Schlagwort-Archive: Lise-Meitner-Gymnasium

DyStar wird indisch. Die Arbeit auch?

Das indische Unternehmen Kiri übernimmt DyStar und rettet auch in Leverkusen Arbeitsplätze – zumindest vorübergehend. Alles neu im Trakt 1 des Lise-Meitner-Gymnasiums. Sollen die städtischen Angestellten an Weiberfastnacht frei bekommen?
Weiterlesen

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Der Ärger der Weltpresse

Ist Rettung für DyStar am Standort Leverkusen in Sicht? Die Rheinische Post meldet in ihrer Wochenendausgabe kurz, aber prägnant, dass zur Rettung des Leverkusener Standorts derzeit über ein „Management-Buy-Out“ verhandelt werde. Das hieße, die Leitung würde den Betrieb im Chempark von Eigentümer Platinum Equity erwerben. Produktionsleiter Gerhard Obernosterer habe entsprechende Überlegungen angedeutet. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gebe aber zu bedenken, dass ein solches Modell auf „sehr wackligen Füßen“ stehe. Die Frist für potenzielle neue Investoren sei derweil um eine Woche verlängert worden.

Ärger gibt es laut RP wieder um den Bürgerbusch, auch ganz ohne Pläne für eine Autobahnraststätte: Immobilien-Unternehmer Wilfried Hilgert, der die rund 300 Quadratmeter große „grüne Lunge“ Leverkusen erst im Frühjahr von der von Diergardtschen Forstverwaltung erworben hatte, wolle Strafanzeige gegen von Diergardt stellen, Begründung: Dieser sei bei dem Verkauf „betrügerisch vorgegangen“. Unter anderem bemängele Hilgert, dass ihm falsche Angaben zum Nutzungsrecht gemacht worden seien, dass ihm die Verpachtung einer Parzelle an ein Tiefbauunternehmen verschwiegen worden sei und dass er keine zeitnahe Aufstellung des Forstbestands erhalten habe.

Für Wirbel gesorgt hat laut RP der Vorschlag von „Opladen Plus“-Fraktionschef Markus Pott, zugunsten der Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen das Gerhard Richter-Gemälde „Der Tiger“ aus dem Museum Morsbroich zu verkaufen. Roswitha Arnold von den Grünen habe heftigst protestiert, Museumsleiter Markus Heinzelmann auf ein weltweites Abkommen verwiesen, dass derlei Kunstverkäufe verbiete. Mit so etwas ziehe Leverkusen den Ärger der Weltpresse auf sich, warnt Heinzelmann bei Radio Leverkusen.
Laut RL rege Regierungspräsident Hans Peter Lindlar übrigens an, dass die Leverkusener Bürger zum Haushalt ihrer Stadt ein gewichtiges Wörtchen mitreden sollten.

Weitgehend abgeschlossen seien die Sanierungsmaßnahme der Y-Brücke über dem Europaring in Wiesdorf, weiß der Leverkusener Anzeiger. Die provisorische Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Seite des Kinos habe sich indes so gut bewährt, dass die einspurige Lösung nun probeweise bis Juni 2010 beibehalten werde.

„Leverkusener Kanäle sind marode“, schreckt die RP ihre Leser auf Seite B5 auf: Mehr als zwei Drittel der Hausanschlüsse in der Stadt seien „offenbar dringend sanierungsbedürftig“. Besonders Abschnitte in Hitdorf, Opladen, Quettingen, Lützenkirchen, Bergisch Neukirchen und Bürrig seien nach Einschätzung der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) betroffen.

An dem Bauspielplatz an der Oderstraße in Rheindorf möchte die Stadt ein neues Jugendhaus errichten, meldet der Anzeiger. Der Bauspielplatz gehe derweil nach lange ungeklärter Zukunft in die gemeinsame Trägerschaft von Kirchenkreis, Evangelischer Kirchengemeinde Rheindorf, Katholischer Jugendwerke und der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz über.

