Schlagwort-Archive: Lanxess

Auch die „Smidt-Arena“ kostet Geld

Die Rundsporthalle kostet die Stadt weiter Geld. Für die Fußballspiele in der BayArena gibt es nun ein „verfeinertes“ Verkehrskonzept der Stadt. Lanxess verlagert Produktion zurück nach Leverkusen.
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DyStar-Pleite: Wer ist noch betroffen?

Die Frist für das „vorläufige Insolvenzverfahren“ bei DyStar läuft heute ab. Die Mitarbeiter sind bereits freigestellt. Im Chempark Leverkusen werden weitere Firmen betroffen sein, sollte DyStar wirklich endgültig dicht machen müssen.
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Straßenausbau zahlen Anwohner

Der Leverkusener Anzeiger legt heute noch einmal nach: Nicht nur Kanäle und Laternen können Anwohner teuer zu stehen kommen, sondern auch der Ausbau der Straßen, an denen sie wohnen, denn: „Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten“. Das beträfe auch den angedachten Ausbau der Ringstraße in Hitdorf. Der Anzeiger kennt auch die 32 Straßen in Leverkusen, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) als „nicht endgültig ausgebaut“ einstufen – was binnen der nächsten zehn Jahre geändert werden solle.
Nicht dabei ist die Elsbachstraße in Opladen, von der die Rheinische Post aber weiß, dass die CDU hier einen „kleinen Ausbau“ befürworte – einen kleineren jedenfalls als die TBL avisiert habe.

Die Bezirksvertretung I will den Jugendhaus-Neubau auf dem Gelände des Bauspielplatzes in Rheindorf, meldet Radio Leverkusen. Eine entsprechende Empfehlung gehe an den Stadtrat.

Die RP erklärt heute in ihrem Lokalaufmacher zu dem Unfall auf der Baustelle für die ECE- „Rathaus Galerie“ nach Abschluss der Untersuchungen, was Anzeiger-Leser schon am Tag nach dem Unfall wussten: Eine fehlende Sicherheitsversteifung habe zu dem Einsturz der Betondecke in der Nacht auf vergangenen Dienstag geführt. Allerdings hat die RP, anders als der Anzeiger, offenbar einen Anwohner aufgetan, der den Einsturz gehört hat: Um 4.22 Uhr habe ihn eine „explosionsartiger Knall“ aus dem Bett gejagt. (Der KStA-Artikel wird bei Google News über die Suche nach der Überschrift übrigens weiterhin nicht gefunden.)

Ein nur kleines Echo erfährt die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter von gestern heute in den Zeitungen: Im Anzeiger finden wir ein Foto nebst kurzem Text auf der ersten Lokalseite, in der RP finden wir nichts; Radio Leverkusen berichtet ausführlicher.

Die Wertpapiere von Lanxess avancieren heute im Wirtschaftsteil der RP zur „Aktie des Tages“. Glückwunsch!
Die FAZ widmet dem „Elastischen Multitalent“ aus dem Hause Lanxess, dem synthetischen Kautschuk, das vor 100 Jahren von Bayer-Chemiker Fritz Hofmann entdeckt wurde, heute einen Artikel auf ihrer dienstäglichen Technik und Motor-Seite.

Der Chempark hilft sechs ehrenamtlichen Projekten in Leverkusen mit jeweils 950 Euro, bei der Spendenübergabe waren Anzeiger und RP dabei. + + + RP und Anzeiger kündigen die Aktion der Leverkusener Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember im Kinopolis an. + + + Und die RP meldet, dass die Stadtverwaltung bis Mitte 2010 alle Sporthallen auf ihre Auslastung und ihren baulichen Zustand überprüfen solle.

Kultur: Schloss und Museum Morsbroich kommen heute in der RP zu Ehren – der Kulturteil berichtet über die Pläne für das Fluxuszentrum (online finden wir den Artikel nicht), der Lokalteil zeigt & erklärt, wie eine neue, begehbare Brunnenskulptur aussehen und funktionieren soll.
Dem Konzert der Chöre der Gemeinden St. Johannes der Täufer und St. Andreas mit Gastmusikern lauschte in Alkenrath der Anzeiger.

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Richters „Tiger“ für Opladen opfern?

Neues aus der Bahnstadt Opladen: Die Rheinische Post hat erfahren, dass das „Haus-im-Haus“-Konzept für den Fachhochschul-Campus in der alten Halle des Bahn-Ausbesserungswerkes keineswegs sicher realisiert werden kann. Das NRW-Wissenschaftsministerium prüfe derzeit „ergebnisoffen“, welche Bauweise fachlich und kostenmäßig am günstigsten sei.
Derweil hat Markus Pott von der „Opladen Plus“-Fraktion eine Idee, woher das Geld für die Gleisverlegung kommen könnte: Nach seinen Informationen sei das Gemälde „Der Tiger“ von Gerhard Richter, das im Besitz des Museums Morsbroich ist und zuletzt unter anderem unter den 60 Kunstwerken aus 60 Jahren Bundesrepublik war, inzwischen „um die zehn Millionen Euro wert“. Bei der Bürgerliste wäre dieser Vorschlag übrigens problemlos mehrheitsfähig – die will das Museum ohnehin gleich ganz abschaffen.

