Schlagwort-Archive: Leverkusener Kunstnacht

Die zehnte Leverkusener Kunstnacht – Der Künstler ist anwesend!

45 Stationen öffnen dem geneigten Kunstfreund bei der 10. Leverkusener Kunstnacht heute von 18 Uhr bis Mitternacht ihre Türen. Nicht nur Kunstkenner möchten die Aussteller zu dieser Gelegenheit in ihre Ateliers locken, sondern natürlich auch solche, die die Welt der Kunst erst noch für sich entdecken. Für all jene eine kleine Handreichung für einen gelungenen Atelierbesuch.

Twitter-Hashtag: #kunstnachtlev
Facebook-Seite: Kunstnacht Leverkusen
Webseite mit allen Infos: www.kunstnacht-lev.de

Neugier ist die vielleicht vornehmste Eigenschaft, die einen Atelierbesucher auszeichnen kann. Aber alle Neugier ist vergebens, wenn sich vor des Künstlers Kammer Schwellenangst breit macht. Diese zu überwinden soll die Kunstnacht helfen. Denn während man im Museum üblicherweise anonym die Werke abschreiten, hier und da den Kennerblick – sei er echt oder nur vorgetäuscht – nach Belieben schweifen lassen kann, muss man im Atelier natürlich dringend damit rechnen, dem Künstler selbst in die Arme zu laufen. Und woher soll man schon wissen, was so ein Künstler dann von einem erwartet? Muss man stundenlang über seine Kunst debattieren? Womöglich erwartet er gar noch, dass man gleich ein paar seiner Werke käuflich ersteht?

Mit ihrem Atelier in Hitdorf ist Martina Auweiler-Gewaltig seit der ersten Kunstnacht mit dabei, und sie weiß genau, was sie von einem Besucher erwartet: „Die Kommunikation ist mir schon wichtig, als Künstlerin möchte ich die Reaktion der Menschen sehen und die Resonanz erspüren.“ Sie versuche, jeden Besucher persönlich zu begrüßen und sich zumindest kurz vorzustellen – insbesondere, wenn sie ein neues Gesicht erblickt. „Wenn ich dann merke, dass jemand nicht viel reden möchte, dann lasse ich ihn natürlich in Ruhe.“ Es sei ohnehin genug zu tun bei so einer Kunstnacht, sodass auch Introvertierte nicht damit rechnen müssten, den ganzen Abend in Debatten verwickelt zu werden. Jeder könne sich ungestört umsehen, sich am Rotwein bedienen, dem Bühnenprogramm folgen oder auch nach fünf Minuten wieder gehen.

Auch Ulrike Harter aus Schlebusch versichert: „Bei uns wird niemand bedrängt oder vollgequatscht!“ Andererseits sei so eine Kunstnacht ja durchaus dazu angetan, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Harter: „Unser Zelt ist für mich eine Begegnungsstätte, das ist ja auch spannend für uns Künstler!“ Ob jemand lange Diskussionen vor einem Bild führen möchte oder nicht – „das obliegt jedem selbst!“ Ein gewisses kommunikatives Rüstzeug schätzt auch Bernd Wachtmeister bei seinen Atelierbesuchern: „Wenn die Besucher mit einer Frage auf mich zukommen, vereinfacht das das Gespräch, das merkt man schon.“ Das sei ihm allemal lieber als der Besucher, der einmal täppisch anmerkte: „Schönes Männchen hamse da gemalt!“

9. Leverkusener Kunstnacht, 11.10.2013 - EVL City-Point Wiesdorf mit Bernd Wachtmeister

Bei der 9. Leverkusener Kunstnacht im EVL City-Point Wiesdorf mit Bernd Wachtmeister.

