Ohne eine echten Neuanfang werden die in den nächst fünf Jahren nichts auf den Zettel bekommen können.“.

Die RP hat sich bei Taxifahrern in Leverkusen umgehört, nachdem fünf von ihnen in den letzten Wochen Opfer von Überfällen wurden.

Heute stellt die RP den SPD-Kandidaten zur Bundestagswahl vor: Gesundheitsexperte und Fliegenträger Karl Lauterbach. Der Polit-Promi unter den Leverkusener Kandidaten gesteht, dass er es bisweilen „deprimierend“ findet, wenn ihm Leute sagen, sie gingen nicht wählen: „Das sind oft die, die von Reformen am meisten Nutzen tragen würden.“

Mit dem „Grünen Band“ und einer Prämie über 5000 Euro ausgezeichnet wurde der TSV Bayer 04 Leverkusen für seine erfolgreiche Konzeption des Behindertensports.

Über zunehmenden Parkdruck und die Parkregelung für Anwohner der Friedrich-Knorr-Straße in der Kolonie III berichtet der Anzeiger. Fortschritte für das Verkehrskonzept für Hitdorf im Bezirk I vermeldet die RP.

Von der Razzia gegen die Glücksspiel-Mafia in 15 Städten berichten Anzeiger, Radio Leverkusen und RP: Auch eine Wohnung in Leverkusen wurde dabei durchsucht.

Radio Leverkusen zitiert das Wirtschaftsinstitut Prognos, das Leverkusen unter den Top Ten der Städte sieht, die auf aussichtsreiche Zukunftsbranchen setzen. Und das ganz ohne Umsetzung des Wirtschaftskonzeptes „Leverkusen 2020“.

Und schließlich noch einmal Kultur: Von der tänzerischen Umsetzung von „Alice im Wunderland“ durch die Compagnie de Stilte aus Breda im Rahmen des Theaterfestivals „Spielarten“ im Forum schwärmen Anzeiger und RP. Und auch die Aufführung des „Kaufmann von Venedig“ durch die Shakespeare-Company Bremen im Erholungshaus hat beiden Rezensenten gut gefallen.

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