Schlagwort-Archive: Marijn Dekkers

Bayer: Dekkers verstehen … mit Schumpeter

Marijn Dekkers möchte die Bayer AG innovationsfähiger machen und in wachsenden Märkten im Ausland wettbewerbsfähig positionieren. Im Gegenzug sollen 1700 Stellen in Deutschland wegfallen. Das kann man finden, wie man möchte – der Niederländer folgt damit konsequent dem Modell der „schöpferischen Zerstörung“ des Ökonomen Joseph Alois Schumpeter.
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Endlich: Bayer wächst bald wieder

Nach weniger als zwei Monaten bekennt sich der neue Vorstandschef Dr. Marijn Dekkers zu seinem großen Plan: Bayer soll wieder wachsen! Leider geht das freilich nur, wenn man zunächst etwas Ballast abwirft. Und Ballast, das sind nunmal die teuren Angestellten: 4500 von ihnen sollen den Konzern verlassen.
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OB erwägt zivilen Ungehorsam

Jetzt soll’s feststehen: Kein Rot-Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen!
Die Linken in Leverkusen wussten es schon vor der Wahl: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“, verkündete ein Wahlplakat, das exklusiv in Leverkusen für die Linke warb.

Die können sie jetzt vielleicht bald schon wieder aufhängen: Wenn es Neuwahlen gibt. Freitag, 21. Mai – was steht in Leverkusen an?
Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat Leverkusen mal wieder einen Brief geschrieben: Er mahnt die Stadt zum – was auch sonst? – Sparen. Und richtet seinen Zeigefinger auf die Ausgaben für die Kultur: Er warte weiterhin auf ein Konsolidierungskonzept für die KulturStadtLev: „Bisher haben Sie mir kein dahingehendes Konzept vorgelegt.“ Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn habe Kulturdezernent Marc Adomat noch gestern damit betraut, ein solches Konzept zu erstellen. Laut Rheinischer Post (finde ich online leider nicht) kündigte er aber auch an, „über zivilien Ungehorsam nachzudenken“.

Ziviler Ungehorsam eines Oberbürgermeisters?
Durchaus wohlbegründet: „Sollten Land und Bund uns weiterhin mit teuren Pflichtaufgaben so belasten, dass wir unseren freiwilligen Aufgaben wie Kultur nicht mehr nachkommen können, kann ich nur sagen: Armes Deutschland, arme Kommunen“, zitiert die RP den OB.

Was vom Kulturgeschehen in Leverkusen spiegeln denn die Zeitungen heute wieder?
Einiges: Vom „Sonder-Einsatz-Kabarett“ am Landrat-Lucas-Gymnasium berichtet heute auch der Leverkusener Anzeiger. Der war nach langer Zeit auch mal wieder bei der Kabarett-Reihe im „K 1“, wo Bill Mockridge am Mittwoch die Saison beschloss. Und der Anzeiger stellt das Programm für den Morsbroicher Sommer vor. Das macht auch die RP, die heute auch die Fotos von Kabarettist Jess Jochimsen vorstellt. Nicht berichtet werden kann übrigens über die für heute und morgen Abend vorgesehenen Vorstellungen von „Oder nicht sein …“ des Jungen Theaters im Kulturausbesserungswerk: Ein Darsteller fällt mit Bänderriss aus.

Was lese ich: Der Betriebsrat bei Bayer hat etwas Überraschendes gemacht?
Den Wechsel beim Bayer-Betriebsrat in Leverkusen findet Thomas Käding „überraschend“ – und der lässt sich da üblicherweise eher selten überraschen. Thomas de Win tritt als Leverkusener Vorsitzender zurück und überlässt den Posten seinem Vize Oliver Zühlke. De Win bleibe aber Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Bayer AG. Käding unternimmt im nebenstehenden Kommentar den Versuch, diese neue Arbeitsteilung zu interpretieren. Und konzediert, dass Zühlke einen „kernigen Auftritt bevorzuge“ – der womöglich gefragt sei, wenn ab Oktober Marijn Dekkers das Ruder im Konzern übernehme, denn: „Niemand weiß, was die niederländisch-amerikanische Sphinx so alles im Schilde führt.“ Auch nicht Thomas Käding.