Welches Outfit ist das richtige? Ist Extravaganz angesagt oder doch gepflegtes Understatement? „Viele Besucher, insbesondere Besucherinnen“, hat Wachtmeister beobachtet, „nutzen solche Anlässe gerne für ein schrilles Outfit.“ Dagegen sei gar nichts einzuwenden, keinesfalls aber erwarte er von Besuchern Trendsettermentalität. Auch für Ulrike Harter muss niemand darauf achten, „besonders chic gekleidet zu sein“. Und Martina Auweiler-Gewaltig hat nur eine Bitte an ihre Besucher: „Niemand soll sich verkleiden! Ich muss ganz bei mir bleiben – als Künstler genauso wie als Besucher!“

Schließlich: Ist es unhöflich, ohne gutgefüllte Einkaufstüte das Atelier wieder zu verlassen? „Um Gottes Willen!“, rufen beide Künstlerinnen unisono aus. Ulrike Harter: „Dann müsste ich ja 400 Werke an einem Abend verkaufen!“ Wehren würde sie sich dagegen nicht, aber „das ist ja nicht der Grund, warum ich die Leute zu mir einlade.“ Natürlich sei es schön, Geld einzunehmen, um die nächste Miete bezahlen zu können, ergänzt Martina Auweiler-Gewaltig, aber: „Die wenigsten kaufen ein Bild – und kein Künstler würde das erwarten.“ Es gehe schlicht darum, das Atelier zu erkunden und die Techniken des Künstlers kennenzulernen.

Fazit: Anziehen, was bequem ist – nur das kaufen, was außerordentlich gefällt – und fragen, fragen, fragen. Und notfalls damit rechnen, dass man auch auf einen eher mürrischen Künstler treffen könnte, der mit Picasso zu verstehen gibt: „Könnte ich es beschreiben, hätte ich es geschrieben und hätte es nicht malen müssen!“

Der Text ist dem Katalog entnommen, den Norbert Kaluza anlässlich der 10. Kunstnacht zusammengestellt hat:

Titelseite Kunstnacht-Katalog

Titelseite Kunstnacht-Katalog

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9. Kunstnacht: Rundgang im Regen

Die 9. Leverkusener Kunstnacht ist Geschichte, die Twitterwall hat noch ein paar Einträge hinzugewonnen. Vielen Dank allen, die mitgelesen haben, noch mehr Dank allen, die mitgetwittert haben. 2014 steht dem trending topic #KunstnachtLev, denke ich, nichts mehr im Wege. Wer noch keinen Twitter-Account hat, meldet sich am besten jetzt schon für die 10. Kunstnacht an.

Hier habe ich noch ein paar Fotos von meinem Rundgang durch den Regen und immerhin sechs der insgesamt 42 Stationen:

Hier ein Video von einer Restauration im Atelier Grass mit Jenny Oster während der Kunstnacht, aufgenommen von leverkusen.com:

Das Team aus der Witzheller Kornbrennerei hat ein paar Fotos bei einem bekannten großen sozialen Netzwerk online gestellt.

Und auch die Energieversorgung Leverkusen hat die Kunstnacht im City-Point mit einigen Fotos dokumentiert.

Abschließend ein paar meiner Lieblingstweets von dem Abend:

Und hier noch ein Screenshot von der Twitterwall – als Vorgeschmack für 2014:

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Auf zur 9. Leverkusener Kunstnacht

Am Freitag. 11. Oktober 2013, ist es wieder soweit: Die Leverkusener Kunstnacht bietet dann ab 18 Uhr bereits zum 9. Mal die Chance zu einem Orte übergreifenden Streifzug durch die lebendige Leverkusener Kunstszene. 42 Stationen im ganzen Stadtgebiet laden ein zum Besuch und zum Verweilen, Shuttle-Busse der Wupsi verbinden alle Stationen miteinander. In diesem Jahr möchte ich einen neuen Anlauf nehmen, das Geschehen vor und vor allem während der Kunstnacht via Soziale Netzwerke ein wenig zu bündeln.