Die Absage der Veranstalter des Radklassikers „Rund um Köln“ für Leverkusen melden heute auch die Tageszeitungen (hier und hier). Günter Müller wertet es in seinem beistehenden Kommentar im Leverkusener Anzeiger als Chance für einen Neubeginn: „Warum nicht die Radsportler des Leverkusener RC Titan unterstützen?“

Erneut die Polizei vor der Stadthalle Opladen beobachtet hat der Anzeiger: Dort habe gestern ein Gerichtsvollzieher die Rücknahme der Einstweiligen Verfügung vollzogen, wodurch nun wiederum Oliver Reumkens heraus- und Michael Lamm mit seiner „Agnus Hotel Betriebs- und Beratungs-GmbH“ in das Haus Fürstenberg hereingeleitet worden sei. Und wieder sei die ordnende Hand der Ordnungshüter vonnöten gewesen. Reumkens habe gegenüber der RP angekündigt, mit einem neuen Anwalt gegen das Urteil vorgehen zu wollen.

Nachdem Lanxess gestern seine Quartalszahlen vorgestellt hat, sind heute die Zeitungen voll davon, die RP dichtet dazu (als Lokalaufmacher) die eindrucksvollste Überschrift: „Lanxess schichtet Mitarbeiter um“ – und stellt „Quest“ vor, das Center, in dem Lanxess-Mitarbeiter, deren Arbeitskraft vorübergehend nicht benötigt werde, für andere Bereiche qualifiziert werden. In Bezug auf den für 2011 geplanten, nach der Krise aber vorerst um mindestens ein Jahr zurückgestellten Umzug nach Köln gebe es nichts Neues.

Auch bei Chempark-Betreiber Currenta zieht man ein positives Fazit: Insgesamt gesehen habe der Chempark „als Verbund der einzelnen Unternehmen die Krise bislang gut gemeistert. Wir blicken zuversichtlich nach vorn“, habe Chempark-Leiter Ernst Grigat bei einem Pressegespräch am Donnerstag erklärt, lesen wir bei leverkusen.com.

Vom Ausgang weiterer Agfa-Prozesse vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt weiß die RP von Rechtsanwalt Harald Kaiser: Einer seiner Klienten habe im Streit mit Agfa Recht bekommen, ein zweiter hingegen nicht. Außerdem sei ein halbes Dutzend weiterer Verfahren in Sachen Agfa laut Kaiser „mehrheitlich zuungunsten der ehemaligen Mitarbeiter“ entschieden worden, meldet die RP.

Mit der Problematik der immer weiter auseinanderragenden Schere zwischen Arm und Reich in Leverkusen beschäftigten sich am Donnerstag über 100 Experten bei der 1. Leverkusener Fachtagung zur Sozialberichterstattung im Manforter Lindenhof, deren Ergebnisse Sozialdezernent Frank Stein für den Sozialbericht 2009 übernehmen möchte. Der Anzeiger war bei dieser Veranstaltung mit dabei, ebenso Radio Leverkusen.

Der Anzeiger bringt Zeitung in die Schule, genauer: in die Klasse 10a der Theodor-Heuss-Realschule in Opladen. Kevin Pattberg sei ein kritischer Mediennutzer, auch dem Internet traue er nur bedingt: „Zu unübersichtlich, oft gegensätzliche Inhalte.“

Die RP hat für ihren Lokalsport Reaktionen der Bayer-Fußballer auf den Freitod von Robert Enke gesammelt und stieß auf große Betroffenheit: Trainer Jupp Heynckes kannte Enke als Trainer von Benfica Lissabon. Und ebenso wie Rudi Völler werde auch Torwart René Adler zur Trauerfeier nach Hannover fahren: Er und Enke hätten sich nicht als Konkurrenten um einen Platz im Nationalteam verstanden, sondern sich auf menschlicher Ebene sehr verbunden gefühlt.

Verärgert sind die Wupper-Flößer über die Bußgeldandrohung durch die Landschaftsbehörde des Rheinisch-Bergischen-Kreises, meldet die RP. +++ Busse der Wupsi sollen nach und nach mit Kameras ausgestattet und dann noch sicherer sein, melden Anzeiger und RP. +++ In der Aquila-Siedlung in Küppersteg werde das Wohnungsunternehmen Gagfah nun 20.000 Quadratmeter belastetes Erdreich austauschen, meldet der Anzeiger. +++ Das Karnevals-Kinderprinzenpaar mit italienischen Wurzeln, Pasquale Pompeo und Alexandra Ziegler, entzückt Anzeiger und RP gleichermaßen.

