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Die zehnte Leverkusener Kunstnacht – Der Künstler ist anwesend!

45 Stationen öffnen dem geneigten Kunstfreund bei der 10. Leverkusener Kunstnacht heute von 18 Uhr bis Mitternacht ihre Türen. Nicht nur Kunstkenner möchten die Aussteller zu dieser Gelegenheit in ihre Ateliers locken, sondern natürlich auch solche, die die Welt der Kunst erst noch für sich entdecken. Für all jene eine kleine Handreichung für einen gelungenen Atelierbesuch.

Twitter-Hashtag: #kunstnachtlev
Facebook-Seite: Kunstnacht Leverkusen
Webseite mit allen Infos: www.kunstnacht-lev.de

Neugier ist die vielleicht vornehmste Eigenschaft, die einen Atelierbesucher auszeichnen kann. Aber alle Neugier ist vergebens, wenn sich vor des Künstlers Kammer Schwellenangst breit macht. Diese zu überwinden soll die Kunstnacht helfen. Denn während man im Museum üblicherweise anonym die Werke abschreiten, hier und da den Kennerblick – sei er echt oder nur vorgetäuscht – nach Belieben schweifen lassen kann, muss man im Atelier natürlich dringend damit rechnen, dem Künstler selbst in die Arme zu laufen. Und woher soll man schon wissen, was so ein Künstler dann von einem erwartet? Muss man stundenlang über seine Kunst debattieren? Womöglich erwartet er gar noch, dass man gleich ein paar seiner Werke käuflich ersteht?

Mit ihrem Atelier in Hitdorf ist Martina Auweiler-Gewaltig seit der ersten Kunstnacht mit dabei, und sie weiß genau, was sie von einem Besucher erwartet: „Die Kommunikation ist mir schon wichtig, als Künstlerin möchte ich die Reaktion der Menschen sehen und die Resonanz erspüren.“ Sie versuche, jeden Besucher persönlich zu begrüßen und sich zumindest kurz vorzustellen – insbesondere, wenn sie ein neues Gesicht erblickt. „Wenn ich dann merke, dass jemand nicht viel reden möchte, dann lasse ich ihn natürlich in Ruhe.“ Es sei ohnehin genug zu tun bei so einer Kunstnacht, sodass auch Introvertierte nicht damit rechnen müssten, den ganzen Abend in Debatten verwickelt zu werden. Jeder könne sich ungestört umsehen, sich am Rotwein bedienen, dem Bühnenprogramm folgen oder auch nach fünf Minuten wieder gehen.

Auch Ulrike Harter aus Schlebusch versichert: „Bei uns wird niemand bedrängt oder vollgequatscht!“ Andererseits sei so eine Kunstnacht ja durchaus dazu angetan, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Harter: „Unser Zelt ist für mich eine Begegnungsstätte, das ist ja auch spannend für uns Künstler!“ Ob jemand lange Diskussionen vor einem Bild führen möchte oder nicht – „das obliegt jedem selbst!“ Ein gewisses kommunikatives Rüstzeug schätzt auch Bernd Wachtmeister bei seinen Atelierbesuchern: „Wenn die Besucher mit einer Frage auf mich zukommen, vereinfacht das das Gespräch, das merkt man schon.“ Das sei ihm allemal lieber als der Besucher, der einmal täppisch anmerkte: „Schönes Männchen hamse da gemalt!“

9. Leverkusener Kunstnacht, 11.10.2013 - EVL City-Point Wiesdorf mit Bernd Wachtmeister

Bei der 9. Leverkusener Kunstnacht im EVL City-Point Wiesdorf mit Bernd Wachtmeister.