Noch nicht! Überrascht waren gestern auch die Bayer-04-Fans?
Die kickerMeldung von der bevorstehenden Einigung mit dem alten Bekannten Hanno Balitsch löste bei den Fans fraglos mehr Verblüffung denn Begeisterung aus. Tenor: „Wat soll dat denn!?“ Bestätigt ist der Transfer aber noch nicht.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen ja häufig weit auseinander. Gibt es eigentlich Neues zur Kritik am Ratssaal in der Rathaus-Galerie-Rotunde?
Die fasst die RP heute noch einmal auf drei Probleme zugespitzt zusammen: Zu stickig sei es, die Sonne blende nachmittags Sitzungsleiter OB Buchhorn. Und die CDU-Fraktion bemängele, die neue (noch nicht in Betrieb genommene) Abstimmungsanlage widerspreche dem Grundsatz der Transparenz, da die Abstimmungsergebnisse nur nach Fraktionen zusammengefasst würden.

Das Thema hatte der Anzeiger ja kürzlich schon glossiert.
CDU-Fraktionchef Klaus Hupperth fürchte, seine unsteten Fraktionskollegen gerieten ihm so allzu leicht außer Kontrolle, mutmaßte der Anzeiger. Laut RP-Artikel (den ich online leider nicht finde) sorgt sich Hupperth freilich besonders um „die Zuschauer und die Presse“.

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Dekkers ist „beim Bayer“ – Dekkers über Bayer 04

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 27./28. Februar 2010:
Bilanz-Pressekonferenzen bei Bayer und der Sparkasse. +++ Noch einmal genau nachrechnen für die Bahnstadt Opladen. +++ Lokalsport: Kein Neid innerhalb des TSV Bayer 04. +++ Marijn Dekkers äußert sich zur Zukunft der Bayer 04-Fußballer.
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Wiesdorf gestürmt

Die Wiesdorfer City wird von weihnachtlich ausgehungerten Konsumenten überrannt. Leverkusener haben bislang 110 Waffen abgegeben. Die FAS wundert sich über den Holländer Marijn Dekkers für Bayer.
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Liquiditätsdruck & andere Adressaten

Morgen wieder viel früher, versprochen!
Ausgerechnet für die Farbpigmentspezialisten kommt der Wirtschaftsmotor „Schwarz-Gelb“ offenbar knapp zu spät: DyStar ist insolvent. Der Textilfarbenhersteller, früher eine Bayer-Sparte (und letzter Nachfolger für das Gewerbe, das die örtliche Wirtschaftsgeschichte einst mit Carl Leverkus‘ Ultramarinfabrik überhaupt begründete), hat am Montag in Frankfurt den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für ihre deutschen Gesellschaften und die Holding gestellt. Der Leverkusener Anzeiger weiß, dass alle 383 in Leverkusen verbliebenen Arbeitsplätze in Gefahr sind. Und die Rheinische Post zitiert (leider nicht online) die blumige Formulierung im Insolvenzantrag, die erklärt, dass kein Geld mehr da ist: Die Anwälte lassen ausrichten, „dass die Möglichkeiten erschöpft waren, den Liquiditätsdruck zu adressieren“.

Wo Schatten ist, da ist auch Licht – bei Bayer bald sogar ziemlich großflächig. An der Medienfassade am Bayer-Hochhaus hat ein neuerlicher Testlauf gezeigt, was das Teil so kann. Anzeiger und RP waren am Montagabend mit dabei, die RP will sogar Gerüchte vernommen haben, nach denen Bundeskanzlerin Angela Merkel zur feierlichen Eröffnung (die „in Bälde“ erfolgen solle) der Medienfassade erwartet werde. Bilder und Text sind schon schön, aber selber gucken ist eindeutig am besten – bitteschön, so adressiert Bayer seine Werbung bald:

Das dürfte auch den neuen Bayer-Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers beeindrucken. Brigitte Koch liest heute in der FAZ aus dessen bisheriger „Score-Karte“ vor: „Dekkers steht für Begriffe wie Akquirieren, Konzentrieren, Restrukturieren und Internationalisieren.“ Und sie zitiert „Beobachter“, denen zufolge die Kunststoffsparte Bayer Material Science zukünftig stärker in den Blickpunkt rücken, will heißen: verkauft werden könnte. Der Artikel ist im Netz kostenpflichtig, aber Koch könnte für ihren Beitrag diesen Artikel gelesen haben: Bereits vergangene Woche stellte Jürgen Salz Dekkers mögliche Pläne bei Bayer in der Wirtschaftswoche vor. Bayer müsse „nicht unbedingt durcheinandergewirbelt“ werden, wird Dekkers dort zitiert. Nicht unbedingt, vielleicht aber auch doch.