Kultur: Jazztage-Artikel fluten heute die Zeitungen geradezu: Im Anzeiger-Kultur-Teil wird der Auftritt Jan Garbareks gewürdigt (ebenso im RP-Lokalteil), im Anzeiger-Lokalteil gibt es unter anderem ein Interview mit Joe Robinson, einen Bericht über den „Future Sounds“-Wettbewerb sowie Konzertberichte, darunter vom Auftritt von Peter Nonn und seiner Band.
Weniger die Kunst von Pianist Hardy Rittner bei seinem Auftritt im Erholungshaus machte Anzeiger-Kritiker Gerhard Bauer staunen, als vielmehr der Umstand, dass die Veranstaltung recht umstandslos zu einer Werbemaßnahme für eine CD geriet. Der offenbar recht umfangreiche deskriptive Teil, der vermutlich auch Laien für die Klassik begeistern soll, langweilte den Nicht-Laien Bauer womöglich. Zum Vortrag Rittners schreibt Bauer: „Lässt man das Konzert Revue passieren, nötigt kaum ein Detail dazu, es lange in Erinnerung zu behalten.“
Eine Ausstellung mit Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz beim Kunstverein Morsbroich hat der Anzeiger angesehen.
Und im Krimikiosk-Blog erfahren wir, dass die Leverkusener Autorin Regina Schleheck schon wieder einen Preis eingeheimst hat: Sie erhielt (gemeinsam mit zwei weiteren Deutschen) einen Hörbuch-Preis für die besten Kriminalgeschichten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Autoren waren aufgerufen, Kurz-Krimis unter dem Motto „Im Tod sind alle gleich“ einzureichen.

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Bogen um Leverkusen

Der Radrennklassiker „Rund um Köln“ werde in Zukunft wohl einen Bogen um Leverkusen machen, meldet Radio Leverkusen: Der Veranstalter habe Start und Ziel in den Kölner Rheinauhafen verlegt, ob die Strecke überhaupt noch durch Leverkusen führe, sei derzeit unklar. Zuletzt startete in Leverkusen noch das „Jedermann“-Rennen. Sportdezernent Marc Adomat bedaure das, erinnere aber zugleich daran, dass das Rennen recht teuer und stets mit einem Verkehrschaos verbunden gewesen sei.

Eine neue Wendung für die Stadthalle Opladen meldet der Leverkusener Anzeiger heute: Der 22. Zivilsenat des Oberlandesgerichtes in Köln habe die Einstweilige Verfügung des Landgerichts aufgehoben, die dem neuen Pächter Michael Lamm den Zugang zum Haus Fürstenberg verwehrte. Nun müsse der alte Pächter Sven Reumkens das Feld räumen. Stadthallen-Eigentümer Uwe Fuhrmann könne seinen Insolvenzantrag wieder zurücknehmen, wenn die Pacht durch den neuen Pächter wieder fließe, lesen wir außerdem im Anzeiger.

Die Rheinische Post nimmt die Stellungnahme der Dachorganisation der Bayer-04-Fans „Nordkurve 12“ zum Stadionverbot-Urteil des Bundesgerichtshofs auf und befragt unter anderem Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink zu dem Thema.

Die Bürgerliste ist nicht einverstanden mit der Taktik von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und der Stadtverwaltung, die Verabschiedung des Stadtetats wegen der unklaren Finanzierung für die Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen auf Februar zu verschieben, meldet die RP.

Die 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne jede Unterstützung dastehen, wollen laut RP am 23. November eine Montags-Demonstration durchführen – um auf ihre eigene Situation, aber auch auf die der gesamten Firma hinzuweisen.

Lanxess präsentierte heute seine Quartalszahlen – und übertrifft die Markterwartungen, meldet z.B. Reuters: Die Aktie sei „im Aufwind“.

Noch mehr Nachhaltigkeit möchte der Bayer-Konzern zukünftig gleich auf mehreren Ebenen anstreben. Der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning und Vorstandskollege Wolfgang Plischke präsentierten gestern die neue Nachhaltigkeitsstrategie von Bayer, was in der Presse heute bei Anzeiger oder RP Nachhall findet. Und was es mit dem großen Wort „Nachhaltigkeit“ eigentlich auf sich hat, erklärt dieser Weblog-Eintrag.

Dies und das: Prinz Bernhard I. hat sein Regiment angetreten, die Jecken sind los. +++ Das Landgericht Köln hat einen 38-jährigen Leverkusener zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, melden Anzeiger und RP. Der Mann hatte am Karsamstag 2008 auf der Uhlandstraße in Opladen einen Mann mit einem Messer schwer verletzt, das Gericht habe die Tat als Notwehr gewertet. +++ Tickets für die Leverkusener Schwimmbäder sollen bis zu 50 Cent teurer werden, meldet Radio Leverkusen. +++ Das Team um Sabine Brinkmann vom Weiterbildungsverein Bayer Leverkusen belegte beim Bundespokalschreiben des Deutschen Stenografenbundes in Bonn den ersten Platz, meldet der Anzeiger. +++ Statt eines Weihnachtsbaums gibt es in Opladen in diesem Jahr eine Weihnachtspyramide, meldet die RP.

Kultur: Die Jazztage-Konzerte vom dritten und vom vierten Tag werden heute in der RP und beim Anzeiger besprochen.
Einen bewegten Kurt Beckmann sah die RP, nachdem er am 9. November in der evangelischen Kirche Quettingen von Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums zu seiner Flucht als kleiner Junge vor den Nazis interviewt wurde.
Den Bayer-Spielmannszug stellt der Anzeiger anlässlich dessen 50-jährigen Bestehens vor.
Ein Benefizkonzert der Bayer-Philharmoniker am Freitag im Erholungshaus kündigt der Anzeiger an.