Welches Outfit ist das richtige? Ist Extravaganz angesagt oder doch gepflegtes Understatement? „Viele Besucher, insbesondere Besucherinnen“, hat Wachtmeister beobachtet, „nutzen solche Anlässe gerne für ein schrilles Outfit.“ Dagegen sei gar nichts einzuwenden, keinesfalls aber erwarte er von Besuchern Trendsettermentalität. Auch für Ulrike Harter muss niemand darauf achten, „besonders chic gekleidet zu sein“. Und Martina Auweiler-Gewaltig hat nur eine Bitte an ihre Besucher: „Niemand soll sich verkleiden! Ich muss ganz bei mir bleiben – als Künstler genauso wie als Besucher!“

Schließlich: Ist es unhöflich, ohne gutgefüllte Einkaufstüte das Atelier wieder zu verlassen? „Um Gottes Willen!“, rufen beide Künstlerinnen unisono aus. Ulrike Harter: „Dann müsste ich ja 400 Werke an einem Abend verkaufen!“ Wehren würde sie sich dagegen nicht, aber „das ist ja nicht der Grund, warum ich die Leute zu mir einlade.“ Natürlich sei es schön, Geld einzunehmen, um die nächste Miete bezahlen zu können, ergänzt Martina Auweiler-Gewaltig, aber: „Die wenigsten kaufen ein Bild – und kein Künstler würde das erwarten.“ Es gehe schlicht darum, das Atelier zu erkunden und die Techniken des Künstlers kennenzulernen.

Fazit: Anziehen, was bequem ist – nur das kaufen, was außerordentlich gefällt – und fragen, fragen, fragen. Und notfalls damit rechnen, dass man auch auf einen eher mürrischen Künstler treffen könnte, der mit Picasso zu verstehen gibt: „Könnte ich es beschreiben, hätte ich es geschrieben und hätte es nicht malen müssen!“

Der Text ist dem Katalog entnommen, den Norbert Kaluza anlässlich der 10. Kunstnacht zusammengestellt hat:

Titelseite Kunstnacht-Katalog

Titelseite Kunstnacht-Katalog

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9. Kunstnacht: Rundgang im Regen

Die 9. Leverkusener Kunstnacht ist Geschichte, die Twitterwall hat noch ein paar Einträge hinzugewonnen. Vielen Dank allen, die mitgelesen haben, noch mehr Dank allen, die mitgetwittert haben. 2014 steht dem trending topic #KunstnachtLev, denke ich, nichts mehr im Wege. Wer noch keinen Twitter-Account hat, meldet sich am besten jetzt schon für die 10. Kunstnacht an.

Hier habe ich noch ein paar Fotos von meinem Rundgang durch den Regen und immerhin sechs der insgesamt 42 Stationen:

Hier ein Video von einer Restauration im Atelier Grass mit Jenny Oster während der Kunstnacht, aufgenommen von leverkusen.com:

Das Team aus der Witzheller Kornbrennerei hat ein paar Fotos bei einem bekannten großen sozialen Netzwerk online gestellt.

Und auch die Energieversorgung Leverkusen hat die Kunstnacht im City-Point mit einigen Fotos dokumentiert.

Abschließend ein paar meiner Lieblingstweets von dem Abend:

Und hier noch ein Screenshot von der Twitterwall – als Vorgeschmack für 2014:

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Auf zur 9. Leverkusener Kunstnacht

Am Freitag. 11. Oktober 2013, ist es wieder soweit: Die Leverkusener Kunstnacht bietet dann ab 18 Uhr bereits zum 9. Mal die Chance zu einem Orte übergreifenden Streifzug durch die lebendige Leverkusener Kunstszene. 42 Stationen im ganzen Stadtgebiet laden ein zum Besuch und zum Verweilen, Shuttle-Busse der Wupsi verbinden alle Stationen miteinander. In diesem Jahr möchte ich einen neuen Anlauf nehmen, das Geschehen vor und vor allem während der Kunstnacht via Soziale Netzwerke ein wenig zu bündeln.

Bei der 9. Leverkusener Kunstnacht nutzen wir das Twitter-Hashtag

#KunstnachtLev

Und hier geht’s zur Twitterwall für die 9. Kunstnacht: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/

Auf dieser Twitterwall erscheinen alle Eure Tweets mit dem Hashtag #KunstnachtLev. [Keine Ahnung, was ein „Häschtäg“ ist? Einfach im Tweet die Raute „#“ direkt vor ein Wort setzen – und schon ist’s ein Hashtag, das man anklicken und so andere Tweets mit dem gleichen Hashtag sehen kann.] Ein paar Tweets gibt es bereits – schreibt, wo Ihr gerade seid, schickt Fotos von Kunstwerken oder aus dem Shuttle-Bus. Erst mit möglichst vielen Tweets wird die Twitterwall so richtig interessant. Viel Spaß beim Twittern von den & Lesen über die 42 Stationen!