Für den Kulturteil des Anzeigers hat Georg Imdahl recht ausführlich mit dem Leiter des „Museums des Jahres“ gesprochen. Und siehe da: Markus Heinzelmann holt längst vergessen geglaubte Pläne für einen Anbau des Museums Morsbroich sowie Pläne für ein „Kompetenzzentrum für Fluxuskunst“ hervor. Das Land und eine Stiftung sollen dabei helfen, zahlungswillige Mäzene seien in Reichweite. Namen nennt Heinzelmann freilich nicht. Wir erfreuen uns an der Vorstellung, wie Erhard Schoofs (siehe hier) und seine Bürgerlisten-Kollegen augenblicklich in Ohnmacht fallen ob solcher Formulierung Heinzelmanns: „Ich sehe durchaus Möglichkeiten, weil in Nordrhein-Westfalen noch immer sehr viel altes, aber auch neues Geld vorhanden ist, das teilweise unberührt von der Finanzkrise geblieben ist.“

Am Landrat-Lucas-Gymnasium herrschte gestern offenbar eine leicht angespannte Atmosphäre, nachdem ein Schüler angeblich im „SchülerVZ“ adressiert haben soll, so das Gerücht, an der Schule Mitmenschen möglicherweise erheblich verletzen zu wollen. Eltern und Schüler waren entsprechend nervös, die Polizei zeigte Präsenz, die RP erhebt das Thema heute mit Bild zum Lokal-Aufmacher und der Anzeiger hievt es auf seine lokale Titelseite. Wie bitte: Sie vermissen etwas? Es fehlt ein Wort? Nicht unbedingt: Man kann darüber schreiben, ohne das Wort „Amok“ zu verwenden. Oder „Amoklauf“. Oder „Amokdrohung“. Andererseits bringen diese Schlüsselworte nachweislich dutzende Klicks. Daher also: Danke der Nachfrage!

Von der Fusion der Pronova BKK, ehemals Bayer BKK, mit den Betriebskrankenkassen von Goetze und Ford, berichten Anzeiger (hier) und RP in ihrem Wirtschaftsteil (nicht online).

Für den Wirtschaftsstandort Leverkusen wirbt die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) vom 5. bis 7. Oktober auf der Gewerbeimmobilienmesse „EXPO REAL“ in München am Messestand der Metropolregion Köln/Bonn, lesen wir bei leverkusen.com.

Noch mehr Wirtschaft: Die im Gewerbepark Manfort angesiedelte Biofrontera AG hat ihre Kapitalerhöhung um rund 2 Millionen auf nunmehr 7,6 Millionen Euro abgeschlossen, die Ausweitung der Gesamtstimmrechte folgte auf dem Fuß. Das verschuldete Unternehmen hat das Zahlungsziel bei seinen Gläubigern auf 2012 verschieben dürfen und will mit dem frischen Kapital die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben.

Auf dem Arbeitsmarkt in Leverkusen habe sich die Lage im September nicht entspannt, meldet Radio Leverkusen: 7300 Leverkusener waren ohne Job und damit zwar 2,1 Prozent weniger als im August. Allerdings seien viele nur in Weiterbildungsmaßnahmen gesteckt worden.

Beim Sportpark Leverkusen kündigen sich Personalveränderungen an, meldet der Anzeiger: Marc Riemann geht zu den Kölner Bäderbetrieben, Wolfgang Roeske tritt Ende Oktober seine Amt als Bürgermeister von Odenthal an.