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Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

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DyStar zu 20 Prozent wieder in Betrieb

Gestern war die Rheinische Post online zwar deutlich schneller als der Leverkusener Anzeiger, heute im Blatt weiß der aber mehr über die wieder angelaufene Produktion bei DyStar in Leverkusen zu berichten: Die unterzeichneten Verträge mit Chempark-Betreiber Currenta zur Lieferung von Energie gelten laut Currenta-Sprecher Jürgen Gemke für die Zeit der vorläufigen Insolvenz, also bis Ende Dezember. Und produziert würden vorläufig nur Vorprodukte für die Nachbarn Bayer MaterialScience und Lanxess – denn die zahlen sofort. Zu 20 Prozent sei die Textilfarbenfabrik damit ausgelastet. Auch nähere Hintergründe kennt der Anzeiger: Bis unmittelbar vor dem Insolvenzantrag am 28. September habe man bei DyStar mit einem asiatischen Investor verhandelt, diese Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Außerdem gibt es laut Anzeiger Entwarnung für die DyStar-Rentner: Der Pensionssicherungsverein werde die Betriebsrenten im Insolvenzfall fortführen.

Die Leverkusener CDU schickt Rüdiger Scholz ins Rennen um die Landtagswahl. Das weiß nun wieder nur die RP, für den Anzeiger kam diese Entscheidung wohl zu spät. Scholz setzte sich gestern Abend gegen die Mitbewerber Albrecht Omankowsky und Rainer Ewig durch und folgt damit als Kandidat auf die derzeitige Landtagsabgeordnete Ursula Monheim. Auch leverkusen.com war schnell mit dieser Meldung.
Immerhin meldet der Anzeiger nun auch, dass für die SPD Eva Lux, frischgebackene Bürgermeisterin von Leverkusen, in den Landtag einziehen will. Die Genossen entscheiden am Freitag, 30. Oktober, über die Nominierung, bislang sei Lux die einzige Bewerberin in Reihen der Sozialdemokraten.

Den Austritt von Hans Erich Müller aus der Bürgerliste hievt die RP auf ihre erste Lokalseite. Sein Mandat in der Bezirksvertretung II nimmt Müller freilich mit. Erhard Schoofs erklärte laut RP, die Fraktion „ist über Müllers Abschied nicht sonderlich traurig“, allzu oft habe Müller sich nicht an Beschlüsse der Bürgerliste gehalten. Offenbar hatte Müller zuvor dem SPD-Kandidaten Heinz-Gerd Bast in der Bezirksvertretung seine Stimme für das Amt des Vorstehers verweigert, der daraufhin sein Mandat zurückgab. Der Stadt habe Müller mitgeteilt, er bliebe nun fraktionslos.

Beim Anzeiger ist in der Überschrift die „Schweinepest“ ausgebrochen, im Artikel geht es dann aber doch wieder um die Schweinegrippe, bzw. um das eher geringe Interesse an der Impfung gegen sie. Dabei hat sich nun auch der erste Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, pieksen lassen, wie die RP auf ihrer ersten Lokalseite fotografisch dokumentiert. Mit ihm nutzten 104 weitere Leverkusener die Chance am ersten Impftag. Amtsarzt Dr. Heinz Stammel hofft, dass sich 153.500 von den 162.000 Leverkusenern impfen lassen, das wäre „optimal“. Stammel selbst hat sich freilich noch nicht impfen lassen.

Zu vier Jahre Haft verurteilte das Landgericht Köln einen 31-jährigen Leverkusener, der im April 2007 eine Kraftfahrerin am Parkplatz Kurtekotten überfallen hatte, aber erst in diesem Jahr aufgrund von DNA-Spuren überführt werden konnte. Bei der Urteilsverkündung waren Anzeiger und RP dabei.

Außerdem: „Neues von der Bahnstadt Opladen verspricht der Anzeiger: Im einstigen Werkscasino an der Werkstättenstraße liegen die Pläne zum Baufortschritt aus. Über die „Maßgeblichen Veränderungen“ im Rahmen der Neuordnung der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum berichtet heute auch der Anzeiger. Bekim Hoxhai vom TuS Rheindorf ist Europameister im Thaiboxen, meldet der Anzeiger. Für ihren Einsatz nach dem Amoklauf von Winnenden ausgezeichnet wurde die Psychologin Kerstin Weidner, meldet der Anzeiger. Die Hauptschule Im Hederichsfeld in Oplaen muss ihren Sportunterricht nach Bürrig auslagern, berichtet die RP. Mit Pop-Art-Glamour schmückt sich Lanxess: Dass es im Warhol-Museum in Pittsburgh eine Kautschuk-Schau gibt, weiß auch die RP, allerdings nur im Print. Und Biofrontera gibt bekannt, dass sich die Zahl ihrer Aktionäre seit Jahresbeginn auf insgesamt rund 1200 vervierfacht hat.

Kultur: Den Fotografen Thomas Lüttgen und seine Bilder aus Afrika präsentiert heute die RP. Die Aufführung von „Les Arpenteurs“ auf Einladung der Bayer Kultur im Erholungshaus besuchte Monika Klein für die RP . In den „Jungen Zeiten“ im Anzeiger stellt Frank Weiffen heute den Leverkusener Musiker David Posor vor, der sich mit den Möglichkeiten des Internets bereits bestens arrangiert hat. Den Städtischen Chor Leverkusen unter der neuen Leitung von Michael Utz hat der Anzeiger vor seinem ersten Konzert (heute um 10 Uhr in der Friedenskirche an der Merziger Straße) besucht. Und die RP weiß auch von der neuen Ausstellung in der Kunststation im Klinikum Leverkusen sowie von einer Ausstellung mit Acrylbildern bei der Spedition Niesen.

