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Schmickler & Co spielen für das Buch-Antiquariat

Musiker für das Zentral Antiquariat

Wolfgang Müller-Schlesinger, Wilfried Schmickler (v.l., beide „Egal 88“), Klaus Montag („LYS“) und Buddy Sacher („Das Wüste Gobi“) freuen sich auf das Benefiz-Konzert für das Zentral Antiquariat am 18. Mai im KAW.

Ein ganz verschiedenartiges Line-up bietet das Kulturausbesserungswerk heute Abend ab 19.30 Uhr auf: Rocktheater, Hip-Hop oder Psychedelic – da dürfte für jeden Freund moderner Musik des 20. und 21. Jahrhunderts etwas dabei sein. Anlass für die ungewöhnliche Zusammenkunft auf der KAW-Bühne: Das Zentral-Antiquariat, die kleine Buchhandlung an der Wiesdorfer Lichstraße, benötigt Hilfe. Nicht allein, dass das Geschäft mit Büchern für Buchhandlungen nicht nur in Leverkusen zuletzt eher schleppend läuft. Überdies hat ein Wasserschaden zu Jahresbeginn ein paar der antiquarischen Schmuckstücke in Mitleidenschaft gezogen, zum Teil vollständig zerstört, und einen Schaden in vierstelliger Höhe verursacht.

Besonders gespannt dürfen Musikliebhaber auf die legendäre Kultband „Egal 88“ um Frontmann Wilfried Schmickler sein: „Wir haben uns überlegt, was man machen kann, um einen Abend für ein Antiquariat zu gestalten“, erläuterte Schmickler, „und wir schlagen nun eines der ältesten Kapitel im Buch der Leverkusener Musikgeschichte auf“. Zwar gebe es Bands, die älter seien – „aber dafür ist ‚Egal 88‘ die Leverkusener Band, die es am längsten nicht mehr gibt.“ Für eine halbe Stunde wird die Band aus den 70ern beinahe in Originalbesetzung mit Schmickler (Gesang), Michael Meierjohann (Gitarre), Friedel Benjamin (Bass), Uli Riechert (Schlagzeug) und Wolfgang Müller-Schlesinger (Piano) wieder erstehen. Und weil damals Rocktheater angesagt war, werden sie einen rund halbstündigen Auszug aus ihrer 2-Stunden-Rock-Oper „Die Eintagsfliege“ spielen.

„Lange vor dem Vorlesehype“

Schmickler erinnert an die Anfänge des Zentral Antiquariats: Der Kreis um Inhaberin Christine Weihermüller habe schon Ende der 80er Jahre spannende und auch mal spröde Autoren zu Lesungen eingeladen, und das „schon lange vor dem heutigen Vorlesehype, wie etwa bei der ‚litcologne'“. Und „Egal 88“ sei immer Freund gewesen von nichtkommerziellen Projekten, die die Stadt kulturell bereichern: „Und das trifft auch auf das Zentral Antiquariat zu!“

Auch die anderen Bands haben Anknüpfungspunkte an die Wiesdorfer Buchhandlung: Buddy Sachers in der Schweiz erschienenes Buch „Freie Sicht auf die Ambiente“ – dessen phantastische Vogelschau Sacher mit „Ars Vitalis“-Kollege Peter Wilmanns als „Das Wüste Gobi“ instrumentiert auf die Bühne bringt – wird von der Buchhandlung in Deutschland vertrieben. Die „Freunde der Realität“ vom Leverkusener Indie-Label Planet Tapes Records sorgen für die Dosis Hip-Hop an diesem Abend. Und „LYS“ mit Conny Döppert, Klaus Montag, Dirk Schuwerack und Rolf Stegh, die Hausband des Antiquariats, die dort bereits zu verschiedenen Anlässen aufgespielt hat, spielt Kostproben ihres Psychedelic Freestyle.