Apropos Politik: Die Unterbezirksführung der SPD Leverkusen forderte gestern die Rücktritte von Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier, berichten Anzeiger und RP – und ist damit ja ganz offenbar auch zumindest teilweise erhört worden. Ulrich Schütz nimmt diese Vorlage in der RP zum Anlass für eine kleine Spitze gegen naheliegendere Adressaten, und fordert seinerseits im Kommentar: „Lux und Mende müssen abtreten.“ Das kann er freilich nicht völlig ernst meinen, denn was wäre die RP-Politberichterstattung ohne den offenkundig verlässlich auskunftsfreudigen Walter Mende? Und um Eva Lux‘ Karriereaussichten muss man sich offenbar auch keine Sorgen machen: Im gleichen Kommentar erklärt Schütz unter Bezugnahme auf „Parteikreise“, dass sie „unbedingt 2010 in den Landtag einziehen“ wolle; und auf Lokalseite zwei will sie überdies auch noch Leverkusener Bürgermeisterin werden: CDU und SPD seien sich „ziemlich einig“, die Besetzung der Ratsausschüsse und Aufsichtsräte einvernehmlich zu regeln. Daher gehe, na klar: der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende davon aus, dass Lux erste Bürgermeisterin werde.

Die Ursache für den Ausfall der BayArena-Card beim Heimpsiel gegen Werder Bremen sei gefunden, meldet der Anzeiger (RP nur im Print): „Schuld“ sei eine Bank, deren Rechenzentrum an dem Tag nicht erreichbar war.

Kultur: Ingeborg Schwenke-Runkel war für den Anzeiger bei der Inszenierung von „Last Touch First“ durch das „Holland Dance Festival“ – und ist begeistert: „Von den 60 Minuten im Erholungshaus war keine Minute zu viel. Cara Bos-Kroese, Vaclav Kunes, Natasa Novotna und Michael Schumacher machten das Stück zum Erkundungspfad ins eigene Ich.“
Und Monika Klein war für die RP bei einem neuen Bestandteil des Bayer-Kulturprogramms – dem Talk: In der Erholungshaus-Kulisse hielt Michael Vogt einen Plausch mit Volker Lechtenbrink. Vogt beschränkte sich „auf kurze, pointierte Fragen“ und Lechtenbrink „plauderte munter drauflos“, berichtet Klein. So soll es sein.

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Mehr Toleranz für Wupper-Flößer

Der Leverkusener Anzeiger erscheint in neuem Gewand: Ein neues Layout schmückt die Zeitung ab heute, Verleger Alfred Neven DuMont schreibt dazu auf Seite drei von einem „kleinen Sprung in die nächste Zukunft“. Und er weiß auch, wo die Zeitung auch in Zeiten des Internets „immer noch Meister ist“: Im Lokal- und Regionalbereich.

Und damit zur LevLog-Presseschau:

Der Vergangenheit von Marijn Dekkers, dem kommenden Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, als Tennistrainer bei Rot-Weiß Emmerich nachgespürt hat die Rheinische Post: Neben Dekkers Immatrikulationsfoto von der Universität Nimwegen berichten einstige Weggefährten von dem Tennisclub, bei dem sich Dekkers die eine oder andere Mark während seines Studiums als Trainer hinzuverdient habe. „Hart, aber gerecht“, sei er gewesen. „Er war ein richtig netter Kerl, der unglaublich angenehm im Umgang war“, wird ein einstiger Dekkers-Schützling zitiert. Ein Tennis-Crack als Bayer-Chef: Zieht da am Horizont ein Goldenes Zeitalter für den RTHC herauf?

Den Leverkusener CDU-Mann Bülent Arslan, der zweimal mit dem Versuch gescheitert war, sich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen zu lassen, stellt die taz in einem Porträt vor und fragt in der Überschrift: „Kann ein Muslim CDU-Politik?“

Bei dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht in Leverkusen am Mittwoch war neben dem Anzeiger auch der Spiegel dabei.

Ab dem 20. Oktober hat die Schweinegrippe keine Zukunft mehr in Leverkusen: Dann wird geimpft! Das meldet Leverkusens Amtsarzt Hans-Eckhard Linstaedt. Rund 40.000 bis 50.000 Leverkusener würden sich impfen lassen, schätzt Linstaedt für den Anzeiger. RP und Radio Leverkusen berichten (hier und hier) schon von Leverkusener Kassenärzten, denen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 4,09 Euro pro Impfung nicht hoch genug sei.