Wer noch keinen Twitter-Account hat, der kann sich den in wenigen Augenblicken anlegen: Es kostet nichts, verpflichtet zu nichts, selbst die NSA erfährt dort nichts, was sie nicht eh längst über Euch weiß – und Ihr werdet sehen: es macht Spaß.

Die Twitterwall ist übrigens auch für iPhone optimiert abrufbar, und zwar hier: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/iphone

Und diese Optimierung können all jene nutzen, die die Twitterwall z.B. für die Gäste in ihrer Kunstnacht-Station mit einem Projektor an die Wand werfen möchten: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/projection

Natürlich kann sich jeder auch seine ganz eigene Twitterwall für die Projektion in der eigenen Station anlegen. Empfehlen möchte ich zum Beispiel twitterwall.me, wo man außer Twitter- auch Facebook-Postings mit dem Hashtag #KunstnachtLev einbinden kann.

Hier geht’s zum Kunstnacht-Programm 2013 als PDF:
http://kunstnacht-lev.de/fileadmin/flyer2013.pdf

Alle 42 Stationen im Schnelldurchlauf:

Schlebusch
1) Altes Bürgermeisteramt Schlebusch Bergische Landstr. 28
2) Atelier Richard Bausewein Metzer Str. 18
3) Villa Wuppermann Mülheimer Str. 14
4) Atelier Kunstraum von Ulrike Harter Grüner Weg 96 (Hinterhaus)
5) Schmuckwerkstatt Böhme Mülheimer Str. 27
6) Atelier Ploenes Hammerweg 26
7) Friedenskirche Merziger Straße (Waldsiedlung)
8) Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer Freudenthal 68
9) Spektrum Leverkusen Virchowstr. 43
10) Villa Rhodius Bergische Landstr. 82a-84

Lützenkirchen
11) Ehemalige Witzheller Kornbrennerei FB Visuelle Kommunikation Altenberger Str. 147

Alkenrath
12) Museum Morsbroich & Kunstverein Leverkusen Schloss Morsbroich e.V. Gustav-Heinemann-Str. 80

Bergisch Neukirchen
13) Atelier Engelbert Engel Burscheider Str. 400
14) Restaurant Fachwerk Burscheider Str. 106a
15) Imbacher Weinladen Wuppertalstr. 96a
16) Grunder Mühle Grunder Mühle 1
17) Atelier-Gemeinschaft C.A.P.R.A. Albert-Zarthe-Weg 9

Wiesdorf, Manfort & Bürrig
18) Lindenhof Weiherstr. 49
19) Galerie im Forum Am Büchelter Hof 9
20) Christuskirche Dönhoffstr. 2
21) CityKirche Herz Jesu Wiesdorfer Platz 55
22) Energieversorgung Leverkusen City Point, Friedrich-Ebert-Platz 11
23) Bayer Kulturhaus Nobelstr. 37
24) Koloniemuseum Nobelstr. 78
25) Sparkasse Leverkusen Hauptfiliale Friedrich-Ebert-Str. 39
26) topos Hauptstr. 134
27) Reuschenberger Mühle Alte Garten 61

Hitdorf
28) Atelier Martina Auweiler-Gewaltig Hitdorfer Str. 130
29) Atelier Helga Santel Hohestr. 15

Opladen, Quettingen & Fixheide
30) Galerie am Markt Peter-Neuenheuser-Str. 3
31) Atelier Grass Restaurierung Birkenbergstr. 84
32) CBT-Wohnhaus Upladin Opladener Platz 8
33) St. Remigius-Kirche An St. Remigius
34) Tanzstelle Düsseldorfer Str. 119
35) Künstlerverein Begegnungsstätte Bunker Karlstr. e.V. Karlstr. 9
36) Junges Theater Leverkusen Karlstr. 9a
37) NaturGut Ophoven Burg Ophoven, Talstr. 4
38) AWO-Familienseminar Berliner Platz
39) Café Galerie Zettel’s Traum Altstadtstr. 20
40) Kulturausbesserungswerk (KAW) Kolberger Str. 95a
41) Alter Wasserturm Neue Bahnstadt Opladen, Bahnstadtchaussee 8
42) Ateliergemeinschaft etage3 Benzstr. 1a

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42 Stationen, Hashtag #Kunstnachtlev

UPDATE 2013: In diesem Jahr, bei der 9. Leverkusener Kunstnacht, nutzen wir das Twitter-Hashtag #kunstnachtlev.