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„Fundamental oppositionell“

Auch der Sportbund Leverkusen hat seine Nische zur Verwaltung des Mangels gefunden: Ana Ostrić hat sich für den Leverkusener Anzeiger eine Fortbildungsmaßnahme für Arbeitslose angeschaut, die sich offenbar an die Fitteren unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II richtet. In dem Pilotprojekt des Dachverbands der Leverkusener Sportvereine können sich Arbeitslose unter der gewissenhaften Anleitung von Diplom-Sportlehrer Thomas Edelmann zu Übungsleitern ausbilden lassen, um die sogenannte „Breitensport-Übungsleiter-C-Lizenz“ zu erwerben. Mit dem Schein sollen sie dann, so lautet der Plan, bei Sportvereinen oder in Offenen Ganztagsschulen wieder Arbeit finden können. 120 Stunden Theorie und Praxis erfordert die Fortbildung, und was erwartet so ein Diplom-Sportlehrer von seinen Schützlingen? Natürlich: „Eiserne Disziplin.“ Edelmann hält aber auch Lob bereit: „Positiv überrascht“ sei er von Motivation und Leistungsbereitschaft der insgesamt 13 Teilnehmer. Doch nicht alles Drückeberger, soll das wohl heißen. Die ins Bild gesetzten Anwärterinnen Andrea Neuber und Astrid Lindner machen jedenfalls durchaus eine gute Figur an den Trainingsgeräten. Freilich steht das ganze Modell vielleicht doch ein wenig auf wackligen Füßen, Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Morig selbst warnte schließlich erst Ende September, dass den Vereinen vom Landessportbund (LSB) schon 2010 jene Zuschüsse gekürzt werden sollen, die die für ihre Übungsleiter erhalten. Morig regte damals übrigens indirekt an, statt Zuschüsse zu kürzen solle der LSB besser seine Personalkosten reduzieren.

Mit den Widrigkeiten von Arbeitslosigkeit befasst sich auch der Rest der ersten Lokalseite des Anzeigers: Thomas Käding erzählt uns von dem Hartz-IV-Empfänger Lothar H., der sich wegen um 57 Euro zu hoher Mietkosten eine neue, preiswertere Wohnung suchen muss. Die findet er auch, bekommt sie aber nicht, weil die Leverkusener Hartz-IV-Behörde, die Arbeitsgemeinschaft Leverkusen (AGL), die Miete partout nicht direkt an den Vermieter überweisen will – worauf der aber besteht. Also muss Lothar H. weiter suchen. Die fällige Rüge handelt sich die AGL im beistehenden Kommentar von Käding ein.
Und in einem Kasten informiert der Anzeiger über die aktuellen AGL-Interna: Auf den in das Oberbürgermeisteramt ausscheidenden Geschäftsführer Reinhard Buchhorn folgt übergangsweise dessen Stellvertreterin Renate Helff. Bis zur fälligen Neuorganisation der AGL Ende 2010 wird sie kommissarische Geschäftsführerin sein, ihr Stellvertreter wird Andreas Laukötter.

Die Leser der Rheinischen Post müssen schon etwas abkönnen: Die setzt heute für ihre lokale Aufmacherseite auf den Schockeffekt und zeigt die Mündung eines Maschinengewehrs. Was das mit Leverkusen zu tun hat, erklärt die Unterzeile des beistehenden Artikels: „Auch in Leverkusen“ gilt nämlich die landesweite Verordnung, nach der Polizeiautos ab sofort die Schusswaffe, Modell „Heckler & Koch MP5“, mitführen. Sollte sich also in Zukunft neben Tankstellen- oder Taxiräubern auch mal ein Terrorist nach, sagen wir: Hitdorf verlaufen, dann können ihm die Schutzpolizisten ab sofort relativ umstandslos einheizen. Natürlich verzichtet der Artikel nicht auf Schlagworte wie „Terrorgefahr“ oder gar „Al qaida“.

Fundamentalisten haben sich die Leverkusener offenbar auch in ihren Stadtrat gewählt: Die neue Ratsfraktion von Pro NRW kündigt laut Anzeiger an, sie werde im Rat einen „fundamental oppositionellen Kurs in Sachfragen“ einschlagen. Die drei tapferen Bürgervertreter ahnen offenbar, dass sie es im Rat nicht allzu oft zu tragfähigen Mehrheiten bringen werden. So ganz fundamental oppositionell will Fraktionschef Markus Beisicht dann aber wohl doch nicht sein: „Zum Wohle des Bürgers“ werde man sich auch gesprächsbereit zeigen. Die Kenntnisse der Grundprinzipien der Demokratie kann man ihnen folglich wohl nicht absprechen. Wir warten gespannt auf die erste Ratsfraktion, die diese Gesprächsbereitschaft antestet. Schwerpunkte der Pro NRW-Ratsarbeit sollen übrigens sein: „Innere Sicherheit“ und „multikulturelle Gesellschaft“.