Gestiegen sei in Leverkusen die Zahl der Kinder, die eine Kindertagesbetreuung genießen, meldet der Anzeiger unter Bezug auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demnach seien im März 2009 in Leverkusen 501 Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege beaufsichtigt worden, im März 2008 seien es 359 Kinder gewesen.

Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag griffen auch die Bayer-04-Fußballer Simon Rolfes und Manuel Friedrich zum Buch und lasen Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Ulla Klopps Kinderbuch „Tom und der Zauberfußball“ vor. Auch Anzeiger und die RP lauschten den beiden.

Von Chempark-Chef Ernst Grigats zufriedener Rückschau und dem anschließenden Ausblick in die Zukunft bei einem Pressegespräch am Donnerstag berichtet der Anzeiger. +++ TMD Friction suche 33 neue Auszubildende im kaufmännischen und technischen Bereich für das neue Lehrjahr, lesen wir bei kfz-net. +++ Der Behindertenbeirat fordert eine Rampe für die Reihenhäuser an der Julius-Leber-Straße in Alkenrath, meldet der Anzeiger. +++ CDU-Landtagswahlkandidat Rüdiger Scholz ist auf dem CDU-Bezirksparteitag in Pulheim Platz sieben der Bezirksliste gewählt worden, erfahren wir bei leverkusen.com. Und Stefan Hebbel zwitschert, dass Parteikollege Scholz uns als Wahlkämpfer demnächst auch ab und an etwas zwitschern wird. +++ Und im Baublog Leverkusen gibt es nach langer Zeit auch mal wieder eine Neuigkeit: Die Garage ist geliefert.

Kultur: Die Jazztage, bei denen unter anderem Candy Dulfer mitsamt Saxofon zu Gast war, werden im Anzeiger mit drei Artikeln (online finden wir diese Konzertkritik und das Interview mit Clueso) gewürdigt, in der RP mit einem Artikel.
Das Konzert des Pianisten Hardy Rittner im Erholungshaus bespricht Monika Klein für die RP heute deutlich freundlicher als Gerhard Bauer gestern im Anzeiger.
Und die RP stellt heute auch die Ausstellung von Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz im Kunstverein Morsbroich vor.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Fiskalische Verbesserungspotenziale“

Der Stadtkämmerer weigert sich: Rainer Häusler will die Steuern in Leverkusen nicht erhöhen, berichtet die Rheinische Post heute. Einen entsprechenden Beschlussentwurf lege er Finanzausschuss und Stadtrat vor – und widersetze sich damit einer Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für Nordrhein-Westfalen. Eine Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer solle nicht umgesetzt werden, obwohl die GPA mit diesen Maßnahmen ein „fiskalisches Verbesserungspotenzial“ von 3,6 Millionen Euro kalkuliere. Häusler verweise darauf, dass die Steuererhöhungen die Ergebnisse Leverkusener Unternehmen verschlechtere und damit nicht nur die Gewerbesteuer-Erlöse wieder senke, sondern auch das Risiko von Unternehmens-Wegzügen aus Leverkusen erhöhe. Im beistehenden Kommentar pflichtet „US“ Häusler bei: „Eine Zitrone lässt sich nur einmal ausquetschen.“ Die Hebesätze in Leverkusen, erläutert die RP, lägen mit 500 Prozent bei der Grundsteuer und 460 Prozent bei der Gewerbesteuer bereits „deutlich überm Schnitt“.

Ursula Monheim will Vorsitzende der CDU in Leverkusen bleiben: Sie erklärte ihre Bereitschaft zu der Kandidatur für die anstehenden Vorstandswahlen auf dem Parteitag am 28. November, melden heute RP, Radio Leverkusen und leverkusen.com. Die Leverkusener Landtagsabgeordnete, seit 2003 Vorsitzende der CDU in Leverkusen, hatte kürzlich ihren Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur für die Landtagswahl bekannt gegeben.