Thema in allen Medien ist die Grundsteinlegung für die Kinderklinik (inklusive einer „Komfortstation“) am Klinikum in Schlebusch. 23 Millionen kostet der Bau für 168 neue Betten, der 2012 bezugsfertig sein soll.

Mit dem Organisator der Wupper-Floßfahrt, Klaus Kirschey, hat die RP gesprochen. Nachdem Tierschützer sich beschwerten, dass die Fahrt bei einem Pegelstand unter 60 Zentimetern gestartet wurde, fordert Kirschey „mehr Toleranz“ für die „zufriedenen Teilnehmer“: Er habe „regelmäßig den Stand angefragt, und der lag bis Sonntagmorgen über 60 Zentimeter“. Auf dieser Seite sieht man, dass Kirschey seinen Schlaf an dem Tag (13.9.) offenbar recht früh aus hatte. In einem Leserbrief zwei RP-Seiten weiter klagt ein Mitglied des Sportanglervereins (SAV) Bayer Leverkusen: Die „Gaudiveranstaltung“ sei kontraproduktiv für die Bemühungen von Angelsportvereinen, Fischereiverbänden und Behörden in der Wupper Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder heimisch werden zu lassen.

Ein weiteres Thema im Problemfeld „Mensch und Natur“ beleuchtet die RP ausführlich und spricht mit Leverkusener Jägern über das Ende der Schonzeit für die Kanada-Gänse am Hitdorfer Badesee.

Viele ihrer eigenen Aktionen präsentiert die Anzeiger-Lokalredaktion heute den Lesern: Die Serie „Mangelhaft“ mit besonders unansehnlichen Orten in Leverkusen ist auf der ersten Lokalseite, auf Lokalseite zwei wird der Leverkusener Schilderwald durchforstet und auf der „Journal“-Seite lädt ein Rätsel zur 5. Leverkusener Kunstnacht zum Mitmachen ein, im Mittelpunkt der Diepentaler Künstler Winfried Gille. Wann die 5. Leverkusener Kunstnacht ist, erfährt man u.a. hier: Am Freitag, 30. Oktober 2009, von 18 bis 24 Uhr.

Die Nachricht von den 61 Millionen Euro für Leverkusen aus dem Landeshaushalt für 2010 meldet jetzt auch der Anzeiger.

Auch im Anzeiger-Hauptblatt ist Leverkusen heute vertreten: Für eine Story über den blühenden Handel mit immer jüngeren Nachwuchsspielern auf der Themenseite im neuen Layout besuchte der Stadt-Anzeiger den Leverkusener Nachwuchskicker Dennis Krol. Der 18-jährige Krol spielte rund fünf Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2009 wieder zu Bayer 04 nach Leverkusen zurückkehrte. (Dieses Porträt bestätigt immerhin die These, dass die Anzeiger-Sportredaktion sehr wohl weiß, welcher Verein im Einzugsgebiet die Referenzgröße zum Thema Fußball ist.) Hier noch ein Video mit Krol im Trikot des FC Barcelona, gefunden bei YouTube. Überschrift: Die große deutsche Hoffnung.

Ein wenig Politik gibt es heute auch in der RP (leider nicht online): Eine Woche vor der Bundestagswahl setzt die Redaktion ihre Kandidatenporträts mit Benedikt Vennemann von der FDP fort. Der Heilpädagoge und Immobilienkaufmann umreißt seine politischen Ziele, unter anderem will er, dass Leverkusen zukünftig eben nicht in Düsseldorf um Geld betteln muss: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen komplett von der Gewerbesteuer abhängig sind.“ Aber, aber: Es gibt doch auch noch die Hundesteuer.

Von einem geplanten Warnsystem vor Kindesmisshandlung, an dem Jugendamt und Leverkusener Schulen arbeiten, berichtet die RP. Vom Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Manfort vor dem Landgericht Köln berichten Anzeiger und RP.