Die RP meldet, dass es in der CDU Bestrebungen gebe, noch vor der offiziellen Kandidatennominierung für die Landtagswahlen 2010 aus den derzeit drei Bewerbern (Rainer Ewig, Albrecht Omankowsky, Rüdiger Scholz) einen zu machen. Richtige Wahlen sind eben auch für richtige Demokraten manchmal eine lästige Sache, zumal dann, wenn der Kandidat sich schon innerparteilich nur haarscharf durchsetzen kann und so unnötig beschädigt werden könnte.

Am Standort Geretsried in Bayern läuft die DyStar-Produktion schon wieder, melden der Anzeiger und auch die FAZ. Die Suche nach neuen Investoren sei wieder in Gang gesetzt, wird Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zitiert, die Gespräche freilich seien in einem „sehr frühen Stadium“.

Über „“Gefallene M-Dax-Engel“ mit Bilderbuch-Erholung“ berichtet die FAZ heute und meint neben GEA und Hochtief auch Lanxess: Deren Aktien blieben in der Kategorie „Zukäufe“. Beide FAZ-Artikel kosten online Geld.

Im Sinkflug hingegen sieht der Anzeiger die Aktien der Kanadagänse in Hitdorf: Am 31. Oktober ende die Schonfrist für die Tiere, die Jäger grübeln schon, wie sie die Tiere ins Visier nehmen sollen. Förster Karl Zimmermann schätzt die Leverkusen Gänse-Population auf 250 Tiere, nur 100 seien besser. Der Vorsitzende des Leverkusener Tierschutzvereins, Gerd Kortschlag, protestiert: „Nur weil einige Leute gepennt haben, können die Gänse doch nicht jetzt abgeschossen werden.“

Über die Kollision zweier Lastkähne am frühen Freitagmorgen auf dem Rhein bei Wiesdorf, unmittelbar vor dem Chempark, berichten online Anzeiger, RP, Radio Leverkusen und auch die Bild.

Und schließlich Kultur: Die RP war bei einem Comedy-Abend bei der Tanzschule Kaechele in Opladen. Der Anzeiger lauscht in die Debüt-CDs der Leverkusener Musiker Crazy Freilach und Marc Schönberger, blickt auf das Konzert von Brian Auger am Samstag (19.30 Uhr) im Opladener Scala sowie auf die achte Leverkusener Shuttle-Nacht am Samstag, 24. Oktober.

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Wen der OB auf die Terrasse lockt

Heute viel zu tun, daher recht spät.
Wahlergebnisse aufarbeiten – das galt es gestern auch in den Leverkusener Parteizentralen. Besonders viel aufzuarbeiten hatte natürlich die SPD: Dem Leverkusener Anzeiger verrät die Leverkusener SPD-Vorsitzende Eva Lux, dass sie zu gerne wüsste, „welche Alters- und Geschlechtsgruppen uns verlassen haben“. Fehler der Partei in Leverkusen sehe sie nicht, Lux glaubt, dass die Partei bundesweit ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, das mit der Agenda 2010 geschaffen worden sei: „Die Verantwortlichen haben das Land gerettet – und die Partei erschossen.“
Sein denkbar knappes Ergebnis als gewählter Direktkandidat im Wahlkreis 102 hatte sich Karl Lauterbach bis Montag offenbar schon wieder schöngegrillt: „Von den Kölner SPD-Kandidaten habe ich diesmal die meisten Erststimmen bekommen“, erklärt er dem Anzeiger. Gegenspieler Thomas Portz von der CDU gibt sich gegenüber der Rheinischen Post nicht übertrieben niedergeschlagen: „Wir haben die Sensation knapp verpasst.“
Aber auch die Kommunalpolitik schläft nicht, wenn der Bund zur Wahlurne bittet. Der Parteiaustritt des Wiesdorfer SPD-Urgesteins Jürgen Scharf ist in beiden Zeitungen wieder Thema: Während Lux glaubt, Scharfs Austritt drei Tage vor der Wahl sei hilfreich für den politischen Gegner gewesen, bedauert SPD-Mitglied Jens Singer in der RP Scharfs Abgang: „Es kann nicht sein, dass in Leverkusen die Mandatsträger nach und nach verschwinden.“ Der Anzeiger weiß indes, wo Scharf seine politische Zukunft finden wird: Er wechselt zur OWG-UWG und schließt sich mit seinem Ratsmandat Thomas Wolf und Michael Schmidt (ebenfalls ein ehemaliger SPD-Ratsherr) an. Die OWG-UWG-Wählergruppe erreicht damit Fraktionsstärke im neuen Rat.
Avancen an die Wählergruppe seitens der CDU hat die RP bei der Wahlparty im Forum beobachtet: Während alle auf den Fernseher starrten, schnappte sich kein Geringerer als der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn OWG-UWG-Mann Thomas Wolf zu einem Zwiegespräch auf die Terrasse. „Ich habe nur mal den Zwischenstand abgefragt“, antwortet Buchhorn auf die Nachfrage der RP etwas schmallippig.

Radio Leverkusen hat sich nach der Wahl einmal umgehört und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: „Unternehmer freuen sich auf schwarz- gelb“ und „DGB nicht zufrieden mit dem Ausgang der Wahl“. Wer hätte das gedacht!