Die bereits angekündigte Umbenennung von „Pro Op“ ist nun vollzogen, melden Leverkusener Anzeiger und RP: Der im Stadtrat vertretene Verein werde künftig unter dem Namen „Opladen Plus“ firmieren, was in der Kurzform eleganterweise das alte Opladener Autokennzeichen „OP“ ergibt.

Vor zwei Jahren kündigte die Bayer AG an, sich aus dem Sportsponsoring zurückzuziehen und mit dem Geld zukünftig über eine neue Stiftung Schulen im Umfeld der Unternehmensstandorte zu fördern. Heute berichten Anzeiger und RP über eine Spendenübergabe an das Landrat-Lucas-Gymnasium (15.000 Euro) und an das Lise-Meitner-Gymnasium (10.000 Euro) aus dem Topf der „Bayer Science & Education Foundation“. Die Bewerbungsfrist für Schulen, um Fördermittel für naturwissenschaftlich-technische Projekte für 2010 zu beantragen, ende am 1. Dezember, Bewerbungen sind unter www.bayer-stiftungen.de möglich. Seit 2007 seien laut Anzeiger insgesamt 1,25 Millionen Euro an 101 Bildungsprojekte in 43 Städten gegangen.

Als Leistungssportler noch vom Bayer-Geld profitierten, war sie eines der Aushängeschilder: Ein Porträt der Leverkusener Diskuswurf-Weltrekordlerin Liesel Westermann-Krieg, die am 2. November 65 Jahre alt wurde, in der Main-Spitze finden wir erst heute.

Hellauf begeistert scheint Hans Becker, Leiter des Leverkusener Büros für die Fußballfrauen-WM 2011, über die Nachfrage nach den WM-Tickets für Leverkusen zu sein: „Das ist der Wahnsinn!“, zitiert ihn heute der Anzeiger. Eine konkrete Zahl der für Leverkusen verkauften Tickets finden wir zwar nicht, die Tickets in der „Kategorie vier“ seien aber bereits „überbucht“ und müssten nun verlost werden. Im beistehenden Kommentar singt Günter Müller das Loblied des Frauenfußballs in Leverkusen: „Dynamisch, kämpferisch, torhungrig, erfolgreich.“

Der Kreisverkehr an der Nobelstraße solle auf Wunsch der Stadtverwaltung nun doch nicht mehr umgebaut werden, meldet die RP kurz: Eine neuerliche Berechnung der Kosten habe eine Summe von 690.000 Euro ergeben, zuvor seien Kosten in Höhe von 455.000 kalkuliert gewesen. Der geplante Umbau gab Anlass zu „Kurven-Diskussionen“ (siehe hier und hier) unter Wiesdorfer Bürgern und betroffenen Einzelhändlern an dem der Fußgängerzone zugewandten Ende der Nobelstraße.

Auch am zweiten Tag der Umleitungsmaßnahmen ebbt das Verkehrschaos in Opladen nicht ab, die RP habe allein binnen 20 Minuten drei Geisterfahrer auf der Fürstenbergstraße, deren Fahrtrichtung gedreht wurde, entdeckt. Die Baustelle solle laut Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen bis März 2010 dauern.

Dazu passt diese Meldung: Leverkusen zieht viele Einpendler an, weiß Radio Leverkusen aus der aktuellen NRW-Pendlerstatistik: Rund 40.000 Arbeitnehmer pendelten täglich ein, demgegenüber verließen täglich 30.000 Leverkusener die Stadt aus beruflichen Gründen.

Bei der Verabschiedung in den verdienten Ruhestand von Horst Hoschkara als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) waren Anzeiger und RP dabei. Als Nachfolger hat der Stadtrat bereits im Sommer Heiko Leonhard bestellt. Bayer CropScience hat den Kauf des amerikanischen Biotechnik-Unternehmens Athenix Corp. abgeschlossen, meldet die Bayer-Unternehmenskommunikation. Der Kaufpreis für die Firma mit einer „umfangreichen Entwicklungsplattform von Pflanzeneigenschaften“ betrage umgerechnet knapp 250 Millionen Euro. Die Gründung der neuen „Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie Leverkusen“ meldet heute auch kurz der Anzeiger. Die RP macht den Lokalteil auf mit der Verurteilung eines Ex-Leverkuseners, der Kokain aus Peru nach Deutschland schmuggelte, vor dem Schöffengericht in Opladen zu 42 Monaten Haft.