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Freitag, 18. Mai, 19.30 Uhr
Kulturausbesserungswerk, Kolberger Str. 95a, 51381 Leverkusen
Eintritt: 15,- Euro (ermäßigt 10,- Euro)

Das Line-up im Detail:
Das Wüste Gobi
Egal 88
– Pause –
Freunde der Realität
LYS

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Säcke Reis in China?

Und schon ist das Wochenende wieder vorbei…
…so schnell geht das manchmal.

Montag, 17. Mai – was ist passiert in Leverkusen?
Nichts.

Nichts?
Wenn ich es doch sage: Nichts! Das Wochenende ging offenkundig zu schnell vorbei. Wir lesen heute in den Zeitungen von einer geführten Wanderung durch die Kolonie, von einer Oldtimer-Schau am BayKomm, vom Schützenfest in Manfort. Und von ein paar unschönen Unfällen.

Aber im Sport wird sich doch etwas getan haben?
Auch nichts – zumindest nichts wirklich Erfreuliches. Immerhin: Patrick Helmes hat irgendwo in China drei Mal für Bayer 04 getroffen. Ob da Säcke Reis hinter dem Tor standen, wissen wir nicht. Würde aber heute hervorragend passen. Die „Werkselfen“, also die Bayer 04-Handballerinnen, haben gestern im zweiten Finale gegen den HC Leipzig den Kampf um den Meistertitel verloren. Das ist aus Leverkusener Sicht auch nicht erbaulicher als die Nachricht vom WM-Aus für Michael Ballack – nach Simon Rolfes und René Adler dem dritten (Ex-)Leverkusener, der wegen einer Verletzung nicht nach Südafrika kann. Und mit Bernd Schneider sogar der vierte.

Vielleicht ein bisschen Kultur?
Der schönste Konzertbericht kommt heute aus Leichlingen. Bemerkenswert ist allerdings die 18. Leverkusen Brennpunkt-Jam einschließlich „Graffiti-Battle“ am Kulturausbesserungswerk.

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Ministeriale Würden für das KAW

Das Kulturausbesserungswerk ist feierlich eröffnet, und das mit christdemokratisch-ministerialen Würden. Erhard Schoofs sieht nach dem Fall Rossmann den Ruf der Wirtschaftsförderung Leverkusen beschädigt. Und in Leverkusens Nachbarkommunen machen Planungen zu einem Radweg auf der Balkantrasse Fortschritte.
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Nächste Woche kein Kakao!!!

Der Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium – eine überaus dämliche Lappalie, die geschockte Schüler zurücklässt und heute natürlich Thema in den Zeitungen ist: Der Leverkusener Anzeiger berichtet gar ausführlich auf seiner Themenseite zwei. Der Satz, der das Chaos erst auslöste, ist aber in der Rheinischen Post dokumentiert: „Nächste Woche fällt der Milch- und Kakaodienst aus.“ Man darf sich die verblüfften Schüler vorstellen, deren Lehrer ob dieser Nachricht kreidebleich die Türen verriegeln und hastig die Fenster schließen lassen. Nach rund einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Und mitten im Chaos steht eine Mutter und klagt gegenüber der RP-Reporterin: „Ich finde, hier herrscht eine schlechte Informationspolitik.“
Das „Amok-Alarmsystem“ war erst im April installiert worden, so wie an 47 weiteren Schulen in Leverkusen. Gert Geiger von der städtischen Gebäudewirtschaft hat die zuständige Firma nun beauftragt, das System an allen Schulen zu prüfen. (Was sind das eigentlich für Zustände, in denen flächendeckend „Amoklauf-Alarmsysteme“ in Schulen installiert werden? Die sich dann auch noch als defektanfällig herausstellen? Da weiß man gar nicht, was schlimmer ist.)