Bei der 9. Leverkusener Kunstnacht nutzen wir das Twitter-Hashtag

#KunstnachtLev

Und hier geht’s zur Twitterwall für die 9. Kunstnacht: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/

Auf dieser Twitterwall erscheinen alle Eure Tweets mit dem Hashtag #KunstnachtLev. [Keine Ahnung, was ein „Häschtäg“ ist? Einfach im Tweet die Raute „#“ direkt vor ein Wort setzen – und schon ist’s ein Hashtag, das man anklicken und so andere Tweets mit dem gleichen Hashtag sehen kann.] Ein paar Tweets gibt es bereits – schreibt, wo Ihr gerade seid, schickt Fotos von Kunstwerken oder aus dem Shuttle-Bus. Erst mit möglichst vielen Tweets wird die Twitterwall so richtig interessant. Viel Spaß beim Twittern von den & Lesen über die 42 Stationen!

Wer noch keinen Twitter-Account hat, der kann sich den in wenigen Augenblicken anlegen: Es kostet nichts, verpflichtet zu nichts, selbst die NSA erfährt dort nichts, was sie nicht eh längst über Euch weiß – und Ihr werdet sehen: es macht Spaß.

Die Twitterwall ist übrigens auch für iPhone optimiert abrufbar, und zwar hier: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/iphone

Und diese Optimierung können all jene nutzen, die die Twitterwall z.B. für die Gäste in ihrer Kunstnacht-Station mit einem Projektor an die Wand werfen möchten: http://kunstnachtlev.tweetwally.com/projection

Natürlich kann sich jeder auch seine ganz eigene Twitterwall für die Projektion in der eigenen Station anlegen. Empfehlen möchte ich zum Beispiel twitterwall.me, wo man außer Twitter- auch Facebook-Postings mit dem Hashtag #KunstnachtLev einbinden kann.

Hier geht’s zum Kunstnacht-Programm 2013 als PDF:
http://kunstnacht-lev.de/fileadmin/flyer2013.pdf

Alle 42 Stationen im Schnelldurchlauf:

Schlebusch
1) Altes Bürgermeisteramt Schlebusch Bergische Landstr. 28
2) Atelier Richard Bausewein Metzer Str. 18
3) Villa Wuppermann Mülheimer Str. 14
4) Atelier Kunstraum von Ulrike Harter Grüner Weg 96 (Hinterhaus)
5) Schmuckwerkstatt Böhme Mülheimer Str. 27
6) Atelier Ploenes Hammerweg 26
7) Friedenskirche Merziger Straße (Waldsiedlung)
8) Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer Freudenthal 68
9) Spektrum Leverkusen Virchowstr. 43
10) Villa Rhodius Bergische Landstr. 82a-84

Lützenkirchen
11) Ehemalige Witzheller Kornbrennerei FB Visuelle Kommunikation Altenberger Str. 147

Alkenrath
12) Museum Morsbroich & Kunstverein Leverkusen Schloss Morsbroich e.V. Gustav-Heinemann-Str. 80

Bergisch Neukirchen
13) Atelier Engelbert Engel Burscheider Str. 400
14) Restaurant Fachwerk Burscheider Str. 106a
15) Imbacher Weinladen Wuppertalstr. 96a
16) Grunder Mühle Grunder Mühle 1
17) Atelier-Gemeinschaft C.A.P.R.A. Albert-Zarthe-Weg 9

Wiesdorf, Manfort & Bürrig
18) Lindenhof Weiherstr. 49
19) Galerie im Forum Am Büchelter Hof 9
20) Christuskirche Dönhoffstr. 2
21) CityKirche Herz Jesu Wiesdorfer Platz 55
22) Energieversorgung Leverkusen City Point, Friedrich-Ebert-Platz 11
23) Bayer Kulturhaus Nobelstr. 37
24) Koloniemuseum Nobelstr. 78
25) Sparkasse Leverkusen Hauptfiliale Friedrich-Ebert-Str. 39
26) topos Hauptstr. 134
27) Reuschenberger Mühle Alte Garten 61