Kultur: Die vier siegreichen Bands des Leverkusener Nachwuchswettbewerbs „Lauter Lev“ stellen heute Anzeiger (ausführlich) und RP (etwas weniger ausführlich) vor: Am 18. Dezember werden auf Einladung der KulturStadtLev die Bands „Das Holtz“, „Divine To The End“, „MPH“ und „Miaomio“ im Agam-Saal aufspielen.
Und die Plattensammlung von NaturGut Ophoven-Chef Hans-Martin Kochanek hat der Anzeiger ausgekundschaftet. Der Skandal: Auf Rang drei seiner fünf Lieblingsplatten gibt Kochanek Gary Moores „Still Got The Blues“ an – dabei sollten doch gerade wir in Leverkusen wissen, dass das Titelstück laut Gerichtsurteil ein schändliches Plagiat sei: abgekupfert angeblich vom „Jud’s Gallery“-Stück „Nordrach“ aus der Feder des Leverkuseners Jürgen Winter.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Gewonnen ist gewonnen“

Wochen, gar Monate haben viele diesem Wochenende entgegengefiebert, Prognosen, Hochrechnungen angestellt – jetzt ist es raus: Der 1. FC Köln verliert auch mit Lukas Podolski verlässlich gegen Bayer 04 Leverkusen. 1:0 siegte Bayer 04 am Samstag in Köln, den Siegtreffer erzielte Simon Rolfes.

„Gewonnen ist gewonnen“ – so zitiert der Leverkusener Anzeiger heute Karl Lauterbach, der im „Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV“ mit einem Endspurt den Sieg einfuhr und sich das Direktmandat für den Bundestag gegen seinen CDU-Herausforderer Thomas Portz sicherte. Wer weiß: Vielleicht war es die rote Rose, die Lauterbach am Samstag noch unserem Landesvater Jürgen Rüttgers auf dessen Wahlkampfstation in Wiesdorf schenkte, die den Unterschied gemacht hat. Großer Gewinner der Bundestagswahlen ist die FDP, der Leverkusener FDP-Vorsitzende Friedel Ferber hofft laut Anzeiger aber durchaus weiter auf eine starke SPD: „Hoffentlich machen die eine richtig gute Opposition. Damit die Schwarz-Gelben nicht übermütig werden.“
Leverkusen siegte an diesem Wochenende gleich noch ein zweites Mal gegen Köln, wie Rainer Schmidt im Anzeiger erläutert: Nämlich im Stimmenauszählen. In dem geteilten Wahlkreis 102 hatten die Leverkusener ihre Wahlbezirke bereits um 21.15 Uhr ausgezählt, die Kölner waren erst gegen Mitternacht fertig. Dafür dürfen sich die Kölner auf die Fahnen schreiben, den Sieger des Direktmandats gekürt zu haben: Alleine mit den Leverkusener Stimmen hätte nun Thomas Portz das Mandat, nicht Lauterbach. Der erklärte der Rheinischen Post: „Ich werde jeden Leverkusener in Berlin vertreten, egal, ob er mich gewählt hat oder nicht.“
Es wurde also etwas später am Sonntag bei der Wahlparty im Forum, entsprechend war die Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses nurmehr eine eher triste Angelegenheit für die Kamera von leverkusen.com:

Die Ergebnisse für den Wahlkreis 102 im Detail sind im LevLog hier dokumentiert.

Zum Leverkusener Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium kennt die Stadt jetzt die Ursache – verrät sie aber nicht: „Aus Sicherheitsgründen“, wie Radio Leverkusen meldet.