Zu erfreulicheren Themen: Einen Sieg gab es für die Bayer 04-Fans nach dem Spiel gegen Werder Bremen zwar nicht zu feiern, aber Freibier gab es trotzdem. Sogar schon vor Spielbeginn: Das Bezahlsystem mit der „BayArena-Card“ hat versagt, da entschlossen sich die Verantwortlichen, lieber freigiebig zu sein statt Aufruhr zu riskieren. Ein restlos begeisterter Fan berichtet bei werkself.de:

Habe selten soviel bei einem 0-0 gelacht wie heute. Scharenweise sind die Leute von den Ständen hochgekommen, soviel Bier gebunkert wie nur ging.
War wie zu den Zeiten der Schlußverkäufe. Und dann war es besonders lustig zu beobachten, wie es sich durch die Reihen durchgesprochen hat und alle freudestrahlend wieder hoch kamen.

So schön kann Fußball sein! Alles das, was bei der Premiere in der neuen BayArena funktionierte, hakt jetzt irgendwie doch: Das Bezahlsystem knickt ein, im Fanshop müffelt es, Fans bemängeln Parkplatzsituation und die neuen Pendelbusrouten, müssen sich auf zu eng geratenen neuen Oberrängen drängeln (siehe hier) und Anwohner beklagen sich über die Sperrungen.

Was Guido Westerwelle für die Bundes-SPD, das ist Roswitha Arnold für die Leverkusener CDU: Die Fraktionsvorsitzende der Leverkusener Grünen hatte einer „Jamaika-Koalition“ bereits vor der Mitgliederversammlung am Montag eine Absage erteilt. Die Mitglieder gaben ihrer Fraktion nun den Auftrag, den Kontakt mit der SPD für ein Bündnis ohne die CDU und ihren OB Reinhard Buchhorn zu „intensivieren“, melden RP und Radio Leverkusen.

„Wir liegen voll im Zeitplan!“, betont Vera Rottes, Geschäftsführerin des Projekts „Neue Bahnstadt Opladen“, umgeben von Baustaub und riesigen Baggern, zum Fortschritt der Abrissarbeiten im nördlichen Bereich des alten Bahnausbesserungswerkes. Wolfgang Müller-Schlesinger vom Förderverein des Kulturausbesserungswerkes hofft derweil darauf, dass die Gestaltung des neu enstehenden Platzes vor dem KAW in der Hand derer bleibt, die sich dort später auch aufhalten werden – und nicht von einem Planungsbüro jenseits der Stadtgrenzen oktroyiert wird. Dazu sollen bei einer „Klausurtagung“ am Mittwoch Ideen gesammelt und diskutiert werden. Er ist sich sicher: „Das kann ein ganz abenteuerlicher Platz werden!“

Kultur: Von der Komödie „Jakes Frauen“ am „matchboxtheater“ sowie vom ersten „KlassikSonntag“ der KulturStadtLev in der neuen Spielzeit am vergangenen Sonntag mit Dirigent Dirk Joeres und Klarinettist Wolfgang Esch berichtet die RP, leider nicht online. Beim Konzert der Folk-Bands der Musikschule Leverkusen in der Christuskirche war der Anzeiger.

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61 Millionen für Leverkusen?

Die interessanteste Nachricht finden wir heute auf leverkusen.com: Dort teilt die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU) aus Düsseldorf höchstpersönlich mit, dass Leverkusen aus dem Haushaltsentwurf des Landes mit Zuweisungen vom Land in Höhe von knapp 61 Millionen Euro rechnen dürfe. Monheim: „Im kommenden Jahr sollen die nordrhein-westfälischen Kommunen rund 7,7 Milliarden Euro vom Land NRW erhalten. Unsere Stadt Leverkusen ist mit 60.933.170 Euro mit dabei.“ Das Schöne daran: Das meiste dieses Geldes soll für die Kommunen frei verfügbar sein: „Rund 86% der Zuweisungsmittel sind frei verfügbar. Das stärkt die kommunale Selbstverwaltung.“ Das weniger Schöne daran (zumindest in Bezug auf diese Meldung): Es sitzen außer der CDU auch noch andere Parteien im Landtag. Und über den endgültigen Haushalt entscheiden nunmal alle.