Ein Steuerloch aufgrund einer geringen Fehlkalkulation bei den Gewerbesteuereinnahmen im Leverkusener Haushalt für 2010 meldet die RP: Statt 55 werde es nur 50 Millionen geben, dafür gebe es aber auch mehr Geld vom Land. Das Konto der Stadt sei zum Jahresende mit 160 Millionen überzogen.

Von der Ursache für den Amok-Fehlalarm in der vergangenen Woche an der Lise-Meitner-Schule berichten nach Radio Leverkusen heute auch Anzeiger und RP: Es war ein „Störimpuls“.

Vier neue Kanalbaustellen ab Oktober/November der Technischen Betriebe Leverkusen kündigt die RP an: Und zwar an der Carl-Duisberg-Straße/Willy-Brandt-Ring, Berliner Platz/Düsseldorfer Straße/Rat-Deycks-Straße, Hermann-Löns-Straße/Kämper Weg und am Schmutzwasserkanal Wiehbachtal.

Lanxess wurde für seine gute Bilanz im Finanzkrisenjahr 2008 vom „ICIS Chemical Business Magazin“ zum „Unternehmen des Jahres“ gewählt, meldet der Anzeiger nur online, die RP nur im Print.

Der Anzeiger war im neuen Büro, das die Stadt Leverkusen für die Frauen-Fußball-WM 2011 beim Sportpark an der Robert-Blum-Straße eingerichtet hat. Die RP kündigt die Kampagne „Kinderträume 2011“ an.

Mit der „Privatisierung“ des Pfarrer-Jekel-Gemeindehauses in eine Physiotherapeutische Praxis sind die Quettinger nicht mehr so unglücklich, weiß der Anzeiger.

Von der Fortsetzung des Streits über die Bebauung der Ostseite in Hahnenblecher berichtet der Anzeiger: Die Stadt empfiehlt nach Rücksprache mit der Bezirksregierung, die geplante Änderung des Flächennutzungsplans für die bauwilligen Grundstückseigentümer beizubehalten.

Kultur satt heute in der RP: Monika Klein war beim 2. Leverkusener Akkordeontag in der Musikschule, beim „Konzert Leverkusener Musiker“ mit Erika Manns Pfeffermühle (der Anzeiger lobte schon gestern), beim Duo „Pianoworte“ im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Opladen – freilich ist nichts davon online zu finden.
Vom Titel „Museum des Jahres“ für das Museum Morsbroich berichten nun auch überregionale Medien aus ganz Deutschland: Hoch im Norden, tief im Westen und weit im Süden.

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Was Erstwähler wirklich wissen wollen

Der Leverkusener Anzeiger hat es online noch nicht verraten, also mache ich das jetzt einfach mal von hier aus: Heute ist der Leverkusener Anzeiger ohne Lokalteil erschienen! Es gab dort offenbar Probleme mit der „Einlegemaschine“. Ausgeliefert wurde die Zeitung in Leverkusen ohne Lokalteil und auch ohne „Magazin“. Die Teile von heute sollen dann der morgigen Ausgabe zusätzlich beiliegen, die Leser werden um Entschuldigung gebeten. So jedenfalls hört man.

In diesem Sinne: Gepriesen sei das Internet!

Das hätte heute in der Zeitung gestanden: Rainer Schmidt hätte seine Leser durch die Gerüchteküche der Leverkusener Parteien und Politiker auf der verzweifelten Suche nach mehrheitsfähigen Koalitionen und auf der Suche nach der magischen Zahl geführt: „SPD, Grüne und Linke brächten es auf 26 Mandate, das reicht nicht. Bekäme man aber die sieben Bürgerlistler und das Trio von Pro Opladen mit ins Boot, dann stünde am Ende die wunderschöne Zahl 36.“ Das wäre eine Mehrheit – und hieße, dass der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) ohne eigene Mehrheit dastünde. Für ihn in der Lostrommel sind weiterhin die „Jamaika Plus“-Lösung mit CDU, FDP, Freien Wählern und Grünen. Oder eben eine „Große Koalition“ mit CDU und SPD. So oder so hängt es offenbar wesentlich an den Grünen, ob und mit wem sie im neuen Rat zusammenarbeiten wollen. Dementsprechend wagt der Anzeiger die gleiche Prognose, die gestern bereits die RP machte: „Eine Vorentscheidung könnte die Mitgliederversammlung der Grünen am kommenden Montag bringen.“ Wir warten gespannt.

Eine Etage tiefer blickt die Rheinische Post, nämlich in die Ausschüsse, die ebenfalls besetzt sein wollen: Peter Korn berichtet, dass die vornehmlich von der CDU geplante Zusammenlegung von Haupt- und Finanzausschuss vom Tisch sei. Allerdings solle der Finanzausschuss, in dem über die meisten Themen aus allen übrigen Ausschüssen gesondert debattiert werden muss, von 15 auf 21 Mitglieder vergrößert werden. Das würde kleineren Gruppierungen, wie etwa der Linken, ein Stimmrecht in diesem wichtigen Ausschuss ermöglichen. Die kleinen Parteien in den Ausschüssen angemessen zu repräsentieren, so wird der neue OB Buchhorn in der RP zitiert, sei „Wählerwille. Und den ignorieren wir nicht.“ Abgeschafft werden soll aber der Beschwerdeausschuss, dessen Aufgaben dem Bürger- und Umweltausschuss zufallen sollen.