Außerdem gab es noch ein wenig Kultur am Wochenende in Leverkusen: Das Kom(m)ödchen aus Düsseldorf besuchte die Opladener-Festhalle. Und in der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ weckten Roswitha Dasch und Ulrich Raue am Sonntag im alten Bayer-Verwaltungsgebäude Q 26 das Kabaretttheater „Pfeffermühle“ von Erika Mann gelungen wieder zum Leben.

Bei der Brennpunkt Jam unter der Autobahn in Wiesdorf war leverkusen.com dabei:

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Nächste Woche kein Kakao!!!

Der Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium – eine überaus dämliche Lappalie, die geschockte Schüler zurücklässt und heute natürlich Thema in den Zeitungen ist: Der Leverkusener Anzeiger berichtet gar ausführlich auf seiner Themenseite zwei. Der Satz, der das Chaos erst auslöste, ist aber in der Rheinischen Post dokumentiert: „Nächste Woche fällt der Milch- und Kakaodienst aus.“ Man darf sich die verblüfften Schüler vorstellen, deren Lehrer ob dieser Nachricht kreidebleich die Türen verriegeln und hastig die Fenster schließen lassen. Nach rund einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Und mitten im Chaos steht eine Mutter und klagt gegenüber der RP-Reporterin: „Ich finde, hier herrscht eine schlechte Informationspolitik.“
Das „Amok-Alarmsystem“ war erst im April installiert worden, so wie an 47 weiteren Schulen in Leverkusen. Gert Geiger von der städtischen Gebäudewirtschaft hat die zuständige Firma nun beauftragt, das System an allen Schulen zu prüfen. (Was sind das eigentlich für Zustände, in denen flächendeckend „Amoklauf-Alarmsysteme“ in Schulen installiert werden? Die sich dann auch noch als defektanfällig herausstellen? Da weiß man gar nicht, was schlimmer ist.)

Zu erfreulicheren Themen: Einen Sieg gab es für die Bayer 04-Fans nach dem Spiel gegen Werder Bremen zwar nicht zu feiern, aber Freibier gab es trotzdem. Sogar schon vor Spielbeginn: Das Bezahlsystem mit der „BayArena-Card“ hat versagt, da entschlossen sich die Verantwortlichen, lieber freigiebig zu sein statt Aufruhr zu riskieren. Ein restlos begeisterter Fan berichtet bei werkself.de:

Habe selten soviel bei einem 0-0 gelacht wie heute. Scharenweise sind die Leute von den Ständen hochgekommen, soviel Bier gebunkert wie nur ging.
War wie zu den Zeiten der Schlußverkäufe. Und dann war es besonders lustig zu beobachten, wie es sich durch die Reihen durchgesprochen hat und alle freudestrahlend wieder hoch kamen.

So schön kann Fußball sein! Alles das, was bei der Premiere in der neuen BayArena funktionierte, hakt jetzt irgendwie doch: Das Bezahlsystem knickt ein, im Fanshop müffelt es, Fans bemängeln Parkplatzsituation und die neuen Pendelbusrouten, müssen sich auf zu eng geratenen neuen Oberrängen drängeln (siehe hier) und Anwohner beklagen sich über die Sperrungen.

Was Guido Westerwelle für die Bundes-SPD, das ist Roswitha Arnold für die Leverkusener CDU: Die Fraktionsvorsitzende der Leverkusener Grünen hatte einer „Jamaika-Koalition“ bereits vor der Mitgliederversammlung am Montag eine Absage erteilt. Die Mitglieder gaben ihrer Fraktion nun den Auftrag, den Kontakt mit der SPD für ein Bündnis ohne die CDU und ihren OB Reinhard Buchhorn zu „intensivieren“, melden RP und Radio Leverkusen.