Hier die Twitterwall für die 9. Kunstnacht: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/

Diese Twitterwall ist auch für iPhone optimiert abrufbar, und zwar hier: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/iphone

Und diese Optimierung können all jene nutzen, die die Twitterwall z.B. für die Gäste in ihrer Kunstnacht-Station mit einem Projektor an die Wand werfen möchten: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/projection

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Kunstnacht LeverkusenAuf so eine Kunstnacht gilt es sich vorzubereiten: zunächst ein überschaubares Programm zusammenstellen, bequemes Schuhwerk auswählen, Sinne schärfen – und dann kann’s losgehen. Ab 18 Uhr ist es heute wieder soweit: Zum achten Mal öffnen Ateliers, Galerien, Museen & andere Veranstaltungsorte ihre Türen zur Leverkusener Kunstnacht.

Sie habe recht schnell verstanden, dass es unmöglich sei, alle Stationen einer Kunstnacht zu besuchen, erklärte jüngst die kürzlich in den Ruhestand ausgeschiedene Leiterin der KulturStadtLev Marion Grundmann: „Seriös sind wohl maximal acht Orte“, schätzt sie. Kunstnacht-Organisatorin Anke Holgersson überbietet das – professionelle Routine – immerhin noch: „Ich schaffe zwölf, aber das ist dann wirklich ein Dauerlauf!

42 Stationen sind es in diesem Jahr, der Gedanke an einen Marathon ist also naheliegend. Was per pedes und auch mithilfe der kostenlosen Shuttle-Busse nicht zu schaffen ist, wäre online ein Klacks: Sämtliche 42 Stationen bequem zusammenführen könnte das WWW – ich werde versuchen, via Twitter von möglichst allen Stationen, die ich besuche, ein paar Handyfotos unter dem Hashtag #Kunstnacht zu versammeln. Je mehr sich daran beteiligen, desto beeindruckender die Sammlung, die dann im Netz zu bestaunen wäre. Mitmachen kann jeder mit einem Twitter-Account: Einfach fotografieren, den Ort und dazu das Hashtag #Kunstnacht einfügen und twittern. Und weitersagen!

UPDATE: Hier ist die TWITTERWALL zum Thema #Kunstnacht!

HIER geht es zur Webseite der Kunstnacht.

Und HIER ist der Flyer online als PDF anrufbar.

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Stationen auf meiner Wunschliste:

Bernd WachtmeisterBunte Digital-Kunst in Bürrig. (Station 19)

In der Reuschenberger Mühle zeigt Peter Hölscher Videos, Bilder und Klangkunst zum Thema Bahnstadt, dazu spielt LYS. (Station 27)

Internationales Künstlerdorf des Integrationsrates im Manforter Lindenhof. (Station 18)

In Museum Morsbroich eröffnet die neue Ausstellung „Zeitgeister“. Nicht nur, weil es das renommierteste Kunstmuseum der Stadt ist, handelt es sich hierbei zweifellos um ein Highlight der Kunstnacht, hier wird sie übrigens auch offiziell eröffnet. Wer aber nur hier her kommt, der hat die Kunstnacht nicht verstanden. Außerdem beginnt die Ausstellung ja gerade erst und kann also noch eine ganze Weile besucht werden. (Station 12)
(Wer sich übrigens auf die Ausstellung einstimmen möchte, dem empfehle ich wärmstens das Weblog manipogo.de, in dem mein römischer Weggefährte Manfred in täglichen Beiträgen seinen bemerkenswerten Erfahrungsschatz über die Welt des Paranormalen, der Geister und Gespenster ausbreitet.)