Das demokratische Prinzip auch jungen Menschen zugänglich macht die Jugendinitiative „Youth Meets Democracy“, über deren Aktionen zur bevorstehenden Bundestagswahl der Anzeiger hier berichtet.

Den Wupper-Flößern von Sonntag droht Ärger: Weil sie die Auflage, nach der die Wupper in Opladen (hier der Pegel Opladen im Internet) einen Pegel von mindestens 60 Zentimetern aufweisen muss, offenkundig missachtet haben, prüfen die zuständigen Behörden nun die nötigen Konsequenzen. Gegebenenfalls haften die einzelnen Teilnehmer, die sich angemeldet haben. Die Rheinische Post sprach mit Hermann Neumaier, Mitglied des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Rhein-Berg (zuständig für das südliche Wupperufer in Leichlingen). Der Leverkusener Anzeiger versteckt hier sein Interview mit Claudia Oeljeklaus von der Unteren Landschaftsbehörde in Solingen (also nördliches Wupperufer und Startpunkt der Flößer in Wupperhof). Darin betont Oeljeklaus die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer – und im Zweifel will sie auch keinesfalls die Veranstaltung im letzten Augenblick stoppen müssen: „Da bräuchten wir ja ein Sondereinsatzkommando, das die Wupper absperrt.“
Den Sündenfall der Flößer bei ihrer Ankunft in Opladen auf Video eingefangen hat leverkusen.com:

Über den Baufortschritt des Kulturausbesserungswerks mitten im Abrisschaos auf dem alten Bahngelände berichtet der Anzeiger (nur leider nicht online). Es fehlen dort nur noch zwei Abnahmen, die offizielle Eröffnung mit ministeriellen Würden ist für den 14. Dezember geplant.

Einen zwar nicht brandaktuellen, dafür aber sehr interessanten Lokalaufmacher bietet die RP ihren Lesern heute: In „Die Podcast-Politiker“ vergleicht Peter Korn die multimediale Präsenz der Leverkusener Bundestagswahl-Kontrahenten Thomas Portz (www.thomas-portz.de) und Karl Lauterbach (www.karllauterbach.de). Und stellt aufrichtig verblüfft fest: „Das Internet wird zur Kommunikations-Plattform.“ Donnerwetter!

Vom „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag berichten Anzeiger (aus der Villa Römer in Opladen hier und aus Witzhelden und Burscheid hier) und RP (nur aus Witzhelden).

Die RP stellt heute auch das Verkehrskonzept für Spieltage in der BayArena vor. Außerdem meldet sie, dass die Schonzeit für die Kanada-Gänse am 31. Oktober abläuft – und Jäger dann aller Voraussicht nach der Überpopulation ein Ende bereiten. Und von neuen, noch größeren Plänen für einen Seilgarten auf dem Opladener Birkenberg berichtet auch die RP, und zwar hier.

Von den Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen des Flugplatzes Kurtekotten berichten, sehr ausführlich, RP und, sehr knapp & nicht online, Anzeiger.

Neues vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet Radio Leverkusen aus dem Bau- und Planungsausschuss.

Der Anzeiger berichtet seinen Leverkusener Lesern im Lokal-Aufmacher heute vom Lehrkräftemangel an der Hauptschule in Leichlingen.

Kultur: Vom Halt des „Schiller-Express“ mit Kölner Schauspielschülern im Altenwohnheim Upladin, auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes, berichtet Monika Klein für die RP, leider nur im Print.

UPDATE: Schnell nachgeschoben noch dies: Anzeiger, RP, Radio Leverkusen (mit Foto!), SZ, leverkusen.com und viele andere nationale wie internationale Medien vermelden soeben die Personalplanung der Bayer AG: Der Niederländer Marijn E. Dekkers folgt zum 1. Oktober 2010 als Bayer-Vorstandsvorsitzender auf Werner Wenning. In diesem Sinne allseits noch einen goede dag!

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