Und es gibt ja auch noch den Bundestagswahlkampf, und da porträtiert die RP heute den CDU-Kandidaten Thomas Portz: Der fährt jetzt mit seinem Konterfei auf dem Auto durch die Gegend, von dem bis Ende August noch Reinhard Buchhorns gewinnendes Lächeln blitzte. Der promovierte Historiker – Thema seiner Dissertation: „Carl Duisberg und die deutsche Außenpolitik im Ersten Weltkrieg“ – und Pharma-Repräsentant (bevor er zu Daiichi Sankyo Europe wechselte, leitete er unter anderem die Bayer-Repräsentanz in Berlin) ist kein Freund von Berufspolitikern: „Die Politik braucht mehr Quereinsteiger.“ Aber müssen es gleich Pharma-Lobbyisten sein?

In die Reihe „Was Erstwähler wirklich wissen wollen“ gehört wohl diese Meldung: Das Kreuzfeuer der Fragen hat zwei andere Leverkusener Bundestagswahl-Kandidaten bei einer Podiumsdiskussion in der Gesamtschule Schlebusch offenbar zu äußerst intimen Geständnissen getrieben: Benedikt Vennemann von der FDP und Manuel Lindlar von der Linken sollen sich dort laut Berichterstatter Alexander Franz zu ihrer homosexuellen Neigung „bekannt“ haben – und dafür auch mit großem Applaus bedacht worden sein. Wir gratulieren!

Lindlar erklärte bei der Veranstaltung übrigens auch, warum er keine Krawatten tragen mag (er wolle den Anschluss zur Basis nicht verlieren, heißt es im Artikel sinngemäß). Für den Wahlkampf-Besuch von Sahra Wagenknecht am Mittwoch in Wiesdorf hatte er sich das offenbar schon wieder anders überlegt, denn da trug er Krawatte. Aber Wagenknecht ist ja auch nicht die Basis.

ECE hat es geschafft: Der Willy-Brandt-Ring wird doch erst 2012 saniert. Die Investoren und Bauherren der Rathaus-Galerie fürchteten um prognostiziert 420.000 Kunden aus dem Umland, wenn deren Anfahrt von der Autobahn 3 schon zur Eröffnung im März 2010 im Staudebakel ende. Auch die Frauen-Fußball-WM 2011 in der BayArena solle verschont bleiben, daher hat der Verwaltungausschuss der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) die Maßnahme gleich um zwei Jahre verschoben.

Apropos ECE: Mit Axel Kaechele, dem Chef der mit der Werbekampagne für die Rathaus-Galerie beauftragten Leverkusener Werbeagentur „TasteOne“, führte die RP ein Interview. Kaechele gibt darin einen Vorgeschmack: „Die außergewöhnliche Architektur der Galerie wird in der Werbung sicher eine zentrale Rolle spielen. Auch das gesamte Umfeld wird sich wiederfinden. Unser Ziel wird es sein, das Einkaufszentrum fest in Leverkusen zu verankern.

Von steigenden Gebühren an der Leverkusener Musikschule zum 1. Januar 2010 berichtet die RP: Die Anhebung um durchschnittlich 6,4 Prozent folgt als vorerst letzter Schritt als Konsequenz aus dem Kienbaum-Gutachten aus dem Jahr 2006. Mehreinnahmen in Höhe von rund 40.000 Euro beschert der Stadtkasse die Hundesteuer, weiß die RP.

Von einem „wissenschaftlichen Kolloquium“ im Kölner Gürzenich auf Einladung von Lanxess anlässlich des Kautschuk-Jubiläums (der synthetische Kautschuk wurde am 12. September 1909 patentiert) berichtet die RP (leider nicht online). Lanxess-Chef Axel C. Heitmann ließ sich bei der Gelegenheit auch von TV-Moderatorin Nina Ruge interviewen. Man gönnt sich in diesen Krisenzeiten ja auch sonst nur noch sehr wenig.

Vom ersten „Business-Frühstück“ der Wirtschatsförderung Leverkusen (WFL) berichtet die RP, auch nur im Print: Geladen waren Unternehmer, die sich mit „Innovativen Werkstoffen“ auseinandersetzen möchten. Schließlich möchten WFL-Leiter Wolfgang Mues und Currenta ganz Leverkusen und den Chempark bis 2020 sehr gerne zu einem Leuchtturm-Standort für die futuristischen Werkstoffe machen.

Von den Jagdplänen auf die Wildgänse am Hitdorfer See berichtete am Mittwoch die Lokalzeit im WDR. Tierschützer plädieren dafür, die Gänse nicht zu jagen, sondern mit Gipseiern „auszutricksen“; und Ursula Arand vom Umweltamt erklärt, warum es so viele Gänse gibt: Weil Gänse nämlich gar nicht dumm sind. Der Bericht ist hier abrufbar.

Der Anzeiger vermeldet heute (bzw.: hätte heute vermeldet) auch das neue Verkehrskonzept rund um die BayArena mit den Straßensperrungen rund um den Stadtpark, was wir schon von Radio Leverkusen und aus der RP kennen.

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