Hitdorf
28) Atelier Martina Auweiler-Gewaltig Hitdorfer Str. 130
29) Atelier Helga Santel Hohestr. 15

Opladen, Quettingen & Fixheide
30) Galerie am Markt Peter-Neuenheuser-Str. 3
31) Atelier Grass Restaurierung Birkenbergstr. 84
32) CBT-Wohnhaus Upladin Opladener Platz 8
33) St. Remigius-Kirche An St. Remigius
34) Tanzstelle Düsseldorfer Str. 119
35) Künstlerverein Begegnungsstätte Bunker Karlstr. e.V. Karlstr. 9
36) Junges Theater Leverkusen Karlstr. 9a
37) NaturGut Ophoven Burg Ophoven, Talstr. 4
38) AWO-Familienseminar Berliner Platz
39) Café Galerie Zettel’s Traum Altstadtstr. 20
40) Kulturausbesserungswerk (KAW) Kolberger Str. 95a
41) Alter Wasserturm Neue Bahnstadt Opladen, Bahnstadtchaussee 8
42) Ateliergemeinschaft etage3 Benzstr. 1a

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Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

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Mehr Toleranz für Wupper-Flößer

Der Leverkusener Anzeiger erscheint in neuem Gewand: Ein neues Layout schmückt die Zeitung ab heute, Verleger Alfred Neven DuMont schreibt dazu auf Seite drei von einem „kleinen Sprung in die nächste Zukunft“. Und er weiß auch, wo die Zeitung auch in Zeiten des Internets „immer noch Meister ist“: Im Lokal- und Regionalbereich.

Und damit zur LevLog-Presseschau:

Der Vergangenheit von Marijn Dekkers, dem kommenden Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, als Tennistrainer bei Rot-Weiß Emmerich nachgespürt hat die Rheinische Post: Neben Dekkers Immatrikulationsfoto von der Universität Nimwegen berichten einstige Weggefährten von dem Tennisclub, bei dem sich Dekkers die eine oder andere Mark während seines Studiums als Trainer hinzuverdient habe. „Hart, aber gerecht“, sei er gewesen. „Er war ein richtig netter Kerl, der unglaublich angenehm im Umgang war“, wird ein einstiger Dekkers-Schützling zitiert. Ein Tennis-Crack als Bayer-Chef: Zieht da am Horizont ein Goldenes Zeitalter für den RTHC herauf?

Den Leverkusener CDU-Mann Bülent Arslan, der zweimal mit dem Versuch gescheitert war, sich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen zu lassen, stellt die taz in einem Porträt vor und fragt in der Überschrift: „Kann ein Muslim CDU-Politik?“

Bei dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht in Leverkusen am Mittwoch war neben dem Anzeiger auch der Spiegel dabei.

Ab dem 20. Oktober hat die Schweinegrippe keine Zukunft mehr in Leverkusen: Dann wird geimpft! Das meldet Leverkusens Amtsarzt Hans-Eckhard Linstaedt. Rund 40.000 bis 50.000 Leverkusener würden sich impfen lassen, schätzt Linstaedt für den Anzeiger. RP und Radio Leverkusen berichten (hier und hier) schon von Leverkusener Kassenärzten, denen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 4,09 Euro pro Impfung nicht hoch genug sei.

Thema in allen Medien ist die Grundsteinlegung für die Kinderklinik (inklusive einer „Komfortstation“) am Klinikum in Schlebusch. 23 Millionen kostet der Bau für 168 neue Betten, der 2012 bezugsfertig sein soll.