„Wir liegen voll im Zeitplan!“, betont Vera Rottes, Geschäftsführerin des Projekts „Neue Bahnstadt Opladen“, umgeben von Baustaub und riesigen Baggern, zum Fortschritt der Abrissarbeiten im nördlichen Bereich des alten Bahnausbesserungswerkes. Wolfgang Müller-Schlesinger vom Förderverein des Kulturausbesserungswerkes hofft derweil darauf, dass die Gestaltung des neu enstehenden Platzes vor dem KAW in der Hand derer bleibt, die sich dort später auch aufhalten werden – und nicht von einem Planungsbüro jenseits der Stadtgrenzen oktroyiert wird. Dazu sollen bei einer „Klausurtagung“ am Mittwoch Ideen gesammelt und diskutiert werden. Er ist sich sicher: „Das kann ein ganz abenteuerlicher Platz werden!“

Kultur: Von der Komödie „Jakes Frauen“ am „matchboxtheater“ sowie vom ersten „KlassikSonntag“ der KulturStadtLev in der neuen Spielzeit am vergangenen Sonntag mit Dirigent Dirk Joeres und Klarinettist Wolfgang Esch berichtet die RP, leider nicht online. Beim Konzert der Folk-Bands der Musikschule Leverkusen in der Christuskirche war der Anzeiger.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Jamaica ist tot“

Heute soll es eine Vorentscheidung geben auf der Suche nach der Ratsmehrheit, glaubt man den Prognosen der Berichterstatter des Leverkusener Anzeigers und der Rheinischen Post : Und tatsächlich präsentiert uns die RP bereits ein entscheidendes Signal von den Grünen: „Jamaica ist tot“, wird die Grünen-Fraktionschefin Roswitha Arnold in einem lesenswerten Beitrag zum aktuellen Stand der Dinge zitiert. Falsch daran ist zwar die Schreibweise der karibischen Insel mit den Nationalfarben Schwarz, Gelb und Grün. Das hilft der CDU aber auch nicht weiter, der für eine stabile Mehrheit nun offenbar allein eine Große Koalition mit der SPD bliebe. Weil die SPD aber wiederum mit den Grünen und der Bürgerliste schon ein Bündnis schmiedet, könnte es passieren, dass die CDU mit ihren 22 Sitzen und dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn ohne Mehrheit dasteht. Peter Korn gibt sich freilich angemessen skeptisch, wie krisenfest ein linkes Bündnis mit kleinen Parteien wie Pro Opladen, OWG-UWG oder Linken sein mag – nämlich gar nicht: „Eine ideale Gemengelage für Zufallsmehrheiten.“

In sämtliche digitale „News-Alerts“ bundesweit katapultiert hat sich heute Vormittag das Lise-Meitner-Gymnasium in Manfort mit einem Amok-Fehlalarm. Radio Leverkusen, RP, Anzeiger und Spiegel Online geben Entwarnung: Es gab an der Schule keinen Amoklauf. Ursache war offenbar ein technischer Defekt.

Über das „Fest zum Weltkindertag“ im Neulandpark berichten Anzeiger und RP ausführlich, wir lassen Bilder von YouTube sprechen:

Eine überaus eigenartige Rallye, die einer Körpercreme, der Farbe Orange und dem Zeitgeist der 70er Jahre huldigte, und die am Sonntag mit einigen schicken „Youngtimer“-Autos am BayKomm in Leverkusen endete, hat der Anzeiger gesehen – und liefert dazu auch eine hübsche Bildergalerie.

Den Tod von Werner Mävers, einst FDP-Ratsherr in Bergisch Neukirchen, später stellvertretender Landrat, vermeldet die RP.