Außerdem möchte ich zumindest ein paar Stationen in Wiesdorf besuchen. (Stationen 20 bis 26 & 29)

Mal schauen, wie weit ich komme…

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Leverkusen bietet eine Radtour zu ausgewählten Stationen an. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr am NaturGut Ophoven in Opladen; eine Anmeldung sei nicht notwendig, die Reisegeschwindigkeit „gemütlich“.

Die einstige Kulturexpertin des Leverkusener Anziegers, Ingeborg Schwenke-Runkel, bietet einen Rundgang durch Schlebusch, bei dem sie die Bau- und Gartenkunst in den Blick zu nehmen verspricht. Treffpunkt ist um 19.00 Uhr an der Villa Wuppermann, Dauer rund 1,5 Stunden, Taschenlampen und festes Schuhwerk dringend empfohlen.

Und auch in den Shuttle-Bussen wird mehr geboten als nur Fortbewegung: Im Sparkassen-Shuttle spielt z.B. die Band 4Colours, dazu werden Fotografien von RP-Fotograf Uwe Miserius gezeigt. Die EVL-Shuttle zeigen Fotografien von Heinz-Friedrich Hoffmann. Und es soll in den Kunstnachtbussen auch wieder Comedy-Darbietungen geben.

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ÖPNV-Streifzüge zu Kunstorten

Verschiedene Eindrücke von der fünften Leverkusener Kunstnacht lassen die Tageszeitungen heute Revue passieren. Der Leverkusener Anzeiger sah sich unter anderem die Schrottkunst im Kulturausbesserungswerk an, Fotografien in der alten Witzheller Kornbrennerei, den „heißesten Ort der Kunstnacht“ im Innenhof der Jugendkunstgruppen, wo Tongefäße mit der japanischen Brenntechnik „Raku“ hergestellt wurden, und war im Haus von Künstlerin Martina Auweiler-Gewaltig in Hitdorf, wo auch die Band „Miaomio“ ihrer Tochter Anika spielte. Die Rheinische Post schaute unter anderem bei Peter Lorenz vorbei, der mit Bildern einen Bogen zu dem von ihm bemalten Stück Berliner Mauer schlug. Und die RP weiß auch, wie die Idee zur Kunstnacht entstand: In der S-Bahn zwischen Köln und Leverkusen unterhielten sich KulturStadtLev-Kulturbüroleiterin Anke Spiegel und Künstler Harry Plein – dabei sei die Idee entstanden, mittels Öffentlichem Personennahverkehr auch Kunstorte miteinander zu verbinden.
Eine Bildergalerie hat der Anzeiger im Internet zusammengestellt, eine stetig größer werdende Zahl an Fotos und bewegten Bildern von der Kunstnacht präsentiert auch Andreas Born auf leverkusen.com. Dazu gehört dieses kurze Interview mit Ulrike Harter:

Das Komitee Opladener Karneval sagt eine für den 14. November geplante Sitzung in der Stadthalle Opladen ab, berichtet die RP. Grund: Das derzeitige Chaos um das „Haus Fürstenberg“ schrecke die Jecken ab. „US“ kommentiert: „Opladen braucht wahrscheinlich doch eine andere Halle, die Karnevalssitzungen und andere Großveranstaltungen zu zivilen Preisen möglich macht.“

Bereits ab der kommenden Woche solle nun auch die Allgemeinheit in den Genuss des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe kommen, melden Anzeiger und RP unter Berufung auf eine Mitteilung der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn versichert der RP nach seiner Impfung in der vergangenen Woche: „Mir geht es weiter gut.“

Eva Lux, die Leverkusener SPD-Kandidatin für Landtagswahl im Mai 2010, die die Leverkusener Genossen am Freitagabend wählten, stellt der Anzeiger vor. Beim Rheindorfer Talk im Pfarrsaal von Heilig Kreuz lauschte der Anzeiger einem Gespräch zum Zusammenleben von Christen und Muslimen in dem Stadtteil. Der Leverkusener Einzelhandel leide bislang kaum unter der Wirtschaftskrise, meldet Radio Leverkusen. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“, der Klimamesse in Pattscheid, hat sich der Anzeiger umgesehen. Der Anzeiger war dabei, als Sänger und Moderator „Ben“ im Kinopolis in Wiesdorf Autogramme gab. Bei einer Kampagne für Kinder zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 im Jugendhaus Lindenhof in Manfort war der Anzeiger dabei. Und den Fortschritt der Kanalbauarbeiten in Opladen melden Anzeiger und RP: Der Linienbusverkehr fahre ab sofort wieder „mitten durch Opladen“.