Mit dem Organisator der Wupper-Floßfahrt, Klaus Kirschey, hat die RP gesprochen. Nachdem Tierschützer sich beschwerten, dass die Fahrt bei einem Pegelstand unter 60 Zentimetern gestartet wurde, fordert Kirschey „mehr Toleranz“ für die „zufriedenen Teilnehmer“: Er habe „regelmäßig den Stand angefragt, und der lag bis Sonntagmorgen über 60 Zentimeter“. Auf dieser Seite sieht man, dass Kirschey seinen Schlaf an dem Tag (13.9.) offenbar recht früh aus hatte. In einem Leserbrief zwei RP-Seiten weiter klagt ein Mitglied des Sportanglervereins (SAV) Bayer Leverkusen: Die „Gaudiveranstaltung“ sei kontraproduktiv für die Bemühungen von Angelsportvereinen, Fischereiverbänden und Behörden in der Wupper Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder heimisch werden zu lassen.

Ein weiteres Thema im Problemfeld „Mensch und Natur“ beleuchtet die RP ausführlich und spricht mit Leverkusener Jägern über das Ende der Schonzeit für die Kanada-Gänse am Hitdorfer Badesee.

Viele ihrer eigenen Aktionen präsentiert die Anzeiger-Lokalredaktion heute den Lesern: Die Serie „Mangelhaft“ mit besonders unansehnlichen Orten in Leverkusen ist auf der ersten Lokalseite, auf Lokalseite zwei wird der Leverkusener Schilderwald durchforstet und auf der „Journal“-Seite lädt ein Rätsel zur 5. Leverkusener Kunstnacht zum Mitmachen ein, im Mittelpunkt der Diepentaler Künstler Winfried Gille. Wann die 5. Leverkusener Kunstnacht ist, erfährt man u.a. hier: Am Freitag, 30. Oktober 2009, von 18 bis 24 Uhr.

Die Nachricht von den 61 Millionen Euro für Leverkusen aus dem Landeshaushalt für 2010 meldet jetzt auch der Anzeiger.

Auch im Anzeiger-Hauptblatt ist Leverkusen heute vertreten: Für eine Story über den blühenden Handel mit immer jüngeren Nachwuchsspielern auf der Themenseite im neuen Layout besuchte der Stadt-Anzeiger den Leverkusener Nachwuchskicker Dennis Krol. Der 18-jährige Krol spielte rund fünf Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2009 wieder zu Bayer 04 nach Leverkusen zurückkehrte. (Dieses Porträt bestätigt immerhin die These, dass die Anzeiger-Sportredaktion sehr wohl weiß, welcher Verein im Einzugsgebiet die Referenzgröße zum Thema Fußball ist.) Hier noch ein Video mit Krol im Trikot des FC Barcelona, gefunden bei YouTube. Überschrift: Die große deutsche Hoffnung.

Ein wenig Politik gibt es heute auch in der RP (leider nicht online): Eine Woche vor der Bundestagswahl setzt die Redaktion ihre Kandidatenporträts mit Benedikt Vennemann von der FDP fort. Der Heilpädagoge und Immobilienkaufmann umreißt seine politischen Ziele, unter anderem will er, dass Leverkusen zukünftig eben nicht in Düsseldorf um Geld betteln muss: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen komplett von der Gewerbesteuer abhängig sind.“ Aber, aber: Es gibt doch auch noch die Hundesteuer.

Von einem geplanten Warnsystem vor Kindesmisshandlung, an dem Jugendamt und Leverkusener Schulen arbeiten, berichtet die RP. Vom Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Manfort vor dem Landgericht Köln berichten Anzeiger und RP.

Kultur: Der Anzeiger empfiehlt die neue Komödie am „matchboxtheater“ in Hitdorf: Die Inszenierung des Broadway-Stücks „Jakes Frauen“ besteche „mit feinsinnigem Humor“. (Nächste Aufführungen: heute, Samstag, 19. 9., und Samstag, 26. 9., jeweils um 20 Uhr im Theater in der Hitdorfer Str. 169). Über die Inszenierung von Helge Schneiders „Mendy – Das Wusical“ von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums berichtet die RP vom Schülertheaterfestival im Forum (die schräge Inszenierung stellte der Anzeiger schon vor zwei Wochen vor).

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