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Jobversorgung in Leverkusen top

Ausnahmsweise mal positive Nachrichten aus den Wirtschaftsressorts: Bayer Material Science hebt die Arbeitszeitverkürzung wieder auf, wie auch Leverkusener Anzeiger (hier) und Rheinische Post (hier) melden: Ab November arbeiten die rund 4100 Beschäftigten wieder voll für vollen Lohn. Bayer hatte Arbeitszeit und Löhne Anfang Februar um knapp sieben Prozent reduziert.

Dem Raps die letzten Geheimnisse entlockt hat Bayer auch, nun freilich Bayer CropScience: Dort wurde, so die zweite Meldung des Tages aus der Bayer-Kommunikation, erstmals das gesamte Genom der Rapssorte Canola (lateinisch „Brassica napus“) sowie die darin enthaltenden Genome der Pflanzen Rübsen („Brassica rapa“) und Kohl („Brassica oleracea“) entschlüsselt. Was das nun für den Raps bedeutet, geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor.

Bei einem Städteranking der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und der WirtschaftsWoche mit insgesamt 50 Städten belegt Leverkusen Rang 29, zwischen Hagen und Kassel; Primus ist München, gefolgt von Münster, Hamburg und Düsseldorf, Köln liegt auf Rang 20. Bei der Arbeitsplatzversorgung ist Leverkusen sogar die beste Stadt: „2008 waren in Leverkusen 61,6 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 55,9 Prozent“ Fazit: Die „Bayer-Stadt hat die beste Jobversorgung, fällt jedoch bei der Wirtschaftsdynamik ab“. Das detaillierte Ergebnis für Leverkusen ist hier abrufbar. Auch die Zeitungen berichten, hier die RP, hier der Stadt-Anzeiger.

Von einem Erfolg vor Gericht für die Energieversorgung Leverkusen (EVL) berichten die Zeitung für kommunale Wirtschaft (hier) und die RP: Die Tochterfirma „eprima“ des Wettbewerbers RWE darf nicht mehr in Haustürgeschäften und per Telefon in Leverkusen behaupten, RWE arbeite mit der EVL zusammen. Dies sei falsch, das Landgericht Köln wertete dies als „unlautere und wettbewerbswidrige Verkaufspraktiken“.

Beim Anzeiger angerufen hat das Büro des vorläufigen DyStar-Insolvenzverwalters Stephan Laubereau und erklärt, man werde gemeinsam mit der Arbeitsagentur eine „Koordinationsstelle“ einrichten und nach einer Lösung für die 21 ehemaligen DyStar-Mitarbeiter suchen, die nun ihre zugesagten Abfindungen in hoher fünfstelliger Höhe nicht erhalten. In der RP schimpft Bodo Wilms, seines Zeichens Bezirksleiter Leverkusen der Gewerkschaft IG BCE, gegen DyStar-Eigentümer Platinum Equity, diese begehe „Vertragsbruch“: „Die Arbeitnehmer haben jederzeit ihren Beitrag geleistet, aber der Arbeitgeber hat letztlich die Zusagen nicht eingehalten.“ Beide Artikel sind leider nicht online abrufbar.

Aber apropos IG BCE: Deren designierter neuer Vorsitzender Michael Vassiliadis begann seine Gewerkschaftskarriere einst bei Bayer in Leverkusen, vor seiner Wahl am Dienstag berichten unter anderem RP (bereits gestern) und WirtschaftsWoche.

Über die rund zehn Millionen Euro teuren neuen Laborräume am Klinikum Leverkusen berichten nun auch Anzeiger und RP, jeweils recht ausführlich, die RP freilich nicht online.

Auch die Bestätigung von Roswitha Arnold als Leverkusener Grünen-Chefin wird in den Zeitungen heute bestätigt.

Die RP macht ihren Lokalteil mit einer Reportage über mögliche „Hundehasser“ am Rhein bei Hitdorf auf: Dort legen Unbekannte offenbar mit Nägeln gespickte Stofffetzen aus.

Der Anzeiger zeigt auf der ersten Lokalseite das Bild von mehr 1000 Rheindorfer Schülern, die sich im Friedenspark zu einem Regenbogen formierten, und dazu das Friedensparklied „Farbenland“ sangen mit viel Text dazu. Die RP war auch da.

Bei einer Diskussion über das neue Kinderbildungsgesetz, kurz: KiBiZ, vor offenbar recht leeren Rängen haben Anzeiger und RP zugehört, auch beim „Markt der Möglichkeiten“ in Pattscheid , einer Messe fürden Klimaschutz waren Anzeiger und RP mit dabei.

Mit Thomas Röhrich vom Sporthaus Röhrich, das derzeit jeden Tag noch ein bisschen leerer gekauft wird, sprach Günter Müller für den Anzeiger. Röhrich betont, dass er weiter Geld verdienen will, nämlich mit seinem kleinen Laden im Soccer-Centor. Und dass die von ihm mitbetreute Basketball-Giants-League für Schulen demnächst wieder starte.

Gleich zwei mal geht es in der RP heute um Friseure: Auf Seite vier begutachtet Barbara Schmickler die neuen Frisurtrends für den Herbst, präsentiert von der Friseurinnung Bergisches Land („Die Dauerwelle kehrt zurück“), auf Seite drei wird über „Schwerpunktprüfung“ des Hauptzollamtes bei Friseurbetrieben in Leichlingen und Rhein-Berg (leider nicht online): Dabei flogen Fälle von Lohndumping auf, im Einzelfall wurden Stundenlöhne von 1,50 bis 5 Euro festgestellt.

Gestern schwärmte Eberhard Foest noch vom „Edel-Rost“, heute schiebt die RP hinterher, dass der für die Bahnstadt-Brücken vorgesehene Corten-Stahl vor allem wohl doch eine Sparmaßnahme ist. Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender der Bahnstadt-Gesellschaft, jedenfalls wird so zitiert: „Wir haben uns für dieses Material entschieden, weil es geringe Folgekosten hat.“ Das Material müsse in 50 Jahren nicht ein mal gestrichen werden.

Kultur: Bei der konzertanten Aufführung der Händel-Oper Armida durch das Kammerorchester L’arte del mondo und dem türkischen Pera Ensemble auf Einladung der KulturStadtLev im Forum sahen eine offenbar angetane Monika Klein für die RP, ein nicht vollends überzeugter „gb“ für den Anzeiger – und außerdem auch der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, von dem nicht überliefert ist, wie es ihm gefallen hat.
Der Anzeiger stellt vor der Leverkusener Kunstnacht am Freitag, 30. Oktober, den impressionistischen Maler Josef Schiefer aus Leverkusen.

Und für alle, die es gestern verpasst haben: Hier sind die Buchempfehlungen von Manfred Gottschalk von der Buchhandlung Gottschalk in Schlebusch gestern Nachmittag bei DeutschlandRadio Kultur. Als ein „besonders spannendes Buch“ empfiehlt er:
„Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky (Aufbau Verlag, 320 Seiten, 19 Euro). Als „besonders schönes Buch“ nennt er „Müller hoch drei“ von Burkhard Spinnen (Schöffling, 296 Seiten, 17,90 Euro). Sein persönlicher Lieblingstitel ist „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón (Suhrkamp, 563 Seiten, 9,90 Euro). Und als das Buch, von dem man etwas lernen kann, nennt Gottschalk: „Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo“ von, huch: Maren Gottschalk (Beltz & Gelberg, 220 Seiten, 16,95 Euro).

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Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

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