Beim „Tag der Bewerbung“ im Berufskolleg in Opladen wurden Jugendliche mit dem Ernst des Lebens konfrontiert, die RP hat dazu passend die Arbeits-Statistik und einen guten Rat von Rainer Gurk vom städtischen Fachbereich Kinder und Jugend parat: „Zwar wird frühestens Anfang 2012 ein neuer Kindergarten in Leverkusen eröffnet. Dennoch kann ich Ihnen sagen, dass Erzieherin ein Beruf mit Zukunft ist.“

Und dann noch viel Kultur: Von einem Gamelan-Konzert in der Musikschule Leverkusen, von einem Konzert der Bayer Bigband im BayKomm und von der Aufführung des Stücks „Der Weg zurück“, einer Sprechtheaterfassung des Musicals „Der König der Löwen“, in einer Inszenierung von Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums im Rahmen des Schülertheaterfestivals im Forum berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger war auch beim Besuch des Kabarettisten Jürgen Becker beim NaturGut Ophoven. Und die RP schaute bei einem Casting beim „matchboxtheater“ in Hitdorf zu.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Politische Personalrochaden

Einen Blick auf die deutsche Pharmabranche wirft die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe und konstatiert, dass diese sich auf dem Weltmarkt wieder nach vorne arbeite. Über Bayer schreibt Autor Michael Psotta: „Bayer hat sich aus misslicher Lage wieder nach vorn gekämpft. (…) Mit der offensichtlich geschickten und reibungslosen Eingliederung von Schering hat Bayer neue Substanz mit neuen Forschungsprojekten gewonnen.“ (Der Artikel ist auch online abrufbar, kostet aber 2 Euro)

Was leverkusen.com schon vorgestern (und ich gestern) meldete, verkünden heute auch die Leverkusener Tageszeitungen: Markus Märtens (33) wird OB Reinhard Buchhorns Büroleiter. Peter Korn hat den Rechtsanwalt für die Rheinische Post interviewt. Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu seinem neuen Chef antwortet Märtens: „Auf den Punkt gebracht: Wir haben einen guten Draht zueinander.“
Die RP vermeldet auch weitere Personalrochaden in der Leverkusener Politikszene: Ralf Johanns, der bislang den Job für OB Ernst Küchler macht, den Märtens demnächst für Buchhorn erledigt, wird neuer Leiter des Rechnungsprüfungsamtes. Und der Christian Dohmen folgt zum 1. Oktober als SPD-Fraktionsgeschäftsführer auf Nina Lepsius, die an die Universität Düsseldorf wechselt. Walter Mende über den 31-jährigen Politikwissenschaftler, der seit September 2002 bei der Stadt im Fachbereich Soziales arbeitet: Ein „Glücksfall“. (Online nur beim Anzeiger)

„Wettbüros müssen schließen“, titelt der Leverkusener Anzeiger auf seiner ersten Lokalseite und verweist auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (mehr dazu hier).

Gleich über zwei Schulen berichtet die RP: Die Sanierung der Hauptschule im Hederichsfeld werde voraussichtlich zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten, wie die Stadt mitteile. Es gebe dort massive Schäden durch Feuchtigkeit. Und vom neuen gebundenen Ganztagsbetrieb für die Fünftklässler am Lise-Meitner-Gymnasium berichtet Roman Zilles: Das Mittagessen sei immerhin „fast so gut wie bei Mama“. (Nicht online abrufbar)

Der Volkswagen-Plumpser veranlasst das Bauaufsichtsamt, die Widerstandsfähigkeit der Absperrgitter in dem Parkhaus am Klinikum zu prüfen.

Über „Bayers neue Farbenspiele“ mit der Medienfassade am Hochhaus W1 berichtet die RP eine Woche nach dem Anzeiger.