Kultur: Der Anzeiger empfiehlt die neue Komödie am „matchboxtheater“ in Hitdorf: Die Inszenierung des Broadway-Stücks „Jakes Frauen“ besteche „mit feinsinnigem Humor“. (Nächste Aufführungen: heute, Samstag, 19. 9., und Samstag, 26. 9., jeweils um 20 Uhr im Theater in der Hitdorfer Str. 169). Über die Inszenierung von Helge Schneiders „Mendy – Das Wusical“ von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums berichtet die RP vom Schülertheaterfestival im Forum (die schräge Inszenierung stellte der Anzeiger schon vor zwei Wochen vor).

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Hartelijk welkom beim Bayer

Zu einer in die Zukunft gerichteten Aussage* hat Bayer sich hinreißen lassen: Der Niederländer Marijn E. Dekkers wird Nachfolger von Werner Wenning als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, zum 1. Oktober 2010. Die Wirtschaftsjournalisten in deutschen Redaktionen landauf, landab hatten gestern also ihre Herausforderung: Wer ist dieser Dekkers? Das Magazin Forbes kennt ihn schon und im Internet findet man ihn als Erfinder eigenartiger chemischer Methoden, übrigens gemeinsam mit seiner Frau. Dekkers hat Erfahrung als ausländischer Chef eines Unternehmens: Im Spiegel wird er im Dezember 2007 in seiner Funktion als Chef von Thermo Fisher Scientific, einem Unternehmen mit Sitz in Massachusetts, USA, so zitiert: „Man ist einfach nicht so schüchtern, wenn man es gewohnt ist, Geschäfte mit Leuten zu machen, die anders sind. Obwohl ich nur aus Europa komme, bin ich offener, wenn es darum geht, Geschäfte in Asien zu machen.“ Vielleicht war diese Aussage auch ein Grund für den Aufsichtsrat der Bayer AG, sich für Dekkers zu entscheiden. „Vom Eigen- zum Fremdgewächs“ überschreibt die FAZ die Nachricht aus Leverkusen und registriert einen „Kulturwandel“ bei dem Konzern. Ein „international erfahrenener Manager“ sei Dekkers, der „langjährige Erfahrungen im Portfoliomanagement und beste Drähte zu den Kapitalmärkten“ habe.
Alles schön und gut, die wirklich entscheidende Frage aber ist natürlich diese: Wie steht Dekkers zum Fußballsport? (Wie auch hier im Fan-Forum werkself.de heftig diskutiert wird.) Bei seinen Vorgängern Manfred Schneider und Werner Wenning gehörte die Begeisterung für den Fußball zweifellos zum Programm. Jetzt aber müssen Bayer 04-Fans ganz stark sein, denn u.a. die Financial Times kennt Dekkers‘ Lieblingssport: Es ist – Tennis!
Weitere Artikel zu dem Thema: Die Lokalseiten widmen sich besonders denen, die gehen: Die Rheinische Post Werner Wenning, der Leverkusener Anzeiger rückt die scheidenden Arthur Higgins und Klaus Kühn in den Fokus.

Die Comenius-Förderschule an der Heinrich-Lübke-Straße in Steinbüchel wünscht sich eine Videoüberwachung, Schuldezernent Marc Adomat ist aber zurückhaltend, wie die RP berichtet: „Eine Videoüberwachung ist für mich das letzte Mittel, das sollte sensibel gehandhabt werden.“ Vielleicht erinnert er sich an diese Geschichte aus dem Anzeiger.

Der Anzeiger berichtet von elf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, das Schulen in Leverkusen erwarten dürfen.

In Sachen Lokalpolitik rückt eine Entscheidung näher, berichtet die RP: Bis Montag könnte eine Entscheidung zu den Koalitionen im künftigen Stadtrat fallen, denn an dem Tag ist die Mitgliederversammlung der Grünen.

Der Anzeiger berichtet über eine Plane, die vor den Häusern am Hitdorfer Rheinufer angebracht werden soll.

Mit dem neuen Sportpark-Chef Georg Boßhammer gesprochen hat Ludmilla Hauser für die RP. Leere Stadtkassen entmutigen Boßhammer nicht: „Für mich gilt vorrangig, dass die Leverkusener Sportinfrastruktur der Grundversorgung auch durch kommunale Mittel gedeckt sein muss.“

Kultur: Von einem Gospel-Wochenende mit Adrienne Morgan-Hammond in Schlebusch berichtet die RP.

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