Fotos aus Leverkusen heute auch in zwei Blogs: Bloggerin „datSpielkind“ aus Leverkusen hat in dem „Projekt 15 Minuten“ ein paar Fotos in Wiesdorf geschossen. Und der neoklassische Caritasbrunnen im Carl-Duisberg-Park ist seit diesem Wochenende im Brunnen-Blog verewigt. Etwas länger dabei ist schon der (etwas weniger reizvolle) „Lottobrunnen“ im Neulandpark.

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Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

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Politische Personalrochaden

Einen Blick auf die deutsche Pharmabranche wirft die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe und konstatiert, dass diese sich auf dem Weltmarkt wieder nach vorne arbeite. Über Bayer schreibt Autor Michael Psotta: „Bayer hat sich aus misslicher Lage wieder nach vorn gekämpft. (…) Mit der offensichtlich geschickten und reibungslosen Eingliederung von Schering hat Bayer neue Substanz mit neuen Forschungsprojekten gewonnen.“ (Der Artikel ist auch online abrufbar, kostet aber 2 Euro)

Was leverkusen.com schon vorgestern (und ich gestern) meldete, verkünden heute auch die Leverkusener Tageszeitungen: Markus Märtens (33) wird OB Reinhard Buchhorns Büroleiter. Peter Korn hat den Rechtsanwalt für die Rheinische Post interviewt. Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu seinem neuen Chef antwortet Märtens: „Auf den Punkt gebracht: Wir haben einen guten Draht zueinander.“
Die RP vermeldet auch weitere Personalrochaden in der Leverkusener Politikszene: Ralf Johanns, der bislang den Job für OB Ernst Küchler macht, den Märtens demnächst für Buchhorn erledigt, wird neuer Leiter des Rechnungsprüfungsamtes. Und der Christian Dohmen folgt zum 1. Oktober als SPD-Fraktionsgeschäftsführer auf Nina Lepsius, die an die Universität Düsseldorf wechselt. Walter Mende über den 31-jährigen Politikwissenschaftler, der seit September 2002 bei der Stadt im Fachbereich Soziales arbeitet: Ein „Glücksfall“. (Online nur beim Anzeiger)

„Wettbüros müssen schließen“, titelt der Leverkusener Anzeiger auf seiner ersten Lokalseite und verweist auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (mehr dazu hier).

Gleich über zwei Schulen berichtet die RP: Die Sanierung der Hauptschule im Hederichsfeld werde voraussichtlich zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten, wie die Stadt mitteile. Es gebe dort massive Schäden durch Feuchtigkeit. Und vom neuen gebundenen Ganztagsbetrieb für die Fünftklässler am Lise-Meitner-Gymnasium berichtet Roman Zilles: Das Mittagessen sei immerhin „fast so gut wie bei Mama“. (Nicht online abrufbar)

Der Volkswagen-Plumpser veranlasst das Bauaufsichtsamt, die Widerstandsfähigkeit der Absperrgitter in dem Parkhaus am Klinikum zu prüfen.

Über „Bayers neue Farbenspiele“ mit der Medienfassade am Hochhaus W1 berichtet die RP eine Woche nach dem Anzeiger.

Schließlich Kultur: Der Anzeiger stellt zwei Ausstellungen vor. Die Foto-Ausstellung „Die sich die Freiheit nahmen“ im Erholungshaus zeigt Bilder osteuropäische Intellektuelle im Exil als Opfer kommunistischer Regimes. Und im Bunker Karlstraße stellt Harry Plein in der Werkschau „Charbonnel“ Kaltnadelradierungen aus. Und die RP blickt schon auf die 5. Leverkusener Kunstnacht (hier die Homepage) am 30. Oktober.

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