Schließlich Kultur: Der Anzeiger stellt zwei Ausstellungen vor. Die Foto-Ausstellung „Die sich die Freiheit nahmen“ im Erholungshaus zeigt Bilder osteuropäische Intellektuelle im Exil als Opfer kommunistischer Regimes. Und im Bunker Karlstraße stellt Harry Plein in der Werkschau „Charbonnel“ Kaltnadelradierungen aus. Und die RP blickt schon auf die 5. Leverkusener Kunstnacht (hier die Homepage) am 30. Oktober.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Köder für die Grünen

Launig reicht Thomas Käding im Leverkusener Anzeiger den Lesern ein Häppchen aus der politischen Gerüchteküche: Unter der Überschrift „Schwarze Sirenen locken die Grünen“ berichtet er von einem Ansinnen der CDU, die Grünen mit zwei fetten Ködern in eine „Jamaika-Koalition“ zu locken. Demnach solle Grünen-Vorsitzende Roswitha Arnold den Posten der Ersten Bürgermeisterin angedient bekommen. Und binnen zweieinhalb Jahren, wenn Stadtkämmerer Rainer Häusler in Ruhestand geht, könne auch der Grüne Gerd Wölwer als Umweltdezernent aufrücken. Der Artikel ist leider nicht online abrufbar, daher kein Link.

Sehr wohl online abrufbar ist das Rätsel um die Pro-NRW-Kandidatur, während die Rheinische Post ihre Meldung dazu nicht online veröffentlicht: Der Wahlausschuss, der das amtliche Endergebnis der Wahl vom Sonntag gemäß dem vorläufigen Endergebnis festgestellt hat, muss sich mit einer Merkwürdigkeit befassen: Ein Mann aus Schlebusch-Süd hatte Anzeige erstattet, weil er sich, offenbar ohne sein Zutun, als Bewerber für „Pro NRW“ auf einem Wahlzettel entdeckte. Immerhin: Der Mann soll 91 Stimmen bekommen haben.

Von einer Testwahl-Schlappe für den SPD-Bundestagskandidaten Karl Lauterbach bei einer Podiumsdiskussion im Lise-Meitner-Gymnasium berichtet die RP. Besonders bitter: Nicht nur sein CDU-Konkurrent Thomas Portz luchste ihm Stimmen der Schüler ab, sondern auch der 21-jährige Kandidat der Linken, Manuel Lindlar.

Die RP macht gesundheitssensiblen Leverkusenern Hoffnung: Im Oktober soll der Schweinegrippen-Impfstoff in Leverkusen ankommen, berichtet Amtsarzt Dr. Hans-Eckhard Linstaedt der RP. Freilich gebe es derzeit keine neuen Fälle von Schweinegrippe in Leverkusen, Autor Peter Korn aber kennt die Schnellstraße, die die Viren nach Küsschen, Hände schütteln und Wechselgeld geben gerne nehmen: „So manch einer fasste sich danach mit der Hand ins Gesicht – für Virenübertragung ein Weg so effektiv wie eine Autobahn.“

Was gestern noch klein angekündigt wurde, ist heute der Aufmacher im Anzeiger: Am Bahngelände Opladen wurden Kreuzkröten umgesiedelt.

Die RP interviewt Freiherr-vom-Stein-Schulleiterin Monika Romain zu ihrem denkmalgeschützten Schulgebäude. Das neue Programm der Volkshochschule Leverkusen stellt der Stadt-Anzeiger vor, die Inszenierung von Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ als Musical von der Leverkusener Musikschule loben Anzeiger und RP unisono.

Diese Korrektur haben wir bereits gestern gemeldet: Die BayArena darf doch leuchten. Heute Abend wird dort das Länderspiel Deutschland gegen Südafrika ausgerichtet. Die RP rät ihren Lesern noch einmal, besser außerhalb zu parken, der Stadt-Anzeiger hatte seine Vorberichterstattung bereits vor einigen Tagen veröffentlicht. Im Sportteil wartet dafür ein besonderes Schmankerl für die Leverkusener Fußballfans: Ein Interview mit dem weißen Brasilianer Bernd Schneider, der bei dem Spiel heute vom DFB feierlich verabschiedet werden soll. „Schnix“ zeigt sich in dem Interview einmal mehr als Meister des Understatements. Frage: „Sind Sie zufrieden damit, wie Sie als Spieler öffentlich wahrgenommen worden sind?“ Antwort Schneider: „Das weiß ich nicht.“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau